Sünde, Liturgiereform, Exorzismen, Dämonen und Bischofskonferenzen

Bosch fall

Was ist Sünde?

 

Die Frage: Was ist Sünde? ist im Grunde eine philosophische Frage, bevor sie zu einer theologischen Frage wird. Die Sünde ist ein Verstoß gegen die göttliche Ordnung. Sie stellt also in erster Linie ein Verstoß gegen die Gerechtigkeit dar. Der hl. Augustinus definiert Sünde wie folgt:

Dictum, factum vel concupitum contra legem aeternum.

Etwas gesagtes, getanes oder begehrtes gegen das ewige Gesetz. (Summ. theol. Ia IIae, q. 71. a.6 o et 1. 76, 2, ad 1)

Der hl. Thomas von Aquin übernimmt diese Definition, vertieft sie und baut sie aus. Wir werden uns der thomistischen Sündenlehre sicherlich noch ausführlich widmen, denn der Schreiber dieser Zeilen kommt immer mehr zur Überzeugung, dass in der Theologie der Grundsatz

„Thomismus oder nichts“

lautet, wie es immer noch auf Kuba „Sozialismus oder der Tod“ heißt. Und was war vor Thomas? Alles lief auf ihn hin und führte von ihm weg. Man lernt seine Einfachheit und Präzision erst dann schätzen, wenn man sich lange genung mit anderen philosophischen Schulen und Systemen herumschlug. Auf die kurze oder lange Sicht hat sich wirklich nichts anderes in der Theologie bewährt, ohne früher oder später in Irrlehre und Apostasie zu führen. Siehe den jetzigen Zustand der Kirche. Thomas ist dennoch sehr schwierig, weil seine Lösungen die schöne, klare Formel wie e=mc2 darstellen, die auf vielen mühsamen Rechenwegen erreicht werden muss. Die bereits erwähnte Moraltheologie von Peeters, die wir im nachfolgenden Beitrag verwenden werden, stellt recht kurz und prägnant die thomistische und katholische Lehre dar, denn besser als thomistisch geht es nicht. Es stellt somit die katholische Morallehre dar, welche noch nicht vom Personalismus, Existentialismus, Pragmatismus, Subjektivismus und Relativismus angekränkelt und anschließen zerfressen wurde. Was wirklich vielen Menschen unklar ist: ohne das richtige philosophische Gerüst, zuerst das metaphysische natürlich, kann man zu keiner guten, im Sinne der göttlichen Ordnung entsprechenden Ethik und Morallehre kommen. Ohne Metaphysik geht es nicht. Man wirft sie durch die Tür raus und sie kommt uns durch das Fenster herein. Und deswegen war die angebliche Zerstetzung aller Metaphysik durch Kant, den „Schutzheiligen“ der meist deutschsprachigen Häretiker, für die Theologie dermaßen zersetzend. Weil die objektive, also sich außerhalb des Subjekts befindende Welt, das berühmte Ding an sich, aufgehoben wurde. Jeder hat angeblich nur seine Kategorien, wir haben ähnliche und daher ist Erkenntnis überhaupt möglich. Sie ist aber nicht objektiv, sondern inter-subjektiv. So lautet die kantische Devise. Was natürlich kompletter Unsinn ist. Denn:

  1. gäbe es nichts „Draußen“, so würden wir nichts erkennen,
  2. jegliche Sprache und Kommunikation wäre aufgehoben, denn dem Satz: „Der Bus fährt vom Hauptbahnhof um 12.35 ab“ müsste die Frage folgen: „Nach deinen oder meinen Kategorien, denn ich sehe es anders“,
  3. es gäbe überhaupt keine Wahrheit und zwar in keinem Bereich, auch nicht im mathematischen oder logischen, denn wir erkennen die Formeln ja auch durch unsere Kategorien,
  4. es gäbe überhaupt keine moralische Ordnung mit Sollen und Verbieten,
  5. und wir wären wo? Genau: bei hier und jetzt und der Political Correctness.

Deswegen hat die Kirche Kant schon sehr früh verurteilt, denn seine „Kritik der reinen Vernunft“, wurde mit dem Dekret vom 11.Juni 1827 auf den Index librorum prohibitorum gesetzt. Die katholische Kant-Kritik sparen wir uns für einen anderen Beitrag auf. An dieser Stelle bleibt zu sagen, dass ohne eine objektive, denn Gott gesetzte Ordnung bleibt der Begriff der Sünde sinnleer, denn diese hört dann auf ein objektiver Verstoß gegen objektive Normen zu sein, sondern bleibt nur im psychologischen „Sich-Schlecht-Fühlen“ behaftet. Es bleibt nur zu fragen: Und wie fühlst Du Dich dabei? Fühlt er sich gut, weil er als Crack-Raucher Crack geraucht hat, dann ist ja alles gut. Er schadet zwar der Gesundheit oder Was-Gott-verhüten-möge „der Umwelt“, aber es ist für ihn „wichtig“. So in etwa lautet die „nachkonziliare Seelsorge“, die keine ist. Denn fragt eine Mensch, woran und worauf er sich zu richten hat, dann bekommt er die mehr oder minder verhüllte Antwort:

„Nach Dir selbst.“

Er sagt aber weiter:

„Ich weiß es aber nicht“,

dann sagt man ihm:

Dann höre auf Dein Herz, rette die Wale, mache Deine Erfahrungen, denn alles, was Du erfährst ist gut, weil Du es machst. Du bist das Maßstab Deiner Werte.

Also noch luziferischer kann dieser Vorschlag eigentlich nicht lauten, denn derselbe, der sein wollte wie Gott, will den Menschen Gott gleich machen, um ihn, denn an den Schöpfer kommt er nicht heran, zu verderben, weil die Menschen das Abbild Gottes in sich tragen. Weil der Teufel gegen den Gott nicht ankämpfen kann, da er nur ein Geschöpf ist, so will er die Geschöpfe Gottes, vor allem natürlich die Menschen, zerstören. Und man kann niemanden leichter manipulieren, als das, dass man ihm schmeichelt. Und leider drang diese luziferische Lehre:

Du bist Gott. Es gottet überall. Mach, was Du willst.

in die Kirche ein. Mit dem letzten Konzil, zuerst sachte, dann immer stärker, siehe Papst Franziskus. Was soll man tun? Im großen und ganzen:

Zurück zum Thomas.

Wiederherstellung als Erneuerung, d.h. restauratio qua reparatio. Und in diesem Sinne:

  1. Wiederherstellung der Metaphysik.
  2. Wiederherstellung der Philosophie.
  3. Wiederherstellung der Theologie.
  4. Wiederherstellung der Spiritualität.
  5. Wiederherstellung der Liturgie.

Es geht aber auch von (5) bis (1). Durch das göttliche Licht sieht man immer genauer. Deswegen diese Bekämpfung der Tridentinischen Messe, weil die andere Seite es auch weiß. So einfach? So einfach.

Liturgiereform

Unsere nachkonziliaren Theologen werden natürlich sagen, dass es heute nicht geht, denn andere Zeiten, das Konzil, die Mitmenschlichkeit und die Wale. Die Wale können uns mal, der Zeitgeist auch! Natürlich wird es gehen und muss es gehen, denn der bisherige Weg ab 1962 war die wirklich effizienteste Lösung zur allgemeinen Kirchenzerstörung und zum allgemeinen Relativismus. Es stimmt nicht, was Kard. Ratzinger behauptete, dass die arme Kirche vom Relativismus umzingelt sei und es nicht besser kann. Der Relativismus ging leider mit dem Konzil von der Kirche aus und zog wirklich alles und jeden in Mitleidenschaft. Wodurch? Durch die liturgischen Optionen. Man kann knien, man kann stehen, man kann sitzen. Diese Option, jene Option, etc. Wenn also schon die höchste Handlung des Menschen auf Erden, also der Gotteskult egal ist, dann ist doch alles egal. Die Lehre, die Moral, alles. Deswegen wird der sehr schnelle, nachkonziliare Zusammenbruch verständlich. Weil es nichts Heiliges mehr gibt. Nicht einmal in der Kirche. Wo soll den die Welt die Wahrheit finden? Wen soll sie bekämpfen? Wie schön und treffend Michael Davies schreibt, bestand eine der allerersten liturgischen Änderungen, wenn nicht gar die erste, darin beim Beten des Credo bei et incarnatus est – „und er hat Fleisch angenommen“ sich nicht mehr hinzuknien. Warum? War nach 1962 die Menschwerdung Gottes nicht mehr anbetungswürdig? Dann fiel das letzte Evangelium der Prolog des Johannesevangelium der Reform zum Opfer. Mann sollte das Geheimnis der Menschwerdung nicht mehr hören. Und so weiter, und so weiter … jetzt rettet man die Wale oder hilft den „Flüchtlingen“, die sich dafür entsprechend revanchieren, siehe Köln. Wenn also nicht mehr der Menschwerdung körperlich und liturgisch gedacht wird, wenn man die Kommunion „bar auf die Hand“ von einer Pastoralassistentin stehend empfangen kann, wenn man dazu noch als Ehebrecher in Todsünde lebt, dann ist wirklich alles egal und es gibt nichts Heiliges und Heiligendes mehr. Und dies ist das Programm unseres Papstes Franzikus, derjenigen, die hinter ihm stehen, seiner Helfer, aber eigentlich der Dämonen.

Exorzismen

Der hl. Thomas von Aquin sagt:

Daemon veritatem dicit, ut decipiat. (Summ. theol. 1a q. 64. a. ad 5)

Der Dämon sagt die Wahrheit, um zu betrügen.

Andere sagen:

Der Dämon lügt immer, auch wenn er die Wahrheit sagt.

Es gibt immer mehr Besessene und Umsessene, sodass in manchen Ländern, natürlich nicht in den deutschsprachigen, immer mehr Exorzisten berufen werden. Die meisten gibt es in Italien, danach in Polen, zurzeit ca. 130. Bei den Exorzismen geben die Dämonen manchmal Antworten, welche genauso lauten, wie diejenigen bei Anneliese Michel oder diejenigen des großen Exorzismus in der Schweiz.[1]

Es gibt Besessenheit. Sie ist ein Zustand, in dem sich die Dämonen des Körpers eines Menschen bemächtigen oder wie es eine ehemals Besessene sagte:

Ich habe meinen Körper mit Dämonen geteilt.

Besessenheit ist auf ein psychiatrisches Krankheitsbild: Trance and possesion disorder, nach ICD- 10 Version 2010: F 44.3. Man definiert es wie folgt:

Disorders in which there is a temporary loss of the sense of personal identity and full awareness of the surroundings. Include here only trance states that are involuntary or unwanted, occurring outside religious or culturally accepted situations.

Ein Störung (disorder), in welcher zeitweiliger Verlust der persönlichen Identität und der vollständigen Wahrnehmung der Umgebung auftritt. Er umfaßt hier nur Transzustände, welche unfreiwillig und ungewollt sind und welche außerhalb der religiös oder kulturell akzeptierten Situationen auftreten.[2]

Dies bedeutet man bringt sich selbst nicht in diesen Zustand, z. B durch Drogen, Meditation etc. Diese Zustände kommen ungewollt von außen. Eine andere, personenhafte Kraft, ein Wesen, bemächtigt sich dieser Person. Wir werden auch dazu mehr schreiben. Kurz und gut: sogar Medizin mit ihrem Zweig der Psychiatrie sagt, dass es Besessenheit gibt. Die deutsche Bischofskonferenz tut es nicht. Was hilft diesen Betroffenen, die oft zuerst die Psychiater aufsuchen, bei denen aber keine Krankheit diagnostiziert wird? Jawohl, der Exorzist. Was ist denn der Hauptunterschied zu einer psychischen Krankheit?

  1. Eine Kranheit ist dauernd, der Besessenheitszustand manifestiert sich nur in Verbindung mit etwas Heiligem: Kirche, Priesterstola, Weihwasser, Exorzismus.
  2. Die Besessenen haben paranormale Fähigkeiten, während des Exorzismus und außerhalb. Die wissen verborgene und entfernte Dinge  (oculta et distincta), können fließend Sprachen sprechen, die sie niemals gelernt haben, manchmal haben sie übermenschliche Kräfte und vieles mehr.
  3. Bei Besessenheit helfen keine Medikamente oder Therapien.
  4. Die Symptome der Besessenheit nehmen zu, wenn sich diese Person Gott näher. Je mehr, desto schlimmer wird es.
  5. Der Besessene selbst kann seinen Zustand nicht diagnostizieren. Kein Besessener, vor dem ersten Exorzismus wird von sich sagen, dass er besessen ist.
  6. Besessenheit erfordert in den meisten Fällen mehrere Exorzismen, vor allem Umkehr, sakramentales Lebe, Beichte, Gebet, Gebrauch von Sakramentalien.
  7. Ein Rückfall in Besessenheit ist möglich, weil der Teufel nicht gerne losläßt.
  8. Nicht jede Besessenheit ist selbstverschuldet.
  9. Es gibt Mischzustände zwischen Umsessenheit (Körperkontrolle) und Besessenheit (keine Körperkontrolle), sowie zwischen psychiatrischen Auffälligkeiten und Besessenheit.

Die Punkte 1. bis 10. stellen die Erfahrungen der Exorzisten der letzten Jahre, sowie natürlich die Tradition der Kirche, welche durch die letzten Erfahrungen verifiziert werden können.

Dämonen

Es gibt also (1) Besessenheit, es gibt (2) Exorzismen, bei welchen (3) Dämonen gezwungen werden bestimmte Aussagen tätigen. Darf man ihnen 100% glauben? Nein, denn sie lügen, auf wenn sie die Wahrheit sagen oder sie sagen die Wahrheit, um zu betrügen. Woher wollen wir denn wissen, was wahr ist, wenn ist ständig lügen? Ex effectibus – aus den Folgen heraus und dem Zusammenhang. Was sagen die  Dämonen denn?

  • Dass die Liturgiereform ihr Werk war.
  • Dass sie das sehr freut.
  • Dass die Menschen durch die Sünden immer mehr in ihre Hände fallen.
  • Dass die Menschen dumm sind.

Nun ja, eigentlich nichts Neues. Interessanterweise hilft das bei den Exorzismen am meisten, was durch die Liturgiereform weggefallen ist. Kniebeuge, Johannesprolog, Rosenkranz, Bild des Gekreuzigsten, Mariabilder etc. Dem Exorzisten ist weitgehend freie Hand gelassen. Er kann das alte Rituale romanum mit dem festgesetzten Exorzismusverlauf verwenden, welches sehr effizient ist, er kann das neue Rituale, dass nachkonziliare verwenden, welches kaum hilft (wir wissen auch warum), er kann auch andere Gebete einbringen. Da solche Exorzismen mehrere Stunden dauern und recht mühselig sind, so kann man wirklich viele Gebete verwenden. Was man meisten hilft, da wird am meisten geschrien und das Rituale sagt ausdrücklich, dass dort, wo man am meisten Widerstand spürt, man nachhacken sollte. Wo aber am meisten geschrien wird, da kommen die wahrsten Antworten. Sie lautet immer gleich:

  • Auf die Knie.
  • Lateinisch.
  • Rosenkranz.
  • Anbetung.
  • Marienverehrung.

Was aber auch klar wird: die Sünde ist etwas Objektives, sie ist der objektive Verstoß gegen die göttliche Ordnung, welche den Menschen, falls er schwer sündigt, in die Hände der Dämonen ausliefert, natürlich metaphorisch, denn sie haben keine Hände und zu Besessenheit führen kann. Wird jeder, der schwer sündigt besessen? Nein! Aber ist man im Gnadenstand, dass ist man zu 99,9% vor Besessenheit, außer bei sehr selten Sühnebesessenheit, sicher. Vor Umsessenheit nicht. Man kann wirklich sagen, dass die Dämonen jetzt die neue Evangelisation betreiben, weil sie hauptsächlich den Exorzisten das predigen, was diese wissen sollten. Diese geben es manchmal schriftlich oder mündlich weiter, sodass wir alle davon profitieren.

Bischofskonferenzen

Wer wehrt sich am meisten gegen die Exorzismen? Die deutschsprachigen Bischofskonferenzen und die Bischöfe selbst. Angeblich befürchten sie schlechte Presse nach dem Fall Klingenberg. Ist es möglich, dass manche von ihnen selbst besessen sind? Es ist möglich. Warum? Weil langjähriges Leben in einer schweren Sünde, wie Konkubinat, Homosexualität und anderes zu einer Besessenheit führen kann und je höher jemand hierarchisch in der Kirche steht, desto schwerer ist auch seine Sünde. Diegleiche Sünde eines Priesters ist schlimmer als die des Laien, des Bischofs als der Priesters, des Kardinals als des Bishofs und des Papstes als des Kardinals. Welche Sünden kann es denn außer den sittlichen, im Sinne von Sexuellen, noch geben? Die Sünden der Bosheit (peccata malitiae) wie Sünden wider den Heiligen Geist und die himmelsschreiende Sünden (peccata in caelum clamantia). Die intellektuellen Sünden sind aber schlimmer als die Sünden der Sinnlichkeit, weil sie viel mehr Unheil anrichten. Andereseits ist es unmöglich, dass jemand der langfrist sinnlich sündigt (Suff, Konkubinat, Freßsucht etc.) tatsächlich die Wahrheit vollumfänglich verkündet. Wenn er nicht danach lebt, wird er immer mehr und mehr abspecken, bis nichts mehrs bleibt, siehe Weltfrieden, Miteinander und die Rettung der Wale. Es gibt, wie bereits geschrieben, die Sünden des erhöhten Bosheitsgrades (peccata malitiae).

Sünde wider den Hl. Geist (in Spiritum Sanctum): begangen aufgrund der formellen Verachtung für das übernatürliche Gut. Es gibt sechs solche Sünden:

  1. Vermessene Hoffnung auf das Heil ohne Verdienste (praesumptio)
  2. Verzweiflung am Heil (desperatio)
  3. Zurückweisung der erkannten Wahrheit (impugnatio veritatis agnitae)
  4. Neid auf die Gnadengabe eines anderen (invidentia fraternae gratiae)
  5. Verstockung in den Sünden (obstinatio)
  6. Unbußfertigkeit bis zum Tod (impoenitentia)

Himmelsschreiende Sünden (in caelum clamantia), deren Bosheit (malitia) und die Zerstörung der natürlichen sozialen Ordnung enorm ist. Es gibt derer vier:

  1. Mord (homicidium)
  2. Sodomie/Homosexualität (sodomia)
  3. Unterdrückung von Waisen und Witwen (oppressio orphanorum et viduarum)
  4. Vorenthalten den Arbeiters des schuldigen Lohnes (retentio mercedis operariis pauperibus debitae)

Schauen wir uns doch den Zustand unserer Bischofskonferenzen an. Ist es nicht die formelle Verachtung für das übernatürliche Gut? Was bedeutet das? Dass man weiß, wie es um die göttliche Wahrheit steht, aber was anderes verkündet, um der Welt, der „Mutti“, den „Flüchtlingen“ zu gefallen, und die Wale zu retten, den Weltfrieden miteingeschlossen. Weiß man es nicht besser, dann ist es eine materielle Verachtung. Ist denn „Vermessene Hoffnung auf das Heil ohne Verdienste (praesumptio)“ nicht das Programm der „franziskanischen Barmherzigkeit“? Ja, das ist es. Schauen wir uns doch unsere Bischöfe an, lesen wir ihre Predigten, reden wir mit ihnen. Sind es nicht die Sünden wider den Heiligen Geist, und zwar wirklich alle, 1. bis 6.? Dies sind nicht nur schwere, langjährige Einstellungssünden (habitus), welche zu anderen Sünden führen. Es sind Todsünden mit einem besonderen Grad der Bosheit (malitia). Können solche Sünden zur Besessenheit führen? Natürlich, man wird dadurch, ohne es meistens zu wissen, zum Sprachrohr der Dämonen. Gesellt sich dazu noch die himmelschreiende Sünde der Homosexualität oder der Mitwirkung an der Abtreibung bspw. der Konkubine, dann haben wir, was wir haben. Kommt dergleichen wirklich vor? Leider, ja. Betrifft es alle Bischöfe? Hoffentlich nicht und es gibt den „heiligen Rest“. Deswegen sollten wir für unsere Bischofskonferenzen beten.

Gebet vermag viel. Der Schreiber dieser Zeilen hatte eine wirklich schwere Woche, bei der ihm wieder einmal viel Unrecht und Leiden widerfuhr. Am manchem ist er nicht ganz unschuldig, an manchem nicht. Gestern haben sich die Wolken für einen Augenblick verzogen und er fühlte als wäre er von einem Licht, Wärme, Güte etc. umgeben, alles natürlich Metaphern, aber irgendwie muss man es beschreiben. Er sah diese Situationen in einer anderen Perspektive, die ihm viel Mut machte und Kraft gab. Es stellte sich heraus, dass gerade dann, als er dies wahrnahm jemand für ihn betete. Man kann Gebete anderer Menschen manchmal wirklich wahrnehmen, denn manche Menschen nahmen auch die Gebete des Schreibers dieser Zeilen wahr, was er eigentlich selbst bis vor kurzem nicht glaubte. Es ist also möglich, dass irgendein Bischof unsere Gebete wahrnimmt. Wie wir hier schon schrieben, wird für einen gebetet, so sieht man vieles in einem anderen, wohl göttlichen Lichte, in einer göttlichen Perspektive. Dieses mitgeteilte Licht hängt wohl vom Heiligkeitsgrad des Beters ab, was schon Pseudo-Dionysius schreibt, das aber, was man mit dieser „Lichtgabe“ macht, hängt von einem selbst ab. Wir werden also niemanden bekehren, es sei denn er will es selbst und die Dämonen werden es ihm schwer machen, sollte er wirklich besessen sein. Aber seien wir nicht mutlos, Christus hat am Kreuz alles für uns verdient und gewonnen. Wir müssen es nur annehmen, aber auch kämpfen.

P.S. Bitte wenigstens ein Ave Maria für den Schreiber dieser Zeilen, da wir kein Pay Pal verwenden. Gebete wirken wirklich!

[1] http://www.tldm.org/News4/WarningsFromBeyond.2of3.htm

[2] http://apps.who.int/classifications/icd10/browse/2010/en#/F44.3 https://de.wikipedia.org/wiki/Besessenheit#Medizin_bzw._Psychopathologie

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