Verpflichtung zur Vervollkommnung oder Perfektionismus ist etwas Gutes

Jedes Leben muss sich vervollkommnen

Es gibt manche Sätze in der vorkonziliaren, geistlichen Lektüre, welche dermaßen gegen den Zeitgeist und die politischen Korrektheit gehen, dass sie einerseits nicht nur für Aha-Effekte, sondern sogar für Erkenntnisblitze sorgen, sodass man gut daran tut sie anderen mitzuteilen. Denn in der Kirche hören wir, wie wir alle wissen, nur das „Miteinander“ und das „Bla-Bla-Bla“. Der Aha-Satz, welcher in Adolphe’s Tanquerey’s Précis de Théologie Ascétique et Mystique (Grundriss der Asketischen und Mystischen Theologie) zu lesen ist,[1] lautet auf Deutsch wie folgt:

„Jedes Leben muss sich vervollkommnen, aber vor allem das christliche Leben, welches, was seine Natur betrifft, vom Wesen her progressiv ist und sein Ende erst im Himmel erhält.“

„Tout vie doit se perfectionner, mais surtout la vie chrétienne, qui, d’après sa nature, est essentiellement progressive et n’atteindra son terme que dans le ciel.“[2]

Schon er erste Abschnitt macht die Sinne schwinden:

„Jedes Leben muss sich vervollkommnen […]“

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