Tradition und Glauben

I Millenari, Kap. VII. Das Dikasterium, wo die Bischöfe geformt werden (1) Drei Arten der Bischofsanwärter.

Da man, um die gegenwärtige Krise der Kirche nicht nur geistlich, sondern auf praktisch und administrativ zu verstehen, ein bestimmtes Insider-Wissen braucht, so wollen wir hier Teile des Buches Wir klagen an, und zwar das Kapitel VII. im vollen Wortlaut vorstellen,[1] dessen Fragmente schon einem Beitrag über Kardinal Woelki verwendet worden sind.[2] Da unsere Redaktion sehr klein ist und über wenig Zeit verfügt, so werden die betreffenden Seiten des Buches über ein Programm diktiert werden, welches ab und zu das Gehörte verfälscht. Wir versuchen so gut es geht Korrektur zu lesen, aber manchmal entgeht etwas unserer Aufmerksamkeit, was wir zu entschuldigen bitten. Das nachfolgende, siebte Kapitel handelt von der Bischofskongregation, einem der Hauptzentralen der Kirche. Wir werden so wenig wie möglich kommentieren, da der Text leider für sich spricht. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil betont die Kirche gerne ihre Internationalität, als sei sie eine ganz neue Errungenschaft. Dabei war die Kurie schon immer international, von der Spitze bis zur Basis, katholisch eben. Mit dem Unterschied, dass früher sowohl Italiener – weltoffene, kosmopolitisch orientierten Menschen – als auch Ausländer ihre Laufbahn ganz unten anhängen: beim Noviziat. Heutzutage hingegen sind die Ausländer im Vatikan nicht mehr bereit, diesen langen und mühsamen Weg zurückzulegen, sondern streben zielbewusst und ohne Umschweife die Posten mit dem größten Prestige und Einflussreichtum an. Da sie völlig unerfahren sind, überlassen Sie die schwierigeren Aufgabe jeden 80 % treuen und kundigen Beamten, die fernab von aller Öffentlichkeit im Hintergrund wirken und von Johannes Paul I. beschrieben wurden: „Das unverzichtbare Uhrwerk, das in der Kirchengeschichte stets die genaue Uhrzeit anzeigt“. Ja, Johannes Paul I. wusste im Jahre 1978 die Kurie zu schätzen, welche wohl noch größtenteils vorkonziliar besetzt oder wenigstens geformt war. Franziskus weiß sie auch zu schätzen, indem er sie absolut schonungslos demütigt. Also auch die jetzige Kurie scheint…

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