11. November – Sankt Martin von Tours

Es lässt sich wirklich kaum sagen, wessen Heiligenlebenslauf oder Heiligenlegende (vom Lateinischen legenda: „das zu Lesende“) nach dem Konzil in der Novus Ordo- Kirche am meisten verfälscht wurde.

Was macht das Christentum aus?

  1. Die wahre Lehre, die katholische nämlich.
  2. Das wahre Bekenntnis.
  3. Der Kampf gegen den Teufel, das Fleisch und die Welt bis zum Martyrium.

Da es leider seit Vat. II keine wahre Lehre mehr gibt, siehe die Abu Dhabi-Aussagen von Franziskus samt der Pachamama-Anbetung im Vatikan, so fallen die zwei weiteren Punkte weg. Wenn es keine Wahrheit gibt, dann gibt es nichts zu bekennen und nichts, worum es sich zu kämpfen lohnt. Alle Katholiken bis Vatikanum II haben es einfach nicht verstanden. Nur wir haben den Durchblick. Der heilige Martin von Tours wird in Deutschland, in anderen Ländern ist es tatsächlich anders, mit Kinderunterhaltung samt Laternenumzug und der Martinsgans assoziiert. Will jemand den richtigen Lebenslauf vom heiligen Martin durchlesen, dann möge er sich an „Das Leben des Heiligen Bekennerbischofs Martinus von Tours“ von Sulpicius Severus wenden. Wir wollen ihn hier dennoch nacherzählen, da er den wenigsten bekannt sein durfte. Die untere Version stammt aus einem nicht aufgeführten St. Martin-Schattenspiel für Kinder, welches DSDZ für eine katholische Kirchengemeinde geschrieben hatte, von der Gemeinde aber nicht aufgeführt wurde, weil es zu fromm und nicht „kindgerecht” gewesen ist. Wo käme man denn hin, wenn katholische Kinder katholische Inhalte lernen würden? Zum Katholizismus eben.

Der hl. Martin stammt aus einer römischen Soldatenfamilie. Sein Vater war anfangs Soldat und dann Militärtribun. Der Hl. Martin wusste sich aber seinem Vater schon recht früh zu widersetzen. So lesen wir in seinem Lebenslauf:

Von den ersten Kindesjahren an zeigte Martin, dass es ihn nach dem göttlichen Dienste verlangte. Als er zehn Jahre alt wurde, begab er sich, wider den Willen seiner Eltern in eine Kirche, und bat, man möge ihn unter die Katechumenen aufnehmen. Bald wandte er sich ganz dem Werke Gottes zu und als er zwölf Jahre zählte, sehnte er sich nach der Wüste. Er wäre auch Einsiedler geworden, hätten nicht seine Eltern ihn daran gehindert. Sein Geist war aber stets mit Klöstern und Kirche beschäftigt.

Leider musste Martin den Traum vom Mönchsleben vorerst aufgeben, da er zum Militärdienst gezwungen wurde:

Als aber jenes kaiserliche Edikt erging, das die Söhne von Militärs zum Militärdienst zwang, wurde Martin im Alter von 15 Jahren mit der Beihilfe seines Vaters, der voll Neid auf die Taten sah, die seinen Sohn glücklich machten, gefangen, in Ketten geschlagen und zur Ablegung des Fahneneides gezwungen.

Dies war natürlich ein heidnisches Heer unter dem heidnischen Kaiser, sodass wir uns vorstellen können welchen Versuchungen und Kämpfen Martin ausgeliefert war. Dennoch konnte er es mit Gottes Hilfe überstehen:

Martin war beinahe drei Jahre bei den Soldaten, bevor er getauft wurde. Er hatte sich aber von den Lastern freigehalten, denen dieser Menschenschlag zu frönen pflegt. Er begnügte sich mit einem einzigen Diener, dem er, obwohl er sein Herr war, diente und die Rollen mit ihm vertauschte: er zog ihm sogar die Stiefel aus und reinigte sie selber.

Gegenüber seinen Kameraden war er von großer Güte und wunderbarer Liebe. Obwohl noch nicht in Christus wiedergeboren, zeigte er sich doch durch seine guten Werke als ein Anwärter auf die Taufe: er half den Kranken, unterstützte die Unglücklichen, nährte die Bedürftigen, und bekleidete die Nackten und behielt von seinem Sold nur so viel für sich, als er für seine tägliche Nahrung brauchte. Man hielt ihn damals eher für einen Mönch als für einen Soldaten.

Die berühmte Mantelszene begab sich, nach Sulpicius Severus, wie folgt:

Und so geschah es einmal, dass er, nur mit seinen Waffen und einem einfachen Soldatenmantel bekleidet, mitten in einem Winter dessen Strenge grimmiger war als gewöhnlich, sodass die Gewalt der Kälte gar viele tötete am Tore der Hauptstadt der Ambianer einem nackten Armen begegnete:  der bat die Vorübergehenden, sich seiner zu erbarmen, es gingen aber alle an seinem Elend vorüber.

Da begriff Martin, dass der Arme ihm vorbehalten sei, da die anderen kein Mitleid mit ihm hatten. Doch er besaß nichts als den Mantel, den er anhatte, alles Übrige hatte er verschenkt. Da ergriff er das Schwert, teilte den Mantel in zwei Teile, gab einen dem Armen und hüllte sich selbst in den anderen ein.

Da lachten einige von den Umherstehenden, weil er mit seinem zerschnittenen Mantel sehr hässlich aussah. Viele aber deren Verstand gesünder war, seufzten tief auf, weil sie nichts dergleichen getan, obwohl sie mehr besaßen und darum den Armen hätten bekleiden können, ohne sich selbst zu entblößen.

Als es Nacht geworden war und Martin sich den Schlaf hingegeben hatte, erschien ihm Christus, gekleidet mit dem Teil des Mantels, den er dem Armen gegeben hatte.

Man gebot ihm, den Herrn aufmerksam anzuschauen und das Kleid, das er verschenkt hatte, zu erkennen.

Und sogleich hörte er Jesus mit lauter Stimme rufen: „Martin, der noch ein Katechumene ist, hat mich mit diesem Mantel bekleidet!“ Wahrlich, der Herr gedachte der Worte, die er einst vorhergesagt: „Was ihr einem der Geringsten getan, das habt ihr mir getan“ und bekannte, dass er in dem Armen bekleidet worden ist.

Als Martin dies sah, da berauschte ihn nicht der menschliche Stolz, sondern er erkannte in seiner eigenen Tat das Wirken der göttlichen Gnade und ließ sich eilends taufen.

Was bei der Martinslegende niemals oder kaum gesagt wird ist der Umstand, dass sein Leben inmitten der arianischen Krise fiel. So fielen fast alle Bischöfe im Westen und Osten außer dem Heiligen Hilarius von Poitiers vom Glauben ab, indem sie die Göttlichkeit Christi leugneten. Es war eben St. Hilarius, an den sich St. Martin zwecks Glaubensunterweisung wendete.

Nachdem Martin den Militärdienst aufgegeben hatte, ging er zum heiligen Bischof Hilarius, um sich im Glauben unterweisen zu lassen.

Bischof Hilarius, der sich in den Dingen Gottes bewährt hatte, erkannte schnell Martins Heiligkeit.

Da Martin den hohen Dienst des Diakons ablehnte, trug ihm der Bischof den Dienst des Exorzisten auf.

Als Exorzist hatte Martin die Aufgabe den Teufel zu bekämpfen und die, von ihm bedrängten, Menschen zu befreien.

Einmal trat der Teufel Martin in menschlicher Gestalt entgegen und sagte: „Wohin du auch gehen und was du auch unternehmen magst, ich – der Teufel – werde Dir immer widerstehen“. Da antwortete ihm Martin mit den Worten des Propheten: „Der Herr ist meine Hilfe und mein Heil. Vor wem soll ich nicht fürchten?“ Da verschwand der Teufel.

Durch seine Heiligkeit war Martin in der Lage den Teufel in all seinen Verkleidungen zu erkennen.

Der Heilige Martin konnte auch seine eigenen Eltern bekehren, was den wenigsten gelingt und der Teufel rächte sich dadurch, dass Martin von den Arianern ausgepeitscht wurde.

Bald darauf erhielt er im Schlafe die Weisung, im Dienste der Religion in seiner Heimat zu gehen und seine Eltern zu besuchen, die noch immer im Banne des Heidentums waren. Er machte sich auf den Weg mit der Einwilligung des Heiligen Hilarius, dem er versprechen musste nach Poitiers zurückzukehren.

Wie ist die Hoffnung seiner Seele und der Entschluss seines Geistes gewesen war, befreite Martin seine Mutter vom Irrtum der heidnischen Lehren, während sein Vater noch weiter im Bösen verharrte. Nichtsdestoweniger brachte Martin durch sein Vorbild vielen das Heil.

Unterdessen hatte sich die Häresie des Arius auf dem ganzen Erdkreis, besonders aber in Illyrien, Martins Heimat, verbreitet.

Die Arianer behaupteten, dass Christus nur Mensch war.

       Sie leugneten Göttlichkeit Christi, den Wert seiner Erlösung und meinten, dass das Christentum nur in der Mitmenschlichkeit besteht.

Fast alle Bischöfe waren damals Arianer und bezogen aus der Staatskasse des Kaisers hohe Bezüge.

Martin führte beinahe allein seinen entschlossenen Kampf gegen den Unglauben der Bischöfe, indem er mutig die Lehre von der Göttlichkeit Christi verkündete.

Dies trug ihm, in Sabaria, seiner Heimatstadt, Strafen ein. Der arianische Bischof ließ ihn öffentlich auspeitschen und aus der Stadt vertreiben. So erfüllten sich an Martin, dem Nachfolger Christi, die Worte des Propheten:

„Ich hielt meinen Rücken denen, die mich schlugen, und denen, die mich rauften, meine Wangen. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht zu Schanden“.

St. Martin machte das, was viele Heiligen vor ihrem öffentlichen Auftritt taten. Er wurde Einsiedler und wurde auch da verfolgt.

Martin kehrte nach Italien zurück, und als er erfuhr, dass die Kirche auch in den gallischen Landen durch die Abreise des Heiligen Hilarius, den in die Übermacht der Häretiker ins Exil getrieben hatte, in Bedrängnis sei, baute er sich in Mailand eine Einsiedelei.

Aber auch dort bedrängte ihn Auxentius, der arianische Bischof von Mailand, auf das heftigste: er überhäufte ihn mit Unrecht und trieb ihn aus der Stadt.

Da glaubte Martin, sich der Macht der Umstände fügen zu müssen, und zog sich auf eine Insel mit Namen Gallinaria zurück.

Dort erfuhr er dass der Kaiser voller Reue dem Heiligen Hilarius die Rückkehr nach Gallien gestattet und so wollte er versuchen den Bischof in Rom zu treffen.

Da Hilarius schon Rom verlassen hatte, folgte Martin seinen Spuren. Er traf ihn in Poitiers, wurde vom Bischof mit aller Huld empfangen und baute sich, nicht weit von der Stadt, in Lugogo eine Einsiedlerzelle.

Er lebte gottgefällig und wirkte Wunder. Er weckte einen verstorbenen Katechumenen auf, um in taufen zu können und weckte einen Erhängten auf. Die Kunde von Martins Wundertaten erreichte das Volk.

Da Martin in einer Zeit lebte, wo die Bischöfe tatsächlich vom Volk gewählt wurden, so wollte man ihn zum Bischof wegen seiner Frömmigkeit.

Da das Volk von Tours von Martins Frömmigkeit und seinen Wundern hörte, wollte es ihn zum Bischof haben. Da es aber nicht leicht war Martin aus seiner Einsiedelei herauszuholen, schützte ein gewisser Rusticius, ein Bürger der Stadt Tours, eine Krankheit seines Weibes vor und erreichte, dass der Heilige seiner Zelle verließ.

Obwohl das Kirchenvolk Martin zum Bischof wollte, gab es eine arianischen Gegenpartei, von einem gewissen Bischof Defensor – zu Deutsch „Rächer“ – angeführt, welche sich Martins Wahl widersetzte. Sie hielten einen Menschen mit so unansehnlichen Gesichtszügen, schmutzigen Kleidern und ungepflegten Haaren wie Martin des Heiligen Bischofsamtes für unwürdig.

Es begab sich aber, dass wegen der großen Menschenmenge der eigentliche Lektor nicht zum Gottesdienst in die Kirche, wo die Bischofswahl stattfand, hereinkommen konnte. Das Volk und die Ministranten wurden unruhig. Da ergriff jemand die Heilige Schrift und lass den ersten Vers den er fand. Dort stand geschrieben: „Aus dem Mund der Kinder und der Unmündigen hast du dir ein Lob bereitet, um den Feind und den Defensor, d.h. Rächer, zu beschämen“.

Nach dieser Lesung begann das Volk zu lärmen, da es in diesem Wort eine Prophetie erkannte, die Gegenpartei von Defensor angeführt aber, verlor die Fassung. So rief man Martin zum Bischof von Tours aus.

Dieser aber floh in einen Gänsestall, wo das Geschnatter der Gänse ihn verriet. Er wurde aber vom Volk gefunden und schließlich zum Bischof geweiht.

Dem monastischen Leben blieb er dennoch treu und bildete eine Mönchsgemeinschaft:

So ist Martin Bischof geworden. Unverändert blieb er aber, der er vorher war: es blieb die Demut seines Herzens, es blieb die Armseligkeit seiner Kleider; bei aller Autorität und Huld, bei aller bischöflichen Würde gab er doch die Vorsätze und Tugenden des mönchischen Lebens nicht auf.

Eine Zeit lang bewohnte er eine Zelle, die an der Bischofskirche angebaut war.

Da er die Unruhe nicht mehr ertragen konnte, die ihm seine Besucher in Bischofspalast verursachten gründete er außerhalb der Stadt ein Kloster.

Dieses war so abgeschieden und entlegen, dass er keinen Grund hatte, sich nach der Einsamkeit der Wüste zu sehnen.

Der Bischof bewohnte eine Zelle aus Brettern und bald gesellten sich zu ihm andere Brüder, welche unter seiner Leitung ein strenges Mönchsleben pflegten. Niemand hatte etwas zu Eigen, alles war Gemeingut. Es war nicht erlaubt, etwas zu kaufen oder zu verkaufen. Man pflegte dort keine Kunst, außer der des Schreibens, die aber den Jüngeren vorbehalten wurde: die Älteren oblagen dem Gebet.

Da Martin Christus als Gott und Menschen erkannte, so konnte er in der Kraft Christi Wunder wirken und die wahre Lehre verkünden.

Durch seine gute Christus-Beziehung konnte er gut den Teufel in all seinen Verkleidungen erkennen:

So erkannte er, dass die Menschen einen falschen Märtyrer verehrten.

Er hinderte einen heidnischen Leichenzug, welcher eine Opferstätte aufsuchen wollte, am Gehen.

Er ließ viele heidnische Tempel zerstören und fürchtete sich nicht vor den Angriffen der Heiden.

Und heilte Besessene und Gelähmte.

St. Martin wollte sich auch bei den politischen Machthabern für die wahre Lehre einsetzen:

Nach so großen Dingen will ich noch einige kleinere erzählen – es könnte allerdings bei den Zuständen unseres Zeitalters, an dem fast alles verdorben und verkommen ist, beinahe ungewöhnlich erscheinen, dass die Charakterstärke eines Bischofs der Versuchung, einem Kaiser zu schmeicheln, nicht erlegen ist.

Am Hofe des Kaisers Maximus, eines wilden und ungestümen Mannes, hatten sich zahlreiche Bischöfe aus verschiedenen Teilen des Reiches versammelt; an ihnen allen fiel eine abscheuliche Schmeichelei vor dem Fürsten auf, eine schmachvolle Nachgiebigkeit, welche die Träger der Bischofswürde zu kaiserlichen Schützlingen erniedrigte.

Martin allein wahrte die apostolische Autorität.

Was Martin getan hat, konnte ich recht und schlecht mit meinen Worten darlegen, aber sein inneres Leben, seinen täglichen Wandel, das Wesen seiner stets himmelwärts gewandten Seele zu beschreiben wird niemals menschlicher Wiedergabe gelingen.

Solche Wachsamkeit und solches Maßhalten, solche Tage und Nächte, darin es keinen Augenblick gab, den er nicht den Werken Gottes geweiht hätte, ohne sich um seine Ruhe oder um Geschäfte zu kümmern. Niemals ließ Martin eine Stunde, einen Augenblick verstreichen, ohne dem Gebet obzuliegen oder sich in die Lesung zu versenken. Wie die Schmiede, die in der Arbeit innehalten und dabei noch immer weiter auf den Amboss schlagen, so betete Martin unablässig, auch wenn er etwas anderes zu tun schien. Du wahrhaft seliger Mann! In Dir war keine Hinterlist niemanden hast Du gerichtet, niemanden verdammt keinem Böses mit Bösem vergolten. Keiner hat ihn je in Zorn oder Erregung gesehen und wenn sein Antlitz von himmlischer Freude erstrahlte, schien er jenseits aller Menschennatur zu sein. In seinem Munde war nichts als der Name Christi, in seinem Herzen nicht als Frömmigkeit, Friede und Barmherzigkeit.

Häufig weinte er sogar über die Sünden derer, die ihn mit ihrer Missgunst verfolgten, die ihn um seiner Tugend und seines heiligen Wandels willen beneideten, die in ihm hassten, was sie in sich selbst nicht fanden und was sie nicht nachahmen konnten. Überdies sollen – oh trauriger und beklagenswerter Frevel! – zu seinen Verfolgern, so gering deren Zahl auch war, fast nur Bischöfe gehört haben.

Als er im Sterben lag, sprach er: „Zum Himmel, meine Brüder zum Himmel lasst mich schauen, nicht zur Erde, damit schon jetzt mein Geist den Weg antreten kann, der ihn zum Herrn führen wird.“ Als er den Teufel neben sich stehen sah rief er: „Was willst du hier blutdürstiges Tier? Unseliger, du wirst in mir nichts finden, was dir gehört: Abrahams Schoß wird mich aufnehmen.“ Mit diesen Worten gab er seinen Geist auf.

Die zugegen waren, haben es bezeugt sein Antlitz habe ausgesehen wie das Antlitz eines Engels, denn so schön war er anzusehen, als wäre er schon in der Glorie der künftigen Auferstehung in einer verwandelten Natur und in einem neuen Fleisch.

Es ist kaum zu glauben, wie viele Menschen seinem Leichenzuge folgten: die ganze Stadt eilte dem Leichnam entgegen, viele Bewohner des flachen Landes, der Dörfer, selbst der benachbarten Städte waren zugegen. Das ist die Frucht, deren Martin sich rühmen so durfte: so viele Zweige zum Dienste des Herrn hatte Vermögen seines Vorbildes der von ihm gepflanzte Baum getrieben.

Als der Kaiser Martin eine Ehre erweisen wollte, nahm der Heilige diese nicht an.[1]

Der Heilige Martin war ein Kämpfer, kein Kaninchenzüchter. Er hat seinen Militärdienst mit dem Militärdienst Christi vertauscht und kein Kampf blieb ihm erspart. Er hatte die Gabe hinter all den Widerständen und Häresien den Teufel zu sehen, welcher genauso damals die Arianer lenkte, wie er es heute mit den Häretikern und Apostaten tut. Der Heilige Martin hat ein eigenes Offizium, in dem ausdrücklich erwähnt wird, dass er als erster nach den Aposteln drei Tote auferweckt hat. Warum wurde ihm das zuteil? Um die Wahrheit des Katholizismus gegenüber der Falschheit des Arianismus zu bezeugen. Gott schickt Wunder nicht aus Jux und Tollerei, sondern zum Beweis der wahrer Religion. Wenn man wie heilig Martin lebt und kämpft, so wird man wie er auch die Wunder erleben. Amen.

[1] Text nach Quelle:

Martin von Tours. Der Lebensbericht von Sulpicius Severus, Hg. von Joachim Drumm, Übertragung von Wolfgang Rüttenauer, Schwabenverlag  20072.

 

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