Schlußbericht des Nuntius von Österreich aus dem Jahre 1985 und seine Aktualität (5 von 5)

8. Besondere Situationen

Vorbemerkung: Österreich, das ehemalige große Imperium bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, trägt noch immer an den Folgen der Zerschlagung dieses Staates. Dies heißt, daß die demokratische Einstellung erst spät zum Reifen kam, nämlich nach dem Zweiten Weltkrieg. Dies erklärt die Unsicherheiten und das Fehlen einer echten Identität in der Kirche und in anderen Institutionen. Der Einfluß Deutschlands in der Theologie ist deutlich zu spüren. Lassen wir Statistiken und Umfragen, die zu widersprüchlichen Ergebnissen gelangen und die entweder kein objektives Urteil abgeben oder wichtige Punkte mit Schweigen übergehen, einmal beiseite. Dem Anschein nach ist die Kirche in Österreich in gutem Zustand. Man könnte sogar sagen: in zu gutem Zustand, wenn man die Zeit berücksichtigt, in der wir leben. Ihre historische Tradition, die sie freilich leicht mit „Josephinismus“ durchtränkt, hat sie in Treue zum Heiligen Stuhl bewahrt.

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