„Sie bekommen Geld vom Staat“ oder die katholische Kirche als die Stütze der demokratischen Gesellschaft

Theofilos_PalaiologosAls der Schreiber dieser Zeilen in der französischen Abtei Fontgombault war, lerne er dort Amerikaner und Franzosen kennen, welche, als sie erfuhren, dass er in Deutschland wohnt, ihm ihr tiefstes Mitgefühl aussprachen, sowie ihrem Entsetzen mit folgenden Worten Ausdruck gaben:

„Stellt Euch vor: Die deutschen Bischöfe bekommen Geld vom Staat … vom Staat, unglaublich und daher sind sie verpflichtet die Lehre zu verändern“.

Obwohl der Schreiber dieser Zeilen beschwichtigend erklärte, dass dieser Zusammenhang so direkt nicht vorkommt, so weiß er wirklich nicht, welche Schriften sein Bischof oder Pfarrer, als staatlicher Bediensteter, mit seinem Lohnzettel erhält, denn eine bessere Propagandamaschine des Staates als die predigenden Geistlichen findet sich wohl nirgends. Weder bei Beamten noch bei Politikern. Bei jeder Predigt, die der Schreiber dieser Zeilen in der letzten Zeit frequentiert, findet er Lobhymnen auf die Flüchtlingsströme bzw. „Flüchtlingsströme“ und die Willkommenskultur der „Mutti“ Merkel, die zurzeit nicht einmal auf die Unterstützung ihrer eigenen Partei hoffen kann.

Ein Priester setzte neuerdings Christentum mit der Barmherzigkeit und die Letztere mit der Aufnahme von „Flüchtlingen“ gleich. „Ja, ja, unsere Welt wird sich ändern“, meinte er, „aber es muss so sein“. Natürlich muss es nicht sein, denn das, was zurzeit Kanzlerin Merkel fördert, widerspricht dem gesunden Menschenverstand, jeglicher Logik und dient eindeutig nicht den Interessen der Bevölkerung, welche Frau Dr. Merkel ja eigentlich gewählt hat.

Aber das Politische bei Seite lassend, kann man sich wirklich fragen, ob die deutschen Priester tatsächlich der Politik, die sich ja auch von einem Tag auf den anderen ändert, jeden Wunsch von den Augen ablesen oder irgendwelche Instruktionen von oben bekommen und die Kanzlerin vielleicht auch? Dieser Zug ausschließlich „politische Theologie“ zu betreiben, beziehungsweise die Zeitungsweisheit während der Predigt in eigenen Worten wiederzugeben, resultiert einfach aus:

  1. Agnostizismus oder Atheismus sowie aus
  2. Narzismus.

Denn (ad a) gibt es nichts woran ich glaube und habe ich infolgedessen nichts zu sagen, (ad b) will ich dennoch im Mittelpunkt stehen, so bleibt mir nur ein politisches Gerede mit einer moralisierenden Beilage, aber nur so, um die jeweilige political correctness nicht zu überschreiten. Politiker lieben zu reden, Geistliche auch. Sie lieben es auch sich selbst zuzuhören. Daher ist der häufige Wechsel der protestantischen Bischöfe oder Geistlichen in die Politik erklärbar. Das Rede-Handwerk hat man ja schon. Von den Geistlichen des Doms der Heimatstadt des Schreibers dieser Zeilen lässt sich so viel Positives sagen, dass sie sonore Stimmen haben und gut nach vorne sprechen. Geistlicher Inhalt – Fehlanzeige. Das politische Tagesgeschäft herrscht vor. Interessanter weise war die ebenfalls damals kirchensteuerfinanzierte katholische Kirche des Bismarckreichs und des Dritten Reiches nicht dermaßen ideologisch vom Staat abhängig, wie es jetzt der Fall ist.

In der Zeit des real herrschenden Sozialismus war es üblich Parteiaktivisten bei Parteischulungen mit aktuellen politischen und sozialen Ereignissen bekannt zu machen und sie auf die Parteilinie und Partei-Apologetik einzustimmen. Dabei trieb die hegelsche Dialektik ihre höchsten Blüten, wie sie es heute auch in der deutschen Amtskirche tut. Auf eventuelle Fragen: „Warum gibt es kein Fleisch zu kaufen?“ Wurde geantwortet:

  1. „Fleisch ist ungesund, pflanzliche Nahrung ist gesünder.“
  2. „Ein Sozialist/Kommunist, welcher im besten aller Systeme lebt, sollte nicht so kleinbürgerlich eingestellt sein, um ans Fleisch zu denken.“
  3. „Die Genossen in [hier beliebig einführen], die wirklich für Sozialismus kämpfen, haben nicht nur kein Fleisch, sondern auch kein [hier beliebig einführen].“
  4. „Im Zarenreich/vor der Revolution/im Kapitalismus hatte man vielleicht Fleisch, aber keine Freiheit/Bauern-und-Arbeiter-Staat/Sozialismus.“

Man gewinnt den Eindruck, dass in den Ordinariaten ähnliche Schulungen stattfinden, denn solche Predigten gibt es jetzt überall zu hören.

Während der letzten 50 Jahre wurde durch die fehlende Verkündigung in Europa dem Islam der Nährboden bereitet, da langfristig sich wirklich nirgends, nicht einmal in Albanien, Atheismus bewährt hat. Jeder Staat braucht einen moralischen Rahmen, der höher verankert ist als die jeweilige Parteipolitik. Ein Grundgesetz kann dies auch nicht sein, da auch dieses parteipolitisch durch einen Konsens beschlossen wurde und jederzeit geändert werden kann. Ius ist nicht gleich Lex, dass heißt es kann auch unrechte Gesetze geben, welche die Formen der jeweiligen Staatsverständnisses erfüllen: siehe Drittes Reich, Stalinreich, Kambodscha, Nordkorea etc. Legalismus ist also noch keine Moral. Da die Kirche seit dem Zweiten Vatikanum den Anspruch auf einen konfessionsgebundenen Staat aufgegeben hat, wieweit er realisierbar gewesen wäre, steht auf einem anderen Blatt und das Grundgesetz keine herrschende Religion vorschreibt, so steht wirklich nichts im Wege, dass die nächste herrschende Religion in Deutschland, nach der Grundgesetzänderung, Islam werden kann. Die neuen Bürger sind schon auf dem Wege und es gibt keine wirklichen Ideen oder Ansprüche, die diesem Trend entgegengestellt werden könnten. Interessanterweise werden gerade die Einwanderer der dritten Generation oder Deutsche ohne jeden Migrationshintergrund Islamisten, weil sie in Europa absolut keine absoluten Werte entdecken, für welche es sich letztendlich zu leben und sterben lohnt.

Somit sägt der deutsche Staat durch diese praktische ideologische Übernahme der Kirchen, natürlich mit ihrem Einverständnis, am eigenen Ast. Denn die Stufen sehen wie folgt aus:

  1. Der Islam wird in Deutschland toleriert.
  2. Der Islam gehört zur Deutschland.
  3. Deutschland wird weitgehend islamisiert.
  4. Der Islam wird Mehrheitsreligion und führt zur einen Grundgesetzänderung.
  5. Der Islam wird die herrschende Religion in Deutschland mit anfänglichem Minderheitenschutz für Nichtmoslems.
  6. Deutschland wird ein islamischer Staat innerhalb des Kalifats Europa.

Diese Entwicklung ist nicht mehr abstrus, sondern sehr wahrscheinlich, zumal jetzt durch die „Flüchtlinge“ und eingeschleuste Islamisten die „brüderliche Hilfe“ von außen kommt. Die Demokratie ist von der Überzeugung her sehr schwach. Denn was soll man dem entgegensetzen? Das Volk? Nicht alle Deutschen identifizieren sich, durch das Dritte Reicht geschädigt, mit dem Deutschtum. Außerdem wohnen in der Bundesrepublik Deutschland viele Ausländer, die keine Deutschen sind, aber sich aber sehr wohl mit dem föderalen Staat Bundesrepublik Deutschland identifizieren. Worauf soll man sich berufen, um eine Islamisierung Europas abzuwehren? Auf die Französische Revolution also auf die Freimaurer? Auf die Humanität also auf die Freimaurer? Auf die Mitmenschlichkeit also auf die Freimaurer? Houellebecq sicherlich von einer dämonischen Eingebung getrieben, hat es schon aufgegeben, siehe sein Roman „Die Unterwerfung“. Und was ist so schlimm an einem islamischen Europa? Es wird kein Europa mehr sein und wir werden alle tot sein. Manche vielleicht als Märtyrer – siehe Syrien.

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