Tradition und Glauben

Dom Prosper Guéranger: Antiliturgische Häresie (3): Kommentar 3 von 8. „Für viele“ für die eigentliche Sakramentenform unerheblich

Anbei der Text des Abtes von Solesmes, welcher von der Einführung neuer liturgischen Formulierungen handelt. Wir wollen von dieser Warte aus die Thematik des „für alle“, statt „für viele“ bei dem Blutwort der Konsekration beleuchten und das Problem einer eventuellen Ungültigkeit der Novus Ordo Messe bei diesem unkorrektem Blutwort in mehreren Abschnitten prüfen. In diesem Teil wird derselbe Text von Gueranger erscheinen, unser Kommentar jedoch wird ein anderer sein. [Und hier kommt] der dritte Grundsatz der Häretiker bezüglich der Liturgiereform. Nachdem sie die kirchlichen Formulierungen verjagt und die absolute Notwendigkeit ausschließlich die Bibelworte im Gottesdienst zu verwenden, verkündet haben, mussten sie dennoch anschließend feststellen, dass die Heilige Schrift sich nicht immer nach ihrem Willen verbiegen lässt; so führten sie den dritten Grundsatz ein, welcher, sagen wir es deutlich, darin besteht verschiedene [liturgische] Formulierungen zu fabrizieren und einzuführen. Formulierungen voll Tücke, durch welche die Gläubigen noch stärker an den Irrtum gebunden werden und wodurch das Gebäude der gottlosen Reform für ganze Jahrhunderte gefestigt wird. Kommentar 3.3 3. „Für viele“ für die eigentliche Sakramentform unerheblich Obwohl die richtige Version der Wandlungsworte „für viele“ und nicht „für alle“ heißt, so ist dennoch diese Änderung für die eigentliche Form des Sakraments unerheblich. Es gilt unter Theologen als eine sententia certa, d.h. eine sichere Meinung,[1] das wesentlich für die gültige Form des Sakraments nur die Worte: Hoc est corpus meum („Dies ist mein Leib“) und Hic est calix sanguinis mei („Dies ist der Kelch meines Blutes“) oder Hic est sanguis meus („Dies ist mein Blut“) sind und nicht das Drumherum.[2] Die Dogmatik von Diekamp-Jüssen stellt die bisherige Lehre zusammenfassend, vgl. Thomas, Summ. Theol. Q. 78, a.1, wie folgt dar: „Diese Worte bezeichnen klar und bestimmt, was durch die Konsekration bewirkt wird. Die vorausgehenden und folgenden Worte auch das enim [„nämlich“ bei der Konsekrationsform der tridentinischen…

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