Tradition und Glauben

Tomas Luis da Victoria – Missa Alma redemptoris mater a 8

Die Musik Victorias als claritas

14NovConferenciaJuanCarlosAsensioTomas Luis das Victoria (1548 -1611) gehört zu jenen Komponisten, welche das Katholische am besten zum Leuchten brachten. Vielleicht auch deswegen, weil er Priester und wie es scheint fromm war. Die näheren Angaben zu seinem Leben kann man woanders nachlesen,[1] ebenso wie die Information, dass er einer der prominentesten Vertreter der römischen Schule oder des Palestrina-Stils war. Der Schreiber dieser Zeilen zieht Victoria Palestrina vor. Die Musik Victorias ist dermaßen rein und luzid, dass man ihr sowohl die Frömmigkeit ihres Schöpfers als auch die geistlichen Inhalte abnimmt. Nur geistliche Menschen können Geistliches schaffen und Victoria schrieb ausschließlich geistliche Musik.

Wenn die Kriterien der Schönheit die folgenden sind:

  1. Integritas sive perfectio, d.i. die Unversehrtheit des Gegenstandes,
  2. Debita proportio sive consonantia, d.i. das rechte Verhältnis der Teile zueinander, ihre Einheit in der Mannigfaltigkeit oder ihre Ordnung,
  3. Claritas, d.i. Klarheit und Helligkeit, welche die Vollkommenheit und harmonische Einheit in glanzvoller Weise vor Augen führt.[2]

Dann macht die Musik Victorias besonders die Claritas aus, welche besonders in seinem Requiem für die verstorbene Kaiserin Maria von Spanien zum Tragen kommt. Victoria hatte wirklich einen Bezug zum göttlichen Licht und deswegen konnte er dieses musikalisch abbilden. Diese Claritas kommt insbesondere im Sanctus in fast jeder seiner Messen zum Tragen. Die Musik Victorias versetzt uns wirklich in eine andere Welt der Heiligkeit und des Lichtes und kann nach einem anstrengenden Tag ohne viel Vorbereitung gehört werden. Sie ist einfach, mathematisch und rein.

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