Ad te levavi von Palestrina oder gegen den Horizontalismus

Schönheit inspiriert Schönheit, das Gute – die Gutheit, das Wahre – die Wahrheit. Gott macht uns heilig, gut, wahr und schön und der Teufel möchte das Gegenteil also auch sein Ebenbild in uns einzeichnen. Im Heimatland des Schreibers dieser Zeilen gibt es einen Priester, der über 80 Jahre alt ist und seit etwa 10 Jahren als Exorzist wirkt. Er lässt seine „Patienten“ nach ihrer „Heilung“ Zeugnisse schreiben, welche sehr tiefgründig sind und welche dieser Priester bei seinen Konferenzen vorliest. Eine ehemals besessene Frau schrieb:

„Er, d.h. der Teufel, ist unfruchtbar. Er kann nichts hervorbringen. Er entführt die Seele, wie es manchmal Frauen tun, die keine eigenen Kinder haben können. Er beraubt die Seele ihrer Würde und ihrer eigentlichen Identität und möchte sie zu seinem Kind machen.“

Sehr tiefgründig, theologische korrekt und gut beobachtet. Eigentlich ist der Teufel wirklich arm dran, da er sozusagen „nichts vom Leben hat“ außer, dass er die Menschen quält und versucht seine Eigenschaften ihnen aufzudrücken. Also etwas Fremdes, denn ein Geschöpf Gottes, nehmen, entführen und nach seinem Abbild zu verändern versuchen. Je schöner und wertvoller eine Seele ist oder sein kann, desto mehr Interesse zeigt er an ihr, besonders in der Jugendzeit, denn so kann man einen Menschen für sein Leben ausrichten. Deswegen hasst der Teufel und die Welt als seine, von ihm inspirierte Wirkungsstätte, im Sinne der johanneischen Schriften, alles was eine Ähnlichkeit Gottes in sich trägt:

  • die Perfektion,
  • die Harmonie,
  • die Schönheit,
  • die Struktur und Anderes.

Seit den 1960-gern (Vatikanum II 1962-1965) gibt es tatsächlich zum ersten Male in der Menschheitsgeschichte eine dauernde Jugendkultur, die langfristig destruktiv ist, weil von ihr infizierten niemals davon frei werden, siehe Altrocker. Es geht in ihr nicht darum an bestimmte Werte der Erwachsenenwelt heranzuwachsen, sondern diese von vornherein abzulehnen. Daher die Rockmusik mit ihrem Primitivismus, daher dieses Obszöne, diese Formlosigkeit, dieses Ungepflegte und Flegelhafte. Daher dieser Hass gegen die Schönheit, weil sie auf Gott hinweist. Die wahre Liturgie wirkte inspirierend, auch auf Sünder, siehe Liszt oder Caravaggio, denn sie brachten Kunstwerke von einem Ewigkeitswert hervor, trotz ihres Lebenswandels. Und was haben wir heute? Werbung und Mode, wo wirklich ästhetisch Hochbegabte ihr Talent verschwenden, weil es nichts Höheres gibt. Die Welt, vom Teufel inspiriert, beraubt auch die Künstler ihrer wahren Identität. Sie könnten von der Schönheit Gottes langfristig zeugen und dadurch ihre zeitlichen Sündenstrafen auch tilgen, natürlich nach Bekehrung und Beichte. Aber das sagt ihnen ja keiner, weil man „dialogbereit und offen“ sein will. Alles horizontal, flach und platt. Dabei sagt der Introitus des ersten Adventssontags:

Ad te, Domine, levavi animam meam:
Deus meus, in te confido; non erubescam.
Neque irrideant me inimici mei : etenim universi qui sustinent te, non confundentur. 

 Zu Dir, o Herr, erhebe ich meine Seele: Mein Gott, auf Dich vertraue ich; ich werden nicht erröten.

Meine Feinde mögen mich nicht verlachen: denn alle, die Dich hochhalten, werden nicht erschüttert werden.

Wenn es kein oben gibt, dann gibt es bald auch kein rechts und links, denn ohne die Vertikale, verschwindet die Horizontale. Ohne die Gottesliebe, keine Nächstenliebe, ihr lieben Herrn Pfarrer, die ihr wieder in der Predigt etwas anderes sagtet.

Wir stellen hier das Motett Ad te levavi nach den Worten des Introitus des ersten Adentsonntags von Palestrina gesungen in einer Live-Aufnahme von Cappella Musicale della Cattedrale di Fiesole und hoffen, dass durch diese Musik sich auch unsere Seelen zu Gott erheben, aus diesem postkonziliaren Jammertal. Vergleichen wir doch das Ad te levavi von Palestrina mit dem bekannten „Zu Gott, o Herr erheben wir, die Seele mit Vertrauen“. Wie armselig erscheint doch das Letztere gegen diese Fülle an Form und Ausdruck. Und dabei ist das „Zu Gott“ noch eines der singbareren Gotteslob-Lieder. Schlimm, was man alles mitmachen muss. Aber gäbe es keine von der Schönheit faszinierte Menschen, so würde man den Palestrina überhaupt nicht singen, nicht einmal in Konzersälen, denn aus Kirchen ist er, als vorkonziliar, praktisch verbannt. Da herrscht die Klampfenmusik der Pastoralssistentin. Ach weh! Diese ganzen Pastoralassistentinnen-Tross wird aussterben müssen, denn die nachkonziliare Kirche ist leider, wie der Teufel, größtenteils unfruchtbar: keine Berufungen, denn keine lebendige Tradition. Man überliefert ja keinen katholischen Glauben, sondern untergräbt ihn. Es geht um das „Miteinander“, was man in jedam Fussballstadion haben kann. Aber erheben wir unsere Seelen zu Gott – in altum – in die Höhe und lassen uns nicht von diesem Horizontalismus einfangen. Diejenigen, die für die Bischofkonferenz tatsächlich auf den Knien gebetet haben, können hoffen, dass sie zur dieser Wende beigetragen haben. So können wir uns an der Schönheit laben.

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Introitus zum ersten Adventsonntag

 

Da wir uns auch erholen müssen, heute nur ein kurzer liturgischer Beitrag frei nach Rorate Caeli. Der Text des Introitus zum ersten Adventsonntag, natürlich im Alten Ritus:

Das Original

Ad te, Domine, levavi animam meam:
Deus meus, in te confido; non erubescam.
Neque irrideant me inimici mei : etenim universi qui sustinent te, non confundentur. 
V. Vias tuas, Domine, demonstra mihi: et semitas tuas edoce me.

 

Unsere Überetzung

Zu Dir, o Herr, erhebe ich meine Seele:

Mein Gott, auf Dich vertraue ich; ich werden nicht erröten.

Meine Feinde mögen mich nicht verlachen: denn alle, die Dich hochhalten, werden nicht erschüttert werden.

V: Deine Wege, Herr, zeige mir: und belehre mich über Deine Pfade.

Heute beten wir für unsere Bischofskonferenz

1801-1-4 Champaigne Bon Pasteur

Es ist soweit: Die Bußpsalmen für die jeweilige Bischofskonferenz!

Nachdem wir theoretisch vorbereitet worden sind,[1] schreiten wir zum ersten Mal zur Tat und beten das Offizium der Bußpsalmen mit der anschließenden Allerheiligenlitanei und den folgenden Gebeten für unsere Bischofskonferenzen. Abhängig vom eigenen Wohnort und der eigenen Diözese empfiehlt es sich für die eigene Bischofskonferenz zu beten, also die Deutschen für die deutsche, die Österreicher für die österreichische etc. Welche hat unser Gebet aber am meisten nötig? Wohl die deutsche, da sie die reichste und die zahlreichste ist, sowie in der ganzen Welt als die korrumpierteste Kirche gilt, welche mit Hilfe ihres Geldes, der Entwicklungshilfe (früher Mission genannt) und ihrer Stipendien (früher Theologiestudium genannt) andere Kirchen verdirbt. Ja, es stimmt leider und man kann es überall nachlesen und erfahren[2] Damit es zuerst auf der geistlichen Ebene besser wird und die Dämonen ein wenig vertrieben werden, müssen wir beten. Aber wie?

  • Auf den Knien,
  • Auf Lateinisch,
  • In einem Zug, d.h. alle vorgesehenen Gebete in einer „Session“.

Sollte jemand sich nicht ausreichend motiviert fühlen, dann möge er sich die Aussagen unserer Bischöfe nochmals durchlesen oder die Website der jeweiligen Bischofkonferenz besuchen. Sollte jemand von diesem Gebetsaufruf nicht betroffen fühlen, weil er sowieso viel zu tun hat und man solle nicht übertreiben, so verwirkt er hiermit jede Möglichkeit sich in der Zukunft über:

  • „die Amtskirche“,
  • „die Kirchensteuermafia“,
  • DBK, ÖBK und SBK
  • „die Konzilssekte“,
  • „die deuterovatikanische Sekte“
  • oder wie sie sonst genannt wird

zu beschweren, da er nicht dagegen unternommen hat. Ein kurzes und gelindes Fegefeuer scheint da ausgeschlossen zu sein.

Das konkrete Gebetsanliegen lautet: Wir bitten Gott, dass er den Bischöfen die notwendigen Gnadengaben gibt, damit sie endlich den katholischen Standpunkt in der Lehre und Moral vertreten.

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

Ad 4.

Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten.

Wenn wirklich nicht knien kann?

 

Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe.

Was ist, wenn man kein Latein kann?

 

Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt:

  • C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer
  • Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wir C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“)
  • Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“)
  • Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht.
  • X wie ks (capax – „kapaks“)
  • Z wie s, stimmhaft (zizania – „sisania“)
  • Ch wie ch (charta – „charta“)
  • Ph wie f (philosophia – „filozofia“)
  • Rh wie r (rhombus – „rombus“)
  • Th wie t (thalamus – „talamus“)
  • I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“)
  • Y wie y (thymiana – „tymiana“)
  • V wie w (valde – „walde“)
  • S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“)
  • S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“)

Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[3] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit.

Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch.

Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an!

[1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.wordpress.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/

[2] Beispielsweise hier: http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/09/deutschlandchurch-of-rich-or-church-of_16.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-german-catholic-collapse-priests.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/achtung-as-in-vatican-ii-germans-seem.html http://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/

[3] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html

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Buss 1

Buss 2

 

Buss 3Buss 4

Buss 5Buss 6

Und hier nochmals der Text zum Download

Sieben Bußpsalmen

Was können wir für die Kirche tun? Die sieben Bußpsalmen beten (7). Ist das Gebet verdienstvoll?

Champaigne

Nachdem wir in den vorigen Beiträgen über den Verdienst als solchen und seine Bedingungen geschrieben haben, so können wir nun zu den Gedanken des Hl. Thomas von Aquin über die Verdienstlichkeit des Gebets (Summ. Theol. Iª-IIae q. 83 a. 15)[1] übergehen (im Nachfolgenden blau dargestellt) und diese besser verstehen:

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Was können wir für die Kirche tun? Die sieben Bußpsalmen beten (6). Bedingungen des Verdienstes

XKH146766 The Virgin Mary gives the Crown and Sceptre to Louis XIV, 1643 (oil on canvas) by Champaigne, Philippe de (1602-74) oil on canvas 118.8x100 © Hamburger Kunsthalle, Hamburg, Germany French, out of copyright
XKH146766 The Virgin Mary gives the Crown and Sceptre to Louis XIV, 1643 (oil on canvas) by Champaigne, Philippe de (1602-74)
oil on canvas
118.8×100
© Hamburger Kunsthalle, Hamburg, Germany
French, out of copyright

Da in den vorigen Beiträgen nachgewiesen wurden, dass:

  1. man für andere beten soll,
  2. diese Anderen die Mitglieder der jeweiligen Bischofskonferenzen sein können,
  3. manchen der Bischöfe dieses Gebet zuträglich sein wird,
  4. man durch gute Werke Verdienste vor Gott verdienen kann, welche im Gnadenzuwachs des „Verdieners“ resultieren,

so kommen wir jetzt zum nächsten Punkt, in dem wir kurz die Frage klären, wann ein Verdienst wirklich verdienstvoll ist, d.h. welche Kriterien er erfüllen kann, um uns mehr Gnade in diesem Leben und ein besseres Los nach dem Tode, zuerst wohl im Fegefeuer und dann im Himmel, zu verschaffen.

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Was können wir für die Kirche tun? Die sieben Bußpsalmen beten (5). Was bedeutet „Verdienste vor Gott erwerben“?

The_Vocation_of_Saint_Aloysius_GonzagaDer Schreiber dieser Zeilen ist vor Kurzen, denn erst letzte Woche zu der Einsicht gekommen, dass ein sehr wichtiger Aspekt der katholischen Gnaden- und Morallehre ihm fast gänzlich unbekannt geblieben ist, weil er wirklich niemals davon gehört oder es zusammenhängend und überzeugend irgendwo gelesen hatte. Die Termini waren schon klar, aber der geistliche Zusammenhang nicht. Es handelt sich um die Lehre von den übernatürlichen Verdiensten (merita supernaturalia). Doch dank dem Précis de Théologie Ascétique et Mystique von Adolphe Tanquerey[1], einem Standardwerk, nach dem er lange Ausschau hielt, erschloss sich ihm durch die göttliche Vorsehung herbeigeführt auch diese Thematik, die er hier ganz kurz und praxisbezogen darlegen möchte.[2]

Was ist ein Verdienst (meritum)?

Es ist all das, was wir aufgrund unseres Tugendlebens sozusagen bei Gott „gutgeschrieben bekommen“, denn nach den Verdiensten wird unser „Platz im Jenseits“ bemessen, d.h. die Ausgangslage im Fegefeuer und der spätere Platz im Himmel. Unsere Verdienste werden aber auch von Gott auch in diesem Leben mit einem Ausfluss an aktueller Gnade belohnt. (Die Darlegung der katholischen Gnadenlehre erfolgt später.) Es liegt also an uns, wie wir den Gnadenstrom regeln: durch mehr Verdienste unsererseits bekommen wir mehr Gnaden und so bewahrheitet sich der Satz:

„Wer hat, dem wird gegeben und er wird Überfluss haben“ (Mt 12, 13).

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Was können wir für die Kirche tun? Die sieben Bußpsalmen beten (4). Was bedeutet „aufmerksam“ beten?

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Als den ex auctoritate Beweis, d.h. einen Beweis, der sich auf die Autoritäten der Kirche bezieht, zu denen Heilige und Kirchenlehrer gehören, für unsere Behauptung, dass das mündliche Gebet nicht immer „aufmerksam“ (attende), im Sinne von „bewusst“ sein muss, zitieren wir hier den Hl. Thomas von Aquin, dessen Bemerkungen wird zu diesem Thema glücklicherweise gefunden haben. Hier gilt es zu differenzieren.

  1. Wir sprechen davon im Kontext eines lateinischen Offiziums, welches von manchen Betern sprachlich nicht verstanden wird, das sie kein Latein können.
  1. Dieses unbekannte Latein muss natürlich aufmerksam (attente) gesprochen werden.
  1. Dennoch kann es sich bei einem nicht verstandenen Text um keinen bewussten, intellektuellen Nachvollzug handeln.

Der Heilige Thomas schreibt (Summ. Theol. IIª-IIae q. 83 a. 13)[1] dazu folgendes:

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Was können wir für die Kirche tun? Die sieben Bußpsalmen beten (3). Was ist ein Gebet und warum laut beten?

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In den vorhergehenden Beiträgen haben wir nachgewiesen, dass:

  • man für andere beten sollte,
  • man für die Mitglieder der jeweiligen Bischofskonferenz beten sollte,
  • da wenigstens einigen von ihnen dieses Gebet zuträglich sein wird.

Wie soll man aber beten? Laut und auf Lateinisch.

Was ist ein Gebet?

Da bei unserem Gebetsaufruf wahrscheinlich Menschen überwiegen werden, die kein Latein können, es weder richtig sprechen, noch mit Verständnis lesen können, so stellt sich natürlich für sie die Frage, ob es überhaupt ein Gebet sei. Was ist aber ein Gebet? Wir zitieren hierzu, nach dem wunderbaren Werk zur mystischen und asketischen Theologie von Adolphe Tanquerey,[1] die Autoritäten der Kirche.

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Was können wir für die Kirche tun? Die sieben Bußpsalmen beten (2). Bischofskonferenz und die Gauss-Kurve

 

Procession to transfer the relics of the Holy Bishops to the Old Cathedral of St Peter, 1656, by Francesco Maffei (1605-1660), painting, Old Cathedral...
Procession to transfer the relics of the Holy Bishops to the Old Cathedral of St Peter, 1656, by Francesco Maffei (1605-1660), painting, Old Cathedral…

Wie man im ersten Beitrag nachlesen kann:

  • ist es eine Tat der Nächstenliebe für andere zu beten;
  • man soll für alle Menschen beten,
  • da man nicht weiß, wer erwählt und wer verworfen ist.

Es ist sicherlich sehr löblich für die Hirten der Kirche zu beten, da man durchaus davon ausgehen kann, dass nicht alle Bischöfe der jeweiligen Bischofskonferenz zu den Verworfenen gehören. Manche hingegen schon, da das Verbreiten von Häresien oder der Häresie nahen Aussagen durch einen katholischen Bischof sicherlich nicht für seine Prädestination spricht.

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Was können wir für die Bischofskonferenzen tun? Die sieben Bußpsalmen beten (1). Fürbitte als Nächstenliebe

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[Das Bild stammt Giovanni Battista Gaulli, genannt Il Baciccio (1639 – 1709)

Der Triumph des Namens Jesu]

Einleitung – beten für die Bischofskonferenz

Vor einiger Zeit hat einer Leserin unseres Blogs den Einwand erhoben, dass die dargestellten Inhalte zur Lage der Kirche im deutschsprachigen Raum, d.h. in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz (natürlich sind Liechtenstein und Südtirol nicht ausgenommen) dermaßen betrüblich sind, dass man wirklich nicht weiß, was man persönlich zu tun hat, um es besser zu machen. Denn nicht jeder kann oder sollte einen religiösen Blog führen. Es gibt verschiedene Aufgaben und Gaben. Es fiel ein Vorschlag ein Gebet auszusuchen, welches zu einer gegebenen Zeit alle Leser dieses Blogs gemeinsam verrichten könnten. Die Redaktion des Blogs sagte zu diesem Vorschlag, dass sie ihn in Erwägung ziehen werde und über das geeignete Gebet nachdenken werde.

Nun ist es soweit. Wir schlagen hiermit vor an jedem letzten Freitag des Monats (ausgehend vom 27.11.2015) für die eigene Bischofkonferenz zu beten und mit dieser Intention insbesondere auch den eigenen Bischof und den eigenen Pfarrer zu umfassen. Das Gebet soll aus den lateinischen Sieben Bußpsalmen samt der Allerheiligenlitanei bestehen, welche im Knien, laut und auf Lateinisch gebetet werden sollen. So kann sich wirklich niemand vorwerfen lassen, dass er für seine eigene Kirche nichts tut. Das Gebet wird immer am betreffenden Freitag bei uns angekündigt und vorerst ein Jahr dauern also bis zum 25.11.2016. Dann sehen wir weiter. Vielleicht tut sich da was. Es handelt sich also um zwölf Mal im Jahr sieben Bußpsalmen samt der Litanei zu beten, was wirklich für jeden bewältigbar zu sein scheint.

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