Tradition und Glauben

Dom Prosper Guéranger: Antiliturgische Häresie (3): Kommentar 7 von 8. Die Wandlung vollzieht sich nach Thomas augenblicklich

Anbei der Text des Abtes von Solesmes, welcher von der Einführung neuer liturgischen Formulierungen handelt. Wir wollen von dieser Warte aus die Thematik des „für alle“, statt „für viele“ bei dem Blutwort der Konsekration beleuchten und das Problem einer eventuellen Ungültigkeit der Novus Ordo Messe bei diesem unkorrektem Blutwort in mehreren Abschnitten prüfen. In diesem Teil wird derselbe Text von Gueranger erscheinen, unser Kommentar jedoch wird ein anderer sein. [Und hier kommt] der dritte Grundsatz der Häretiker bezüglich der Liturgiereform. Nachdem sie die kirchlichen Formulierungen verjagt und die absolute Notwendigkeit ausschließlich die Bibelworte im Gottesdienst zu verwenden, verkündet haben, mussten sie dennoch anschließend feststellen, dass die Heilige Schrift sich nicht immer nach ihrem Willen verbiegen lässt; so führten sie den dritten Grundsatz ein, welcher, sagen wir es deutlich, darin besteht verschiedene [liturgische] Formulierungen zu fabrizieren und einzuführen. Formulierungen voll Tücke, durch welche die Gläubigen noch stärker an den Irrtum gebunden werden und wodurch das Gebäude der gottlosen Reform für ganze Jahrhunderte gefestigt wird. Kommentar 3.4.2 7. Die Wandlung vollzieht sich nach Thomas augenblicklich Wie bereits erwähnt erfolgt die Wandlung nach Thomas (Summ. Theol, III, q. 75 a.7) augenblicklich und nicht erst sukzessiv. Der Originalton Thomas von Aquin lautet: Siebenter Artikel. Die Umwandlung in der Eucharistie vollzieht sich im Augenblicke. [Manche sagen, dass] a) Sie vollzieht sich nach und nach. Denn: I. In dieser Wandlung ist die Substanz des Brotes und nachher die Substanz des Leibes Christi. Nicht aber sind sie beide zusammen da im selben Augenblicke. Also sind dies zwei Augenblicke und somit ist dazwischen eine gewisse Zeit, was dasselbe ist wie eine allmähliche Verwandlung. II. Bei jeder Wandlung besteht ein Werden und ein Geschehensein. Dieses Beides aber besteht nicht zugleich. Denn was wird, ist noch nicht geschehen. Also ist da ein Vorher und Nachher und somit eine Entwicklung. III….

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