Die Banalität des Bösen. 4: Der Teufel ist banal

Versuchung-Christi

Der Teufel ist banal

Wenn wir annehmen, dass das Böse also die Konsequenzen der Sünde banal sind, wenn unsere Natur dem Bösen und seiner Banalität zugeneigt ist, dann muss man sich auch die Frage stellen, ob der Anstifter zum Bösen der Böse also der Teufel auch banal ist? Diese Feststellung wird ihn sehr ärgern und wir werden dafür „bluten“, aber ja, so ist es, der Teufel ist banal. Warum? Weil das Böse an sich nichtexistent ist. Der hl. Thomas von Aquin sagt:

Malum non est negatio pura, sed privatio boni (Ia 1. 14. A. 10 o. et q. 48. A 2 ad 1 et 3. C. ad 2 et 5 c. ad 1)

Das Böse ist keine reine Verneinung, sondern der Mangel am Guten.

Das Böse ist also kein Minus, es ist eine falsche Zusammenstellung des Guten, es ist ein Mangel (privatio): Grundbedeutung „frei sein, Befreiung“, also ein „Raub“ am Guten, eine „Entbehrung“ des Guten. Und daher kann hl. Thomas des Weiteren behaupten:

Nullum ens est malum per essentiam, ne participatione, sed per privationem participationis. (Ia, q. 49. 3 .c. ad 4 et q. 65. 1 ad 2 et ad 3)

Kein Sein ist böse dem Wesen nach, auch nicht durch Teilhabe, sondern durch den Raub an der Teilhabe.

Dies bedeutet, dass es im Christentum keinen Dualismus gibt. Gott und der Teufel sind nicht gleich stark, sie halten nicht „das Gleichgewicht des Schreckens“, wie man in den 1980-gern gerne sagte. Dualismus ist eine gnostische und keine christliche Sicht der Dinge. Der Teufel und die Dämonen sind nur Geschöpfe, welche nur so viel können, wie Gott sie lässt. Man kann dies in etwas mit einer elastischen Hundeleine vergleichen. Drückt der Besitzer auf den Knopf, so kann der Hund nicht weiter und kleiner Hunden kann man auf diese Art und Weise in einen Rückwärtsgang versetzen. Das Böse ist existent und der Böse auch, aber dennoch ist er nicht wirklich wirklich, um es so zu formulieren. Die Heiligen, welche mit der dämonischen Umsessenheit, also mit den Angriffen von Außen, zu tun hatten, wie bspw. der Pfarrer von Ars, pflegten zu sagen:

„Es ist nichts. Es ist nur der Teufel“.

Die Angriffe waren zwar real und manchmal sehr schmerzlich, aber unter dem Strich richteten sie keinen Schaden an.

Mobilismus oder die teuflische Wandelbarkeit

Weil der Teufel aber kein Schöpfer ist und vom Guten abgefallen ist, deswegen kann er nichts Dauerndes und Richtiges schaffen. Nur Gott ist unwandelbar und ewig, der Teufel muss sich als Geschöpf immer etwas Neues einfallen lassen und deswegen ist dieser nachkonziliare Mobilismus, wie ihn Romano Amerio nennt,[1] dämonischen Ursprungs. Es kann sich doch nichts permanent ändern, denn dadurch wird auch die Änderung zu einer Fiktion, weil man nichts hat, woran man sich ausrichten könnte.  Aber überlassen wir Romano Amerio das Wort:

„Wie aus der Geschichte der Philosophie hervorgeht, ist der Mobilismus die Denkart, die das Werden höher als das Sein, die Bewegung höher als die Ruhe, die Handlung höher als das Ziel einschätzt. […] Die gesamte christliche Philosophie fasste das Werden als ein Akzidens der endlichen Substanz auf, während allein Gott kein Werden haben kann. […] Die systematische theoretische Darstellung des Mobilismus enthält die Philosophie Hegels. Das Daseiende ist das in der Zeit unendlich wechselhafte Werdende. Das Werden geht auf Gott über, womit es ihm die Attribute der absoluten Unwandelbarkeit und Zeitlosigkeit nimmt.“[2]

Kurz und gut: Gott ist Gott und deswegen ist er unwandelbar und ewig und als solcher der Garant der unwandelbaren Wahrheit. Überträgt man die Wandelbarkeit der Dinge auf Gott, wie es Hegel tat und was innerhalb der katholischen Theologie mehr als einmal im Kontext des Modernismus verurteilt wurde (DH 2826, 3225 f.) (wir führen dies noch woanders aus), so ist absolut alles wandelbar und es gibt keine Normen, die nicht am nächsten Tag umgeworfen werden könnten. Und so sind wir bei Amoris laetitia und Papst Franziskus. Lässt man die Veränderlichkeit einmal zu, dann gibt es wirklich keinen Halt, weil der heutige Tag wieder ein anderer als der gestrige ist. Hegels Philosophie des Mobilismus hielt leider Gottes, wie Amerio zeigt,[3] mit dem Vatikanum II Einzug in die Kirche und so lesen wir in Gaudium et Spes 5:

„So vollzieht die Menschheit einen Übergang von einem mehr statischen Verständnis der Ordnung der Gesamtwirklichkeit zu einem mehr dynamischen und evolutiven Verständnis“.[4]

Nun gut, man könnte sagen, dies ist eine Situationsbeschreibung der kontingenten Welt. Aber in Gaudium et Spes 31 lesen wir doch tatsächlich:

„Kraft des ihr anvertrauten Evangeliums verkündet also die Kirche die Rechte des Menschen, und sie anerkennt und schätzt die Dynamik der Gegenwart, die diese Rechte überall fördert.“[5]

Und welche Rechte sind es? Damals die Religionsfreiheit und jetzt wohl Homoehe und Euthanasie. Wie schreibt doch Romano Amerio:

„Die Vorstellung, dass Wandelbarkeit etwas Positives sei, dem man sich öffnen müsse, ist aber auch in die Kirche eingedrungen und hat sich dort verbreitet, hat überwunden, was man mit Stabilität und Unerschütterlichkeit verband, obwohl die Glaubensvorschrift klar ist: „Seid standhaft und unerschütterlich“ (1 Kor 15, 58). So stellte der Bischof von Metzt fest: »Der Stand der Zivilisation, den wir miterleben, bringt Veränderungen nicht nur in unserem äußeren Verhalten, sondern in dem Begriff selbst mit sich, den wir uns von der Schöpfung machen wir auch von dem Heil, das Jesus Christus uns gebracht hat«. Am 18. August 1976 erklärte dieser Bischof am Mikrophon von France-Inter: »Die vorkonziliare Theologie, die Theologie von Trient, ist nunmehr vorbei«. Dass »die Kirche sich einbezogen hat in den Gang der Geschichte, die sich fortentwickelt und verändert« (Osservatore Romano, 29. September 1971) vertrat übrigens sogar Paul VI., was nicht in Einklang mit seinen energischen Erklärungen über die Unwandelbarkeit der Kirche steht“.[6]

Da Romano Amerio diese Worte wohl Ende der 1970-ger/ Anfang der 1980-ger schrieb, so wusste er nicht wie sehr Johannes Paul II, Benedikt XVI und natürlich Franziskus der hegelianischen Vorstellung vom Primat des Wandels und der Geschichte das Wort reden werden. Natürlich jeder auf seine Art und Weise. Während man vielleicht noch im Jahre 1976 oder 1971 sich der Illusion hingeben könnte, dass durch all diese Veränderungen etwas Gutes für die Kirche dabei herauskommt, so kann dies im Jahre 2016, dem Jahre der häretischen Adhoration Amoris laetitia, welche durch und durch hegelianisch gehalten ist, wirklich niemand tun.

Banal = Trivial = Nachkonziliar

Trotz allem bleibt zu betonen, dass das Böse banal, siehe Papst Franziskus,  und niemals von Dauer sein kann oder wird, weil es nur ein Mangel am Guten (privatio boni) ist. Da Europa im XX. Jhd. wenigstens zweit Totalitarismen: Nationalsozialismus und Kommunismus überlebt hat, welche auch ewig schienen, so wird die Kirche auch Papst Franziskus und die Folgen des Konzils überleben. Deswegen ist es wichtig schon jetzt die richtige Seite zu wählen, denn das Böse, wie Unkraut, geht vorüber und wird wie Unkraut verbrannt werden. Die Veränderung ist doch banal, denn wäre es was Richtiges, so bräuchte man es nicht ändern.  Durch die Veränderbarkeit der katholischen Lehre kommt es zu ihrer Banalisierung oder Trivialisierung, wie sehr treffend der Poster Suarez auf katholisches.info feststellt,[7] den wir hier zum Abschluss dieses Beitrags, zitieren wollen:

„Mir bereitet heute nicht die größte Sorge, dass Papst Franziskus die kirchliche Lehre ändern könnte, sondern dass er ihre Bedeutung sukzessive trivialisiert und damit Katholizität auf ein Niveau reduziert, wo sie sich einfach auflöst. Der Glaube wird durch Trivialisierung nicht gestärkt, sondern geschwächt, weil der zu gehende Weg für den Glaubenden immer undeutlicher zu erkennen ist. Die Aufgabe eines Papstes besteht aber nicht darin, die ihm anvertrauten Schafe ins Dunkel des Unbestimmten zu führen, sondern ans klare Licht des Glaubens der Kirche, wie er zu allen Zeiten die Finsternisse der Welt erhellt hat.

[…] Was mich derzeit in der Kirche abstößt, sind die absurden Superlative progressiv gestimmter Bischöfe wie Kardinal Kasper. Wenn dieser über „Amoris Laetitia“ sagt, es handele sich um das wichtigste Schreiben in der Kirche seit 1000(!) Jahren, dann müsste man ob solche Einschätzung eigentlich nur kopfschüttelnd lächeln, denn Kardinal Kasper meint offenbar, das „Amoris Laetitia“ die Schriften von Thomas von Aquin, Duns Scotus und Bonaventura, um nur diese zu nennen, überflügle. Und wenn Papst Franziskus Kardinal Kaspers Thesen als „Theologie auf Knien“ bezeichnet, so kann man über diese Einschätzung theologischer Schlichtheiten ebenfalls nur den Kopf schütteln.

Die Ermangelung des Ernstes in Teilen der Kirche, die Hybris, den Relativismus als Erfüllung der Theologie anzusehen, führt eben zur oben schon angesprochenen Trivialisierung des Glaubens. Der Hang zum Trivialen ist ein Wesensmerkmal unserer Zeit, das sieht man auch in der Politik, ja selbst in der Kunst, in der die Albernheit zum prägenden Stilmerkmal avanciert. Insofern steht dieses Pontifikat für Modernität, wobei damit eben kein Qualitätsmerkmal verbunden ist. Modern sein heißt nichts anderes als der momentanen Mode entsprechen. Die Mode ist aber das jederzeit Austauschbare und beliebig Ersetzbare, denn der im Trivialen verwurzelte Geschmack kennt keine überzeitlich gültigen Qualitätsmaßstäbe.

Wo aber die Mode in den Glauben Einzug hält, wird sie zur Furie des Verschwindens, zur Verbergerin der Wahrheit.“

[1] Amerio, Romano, Iota unum. Eine Studie über die Veränderungen in der Katholischen Kirche im XX. Jahrhundert, Stuttgart: Kirchliche Umschau 2011, 369-378.

[2] Ebd., 370-371.

[3] Ebd. 370.

[4] http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html

[5] http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html

[6] Amerio, Iota unum, 371.

[7] Es handelt sich im Kommentar 23. April 2016 at 11:17  http://www.katholisches.info/2016/04/20/papst-franziskus-und-die-marginalisierung-der-glaubenskongregation/

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Heute am 29.04 beten wir für unsere Bischofskonferenz

1801-1-4 Champaigne Bon Pasteur

Es ist soweit: Die Bußpsalmen für die jeweilige Bischofskonferenz!

Nachdem wir theoretisch vorbereitet worden sind,[1] schreiten wir wieder  zur Tat und beten das Offizium der Bußpsalmen mit der anschließenden Allerheiligenlitanei und den folgenden Gebeten für unsere Bischofskonferenzen. Abhängig vom eigenen Wohnort und der eigenen Diözese empfiehlt es sich für die eigene Bischofskonferenz zu beten, also die Deutschen für die deutsche, die Österreicher für die österreichische etc. Welche hat unser Gebet aber am meisten nötig? Wohl die deutsche, da sie die reichste und die zahlreichste ist, sowie in der ganzen Welt als die korrumpierteste Kirche gilt, welche mit Hilfe ihres Geldes, der Entwicklungshilfe (früher Mission genannt) und ihrer Stipendien (früher Theologiestudium genannt) andere Kirchen verdirbt. Ja, es stimmt leider und man kann es überall nachlesen und erfahren[2] Damit es zuerst auf der geistlichen Ebene besser wird und die Dämonen ein wenig vertrieben werden, müssen wir beten. Aber wie?

  • Auf den Knien,
  • Auf Lateinisch,
  • In einem Zug, d.h. alle vorgesehenen Gebete in einer „Session“.

Sollte jemand sich nicht ausreichend motiviert fühlen, dann möge er sich die Aussagen unserer Bischöfe nochmals durchlesen oder die Website der jeweiligen Bischofkonferenz besuchen. Sollte jemand von diesem Gebetsaufruf nicht betroffen fühlen, weil er sowieso viel zu tun hat und man solle nicht übertreiben, so verwirkt er hiermit jede Möglichkeit sich in der Zukunft über:

  • „die Amtskirche“,
  • „die Kirchensteuermafia“,
  • DBK, ÖBK und SBK
  • „die Konzilssekte“,
  • „die deuterovatikanische Sekte“
  • oder wie sie sonst genannt wird

zu beschweren, da er nicht dagegen unternommen hat. Ein kurzes und gelindes Fegefeuer scheint da ausgeschlossen zu sein.

Das konkrete Gebetsanliegen lautet: Wir bitten Gott, dass er den Bischöfen die notwendigen Gnadengaben gibt, damit sie endlich den katholischen Standpunkt in der Lehre und Moral vertreten.

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

Ad 4.

Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten.

Wenn wirklich nicht knien kann?

 

Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe.

Was ist, wenn man kein Latein kann?

 

Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt:

  • C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer
  • Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wir C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“)
  • Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“)
  • Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht.
  • X wie ks (capax – „kapaks“)
  • Z wie s, stimmhaft (zizania – „sisania“)
  • Ch wie ch (charta – „charta“)
  • Ph wie f (philosophia – „filozofia“)
  • Rh wie r (rhombus – „rombus“)
  • Th wie t (thalamus – „talamus“)
  • I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“)
  • Y wie y (thymiana – „tymiana“)
  • V wie w (valde – „walde“)
  • S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“)
  • S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“)

Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[3] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit.

Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch.

Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an!

[1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.wordpress.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/

[2] Beispielsweise hier: http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/09/deutschlandchurch-of-rich-or-church-of_16.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-german-catholic-collapse-priests.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/achtung-as-in-vatican-ii-germans-seem.html http://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/

[3] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html

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Buss 1

Buss 2

 

Buss 3Buss 4

Buss 5Buss 6

Und hier nochmals der Text zum Download

Sieben Bußpsalmen

Christopher A. Ferrara Amoris Laetitia: Anatomy of a Pontifical Debacle. 1: Einführung and Introduction: Spreading Alarm

Moses, Bol

Christopher A. Ferrara – Einführung

Obwohl uns eine eigene Auseinandersetzung mit Amoris laetitia nicht erspart bleiben wird, so wollen wir dieses Ziel in kleinen Schritten angehen und vorerst den langen Aufsatz von Christopher A. Ferrara Amoris Laetitia: Anatomy of a Pontifical Debacle aus dem US-traditionalistischen The Remnnant hier wiedergeben. Der Aufsatz ist recht lang, denn er zählt 50 Seiten und daher ist anzunehmen, dass wirklich wenige Leser in einem Zug bewältigen werden. Chritopher A. Ferrara ist ein Jurist und deswegen darauf hin geschult Unsinn möglichst früh zu entdecken und zu eliminieren. Können das denn die anderen Berufsgruppen nicht? Die Mehrheit der heutigen Theologen, besonders in den deutschsprachigen Länder, der Jedoch-Aber-Wenn-die-pastoralen-Gründet etc. – Schule leider nicht. Warum nicht? Weil sie in keiner zweiwertigen Logik geschult werden, sondern in der hegelianischen oder in gar keiner.

Christopher A. Ferrara ist mit Thomas E. Woods, Jr. der Verfasser des wirklich herausragenden Buches: The Great Façade. The Regime of Novelty in the Catholic Church from Vatican II to the Francis Revolution, welchem wir uns noch in Buchempfehlungen ausführlich widmen werden. Interessanterweise ist es nicht mehr in Deutschland bei amazon.de erhältlich, wo wir es selbst vor ein paar Monaten erstanden haben. Man muss also auf Großbritanien, will man bei dieser Firma bestellen, ausweichen. Darin wird wirklich die gesamte nachkonziliare Entwicklung analytisch und katholisch auseinander gepflückt wird.  Es ist ein Genuss es zu lesen und vielleicht hat die DBK ihre Verbindungen spielen lassen, um es in Deutschland schwerer zugänglich zu machen. Möglich wäre es. Ein guter Mann eben, dieser Ferrara, vom katholischen Geist beseelt und mit einigem polemischen Temperament ausgestattet. Diejenigen unserer Leser, die kein Englisch können, mögen es uns nachsehen und unsere eigene Analyse kommt ja auch und wird sicherlich viel theologischer als die von Ferrara ausfallen. Aber das eine soll man tun, das andere nicht lassen, zumal man keine 24 Stunden am Tag hat, um sich diesem Blog zu widmen.

Amoris Laetitia: Anatomy of a Pontifical Debacle 

Written by  Christopher A. Ferrara

Editor’s Note: This is the REVISED AND EXPANDED WEB VERSION of Mr. Ferrara’s article by the same name which appears in the current print-edition of The Remnant. We’ve decided to post it here in its entirety due to the gravity of its subject matter and to the fact that it may well be our most definitive exposé of Pope Francis and his agenda to permanently change the Church. It gives us no joy to publish this devastating critique of the ‚Joy of Love‘. In fact, we regard it as nothing less than the heartbreaking duty of loyal sons of the Church who can see no alternative but to resist. Please pray for Pope Francis and for our beloved Catholic Church under obvious siege. MJM

No difficulty can arise that justifies the putting aside of the law of God which forbids all acts intrinsically evil. There is no possible circumstance in which husband and wife cannot, strengthened by the grace of God, fulfill faithfully their duties and preserve in wedlock their chastity unspotted. Pius XI, Casti Connubii

Introduction: Spreading Alarm

As Cardinal Burke has observed in an article appearing in the National Catholic Register, upon careful reading AMORIS LÆTITIA reveals itself to be “a personal, that is, non-magisterial” document, “a personal reflection of the Pope” that “is not confused with the binding faith owed to the exercise of the magisterium.” This is true enough, but perhaps not for the reasons the Cardinal expresses, as I show at the conclusion of this essay.

But that hardly eliminates the massive problem with this utterly unprecedented 256-page “apostolic exhortation.” What motivates all the pages to follow here is that Pope Francis has promulgated Amoris Laetitia as if it were an authentic and binding act of the Magisterium and that it will be treated as such by his collaborators and by ecclesial progressives throughout the Catholic world. Amoris Laetitia is, therefore, yet another addition to The Great Façade of pseudo-doctrines in the form of non-binding pastoral and disciplinary novelties and new attitudes and “approaches”—all emerging for the first time during that great epoch of enlightenment known as the Sixties. These include the new liturgy (which the faithful were never actually required to attend), “ecumenism,” “dialogue” and “interreligious dialogue.” Their combined effects have been ruinous.

And now this.A commentary at the Rorate Caeli blog site said what had to be said for the sake of truth: “There’s no other way to put it: The pope’s Apostolic Exhortation Amoris laetitia is a catastrophe.” Voice of the Family likewise recognized what was immediately apparent from a reading of the critical Chapter 8: “Our initial overview provides sufficient cause to regard this document as a threat to the integrity of the Catholic faith and the authentic good of the family.”

Even normally middle-of-the-road commentators have not concealed their alarm over the document’s patent downgrading of Our Lord’s demanding teaching in the realm of sexual morality and Francis’s thematic argument that “mitigating factors” and “concrete situations” somehow convert mortally sinful adultery and fornication into mere “irregularities” falling short of the “ideal” of Christian marriage but nonetheless possessing “constructive elements.” See extended discussion at II.

EWTN’s show The World Over presented a politely devastating critique by Fr. Gerald Murray, Robert Royal and Raymond Arroyo. The participants described passages to be examined here as “dangerous,” “very disturbing,” “very problematic,” “not the language of the Gospel,” “very odd,” “very strange,” “a big mistake,” “set[ting] up straw men to knock down,” “a direct contradiction of John Paul II in Familiaris consortio and subsequent documents,” “not in accord with what the Church has said until now,” “false mercy” favorable to “‘Father Friendly’ who wants to sell the store,” that would make receiving Communion “a badge of honor that you receive even you though you know what you are doing is contrary to the teaching of the Church,” and an “attempt to paper over what really is a change of doctrine… but denying that you’re changing the doctrine.” As Arroyo observed, according to the general tenor of the document “the exception becomes a very difficult rule, or no rule at all” while the Church, to quote Father Murray, becomes involved in “the excuse-making business, not the Gospel business.” Given the last word, Father Murray, citing the natural right of the faithful to voice their concerns as recognized by the Code of Canon Law, concluded:

Flattery would mean we keep our mouths shut and say nothing. But Gospel frankness… calls upon us to say, Holy Father, either you have been poorly advised or you have an incomplete conception of this issue…

I don’t want to criticize the pope…. but what I will say is when you do something in public that contradicts what your predecessor did, there has to be an accounting for it and a responsibility to upholding the gospel, and I think that’s what many bishops, Cardinals and priests will call for.

In The Catholic Thing, Robert Royal dismissed the claim of the usual whitewashers that Francis has not authorized Holy Communion for public adulterers in “certain cases” (as shown below). That is exactly what he has done, as Francis himself just admitted during his inflight press conference on the return from Greece. See Part II at (6). Royal laments the inevitable consequences:

Amoris Laetitia hopes to resolve the situations of many in the modern world, but is far more likely only to add further fuel to the holocaust. It doesn’t take a crystal ball to predict that once Communion can be taken by the divorced/remarried in some circumstances, it will soon be assumed licit by all. And—why not?—by people in gay relationships, who probably have an equally good claim to mitigating circumstances….

On one side of a border between two countries, Communion for the divorced and remarried would now become a sign of a new outpouring of God’s mercy and forgiveness. On the other side, giving Communion to someone in “irregular” circumstances remains infidelity to Christ’s words and, potentially, a sacrilege. In concrete terms, around the globe, what looms ahead is chaos and conflict, not Catholicity.

Writing for LifeSiteNews, Philip Lawler stated:

Amoris Laetitia— “The Joy of Love”—is not a revolutionary document. It is a subversive one…. Unfortunately, the net effect of the Pope’s approach will very likely be an acceleration of an already powerful trend to dismiss the Church’s perennial teaching, and therefore a decline in respect for the pastoral ministry he hopes to encourage [emphasis added here and throughout].

Catholic World Report, published by Father Joseph Fessio, S.J., presented a symposium of articles on the document, nearly all of them strongly critical in some respect, particularly concerning Chapter 8, the focus of this commentary:

  • Father Fessio’s fellow Jesuit, James V. Schall, S.J., agreed that the overall document has a subversive impact respecting the Church’s teaching on sexual immorality and grave sin in general: “But when we add it all up, it often seems that the effect of this approach is to lead us to conclude that no “sin” has ever occurred. Everything has an excusing cause…. One goes away from this approach not being sorry for his sins but relieved in realizing that he has never really sinned at all.”
  • Carl E. Olson called Amoris Laetitia “profound and muddled,” noting that “Francis apparently plays a bit fast and loose with some of his arguments and sources.” (Not apparently and not a bit, but actually and quite seriously, as we shall see.)
  • The renowned canonist Edward Peters lamented Amoris Laetitia’s “more-than-occasional resort to platitudes, caricatures of competing points of view, and self-quotation…” He noted a “serious misuse of a conciliar teaching [in] Gaudium et spes51” (a veritable fraud to be discussed below) and marvels at Francis’s astonishing opinion that there can be “proven fidelity” and “Christian commitment” in “chronically adulterous relationships” following “the public and permanent abandonment of a previous spouse.”
  • Eduardo Echeverria, Professor of Philosophy and Systematic Theology at Sacred Heart Major Seminary in Detroit, offered a series of severe criticisms:

“Francis seems almost (not quite, but almost) incapable of acknowledging that an individual is sinfully responsible for rejecting the truth of marriage and family” …

“So, with all due respect to Francis, I think that he does imply support for the “gradualness of the law” and hence by implication opens the door to a “situation ethics.” (That is exactly what he has done, as I show below.)

Francis “does encourage the ‘dimming of the light’ because he downgrades the moral force of this normative [moral] order when he speaks of ‘rules’ here. He wants to create a moral space to regard a person as inculpable, resorting even to calling those who want to apply these norms unconditionally (in his mind, at this point “mere rules”) as sporting a ‘cold bureaucratic morality.’… This conclusion appears to be a far cry from theCatechism of the Catholic Church…”

Fortsetzung folgt.

Gregory Di Pippo, Compendium of the Reforms of the Roman Breviary, 1568-1961: Part 4 – 1629: The Hymns of Urban VIII

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Der Schreiber dieser Zeilen schämt sich nicht zu gestehen, dass er manchmal dichtet und er auch recht viele Gedichte oder Verse als Dichtung in seine Muttersprache übertragen hatte. Eigenes hat er auch geschrieben und beides war recht gut, was man ihm auch von kompetenten Seiten neidlos zuerkannte. Daher weiß er, dass ein jeder Dichter oder Literat bei Lektüre eines Textes denkt: “Ich kann es besser! Das klingt nicht”. Und manchmal kann man es wirklich besser. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass Urban VIII, seines Zeichens ein Literat und Klassizist, dachte, dass man die alt-erhrwürdigen Hymnen verbessern kann und er selbst es besser kann. Aber Liturgie ist keine Schöpfung, sondern Überlieferung. Das Beste kam anonym zu uns, damit die Autoren vor Stolz nicht ausrasten. Deswegen  wurden auch die Hymnen von Urban VIII. auf die lange Sicht nicht angenommen, weil sie eine Neuerung darstellten. Ob sie wirklich technisch und rhythmisch besser waren als die Alten bedarf einer eigenen Untersuchung, aber Kirchenlatein ist kein klassisches Latein, auch wenn sich die Klassizisten sträuben. Die Kirche hat den kleinen Ego-Trip eines Papstes recht gut verkraftet bis das Brevier von 1970 kam, in dem die meisten Hymnen von einem gewissen Dom Anselmo Lentini, O.S.B. stammen, der die alten Hymnen schlicht rauswarf und eigene, nachkonziliaren Kompositionen einführte. Während Urban VIII literatisch nicht unbegabt war, so war Lentini es nicht. Ohne Verneinung bedeutet es: er war unbegabt und diese Hymnen hören sich nach Nichts an. Als der Schreiber dieser Zeilen noch in seiner Studienzeit mit diesen latenischen Hymnen zusammen traf, so wunderte er sich insgeheim über ihre Banalität. Ganz im Gegenteil zu Vexilla Regis, Conditor alme, Adoro devote etc. Er rechnete sich diese Gedanken als Sünde an, da er nichts über Brevierreformen wußte und dachte, dass auch die Lentini-Hymnen alte, überlieferte Hymnen der Kirche darstellen. Wie banal sind doch die neuen Lieder der Gotteslobs, wie dünn und spärlich, wobei die alten, wie die von Pater Spee, immer mehr politisch-korrekt zensiert werden. Sollten jemand kein Latein können, dann kann er dasselbe bei seinem Gotteslob beobachten. Aber welch ein Stolz, Dünkel und Überheblichkeit müssen doch diesen Dom Anselmo Lentini, O.S.B.  geritten haben, dass er so etwas gewagt hatte! Wie die übrigen Liturgiereformer ja auch. Urban VIII hat ja nur ein wenig den Rhythmus und Stil verbessert, Lentini gleich das Meiste selbst geschaffen. Da die meisten nicht das nachkonziliaren Brevier auf Lateinisch beten, so hält sich der Schaden in Grenzen, aber die landessprachlichen Übersetzung der Hymnen sind ja auch schwach. Keine Dichtung, kein Schönheit, wenig rhythmisch und trocken. Es verhält sich wirklich so, dass die literarische und dichterische Begabung und Frömmigkeit wirklich selten Hand in Hand gehen und diejenigen, die es tun, schreiben ja keine liturgischen Texte für die ganze Kirche! Dem hl. Thomas von Aquin war es gegeben, dem hl. Ambrosius und Augustinus auch. Aber es war selten! Es ist wirklich wenig verwunderlich, dass viele ihr nachkonziliares Brevier nicht beten wollen oder es mit viel Selbtsüberwindung tun, wie sie auch die Neue Messe besuchen, weil das neue Brevier dermaßen literatisch und spirituell dürftig ist. Das Auge und das Ohr beten ja mit! Dabei finden wir besonders im Tridentinischen Brevier kleine literatische Kleinodien der patristischen Literatur. Denn der hl. Augustinus, Hieronymus, Gregor der Große oder Leo der Große haben nicht nur klug und fromm geschrieben, sondern auch sehr gut. Dieser Rhythmus, diese rhetorischen Mittel, welche manchmal nur im Lateinischen machbar sind, es ist wirklich ein Genuß! Es ist wirklich kein Wunder, dass alle, die früh Latein lernten, auch in ihrer Muttersprache einen besseren Stil hatten, weil sie einfach auch unbewußt guten Vorbildern nacheiferten.  In der Alten Liturgie kommen auch Ästheten auf ihre Kosten und der Schreiber dieser Zeilen traf auch Atheisten, welche von der Schönheit der Sprache dermaßen fasziniert waren, dass sie die Kirchenväter studierten. Und heute haben wir nur Häßlich und Banalität und der Teufel freut sich.

 

Part 4 – 1629: The Hymns of Urban VIII

Dokument2(1)In the context of the Divine Office, ‘hymnus’ means a metrically composed song, arranged in strophes, or ‘stanzas’ in the modern musical terminology derived from Italian. They are relative late-comers to the public worship of the Church; they were not accepted into general use in the Office at Rome until the 13th century, and were never adopted into the oldest forms of the Divine Office, Tenebrae, Easter, and the Office of the Dead. However, the complete rejection of them by the Council of Braga in 563, for example, or by Agobard of Lyon in the mid-9th century, is clearly a minority opinion. The approval of them by Saint Benedict in his Rule guaranteed that they must eventually become a constituent part of the Office, and one of the chief criticisms of Cistercians made in their earliest days was precisely the fact that they made notable changes to the well-established corpus of hymns.

Saint Benedict’s term for a hymn is ‘ambrosianum’, because it was Saint Ambrose who introduced their use into the West, in the famous episode of the Portian Basilica. (See the Confessions of Saint Augustine , book 9, chapter 7, and Paulinus’ Life of Saint Ambrose, chapter 13.) For this reason, a very large number of the commonly used hymns of the Office are attributed to him, while others were said to be the work of Saints Hilary of Poitiers or Gregory the Great. The great hymns of Passiontide are the work Saint Venantius Fortunatus, composed for the reception of some relics of the True Cross which his friend, Queen Radegund, received as a gift from the Byzantine Emperor and installed in the monastery of the Holy Cross at Poitier, where Venantius was bishop. The Vesperal hymn of Saints Peter and Paul, Aurea lucis was long attributed to Elpis, the legendary first wife of the philosopher Boethius, but this attribution, like so many others, is now rejected by the majority of liturgical scholars, (in the specific case of Elpis, because she did not exist.)

Poetry in the Latin and Greek classical tradition is not based on rhyme, which was considered a defect by the ancients, but on the length of syllables. The earliest Christian hymns in Latin, beginning with those of Saint Ambrose, were mostly composed in a meter called the iambic dimeter. The iamb consists of a short syllable followed by a long one, and is used in pairs; the first short syllable in a pair may be substituted by a long one. Other substitutions are also possible, making the dimeter, i.e. two pairs of iambs, quite flexible within a constant length of eight syllables. Other meters, such as the sapphic stanza, (named for its inventor, the poetess Sappho,) are also used. Each stanza of the iambic dimeter and the sapphic has four lines, as do most other meters, although a few have six.

Each hymn is concluded with a doxology, on the analogy of the Great Doxology “Glory be unto the Father”, which is sung in the Office at the end of every psalm and canticle. By the time of the Tridentine reform it had become the universal custom of the Western Rite to change the doxology according to the season, and feasts of the Virgin had a special doxology as well. Thus, for example, from Christmas day to the vigil of the Epiphany, the common doxology “Praesta, Pater piissime,” was everywhere substituted by “Gloria tibi, Domine, / qui natus es de Virgine.” (Glory to you, O Lord, that wast born of the Virgin.)

The medieval Church produced a truly vast number of hymns. A German-produced catalog of hymns written from 500 to 1400 A.D., the Analecta Hymnica Medii Aevi, was printed in 55 volumes over the course of fourty years, 1886 to 1926; the first volume, containing hymns written in Bohemia from the 13th to 15th centuries, has over 200 entries. However, the Church of Rome, as mentioned before, took a long time to accept the use of hymns in the Office, and in its habitual liturgical conservatism, adopted fewer of them than other medieval Rites. The hymns of Prime, Terce, Sext, None and Compline are the same every day of the year. Each of the great seasons, such as Advent or Lent, has three proper hymns, one for Matins, one for Lauds and one for Vespers. Many major feasts, however, such as Christmas and the Epiphany, have only two, the hymn of either Vespers or Lauds being sung also at Matins.

A similar conservatism is found among the hymns of the Saints. Of the 39 Saints named in the Roman Canon, (apart from the Virgin Mary) only John the Baptist and the Apostles Peter and Paul have their own hymns; all the rest have hymns taken from the common offices. Of the seven common offices of Saints, only that of Several Martyrs has a separate hymn for each of the three major hours. The Virgin Mary’s common office, adapted from the Office of the Assumption, also has three hymns, which are used on nearly all of Her feasts, in the Saturday Office, and in the Little Office as well.

As a result, some of the finest gems of medieval hymnody are not found in the historical Roman Rite, such as the Christmas hymn, Veni, Redemptor gentium, the Easter hymn, Chorus novae Jerusalem, the hymn of the Assumption, O quam glorifica, and the hymn of St. Stephen, Sancte Dei pretiose; all of these are commonly found in most other medieval breviaries. The use of Sarum, which predominated in pre-Reformation England , has four more hymns for Lent than the Roman use: a proper hymn for Compline, sung throughout the season, and different hymns for Matins, Lauds and Vespers of the third and fourth week. Greater variety of this sort is typical of non-Roman breviaries before Trent.

It would be unfair, however, to ascribe the relative paucity of hymns in the Roman Breviary to mere laziness or lack of interest. Any medieval collection of hymns, whatever its size, is in the final analysis highly repetitive; a limited corpus of hymns makes them easier to learn by heart, no small matter in an age in which books were not cheap to produce. The two hymns of the Common of Apostles, sung on all of the Apostles’ feasts, originated in Rome as hymns for the feast of the Roman Church’s founders, Saints Peter and Paul. By singing these hymns on the feasts of all of the Apostles, the Church signifies the unity of their evangelizing work, and the unity of the peoples throughout the world brought by them to Christ.

The corpus of hymns in the breviary of 1529 is carried over into the Pian breviary almost identically; as with the antiphons, the exceptions are mostly cases where the entire office of a particular feast is changed. Such is the case with the feast of the Holy Trinity, for which one Office was substituted with a different, earlier Office, and with the Presentation of the Virgin Mary, which had four proper hymns, (Matins, Lauds, and both Vespers), but was removed from the Calendar by St. Pius V. It may seem, therefore, all the more remarkable that in 1629, Pope Urban VIII appointed a commission for the revision of the hymns, and after three years of work, promulgated a new hymnal for use in the Roman Breviary, the last substantial revision of the Breviary until the reform of the Psalter in 1911.

Dokument3(2)Prior to his election to the papacy in 1623, Cardinal Maffeo Barberini had been well known as a scholar and a Latinist; a book of his Latin poems written before his election was published in 1637, and the Latin epigrams on the bases of two of Gian Lorenzo Bernini’s sculptures are also his work. As Pope, he personally composed the hymns of Saints Hermenegild, Martina and Elizabeth of Portugal, all in various classical meters, rather than in iambic dimeters. To him, as to many Latinists of the Renaissance before him, the simple diction of the traditional hymns, their disregard for the rules of classical metrics, and especially the large number of later Latin words not used by the great classical authors such as Virgil and Horace, or even an occasional non-Latin word, could only seem as blemishes on the public prayer of the Church. The job of the commission, therefore, was to conform the hymns to the vocabulary and metric forms of classical Latin poetry.

The commission consisted of four Jesuits, three Italians and a Pole, but Pope Urban appears to have done much of the work himself, although the precise degree of his contribution has been disputed. In the course of their work, hardly a single hymn was left untouched, notwithstanding their antiquity or the sanctity of their authors. The hymns of St. Ambrose, to whom far more were attributed at the time than modern scholars will now grant, had been in more or less continuous use in the Church for over 12 centuries. Even the magnificent Passiontide hymns of St. Venantius were substantially reworked.

In his History of the Roman Breviary, Msgr. Pierre Batiffol gives an example of the reformed text of the hymns, the very first hymn of the ecclesiastical year, Conditor alme siderum, placed side by side with the revised version of the same, without commentary. Following his example, it may be beneficial to examine a few of the specific changes made to this hymn, as examples of the work of Pope Urban and his commission.

The first stanza of the original reads:

Conditor alme siderum,

Aeterna lux credentium

Christe, Redemptor omnium,

Exaudi preces supplicum.

(Kindly creator of the stars, / Eternal light of believers, / Christ, redeemer of all, / Hear the prayer of your suppliants.)

The revised version of the same stanza reads:

Creator alme siderum,

Aeterna lux credentiuum,

Jesu, Redemptor omnium,

Intende votis supplicum.

The change of cónditor, accented on the first syllable, to creator, accented on the second, is more in keeping with the classical form of an iamb; it also avoids all possibility of misreading the word as condítor, although we may safely hope that few people in the preceding centuries thought they were addressing the “kindly embalmer of the stars”. The change of Christe to Jesu likewise conforms the verse to a more classical understanding of the iamb, although Christian poetry had always been much more flexible about the arrangement of syllables. Intende votis in place of Exaudi preces is also a metrical correction, and could not be a more perfect example of the exchange of a Christian Latin expression for a Ciceronian one.

The penultimate stanza of this same hymn begins with the words “Te deprecamur, Hagie, / Venture Judex saeculi,” – “we beseech Thee, o holy one, / judge of the world that art to come.” Hagie is Greek for sancte, the vocative of sanctus, and was commonly used in medieval Christian Latin. It is here chosen because its extra syllable neatly finishes the eight-syllable line of the iambic dimeter. The unknown 9th century author probably did not know, and certainly would not have cared if he did, that all three syllables of Hagie are short, where the fifth syllable of an iambic dimeter should, according to the classical rules, be long. It is a Greek word, the use of which is peculiarity of the Greek-born Christian tradition, alien to the prose of Cicero and the poetry of Horace and Ovid. The two verses are therefore revised to read:

“Te deprecamur ultimae / magnum diei judicem,” –

“we beseech Thee as the great judge of the last day.”

Examples of this sort could be multiplied at great length; apart from its doxology, the new version of Conditor alme siderum alone changes all but 15 words of the original sixty-four, and half of the 15 are in the first stanza. All together, there are several hundred metrical corrections in the hymnal, and some hymns, such as the two of the Dedication of a Church, and the three of Eastertide, were so drastically rewritten as to constitute entirely different works. The hymn of Saint Michael’s day, Tibi Christe, splendor Patris, was completely altered in both text and meter.

Although the new hymns became the standard text of the Roman Breviary, and remain so to this day in the Extraordinary Form of the Roman Rite, they were not everywhere received. The chapters of many major churches retained the use of the older hymns, not least among them that of Saint Peter’s Basilica itself. None of the religious orders which retained the use of their proper breviaries after Trent, such as the Premonstratensians, ever adopted the new text, nor did any of the monastic breviaries. Less than twenty years later, in 1647, the Cistercian abbot-general Claude Vaussin brought about a thorough revision of his Order’s liturgical books, but rejected the new hymns; this, despite the fact that his reason for reforming the books was to stave off a movement within the order to abandon the Benedictine use altogether in favor of the liturgical books of St. Pius V.

Since the days of Dom Guéranger, liturgical scholarship has been as unsparing in its criticism of the Urban VIII revision as the religious orders were unwelcoming of it. Msgr. Batiffol calls the new hymns “deformed”, likening them to the broken ancient statues discovered in Rome, which “the Barberini … and many others restored …, attaching to them new limbs which are a greater disfigurement to them than all the mutilations inflicted on them by the rude hand of time.” (p. 221) Fr. Adrian Fortescue is equally, characteristically severe. In the preface to a 1916 collection of Latin hymns and English translations by Alan G. McDougall, he writes (p. 27-28) “Whatever good the Renaissance may have done in other ways, there can be no question that it was…disastrous to Christian hymns. There came the time when no one could conceive anything but the classical meters and classical language. So they wrote frigid imitations of classical lyrics… There is nothing to be done with this stuff but to glance at it, shudder, and pass on. … (T)hose absurd Renaissance people did not realize that, because an original is beautiful, it does not follow that a bad imitation will be.” But not even Fr. Fortescue’s barbs can match the oft-quoted witticism of Pope Urban’s contemporaries, many of whom were less than impressed by the new hymns: “Accessit latinitas, recessit pietas. – Latinity came in, piety went out.”

The 1970 Liturgy of the Hours

There is a popular misconception that the new Liturgy of the Hours promulgated by Pope Paul VI in 1970 restored the hymns to their pre-Urban VIII text. This is only very partially true. It is true that the older text was the basis of the reform, and that most of what was done under Pope Urban did not find its way into the post-Conciliar version of the hymnal. In this sense, the criticism of Msgr. Batiffol and Fr. Fortescue, among many others, have been amply vindicated. However, a very large number of changes were made to the older texts by the committee responsible for a new selection and revision of the hymns.

In the year 1984, Dom Anselmo Lentini, O.S.B., the head of the committee published a very informative dossier of its work called Te decet hymnus, noting in the introduction that, of the numerous committees that produced the new liturgy, his was almost the only one to publish a complete record of its activities. The hymns are arranged in an order similar to the order in the Breviary itself: hymns of the Psalter, of the liturgical seasons, the Proper of the Saints, and the common offices. Each hymn is accompanied by a critical apparatus, indicating its author and age, if known, its meter, the critical editions of the hymn, where available, and the breviaries in which it was used after the Tridentine reform, where applicable. There then follow notes on the changes to the original text made by the committee.

As in the work of Pope Urban VIII, metrical corrections abound in the newest version of the hymnal; as a general rule, they are less intrusive than those of the 17th century, and the modern revisers clearly had a better understanding of medieval poetry. Many of the corrections are justified in the critical notes as rendering the hymns easier to sing; for example, a verse of the Christmas hymn Christe, Redemptor omnium, is changed from “Memento, salutis auctor” to “Salutis auctor, recole.” I cannot say from experience that this does in fact render the line easier to sing. It is perhaps worth noting, however, that the original version was sung five times a day every day for centuries in the hymn for the minor hours of the Little Office of the Virgin.

The vocabulary of the hymns is also retouched, although with much less severity, and much better taste, than in the 17th century reform. The line cited above from the Vesper hymn of Advent, “Te deprecamur, Hagie”, is re-written “Te, Sancte, fide quaesumus,” a metrical correction that eliminates the use of a Greek word branded “exotic” in the critical notes, although it was still being used by the Benedictines, Dominicans and others even as the committee did its work. Some of these changes are motivated by external factors. With the suppression of the Church’s discipline of Lenten fasting, the Latin word for fasting, ‘jejunium’, is removed from the original text of the traditional hymns of Lent, substituted by ‘abstinentia’.

Many of the hymns are shortened by the elimination of entire stanzas, “for the sake of brevity”, as the critical notes state repeatedly. The Christmas hymn Veni, Redemptor gentium is added to the repertoire of hymns for Advent, but without its fifth strophe. In the recording of this very beautiful hymn by the Schola Gregoriana Magyar, this strophe is sung in 17 seconds; in the Dominican chant, it takes a full 28 seconds.

The repertoire of hymns is very considerably expanded. For example, the new Liturgy of the Hours has nine proper hymns for Lent, two each for Matins (now known as the Office of Readings), Lauds and Vespers, and proper hymns for the minor hours of Terce, Sext and None. (Prime is of course suppressed in the new Office.) The great defect of Te decet hymnus is that it indicates which hymns or versions of hymns were used in post-Tridentine, non-Roman breviaries, but does not say anything about the pre-Tridentine sources from which hymns which have been added. The three Lenten hymns of the minor hours are noted as “author unknown, at least of the 8th century”, but no indication is given as to where and when they were actually used, if anywhere.

This rearrangement of the traditional order of the hymns is the origin of a number of oddities. Veni, Redemptor gentium was in use in four surviving proper breviaries in 1961; it had been used in almost all pre-Tridentine breviaries as well. In almost all of them it was sung at Vespers of Christmas, not in Advent. The three classic hymns of the Virgin Mary originated in the ancient Roman Office of the Assumption, from which the common Office is derived; in the Liturgy of the Hours, they are found in the common, but not on the Assumption. O quam glorifica was used on the feast of the Assumption by those churches which had it; it is now placed on the feast of Our Lady’s Queenship, and the Assumption has three completely different hymns. The hymn Agnoscat omne saeculum, traditionally attributed to St. Venantius, was used in some German breviaries and in Liège as a hymn of Christmas; it is now assigned to the Annunciation, which is no longer a feast of Our Lady.

There are also a very large number of new compositions; in several cases, they were made even where a welter of ancient hymns was ready available to chose from. The hymns of Christmas Matins, of the feast of the Holy Trinity, (which has two proper hymns in the Dominican Breviary) of Lauds of St. Bernard (who has three proper hymns in the Cistercian Breviary) are all newly made especially for the Liturgy of the Hours. As mentioned before, the hymns of the common of Apostles began as Roman hymns for the feast of Ss. Peter and Paul, and were used on the feasts of all the Apostles. In the new breviary, each Apostle, apart from Peter and Paul, gets a new proper hymn at Lauds; with the sole exception of Saint Andrew, they are all new compositions.

The very last thing in Te decet hymnus is an index of the authors; the single most represented author, by a margin of four-to-one over second-place Prudentius, and almost five-to-one over third-place St. Ambrose: Dom Anselmo Lentini, O.S.B.

— Copyright (c) Gregory DiPippo, 2009

The next two installments in our series of considerations of the reforms to the Roman breviary will consider the neo-Gallican Parisian breviary and its psalter.

For terms and their definitions, please see the associated Glossary which accompanies this compendium.

Die Banalität des Bösen. 3: Gefallene Natur und Sakramentalien

Versuchung-Christi

Die  Banalität und die gefallene  Natur

Warum ist aber, theologisch gesehen, das Böse banal? Weil die menschliche Natur durch die Erbsünde lädiert ist. Es fällt uns einfach leichter sich gehen zu lassen und mit den Wölfen zu heulen als uns zu heiligen. Der natürliche Weg im Sinne der natura lapsa, der gefallen Natur, geht gemäß der Schwerkraft nach unten. Die Liturgie sagt ja: natura, qui proclivis est ad lapsum –  „die Natur, welche zum Fall geneigt ist“. Deswegen die Notwendigkeit der Erlösung, der Gnade, des Gebets, der Askese, der Sakramente und der Sakramentalien. Seit das unselige Vaticanum II vieles, auf der pastoralen Ebene, als „nicht mit der Mentalität des modernen Menschen vereinbar“ erklärt hat, hat es eigentlich auf der dogmatischen Ebene die Lehre von der Erbsünde ausgehebelt. Denn bis zum 1962 schadete dem Menschen:

  1. Das Fleisch, also seine eigene durch die Erbsünde lädierte Natur,
  2. Die Welt, welche sich leider weitgehend unter der Herrschaft des Teufels befindet,
  3. Der Teufel.

Aber seit 1962 ist es auf einmal anders und nach 1965 erst recht. Zum zweiten Punkt muss man an dieser Stelle sagen, dass der gefallene Engel weder auf die Seelen im Himmel, noch auf die im Fegefeuer Einfluss hat, sodass ihm nur der Einfluss auf dieser Welt und in der Hölle bleibt. Dies ist aber keine gnostisch-dualistische Sicht der Dinge, wonach Gott und Teufel gleich stark sind. Der Teufel ist nur ein Geschöpf, welchen Gott, um unserer Heiligung willen, gewähren lässt. Das leider der Teufel auf dieser Welt (Joh 12, 31;  14,30;  16,11) und während des irdischen Lebens einiges kann, deswegen die Ermahnung zur Wachsamkeit, welche die Kirche täglich in der Komplet liest:

Kurzlesung
1 Petr 5,8-9

Brüder, seid umsichtig und haltet Wache, weil euer Feind, der Teufel, wie ein Löwe mit aufgesperrtem Maul um euch herumschleicht und danach trachtet, einen zu verschlingen. Ihm stellt euch entgegen mit Festigkeit im Glauben.

Die Welt in der Macht des Bösen und die Rolle der Sakramentalien

Wie sehr treffend Anthony Cekada[1] aber auch Roberto Carusi[2] darlegen, wurden schon bei der Reform der Karwoche 1951-1956, aber erst recht nach der konziliaren Liturgiereform wirklich alle Gebete unterdrückt, welche die destruktive Rolle des Teufels erwähnen. Wahrscheinlich waren diese Gebete auch nicht mit der „modernen Mentalität vereinbar“ oder sie waren eher mit der gleichbleibenden Mentalität der Dämonen nicht vereinbar, welche die Reformer sichtbar inspiriert haben. Nehmen wir aber für einen Moment ganz atheistisch bei der Reform der Karwoche an:

  • Es gibt keinen Teufel und keine Dämonen.
  • Kein Mensch versteht Latein, hört bei der Liturgie genau zu oder liest sich die liturgischen Texte mit theologischem Verständnis durch.
  • Die Anzahl der Menschen, die überhaupt um diese Gebete und ihre Bedeutung in der ganzen Kirche Bescheid wissen, befindet sich allerhöchstens im zweistelligen Bereich.
  • „Gottesdienst“ ist „Brimborium“ und „Miteinander“.d.h. Menschen lieben feierliche, unverständliche Rituale, die nichts mit ihrem Alltag zu tun haben und die sie gemeinschaftlich erleben.

Warum denn dann die Gebete, welche z.B. die Dämonen betreffen, eliminieren, wenn sie zu dem „Gesamtpaket-Feierlichkeit“ gehörten? Kein Mensch kennt sie oder fast niemand achtet auf sie und erst durch die Eliminierung stellt man sich Fragen. Es ist doch recht unwahrscheinlich, dass jemand das ganze Jahr auf eben diese Gebete wartet, wie auf das Exultet. Sie wirken also doch antidämonisch, sonst wären sie nicht von den Dämonen durch ihre Helfelshelfer rausgeworfen worden. Ja, ja, die „Liturgiereform“ war ein inside job, wie die Amerikaner sagen. Ebenso bei den Missale-Gebeten, d.h. bei den Kollekten, fielen, wie fleißig Rev. Cekada nachrechnete, ab 1965 die meisten vorkonziliaren Gebete weg. Die Statistik sieht nach Cekada wie folgt aus:

  • Von 1182 Gebeten fielen 760 völlig weg.
  • Von den 36%, die übrig geblieben sind, wurde die Hälfte geändert, bevor sie ins neue Missale aufgenommen wurden.
  • Nur 17% der alten Gebete fanden den Weg ins neue Missale.[3]

Was war das Kriterium? Das, was die „Reformer“ die „negative Theologie“, aber nicht im traditionellen Sinne, nannten. Sie verstanden nämlich darunter:

  1. Die gefallene Natur.
  2. Macht der Welt und der Dämonen.
  3. Gottes Zorn.
  4. Ewige Strafe
  5. Etc., etc.[4]

Alles das also, was sich für die heutige Welt und für die Mentalität des modernen Menschen negativ anhört, daher der Terminus „negative Theologie“ und nicht wie bisher dahingehend verstanden, dass man über die Eigenschaften Gottes an der Schöpfung gemessen eher negativ als positiv reden kann. Gott ist also un-begrenzt, un-sichtbar, un-ermäßlich, un-sterblich etc., d.h. ihm eignen eher negavite als positive Attribute.

Wir wollen an dieser Stelle nicht ins Detail gehen, wollen aber dadurch die These beweisen, dass wir alle, da wir die Lehre von der gefallenen Natur in der Liturgie nicht hören, weil sie eliminiert wurde, um diese Wahrheit entweder nicht wissen oder sie nicht ausreichend präsent vor Augen haben.

Es gibt also die Erbsünde und es gibt die Mächte der Finsternis, welche, aufgrund der Erbsünde eben, von der nur die Mutter Gottes ausgenommen war, ein einfaches Spiel mit uns haben. Deswegen ist das Böse für den gefallenen Menschen, der sozusagen seine Natur mit den Dämonen teilt, das Natürliche und Banale. Es ist der Weg des geringsten Widerstandes, der Weg nach unten.

[1] Cekada, Anthony, Work of Human Hands. A Theological Critique of the Mass of Paul VI, Philothea Press 2010, 224-234, insb. 225-228.

[2] http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-reform-of-holy-week-in-years-1951.html 5. (OHS 1956): Suppression of the prayers concerning the meaning and the benefits of sacramentals and the power that these have against the demon. (29) Commentary: […] The „concrete, daily Christian life“ of the faithful is then indirectly disdained a few lines later: „These pious customs [of the blessed palms], although theologically justified, can degenerate (as in fact they have degenerated) into superstition.“ (33) Apart from the poorly concealed tone of rationalism, one should note that the ancient prayers are deliberately replaced with new compositions, which, according to their authors‘ own words, are „substantially a new creation.“ (34) The ancient prayers were not pleasing because they express too clearly the efficacy of sacramentals, and it was decided to come up with new prayers. (MR 1952): The ancient prayers recall the role of sacramentals, which have an effective power against the demon („ex opere operantis Ecclesiae“ [“by the action of the Church as acting”). (35) […] The aim of the reformers, however, was to eliminate from this prayer, says Father Braga, (87) some inconvenient words that spoke of souls deceived by the demon and ensnared by the wickedness of heresy: „animas diabolica fraude deceptas“ and „haeretica pravitate.“

[3] Cekada, Work, 222.

[4] Mehr darüber in Cekada, Work, 219-245.

Amoris laetitia oder wie fühlt sich der profanierte Christus?

XAM74878 The Agony of Christ with the Virgin and St. John the Baptist c.1489-93 (panel) by Zafuri, Nicola (fl.1489-93) oil on panel 59.2x75.6 Kunsthistorisches Museum, Vienna, Austria Cretan, out of copyright

Dunkelheit über der Kirche

Es ist die Zeit der absoluten Dunkelheit der Kirche, worauf das diabolische Spektakel Fiat lux quasi prophetisch, denn der Teufel hat auch seine „Propheten“ anspielte. Wie wir uns erinnern können, wurde aus einer absoluten Dunkelheit auf die Fassade der St. Peter Kirche alles Mögliche projiziert, diesmal wörtlich gemeint, nur nicht das, was die Lehre Christi ausmacht.[1] Um die okkulten Symbole, die verwendet wurden, richtig zu deuten, bräuchte man eine theoretische oder praktische Unterweisung im Okkultismus, die wir nicht vorweisen können und daher bleiben für uns diese Zeichen geheimnisvoll, dennoch aber wirksam.[2] Es scheint, dass gerade am 8. Dezember die St. Peter Kirche und die Kirche insgesamt einem okkulten Ritual unterzogen wurde, welches eine vorbereitende Dunkelheit freisetzte. Worauf aber vorbereitend? Auf die unsägliche Adhortation Amoris laetitia, welche, wie Papst Franziskus selbst sagt, die Kommunion für „wiederverheiratete Geschiedene“ oder in der katholischen Terminologie ausgedrückt: für Ehebrecher, die in schwerer Sünde leben, möglich macht.[3]

Ziele von Amoris Laetitia

Bevor wir unsere argumentativen Geschütze aufstellen, um zu beweisen, dass der Papst Franziskus mit Amoris laetitia eine formale Häresie in forum externum begangen hat, ipso facto aufhörte ein Papst zu sein und von der Kirche als Häretiker abgesetzt werden sollte, wollen wir uns von der frommen und quasi mystischen Seite dem Problem nähern. Sogar Rorate caeli sucht Trost bei Privatoffenbarungen[4] und katholisches.info beim letzten anerkannten eucharistischen Wunder,[5] wieder einmal, nach Sokółka,[6] in Polen. Beides hängt zusammen, denn wir müssen uns fragen, was der eigentliche Zweck der päpstlichen Entscheidung ist. Wir sehen vorrangig drei Zwecke:

  1. Zerstörung der Kirche durch Teilung
    1. Die praktische Vorgehensweise wird an einzelne Bischofskonferenzen und Bischöfe delegiert, da die Adhortation im Ton „alles kann, nichts muss“ gehalten ist.
    2. Es ist vorauszusehen, dass die Bischofskonferenzen und Bischöfe verschieden entscheiden können oder gar werden.
    3. Die Entscheidung die Kommunion zu spenden oder nicht zu spenden bleibt jedem Priester „im Gewissen“ überlassen, was sicherlich zur Gewissensnot, Anarchie oder Aufgabe des Amtes führen kann.
  2. Verderbnis der Seelen und zwar:
    1. Der spendenden Priester, die eine Todsünde begehen, denn die Entscheidung Bergoglios ist häretisch, obzwar legal.
    2. Der empfangenden Sünder: sakrilegische Kommunion.
  3. Blasphemie, Beleidigung Gottes und Beleidigung des eucharistischen Christus.

Ad 3. Blasphemie und der eucharistische Christus

Beschränken wir uns bei diesem Beitrag nur auf den dritten Punkt. Was ist das Ziel des Teufels? Gott eins auszuwischen. Ist dies möglich? Nein, weil Gott Gott ist und für den Teufel als Geschöpft somit unerreichbar. Wen kann aber der Teufel erreichen? Die Geschöpfe. Daher zeigt uns das 12 Kapitel des Buches der Offenbarung (Off 12, 1-18) den Kampf des Drachens – des Teufels – mit dem Weib und ihrer Nachkommenschaft, was immer als die Kirche und ihre Mutter Maria und der irdischen Kirche identifiziert wurde. Der Teufel konnte auch Christus in seiner Göttlichkeit nicht angreifen, aber in seiner Menschlichkeit, hauptsächlich in der Passion Christi. Manche Mystiker und Begnadete haben gesehen, wie unbeschreiblich Grausam dieses Leiden war und wie sehr sich der Teufel dessen rühmte, was er mit der Menschheit Christi anrichten durfte. Ja, die Erlösung hat viel gekostet! Wir scheuen uns hier Privatoffenbarungen zu verbreiten, da der Schreiber dieser Zeilen eine Privatoffenbarungen-Sperre hat, aber bis auf die eine Erwähnung von Maria Valtorta, halten wir die Offenbarungen von Msgr. Ottavio Michelini, die in Jahren 1975-79 stattfanden,[7] für höchstwahrscheinlich übernatürlichen Ursprungs.[8] In diesen Offenbarungen sagt Jesus, dass er die Seelen der Gläubigen nicht in den Händen von schlechten Priestern lange lassen wird, da ihn diese Seelen in seinem Leiden so viel gekostet haben. Dies ist wohl wahr. Was diese Offenbarungen wahrscheinlich macht, ist die tiefe Traurigkeit des Heilands über den Verrat seiner Priester, mit denen er doch so stark ontisch, also wesenhaft sagt die Theologie, verbunden ist.  Liebt denn jemand noch den Herrn? Fragen wir an dieser Stelle.

Eucharistie theologisch und mystisch betrachtet

Wir müssen uns nochmals vor Augen halten, was die heilige Kommunion eigentlich ist. Das Konzil von Trient (Sessio 13 am 11.10.1551) lehrt:

„Wer leugnet, dass im Sakrament der heiligsten Eucharistie wahrhaft (vere), wirklich (realiter) und wesentlich (substantialiter) der Leib und das Blut zugleich mit der Seele und mit der Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und folglich der ganze Christus enthalten sei, dagegen behauptet, er sei in ihm nur wie im Zeichen (signo) oder im Bilde (figura) oder nur der Wirksamkeit (virtute) nach, der sei ausgeschlossen.“ (D 883 – DS 1651)

Dies bedeutet der ganze Christus, Gott und Mensch, der historische Christus, geboren von der Jungfrau Maria, gekreuzigt, gestorben, begraben, auferstanden, aufgefahren in den Himmel und gleichzeitig in der hypostatischen Union mit Gott dem Vater vereinigt, ist in der Eucharistie gegenwärtig. Die Kirche lehrt:

In der Eucharistie ist der lebendige Christus mit Fleisch und Blut, mit Leib und Seele, mit Gottheit und Menschheit gegenwärtig (D 874, 883 – DS 1636 f, 1651).

Deswegen hat Berengar von Tours, der an der Realpräsenz gezweifelt hatte, in seinem Glaubensbekenntnis, welches er als Zeichen seiner Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche auf dem 6. Römischen Konzil 1079 ablegte, folgendes ausgesprochen:

„Ich, Berengar, glaube mit dem Herzen und bekenne mit dem Munde, dass Brot und Wein, die auf den Altar gelegt werden, durch das Mysterium des hl. Gebetes und durch die Worte unseres Erlösers der Substanz nach verwandelt werden in das wahre und eigentliche und lebensspendende Fleisch und Blut Jesu Christi, unseres Herrn, und nach der Wandlung der wahre Leib Christi, geboren aus der Jungfrau, der für das Heil der Welt dargebracht am Kreuze hing und zur Rechten des Vaters sitzt, und das wahre Blut Christi, das aus seiner Seitenwunde geflossen ist, sind: nicht nur im Zeichen oder in der Kraft des Sakraments, sondern in der Eigentümlichkeit ihrer Natur und in der Wahrheit ihrer Substanz, wie in diesem kurzen Bekenntnis zum Ausdruck kommt, wie ich verlesen habe und ihr gehört habt.“ (D 355 – DS 700; vgl. NR 559)

Interessanterweise war die erste Zeit der eucharistischen Wunder eben die Zeit des ersten Eucharistiestreites um Berengar von Tours, wo vielen zweifelnden Priestern blutende Hostien erschienen. Und auch jetzt will Christus uns durch die eucharistischen Wunder sagen:

„Seht, ich bin wirklich da! Schändet mich nicht! Es ist kein Symbol. Ich bin es!“

Also Jesus Christus ist als Person, d.h. als Gott-Mench, in der Kommunion gegenwärtig, obgleich unter der eucharistischen Gestalt. Wir essen oder genießen, um es weniger drastisch zu formulieren, wirklich Christus und Er hat es selbst so gewollt! Er lebt und ist in der Eucharistie anwesend und zwar von einer gültigen Wandlung angefangen bis zur völligen, physischen Zerstörung der eucharistischen Gestalten. Es ist Gott und Mensch, den wir zu uns nehmen. Um welchen Augenblick des irdischen Lebens Christi handelt es sich denn? Wenn wir daran glauben, dass es nicht nur verklärte und aufgefahrene Christus ist, sondern auch der historische bis zu seinem Tod, dann ist ein Zeitpunkt auszumachen. Es handelt sich tatsächlich um den Augenblick des Todes, kurz bevor Ihm das Herz brach. Diese Sprache sprechen die eucharistischen Wunder. Der Befund von Legnica (Liegnitz) sagt:

„Die Gerichtsmediziner stellten fest, dass es sich um menschliches Gewebe eines Herzmuskels handelt. Der Zustand des Muskelgewebes sei dem einer Person vergleichbar, die gerade einen Herzinfarkt erlitten hat und im Sterben liege, so die Wissenschaftler.“[9]

sokolAndere Befunde sagen dasselbe, sogar die Blutgruppe stimmt in allen eucharistischen Wunder überein, was nicht weiter verwundert, denn es ist derselbe Gott-Mensch. Katholizismus ist also die wahre Religion! Gott wird nicht nur gegenwärtig, Gott wird auch als Mensch in jeder gültigen heiligen Messe gegenwärtig. Also es ist kein selbstgemachter Placebo Effekt, wie Luther es wollte, wenn man glaubt oder im Augenblick es Empfangs. Die Hostie wird objektiv und vom Subjekt unabhängig Fleisch Christi im Moment der Wandlung. Dies gilt analog natürlich auch für das Blut Christi. Für uns bedeutet dies die sakramental-realistische Anteilnahme an Christus, wir werden zu Christus, da wir durch sein Fleisch und Blut genährt werden, denn „man ist, was man ißt“.

Was bedeutet Kommunionempfang für Christus?

Aber was bedeutet dies für Christus? Er ist ja auch in der eucharistischen Gestalt als Person anwesend. Deswegen soll man nach der hl. Kommunion zu dem anwesenden Christus sprechen, denn man ist kurzzeitig körperlich und bis zur Todsünde moralisch und spirituell ein Tabernakel. Für Christus bedeutet der Kommunionempfang, dass er, abhängig von der Heiligkeit der kommunizierenden Seele, in einen Garten, eine schmutzige Wohnung oder in eine Kloake einzieht. Wenn er dazu gezwungen wird sich einem Menschen in Todsünde zur Nahrung zu geben, so fällt er in eine Kloake, in eine Wohnstätte der Dämonen und wird dadurch verunehrt. Leidet er denn? Als Gott nicht, als Mensch wohl schon, denn seine Menschheit ist in der Eucharistie ja auch vorhanden. Deswegen hat die Kirche es immer verboten Unwürdige, also Todsünder, zu Sakramenten zuzulassen, weil objektiv gesehen ein Sakrileg also ein „Raub an Gott“, „eine Schädigung Gottes“ stattfindet.

Der satanische Sinn des Sakrilegs

Kann man den Gott schädigen oder schänden? Den Gott-Menschen schon. Dazu dienen auch die satanistischen schwarze Messen, in welchen nicht nur die katholische, natürlich vorkonziliare Liturgie, umgekehrt und verlacht wird, in denen aber auch eine konsekrierte Hostie, also Christus unter der eucharistischen Gestalt, auf vielerlei Art und Weise geschändet wird. Um sicher zu stellen, dass es sich wirklich um Christus handelt, stehlen Satanisten Hostien aus den Kirchen, stehlen sie durch die Handkommunion oder haben leider auch eigene katholische Priester in ihren Reihen, welche Hostien gültig wandeln. Das eigentliche Ziel ist Gott zu schänden und da dies nicht geht, geht der Teufel und die Seinen gegen den eucharistischen Gott-Menschen vor. Sie sagen wohl sinngemäß:

„Schau, Du hast Dich den Menschen aus Liebe ausgeliefert. Wie dumm warst Du doch! Schau, was wir gleich mit Dir machen werden ….“

Da es auch bekehrte Satanisten gibt, die all diese drastischen Begebenheiten erzählen, die wir hier wirklich nicht wiedergeben werden, so können wir sicher sein, dass es genauso vor sich geht. In diesen Kontext ist auch der wachsende Kindesmissbrauch einzuordnen, welche auch ritueller Natur ist.[10]

XMN175261 St. Catherine of Siena (1347-80) after a painting by Francisco Zurbaran (1598-1664) (oil on canvas) by Allori, Cristofano (1577-1621); Musee de Picardie, Amiens, France; Giraudon; REPRODUCTION PERMISSION REQUIRED; Italian, out of copyright PLEASE NOTE: The Bridgeman Art Library works with the owner of this image to clear permission. If you wish to reproduce this image, please inform us so we can clear permission for you.Darüber aber mehr an einer anderen Stelle. Dies geschieht nicht seit gestern erst, denn schon im XIV. Jahrhundert sagte Christus der hl. Katharina von Siena (1347-1380), die mittlerweile zur Kirchenlehrerin aufgestiegen ist, dass unwürdige Priester seinen Leib wandeln, um ihn für Zauberei zu verwenden (Dialog über die göttliche Vorsehung, 126). Wir wollen diese Aussage, welche, soweit den seltenen Beweis für okkulte Praktiken und Hostienfrevel durch Priester  bietet, an dieser Stelle zuerst wörtlich und dann in unserer Übersetzung wiedergeben:

“E’ sonno alcuni che tanto sonno dimòni, che, non che essi abbino in reverenzia el sacramento e tengano cara la excellenzia loro nella quale Io gli ho posti per la mia bontá, ma essi, come al tucto fuore della memoria, per l’amore che avaranno posto ad alcune creature, e non potendo avere di loro quello che desiderano, faranno con incantagioni di dimonia e col sacramento che v’ è dato in cibo di vita, faranno malie per volere compire i loro miserabili e disonesti pensieri e volontà loro mandarle in effecto. E quelle pecorelle, delle quali essi debbono avere cura e pascere l’anime e i corpi loro, essi le tormentano in questi cotali modi e in molti altri, e’ quali Io trapassarò per non darti piú pena.”[11]

“Einige von ihnen wurden dermaßen zu Dämonen, dass sie keinerlei Ehrfurcht zu meinem Sakrament [der Eucharistie] haben und kümmern sich nicht um die Exzellenz [des Priestertums], welche ich ihnen durch meine Güte verliehen habe. Sie haben wie durch Wahnsinn jede Erinnerung daran verloren und zwar durch die Liebe zu den Geschöpfen, welche sie besessen hat, sodass, um das zu besitzen, was sie sich wünschen, veranstalten sie dämonische Beschwörungen mit diesem Sakrament (incantagioni di dimonia e col sacramento), welches als Speise des Lebens gegeben wurde, um ihre Begierden und erbärmliche und ehrlose Gedanken und Wünsche zu befriedigen und zu erfüllen.“

Aus diesem Zitat geht hervor, dass manche Priester Magier also Okkultisten waren und Leib des Herrn zu magischen Praktiken verwendeten, wobei, wie der nachfolgende Text, den wir ausgelassen haben, darlegt, es um schwarze Magie, also um Schadenszauber ging. Ähnliche Praktiken lassen sich auch bei der Beschreibung des berühmten Exorzismus von Loudun von Jean-Joseph Surin SJ herauslesen,[12] aber der hl. Katharina sagt es Christus selbst, wenn wir an diese Privatoffenbarung glauben. Ja, meine Damen und Herren, manche Priester waren und sind Okkultisten und Satanisten und es geht wohl dabei um eine satanische Umkehrung der Macht. Diese satanistisch-okkulten Praktiken haben sich kaum oder nicht gewandelt, da die Satanisten über einen strikten und stringenten Traditionsstrang verfügen. Diese Praktiken wären aber sinnlos und wirkungslos, wenn die Hl. Eucharistie keine „Macht“ besitzen würde, also nicht wirklich Leib und Blut Christi sein würde. Wie wir hier schon des Öfteren schreiben, haben die Okkultisten, Satanisten und Besessene einen sehr guten sensus fidei nur einen umgekehrten. Wie Pater Amorth selbst sagt,[13]  der es wohl aus der ersten Hand also von den Besessenen scil. von Dämonen weiß, gibt es im Vatikan selbst satanistische Sekten:

„Ja, auch im Vatikan gibt es Mitglieder satanischer Sekten.“ Und wer ist darin verwickelt? Handelt es sich um Priester oder einfache Laien? „Es sind Priester, Monsignori und auch Kardinäle!“[14]

Denn Rest können wir uns selbst zusammenrechnen. Auch im Vatikan finden satanistischen Rituale statt und es gibt dort Menschen, also „Priester, Monsignori und auch Kardinäle“, die über ein okkultes Wissen und den umgekehrten sensus fidei verfügen.

Wie man aus anderen Quellen weiß, die wir zwar nicht überprüfen können, aber welche eine recht stringente Geschichte erzählen,[15] müssen Satanisten, um weiterhin Geld, Macht und Ruhm vom Teufel zu erhalten, Satan opfern, denn es ist eine Religion, und zwar in diesem Sinne, dass sie etwas Sündiges und Abscheungswürdiges tun müssen, um

  • noch mehr Dunkelheit und Sünde in die Welt auszusenden,
  • selbst schlechter zu werden und sich so dem Teufel anzugleichen
  • und natürlich möglichst viele Menschen zu verderben, am besten so, dass sie es nicht wissen.

Deswegen ist es mit einer schlechten Tat nicht getan, man muss immer weitermachen. Die satanistischen Rituale, obwohl sie häufiger vorkommen als man denkt, sind dennoch örtlich und zeitlich begrenzt. Wie schafft man es denn Gott ständig und schwer zu beleidigen und seinen Sohn zu schänden und zu verunehren? Mit der sakrilegischen Kommunion und zwar seitens eines unwürdigen Priesters und eines unwürdigen Empfängers.

Wann ist ein Sakrament unwürdig?

Dem Thema der Würdigkeit (liceitas) des Sakraments wollen wir und woanders intensiver widmen. In diesem Beitrag wollen wir nur die spirituelle Sicht der Auswirkungen von Amoris laetitia näher beleuchten. Nehmen wir an, dass ein Sakrament gültig (valide) gespendet wird, also

  1. die Materie und die Form stimmen,
  2. es ist ein gültig geweihter Priester,
  3. er hat mindestens die Absicht, Intention, das zu tun, was die Kirche mit dieser Handlung tut.[16]

Zur Gültigkeit werden:

  • (i.) weder die Rechtgläubigkeit
  • (ii.) noch der Gnadenstand verlangt.

Dies bedeutet, dass die Sakramente eines ungläubigen im Konkubinat lebenden Priesters an sich gültig (valide) sind, dies bedeutet sie finden statt. Sie sind aber nicht würdig (licite) und deswegen soll man ohne Not, also bei Alternative, nicht diese Sakramente empfangen.

Zur Würdigkeit (liceitas) seitens des Priesters wird mehr verlangt. Wir werden die Würdigkeit hier anhand der Moraltheologie von Bischof Ernest Müller kurz referieren,[17] die als solche hier[18] eingesehen werden kann und sehr lesenswert ist.[19] Bischof Müller schreibt:

Minister ut licite ministret Sacramenta, (1) valide, (2) rite, (3) attente, (4) digne et (5) dignis ea conferre tenetur.[20]

Um die Sakramente würdig (licite) zu spenden, muss der Spender sie gültig (valide), dem Ritus gemäß (rite), würdig (digne) und Würdigen (dignis) spenden.

Was bedeutet aber etwas würdig (licite) spenden und empfangen? Es bedeutet so, dass sich die Gnade im Empfänger entfalten kann, dass er kein Sakrileg begeht und Christus eine würdige Wohnstätte findet. Damit die gültigen Sakramente das Kriterium der Würdigkeit (liceitas) erfüllen, müssen sie wie folgt gespendet werden:

  1. Gültig (valide),
  2. Gemäß dem Ritus (rite),
  3. Aufmerksam (attente)
  4. Würdig (digne)
  5. Würdigen (dignis)

Wir werden, wie bereits angedeutet, diese Punkte woanders ausführlich besprechen, weil wir den sehr ausführlichen Bischof Müller selbst aus dem Lateinischen übersetzen und mit dem ebenfalls selbst übersetzten hl. Thomas von Aquin und hl. Alfons Liguori  würzen müssen. Es hört sich nach viel Arbeit an und ist es auch.[21] Diese zu schreibenden Ausführungen werden uns beweisen, dass in unseren Kirchen deswegen ein so schlechte geistige Atmosphäre herrscht, welche viele, wie auch der Schreiber dieser Zeilen, wahrnehmen, weil liturgisch so viel schwer gesündigt wird. Denn die Missachtung all dieser Punkte ist objektiv eine Sünde, eine leichte oder schwere. In der Kirche wird durch die nachlässige und unwürdige Liturgie gesündigt. Es ist nicht nur nervend und nicht schön. Aber dazu an einer anderen Stelle.

Ad 1. Gültig (valide)

Dieser Punkt wurde bereits oben behandelt, sowie in unseren ausführlichen Kommentaren zu Dom Prosper Guéranger: Antiliturgische Häresie (3).[22] Findet überhaupt kein Sakrament statt und hat man es mit einer Mess-Simulation zu tun, dann ist es natürlich auch eine schwere Sünde seitens des Spenders oder in der letzten Zeit der Spenderin, Priesterin.

Ad 2. Dem Ritus gemäß (rite)

Dies bedeutet, dass der Priester die liturgischen Vorschriften einzuhalten hat. Wenn er dies mutwillig nicht tut, dann begeht er eine schwere Sünde.

Ad 3. Aufmerksam (attente)

Der Priester muss aufmerksam die liturgische Handlung verfolgen und kann sich freiwillig keiner Zerstreuung hingeben. Nach Ernest Müller, ist einer freiwillige Zerstreuung bei der Spendung der Eucharistie wahrscheinlich eine schwere Sünde und zwar aufgrund der hohen Würde dieses Sakraments.[23]

Ad 4. Würdig (digne)

Der Priester muss (debet) im Gnadenstand sein. Wenn er nicht im Gnadenstand ist, begeht er bei der Spendung des Sakraments und insbesondere bei der Feier der Hl. Messe eine Todsünde.[24]

Ad 5. Würdigen (dignis)

Er darf nur denjenigen die Sakramente spenden, die im Gnadenstand sind.[25] Weiß er, dass sie es nicht sind und zwar nicht nur aus der Beichte, so begeht er bei einer bewussten Spendung eine Todsünde, wie der Empfänger auch.

Sollten sich die Priester an die Bestimmungen oder eher die Möglichkeiten von Amoris laetitia halten, so begehen sie nach der katholischen Lehre, die sich nicht geändert hat, jedes Mal eine Todsünde:

  • Bei der Lossprechung eines nicht bereuenden und hartnäckigen Sünders (Wiederverheiratet Geschiedenen – WvG),
  • Bei der Kommunionspendung an einen Todsünder (WvG)

Für den WvG sieht es wie folgt aus:

  • Eine Lossprechung findet nicht statt, da er nicht bereut und keinen Vorsatz der Besserung fasst.
  • Es ist eine sakrilegische Beichte, also eine Todsünde.
  • Kommunionempfang in Todsünde ist eine Todsünde.

Bei der Kommunionspendung an WvG begehen der Priester und der WvG gleichzeitig eine Todsünde, wie bei Ehebruch ja auch. Wir werden also jetzt bei der Anwendung von Amoris laetitia mit einer Flut von Todsünden zu tun haben und Christus wird jedes Mal bei einer sakrilegischen Kommunion von seinem Priester geschändet, denn in eine sündige Kloake einer Seele in Todsünde geworfen. Dies passierte in der Vergangenheit oft verdeckt, wie jetzt viele, z.B. Kardinal Schönborn, zugeben.[26] Glauben diese Priester noch an etwas oder tun sie es bewusst, um Christus zu schänden?! Manche glauben an nichts mehr, manche sind Satanisten und begehen diese Sünden bewusst. Sie wollen möglichst viele verderben und die Sünde noch mehr über die Kirche und die Welt ausgießen. Denn was ist schändlicher als die Schändung des Leibes und Blutes Christi? All diese unwürdig Kommunizierenden essen und trinken sich doch den Tod und zwar den ewigen Tod! Und das ist nicht nur ihr Problem, sondern auch der Priester, die ihnen diese Kommunion spenden.

Es ist wirklich schrecklich und es gibt keine Bischöfe oder Kardinäle, die aufstehen. Welche Feigheit! Wo ist die FSSPX? Und jetzt wissen wir, warum das Vatikanum II und seine Änderungen so einfach durchgeführt werden konnte. Die Priester und Bischöfe sagten: „Wir mussten gehorsam sein“, dabei waren sie einfach zu feige. Obgleich man bei den Konzilsdokumenten eine orthodoxe Grundlinie erkennen kann, so kann man dies bei Amoris laetitia wirklich nicht mehr. Während man bei Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. auch orthodoxe Züge erkennen konnten und unserer Meinung nach wirklich vornehmlich und recht viele, so sind diese bei Franziskus Buona-sera-Bergoglio wirklich nicht mehr vorhanden. Welche Priester hat doch Jesus! Wie muss ihm das weh tun! Verraten und verlassen wie am Kreuz! Nur die Frauen und ein Jüngling sind bei ihm. Schrecklich.

„Wir haben in dieser Zeit weder Vorsteher noch Propheten und keinen, der uns anführt, weder Brandopfer noch Schlachtopfer, weder Speiseopfer noch Räucherwerk, noch einen Ort, um dir die Erstlingsgaben darzubringen und um Erbarmen zu finden bei dir.“ (Dan 3, 38)

[1] http://www.katholisches.info/2015/12/12/beleidigung-in-sankt-peter-fiat-lux-das-falsche-licht-verdunkelt-das-goettliche-licht/

[2] Eine mögliche Deutung findet sich hier: https://www.youtube.com/watch?v=4Sgct7SCbWg

[3] http://www.katholisches.info/2016/04/17/kommunion-fuer-wiederverheiratete-geschiedene-ja-oder-nein-papst-franziskus-ja-und-punkt/

[4] http://rorate-caeli.blogspot.com/2016/04/the-day-of-great-battle.html

[5] http://www.katholisches.info/2016/04/19/eucharistisches-wunder-im-niederschlesischen-liegnitz-anerkannt/

[6] http://www.kath.net/news/33367

[7] http://www.amazon.de/Stunde-gewollt-Offenbarungen-Priester-Gl%C3%A4ubige/dp/B001VTHBUQ

[8] http://www.kathpedia.com/index.php?title=Ottavio_Michelini https://en.wikipedia.org/wiki/Ottavio_Michelini

[9] http://www.katholisches.info/2016/04/19/eucharistisches-wunder-im-niederschlesischen-liegnitz-anerkannt/

[10] Interessierte mögen bei youtube: Satanismus in Deutschland eingeben.

[11] Originaltext befindet sich hier: http://www.ilpalio.siena.it/5/Personaggi/SantaCaterina/DialogoDivinaProvvidenza?C=126

[12] Es handelt sich um die Beschreibung des selbst involvierten Jean-Joseph Surin, welcher die Ursulinen von Loudun exorziert hatte. Sie wurden aufgrund eines Schadenszaubers eines Priesters Urbain Grandier besessen, welcher sich dadurch an einem Mitbruder Monsieur Mignon rächen wollte. Nachzulesen in einem sehr empfehlenswerten und erbaulichen Buch: Surin Jean-Joseph, Triomphe de l’amour divin sur le puissances de l’Enfer etc Science expérimentale des choses de l’autre vie 1653-1660, Grenoble : Million 1990, 11-17. Auch konsekrierte Hostien wurden dabei entwendet, fanden sich aber glücklicherweise wieder. Ebd., 30-33. Tja, auch vor dem Konzil war nicht alles golden.

[13] http://www.spiegel.de/panorama/uups-et-orbi-satanische-sekten-im-vatikan-a-527076.html

[14] http://www.katholisches.info/2010/03/06/der-teufel-die-kirche-und-die-exorzisten-padre-gabriele-amorth-erzahlt-aus-seinem-leben/

[15] Siehe https://www.youtube.com/watch?v=nqd5nbf-HvE Empfehlenswert The Black Child channel.

[16] Ausführlich behandelt unter: https://traditionundglauben.wordpress.com/2015/11/09/muss-man-da-wirklich-hingehen-oder-die-intention-bei-den-novus-ordo-messen/

[17] Müller, E., Theologia moralis. Liber III, Vindobonae [Wień] 18956, 143-147

[18] http://www.ultramontes.pl/muller_theologia_moralis.htm

[19] Müller, Theologia moralis, 143.

[20] Ebd.

[21] Für interessierte Lateiner, die sich nicht gedulden können, fügen wir dieses pdf-Dokument über die würdige Spendung und den würdigen Empfang bei: Theologia_moralis_Ernesto_Mueller_Liber_III_Vindobonae_1895(2)

[22] https://traditionundglauben.wordpress.com/category/liturgie/gueranger/antiliturgische-haresie/haresie-3/kommentar-zu-haresie-3/

[23] Müller, 143.

[24] Müller, 143-144.

[25] Müller, 148-152.

[26] http://www.katholisches.info/2016/04/18/bischoefe-und-priester-veranstalten-wettrennen-um-kommunion-fuer-alle/

Gregory DiPippo, Compendium of the Reforms of the Roman Breviary, 1568-1961: Part 3.2: 1529 versus 1568

sisters at night

Warum soll man zum Nachgebet der Matutin aufstehen? Hauptsache, um den Teufel auszutricksen, der als Macht der Finsternis in der Finsternis buchstäblich mehr Macht hat. Sehr viele besessene oder umsessene Menschen berichten, dass sie gerade gegen 3 Uhr oder genau um 3 Uhr Somme-oder Winterzeit aufwachen und von Alpträumen geplagt nicht aufwachen können. Warum gerade dann? Weil es die diabolische Verkehrung der Sterbestunde Christi ist. Deswegen, um dem Vorzubeugen, hielten schon die Wüstenväter Nachtwachen oder standen um 3 Uhr auf.  Es ist auch die praktische Möglichkeit alle 150 Psalmen am Tag zu beten oder den schwierigeren Teil bei einer absoluten Ungestörtheit zu beten.  Sollten Sie manchmal um diese Zeit aufstehen, so werden Sie merken, dass Sie wirklich hellwach sind und für eine kurze Zeit über eine sehr hohe Konzentration verfügen. Deswegen wachten manche Orden für die Matutin auf und legten sich dann schlafen, andere wachten frühmorgens auf und beteten mit der Matutin auch die Laudes. Auch heute wird es so gehandhabt. Es ist das ungestörte Gebet für die Welt, welche meistens gerades in der Nacht sündigt. Die Matutin mit ihren drei Nokturen im Tridentinischen Brevier stellt das zeitlich umfangreichste Gebet dar. Sie dauert zwischen 40 Minuten und 60 Minuten beim zügigen Beten ohne Gesang. Gerade dort gibt es die schönsten Lesungen und die wervollsten Kommentare der Kirchenväter. Diese Texte bleiben auch länger hängen, weil sie zuerst gebetet werden. Denn dann kommt der Tag mit seinen Zerstreungen und Eile. Daher die Matutin in der Nacht oder frühmorgens beten.

Part 3.2: 1529 versus 1568

Matins readings of the pre-Tridentine Breviary

In the Breviary of 1529, as in other medieval Breviaries, the readings are arranged in various ways according to the various liturgical days and seasons. On Sundays, the readings of the first nocturn are taken from the Sacred Scriptures; the order in which the books are read (Isaiah in Advent, St. Paul after Epiphany, etc.) dates back to the 7th century. In Advent and Lent, the second nocturn has readings from the Church Fathers appropriate to the season, but on most Sundays, the Scriptures of the first nocturn continue into the second. In the third nocturn, a homily from the Fathers is read on the Gospel of the day. On the ferias, the office of Matins has only one nocturn, and the readings are taken from the same Scriptural book (or group of books) that was read on the preceding Sunday. The exception to this is Lent, when every day of the week has its own proper Mass and Gospel; each of the Lenten Gospels has its own homily at Matins, and therefore, no Scriptural readings are provided for the weekdays of Lent.

On most feasts of the Lord, on the other hand, there is no Scripture in any of the nocturns. Instead, a sermon on the feast is begun in the first nocturn, and continued in the second, followed by a homily on the day’s Gospel in the third. In the Breviary of 1529, only Christmas and Epiphany are exceptions, having readings from Isaiah in the first nocturn. The octave of Epiphany, and the other feasts of the Temporale, (Easter, Ascension, Pentecost, Trinity and Corpus Christi, as well as their octaves) all have sermons and homilies, without any Biblical readings at all at Matins.

Some major feasts of the Saints, such as the Assumption, follow the same arrangement as the feasts of the Lord, with a sermon in the first and second nocturn, and a homily in the third. On most of them, however, the life of the Saint usually provides all three readings of a minor feast, and at least the first six (out of nine) on a more important feast. If there are six such readings from the life of a Saint, a homily on the Gospel of the feast is read in the third nocturn, but in very many cases, the life of the Saint occupies all nine of the readings at Matins. If the feast has an octave, the same pattern is generally observed on all eight days of the feast. The office of the Nativity of Mary is a very unusual exception; on the feast itself and each day of its octave, the Canticle of Canticles is read in the first nocturn.

Since the practical effect of this is that the Scriptures are rarely read at Matins at all, being displaced by sermons and the lives of the Saints, the 1529 Roman breviary provides very few readings from the Scriptures. For example, only one reading from the book of Isaiah is given for the ferias of the first week of Advent, and only one for the second; more readings are provided for the third and fourth week, since there are far fewer Saints to impede the ferial office. From Christmas Day to the octave of the Epiphany, only Christmas itself, the feast of St. Stephan and the Epiphany have readings from the Bible in the first nocturn. A similar situation holds for the time between the octave of Corpus Christi and Advent; the Scriptural readings provided for this period occupy a mere 37 pages of a 1460 page volume. In short, the pre-Tridentine Roman Breviary is heavily focused on the lives of the Saints and readings from the Church Fathers, and very much less focused on the Bible.

It is not, however, typical of pre-Tridentine breviaries. In other usages of the Middle Ages, the arrangement of readings provided for Matins was identical to that of the Roman use, although the readings themselves varied tremendously from one place to another. I have compared the 1529 Roman Breviary with roughly contemporary breviaries of Braga, Beauvais, Sarum, York, Salzburg, Bamberg, and the Dominican and Trinitarian Orders. Despite the fact that they all use the same system, in which the Biblical readings were frequently supplanted by other material, it is normal for a complete set of Scriptural readings to be provided for each day of the week.

Matins readings of the Tridentine Breviary

In the Pian Breviary, the most far-reaching change introduced is the new arrangement for the readings at Matins. Every office of nine readings, whether a Sunday or a feast day, is to have three from the Sacred Scriptures in the first nocturn. Scriptural readings are provided for every single day of the year, following the same ancient system present (in a much attenuated form) in the Breviary of 1529. The exceptions are ferial days which have a proper Gospel, such as those of Lent; on these days, no Scripture is provided, and the ancient custom of reading a homily at the nocturn is maintained. The very first rubric of the Pian Breviary indicates how notable such a change was; its fifth sentence reads, “In the first nocturn are read those readings occurring from the Scripture, which in the Office of the season has been distributed in such wise that some of it is read every day, even in an Office of the Saints.” (my emphasis)

Most Saints’ Offices borrow the readings of the first nocturn from the feria; if the feast is a simplex, having only one nocturn, at least the first reading, and usually the second as well, are taken from the daily Scriptural readings. Many feasts, including all those of the Lord, and all of the most important Saints’ feasts, have proper readings in the first nocturn, rather than those of the feria. This necessitated the creation of a whole new corpus of such ‘proper’ readings. In several cases, they are simply a longer version of the Epistle of the Mass; on the feast of Saint Andrew the Apostle, the first major feast of the year, the Epistle is Romans 10, 10-18, and this same passage is now lengthened (verses 4-21) to provide the readings of the first nocturn.

Although this arrangement had been used but rarely on feast days before the Tridentine reform, this change cannot be called a radical break with tradition. Rather, the well-established system of readings for major Sundays and a few major feasts is simply made the general system for the whole breviary. All Sundays are now to have a sermon from the Church Fathers in the second nocturn, commenting on the Scriptural readings of the first nocturn; this also necessitated the creation of a whole new corpus of readings from the Fathers. The ancient custom of having a sermon on the Gospel of the day in the third nocturn was left unaltered.

It should be obvious that this new arrangement is created as part of the Catholic Church’s response to the Protestant Reformation, which, at the time of the first promulgation of the Pian Breviary, had been going on for just over half a century. The early Protestants rejected the idea of tradition as a source of Christian belief, and claimed that all of the Church’s teaching should be grounded in Scripture alone. The breviary of 1568, based on a very ancient traditional model, everywhere associates the reading of the Sacred Scriptures with the great feasts of the liturgical year, the teaching of the Doctors of the Church, and the lives of the Saints, emphasizing the Catholic context in which alone the Scriptures can be properly understood.

Certain modifications to the corpus of sermons and homilies are also made in response to the new theology of the reformers. The most obvious example is the homily of the first Monday of Lent, on the Gospel of the day, St. Matthew 25, 31-46, in which Christ describes the rewards of the just and punishment of the unjust at the end of the world. In the 1529 Breviary, a passage is read from a homily falsely attributed to Saint Augustine, speaking of the joys of Heaven and the pains of Hell. The Pian Breviary substitutes for this a genuine passage from Saint Augustine’s book On Faith and Works in which the great Doctor (of whom John Calvin boldly stated “he belongs entirely to us,”) rejects the notion of salvation by faith alone. The substitution was also most likely motivated by awareness of the fact that the homily was not really by St. Augustine, which brings us to another problem in the revision of the breviary.

Many sermons and Saints’ lives which were well-known to and loved by the men of the Middle Ages, and inserted by them into the public prayer book of the Church, are not in fact the historical documents they purport to be. In the 16th century, a homily labeled as the work of a particular Saint, and discovered not to be genuinely his, was thought of only as a fraud, and as such could easily be attacked by the reformers. A classic case of such a ‘fraud’ is the sermon Cogitis me, in which Saint Jerome expounds his belief in the Assumption of the Virgin Mary to his friends Paula and Eustochium; in the breviary of 1529, it provided the lessons for the first and second nocturns of the Assumption and its entire octave, and it was read in almost all other medieval breviaries as well. The Dutch humanist Erasmus had demonstrated in his 1516 edition of Saint Jerome’s works that Cogitis me was not written by him; after much debate, it is now generally attributed to Saint Paschasius Radbertus. (786 – ca. 860) In the Breviary of 1568, it is substituted by passages from Saints Athanasius, John Damascene and Bernard, whose feast occurs during the octave of the Assumption. (Ironically, the sermon of Saint Athanasius chosen for the feast day itself is also not authentic, and was removed from the next edition. In a Wednesday audience last year, the Holy Father gave an interesting explanation of the problem of such falsehoods which is very much worth reading: http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/audiences/2008/documents/hf_ben-xvi_aud_20080514_en.html).

What does constitute a notable break with tradition, however, is the new arrangement of the readings from the lives of the Saints on their feast days. These readings are now conformed to the pattern of the Sunday nocturns; those of the first nocturn are always to be lessons from the Bible, and those of the third are always to be a homily on the Gospel of the Saint’s Mass. The lives of the Saints, which in earlier breviaries frequently occupy all nine lessons, are now confined to the three lessons of the second nocturn. If the feast is a simplex, it may have one or two readings from the life of the Saint, but never three, since at least the first must be given over to the Biblical lessons of the day.

To fit the lives of the Saints into the new arrangement required that nearly the whole corpus of them be completely reworked. This was in point of fact done, and not only by simple abbreviation of the earlier text. The humanistic scholars of the Italian Renaissance had long discussed possible revisions of the Breviary to correct its rough, late-antique and medieval Latinity; there were even cardinals in the early 16th century who read parts of their breviary in Greek or Hebrew, so as to avoid praying in the non-Ciceronian Latin of Saint Jerome. The Pian reform gives no space to such concerns in the other parts of the Breviary, but the Latinity of the Saints’ lives is dramatically changed.

In an anonymously written historical lesson on the Dedication of a Church, the 1529 breviary reads:

Constantinus… alios ut suo hortaretur exemplo, in proprio Lateranensi palatio ecclesiam in honorem Salvatoris mundi fabricavit, et basilicam appendititiam juxta in honore beati Joannis Baptistae.

(Constantine, in order to urge others on by his example, built a church in his own palace of the Lateran, in honor of the Savior of the world, and a basilica added on next to it in honor of blessed John the Baptist.)

This sentence is rewritten thus:

Constantinus… non solum edicto, sed etiam exemplo ad sacram aedificationem est cohortatus. Nam, et in suo Lateranensi palatio ecclesiam Salvatori dedicavit, et ei continentem basilicam nomine sancti Joannis Baptistæ condidit.

(Constantine, not only by edict, but also by example urged (them) on to sacred building; for in his palace of the Lateran, he dedicated a church to the Savior, and founded a basilica next to it in the name of Saint John the Baptist.)

‘Est cohortatus’ rather than ‘ut hortaretur’, ‘condidit’ rather than ‘fabricavit’, and especially ‘continentem’ rather than the very odd ‘appendititiam juxta’, are all improvements, if the Latinity of the ancient Romans is the criterion by which a text is to be judged, as it was for the scholars of that era.

By the 16th century, scholars were also aware of the fact that many of the Saints’ lives rested on rather shaky historical foundations. As has already been mentioned, the feasts of Saints Anne and Joachim, along with the Presentation of the Virgin, were dropped from the Calendar of 1568 altogether, since they derive from an apocryphal Gospel. St. Barbara, one of the fourteen Holy Helpers, was widely venerated in the Middle Ages as the patron Saint against sudden death. In the breviary of 1529, her legend transplants her native city, the one-time imperial capital of Nicomedia, from Asia Minor to Egypt, where she is converted to the Christian faith by the “most wise priest, Origen of Alexandria.” In the Tridentine breviary, she is reduced to a mere commemoration, although her feast continued to be celebrated on local calendars. The legend of Constantine quoted above states in the original version that the basilica in honor of John the Baptist was built “in the place where, having been baptized, he merited to be cleansed of leprosy.” This story of Constantine’s leprosy was already known to be quite untrue in the 16th century, and in the rewritten version of 1568, he is cleansed in baptism “from the leprosy of unbelief.” (In reality, Constantine was baptized on his death bed in Constantinople many years after leaving Rome.)

Such revisions are not entirely confined to the readings of Matins. A medieval legend of uncertain date attributes the foundation of the church of Saint Mary Major in Rome to a miraculous snowfall on the fifth of August, which indicated to a rich patrician named John where the Virgin wished a church to be built in Her honor on the Esquiline hill. The prayer of the pre-Tridentine Breviary and Missal which referred explicitly to the snowfall is dropped, in favor of a generic prayer from the Little Office of Our Lady, although the legend of the snow remains at Matins in a much rewritten form.

In an even more interesting example, the medieval antiphon of the Magnificat at first Vespers of Saint Agatha reads “Mentam sanctam spontaneam, honorem Deo, et patriae liberationem.” (A holy and willing mind, honor to God, and the liberation of the nation.) This antiphon is a grammatical fragment, consisting of 3 nouns in the objective case and their modifiers, with no verb and no subject. According to her legend, a marble plaque with these words carved upon it was laid on the newly-martyred Saint’s grave by a young man dressed in silken garments, who remained nearby until the sepulcher was closed, and then was never seen again, “whence there is no doubt that he was an Angel of God.” In the Middle Ages, these words were frequently carved on church bells, which were rung in times of danger, in honor of Saint Agatha, who has on numerous occasions saved the Sicilian city of Catania from the eruptions of Mount Etna. In the breviary of 1568, the Angel, the plaque and the antiphon are all removed.

The problem of historically false statements in the lessons of the Breviary was not tackled in full by the Tridentine reform, nor by the successive revisions of it. As noted above, the story of Constantine’s leprosy was allegorized, while the inaccurate account of his baptism remained. Until 1941, the Roman Breviary continued to repeat the late and manifestly false identification of the first bishop of Paris with Denis the Areopagite, who was converted by Saint Paul in Acts 17, and to acknowledge him as the author of the 5th century corpus of writings which passed as authentically his throughout the Middle Ages. (The discourse of the Holy Father linked above deals specifically with the problem of Saint Denis.) In the post-Tridentine period, false legends of the Saints multiplied endlessly in local breviaries in France, giving rise to the famous French expression, ‘mentir comme une deuxième nocturne,’ – to lie like a second nocturn, the equivalent of ‘to lie like a rug.’

Writing a propos of later, more radical proposals for the reform of the Saints’ lives in the breviary, Fr. Pierre Batiffol offers the following quotation from his esteemed contemporary, the liturgist Dom Alexandre Grospellier: “It is, in my opinion, to form an erroneous idea of the breviary to require in it the scientific strictness of a collection of critical hagiography. Certain legends have become the inheritance of Christian tradition, not by virtue of their historical certitude, but because of their expression of lively and fervent piety in regard to the saints: they have influenced the way of thinking, feeling and praying, on the part of our forefathers, and they come to us charged with a spiritual life which is indeed sometimes characterized by simplicity, but often full of power, and almost always able to touch the heart. These legends, therefore, belong to the history of the Church just in the same way as legendary lays and ballads belong to the history of nations. It would be something like vandalism to banish them altogether from the book of public prayer, even as it would be vandalism to break the painted windows of cathedrals or tear the canvases of early masters, on the ground that the representations in those windows or pictures are not accurate historical documents like a charter or a monumental inscription.”

— Copyright (c) Gregory DiPippo, 2009

Warum Amoris Laetitia veröffentlicht wurde – Um die Seelen zu verderben

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Natürlich arbeiten wir daran die unsägliche Amoris Laetitia durchzulesen und anschließen zu bewerten. Da das Lesen von 272 Seiten dauert und die Vorbereitung eines theologischen Gutachtens sui generis ebenso, so bitten wir alle Leser nochmals oder zum ersten Mal sich die folgenden Einträge durchzulesen.

  1. Herbstsynode 1
  2. Herbstsynode 2
  3. Herbstsynode 3

Welch eine unsägliche Sünde! Es geht darum Gott noch mehr zu beleidigen und die Rest-Katholiken zu erledigen. Es wird also wieder einmal in der Nachkonzilsmanier die Sünde im Nachhinein legalisiert und gut geheißen. Wir hatten es mit:

  • Handkommunion,
  • Ministrantinnen,
  • und vieles mehr.

Jetzt fällt wohl noch das Zölibat, welches auch graduell zu erreichen ist, da es im Konkubinat auch subsistiert. Die Leute, die hinter diesen Änderungen stecken sind ja viel zu jung, um hinter Bugnini und Co. gesteckt zu haben. Es sind wohl ihre Schüler und dieselben Dämonen. Wir haben jetzt auf dem päpstlichen schnellen Weg das Dritte Vatikanische Konzil. Gott erbarme sich unser!

Die Banalität des Bösen. 2: Die Banalität der Sünde

Versuchung-Christi

Die Banalität der Sünde

Das Böse ist banal und die Sünde ist banal. Viele Beiche hörende Priester in Ländern, wo die Menschen noch beichten, berichten, dass sie manchmal im Beichtstuhl einschlafen, weil die Sünden dermaßen langweilig sind und einander so sehr ähneln. Manche berichten sogar von dem gleichen Tonfall der Beichtenden, in etwa als würden sie sagen: „Zu Gefahren und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker“. Der Banalität der Sünden scheint die Banalität des Tonfalls und die Banalität der Einstellung seitens der Beichtenden zu entsprechen. Dabei ist hierzu zu bedenken, dass, wie der hl. Philip Neri sagte, versucht der Teufe zuerst den Sünder von der Harmlosigkeit der zu begehenden Sünde zu überzeugen, nach der Tat stürzt er ihn wegen derselben Sünde in Verzweiflung. Ein ehemaliger polnischer Oppositioneller und der spätere Minister für Arbeit Jacek Kuroń, der seit 1968 eigentlich ständig im Gefängnis saß, sagte einmal, dass nur die schwachen Menschen schlecht sind, denn es erfordert sehr viel Stärke, um gut zu sein. Dies stimmt, denn bonum, das Gute, ist meistens ein bonum arduum, also ein schwer erreichbares Gut, was wir aus unserer Reihe über die Acedia schon wissen. Kuroń sagte auch, dass die Menschen die schlimmsten Taten aus Angst heraus begehen, was wohl auch stimmt. Man hat Angst die Arbeit zu verlieren, für die Familie nicht sorgen zu können, irgendwie zurück zu bleiben, keine Karriere zu machen und man begeht die schlimmsten Taten.

Unsere Geistlichen und Bischöfe wollen doch auch dazugehören und nicht wie „fundamentalistische Frömmler“ abseitsstehen und daher heißt das Schlagwort: „Miteinander“, mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen. The Goodfellows, die Jungs von der Gang, wie auch immer diese Zugehörigkeit auch heißt. Eine gute Freundin des Schreibers dieser Zeilen hatte einmal eine außereheliche Affäre mit einem Fahrer der Mafia, welche sich auf die Rückgewinnung von schwer einforderbaren Schulden spezialisierte.  In Ländern, in denen es kein funktionierendes Rechtssystem gibt, gibt es leider diese Dienstleister und Menschen, die in ihrer Not sich an sie wenden, weil sie auf den gerichtlichen Weg nichts erreichen. Wie auch immer, dieser Mafia-Fahrer, obwohl Mitte 30, dachte und handelte immer noch wie ein Heranwachsender, weil es in dieser „Beziehung“ immer nur um „die Jungs“ ging, also um andere Mafia-Mitglieder und Kollegen. Es handelte sich aber aus seiner Sicht um keine Vorwände, sondern für diesen recht einfachen Mann, hatte das, was die Gang gerade machte und zwar nicht nur beruflich, sondern hauptsächlich privat, immer die höchste Priorität.  Dem Schreiber dieser Zeilen gelang es, da andere Argumente nicht halfen, seiner Bekannten diese Beziehung dadurch auszureden, indem er sagte, dass dieser Mann niemals erwachsen werden wird und niemals irgendwelche Verantwortung übernehmen wird, weil im Alter von 15 bis 16 Jahren steckengeblieben ist, in welchem für viele normale männliche Jugendlich es tatsächlich die höchste Priorität darstellt, was die anderen Jungs tun oder denken.  Und deswegen entscheidet darüber, ob man ein Mafioso, ein Geheimdienstler oder ein Mitglied einer Geheimgesellschaft, welche auch einer Firma ähneln kann, werden kann, das psychologische Profil des Kandidaten. Es ist jemand, der immer noch ein unsicherer Junge ist, für den die anderen „Jungs“ seine einzige Familie darstellen, der er absolut alles verdankt. So jemand stellt einen perfekten Kandidaten dar, da er permanent emotional abhängig und daher erpressbar ist. Dieses Profil erklärt leider auch die verschiedenen, destruktiven Lobbies in der Kirche, hauptsächlich die Homo-Lobby.  Denn die Jungs, welche die „Jungs“ und einander „lieben“, unterstützen einander doch sehr. Aber eigentlich ist es sehr banal sich als Erwachsener wie ein Heranwachsender zu gebärden, sehr banal ist auch der homosexuelle Jugendwahn, der wahrscheinlich auch daher resultiert sich der Beute des männlichen Jugendlichen anzugleichen.

Aber wie wird man so? Wahrscheinlich liegt bei Missbrauch eine Persönlichkeitsstörung oder die höchste Form des Machtmissbrauchs vor. Bei den wenigen wissenschaftlichen Studien, welche der Schreiber dieser Zeilen zum sexuellen Missbrauch in der Kirche, aber auch zum priesterlichen Konkubinat gelesen hat, wird fast allen Beteiligten eine narzisstisch-unterentwickelte Persönlichkeitsstörung bescheinigt, wie eben diesem Mafia-Fahrer, man ist nichts, die Jungs sind alles und manche Jungs finden sich mit anderen Jungs zusammen, um sich im Bösen zu decken und zu unterstützen. Es ist schon recht einsichtig, dass ein ungebildeter Mann aus einer schlimmen Gegend nicht viele Chancen hatte, um seine Persönlichkeit zu entwickeln, aber bei Priestern lag entweder eine Persönlichkeitsstörung schon am Anfang vor und sie hätten gar nicht geweiht werden dürfen oder sie wurden so mit der Zeit, weil sie überhaupt kein geistliches Leben pflegten und ihnen keine Grenzen gesetzt wurden. Der Schreiber dieser Zeilen stellte sich oft die Frage, wie es möglich ist, dass ganz normale Menschen in manchen Situationen zu schrecklichen Taten fähig sind, z. B. das Dritte Reich, der Balkankrieg, RAF-Terrorismus, islamischer Terrorismus, sexueller Missbrauch durch Priester etc. Es scheint, dass immer gleichzeitig zwei Faktoren auftreten müssen:

  1. Die intellektuelle Rechtfertigung der Tat, in der das Böse als das Gute oder als etwas Tolerierbares dargestellt wird.
  2. Die Gewissheit ungestraft davon zu kommen.

Wird in einem gesellschaftlichen System, wie in der Terrorzeit des nachrevolutionären Russlands oder der Roten Khmer etwas per se durch die Revolution gerechtfertigt, so ist man wirklich sicher davonzukommen. Da, nach den amerikanischen Statistiken, die meisten Missbrauchsfälle in der direkten Nachkonzilszeit stattgefunden haben und sozusagen durch die Macht der Gewohnheit fortgeführt wurden,[1] so konnte dies in solch einem Ausmaß deswegen stattfinden, weil jegliche moralischen Schranken für die Täter zusammengefallen sind und die Sicht der Sünde sich immer weiter bis zur Nichtigkeit verschoben hat. Und daher konnte neulich ein französischer Bischof auf die Frage, ob Pädophilie eine Sünde sei, antworten, dass er es nicht sagen könne.[2] Denn, wenn liturgisch und doktrinär alles machbar ist, siehe Amoris laetitia, dann ist ja buchstäblich nichts mehr heilig. Und so schaute man, wie weit man gehen konnte. Und da die Bischöfe es wussten und nicht straften, so machte man weiter und tut es heute wohl auch. Auf katholisches.info gibt es den gut informierten Poster mit dem Pseudonym Adrien Antoine, der diese Zustände in Belgien beschreibt und auch in Deutschland ist es nicht anders.[3]  Wie konnte es dazu kommen? Vielleicht suchten sich viele Kleriker einen besonderen Kick für ihre banale Existenz und mit der Zeit wurde das Böse zu einer selbstverständlichen Banalität. Von der Banalität zum Bösen, vom Bösen zum Banalen.

Natürlich wird sich in diesem Kontext die Frage stellen, ob wir Kindesmissbrauch durch Kleriker für banal halten, im Sinne von

„keine Besonderheit, nichts Auffälliges aufweisend; alltäglich, gewöhnlich“[4].

Nein, wir tun es nicht und für keinen Menschen, der sich wenigsten im Raster der Gültigkeit der Zehn Gebote befindet, ist solch eine Tat überhaupt vorstellbar. Aber für die Täter, welche sich vorher jahre- oder jahrzehntelang in der Welt der eigenen, durch Porno-Konsum genährten, Phantasie aufhielten, werden die daraus resultierenden Taten nach und nach tatsächlich banal, denn selbstverständlich. Das Böse wird so böse und es geht in die eigene Natur über, dass es banal wird.

Wir werden Amoris laetitia noch wirklich eingehend besprechen, wenn wir diese unsägliche Adhortation erstmal zu Ende gelesen haben. Was dort aber besticht ist das Fehlen des Sündenbegriffes, der objektiven Norm, an dem sich das subjektive Gewissen ausrichtet. Wer hat denn keinen Sündenbegriff? Jemand, der jahrzehntelang in einer schweren Sünde lebt, für den mit der Zeit die Sünde zur banalen Normalität wurde. Leider muss es bei Papst Franziskus diese der Fall sein und bei seinen ghostwritern auch, die leider allersamt einen sehr homosexuellen-gnostischen Eindruck machen.  Wie alle Narzissten wollen sie den Anderen an ihrer eigenen Sünde Anteil geben, indem sie alles für möglich erklären, wenn es mit dem eigenen Gewissen vereinbar ist. Und was ist damit schon nicht vereinbar? Und was wollen sie damit sagen: sei böse-banal, sei wie wir, nicht besser und nicht anders. Die Sicht der Dämonen.

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/John_Jay_Report#Factors_contributing_to_the_abuse_problem

[2] http://www.katholisches.info/2016/04/06/ist-paedophilie-suende-ein-bischof-weiss-keine-antwort/

[3] http://www.katholisches.info/2013/05/11/die-grose-krise-der-katholischen-kirche-in-belgien-in-entchristlichtem-land-lebt-es-sich-gefahrlich/ http://www.katholisches.info/2015/08/17/bruegge-in-westflandern-ein-bistum-in-schnappatmung/ http://www.katholisches.info/2015/09/07/bischof-johan-bonny-antwerpen-freundlich-laut-bei-homo-still-bei-paedo/

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Banal

Stabunt iusti oder nach dem Supergau von Amoris laetitia

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Die Liturgie gibt uns den Rhythmus vor, die Liturgie hält uns am Leben. Heute am 14.04 feiert die Kirche (nach dem vorkonziliaren Kalender) das Fest des hl. Justins, des Märtyrers, eines Philosophen, des ersten christlichen Philosophen und den Patron der Philosophen.  Er kam, so die zweite Nokturn des Tridentinischen Breviers, nach philosophischen Wirrungen zum Glauben.[1] Dennoch war die Philosophie seine erste Liebe (philosophiae amore correptus est). Nachdem er den Irrtum der falschen Weisheit erkannte (fallacem tantum sapientiam erroremque reperisset) traf er einen Greis, der ihn über die wahre Weisheit belehrte, sodass er die wahre Philosophie des christlichen Glaubens umfing (verae christianae fidei philosophiam amplexus est). Soviel sagt, paraphrasiert, die heutige Matutin-Lesung. Wir haben hier eine Geschichte vom intellektuellen Suchen und Finden der Liebe, die Liebe zur Weisheit, welche in den Glauben mündet.

Justin war ein wahrer Philosoph, kein Amateur, was ihm auch neidlos weltliche Philosophiehistoriker zugestehen. Seine Werke zeugen von profunder Kenntnis des Platonismus, Heraklitismus und der Stoa. Er ist es, welcher die Theorie von logoi spermatikoi also den Samenkörnern des Logos entwickelte, also diesen Samen der Wahrheit, des Logos-Christus, welche auch den Heiden bekannt waren. Er ist es auch, welch den heraklitisch-stoischen Logos, der das All erschaffen hat und erhält mit Christus identifizierte. Bei Justin finden wir also die allererste Logos-Christologie und die ersten Überlegungen zu der Dimension der Gottheit Christi. Die Werke von Justin, die sich auch in der Bibliothek der Kirchenväter einfinden, sind sehr lesenswert.[2] Wie wurde aber Justin der Philosoph zu Justin dem Märtyrer? Er wurde vom Philosophen-Kollegen Crescentius, einem Kyniker und wohl auch Zyniker, angezeigt ein Christ zu sein und erlitt das Märtyrium. Wir wissen wenig über Crescentius und den tatsächlichen philosophischen Disput der beiden. Aber Crescentius war als Kyniker der Vertreter eines reinen Relativismus, weswegen Kyniker als Anarchisten par excellence nicht gerne von den anderen philosophischen Strömungen, aber auch nicht vom römischen Staat gern gesehen wurden.

Was in diesem Kontext auffällt, ist die Tatsache, dass in dem ungetrübten Pluralismus des römischen Reiches, welches jede mögliche Religion gleich nach Rom importierte und „inkulturierte“, wie man wohl deuterovatikanisch sagen würde, die religiöse Toleranz für Christen nicht galt. Christen waren aber nicht die einzigen Monotheisten, es gab auch Juden. Warum wurden aber nur Christen gezwungen, entgegen ihren Bräuchen, den Staatsgöttern zu opfern und die Juden nicht, wenigstens nicht um das Jahr 165 als Justin starb? Eine interessante Frage, welche geschichtlich nicht ohne weiteres erklärbar ist. Wegen des Absolutheitsanspruchs des Christentums? Das konnten aber die Heiden in so einer frühen Zeit, welche die christliche Lehre nicht kannten, denn als erster schrieb ja Justin seine Apologie, nicht wissen. Die Apologeten schreiben: fraus daemonica – die List der Dämonen als den wahren Grund, was wohl stimmt,  denn er Ausmaß des Christenhasses ist rational gesehen nicht erklärbar, weswegen die Aufklärung versuchte die Anzahl der Märtyrer und der Christenverfolgung zu relativieren und zu minimieren.

Justin wollte die absolute Wahrheit, die er durch Christus und in Christus erkannte, nicht den weltlichen Göttern des römischen Staates opfern. Er verfuhr also ganz anders als es Papst Franziskus mit der Adhortation Amoris laetitia und seinem sonstigen Lehramt tut.  Wir werden uns noch ausführlich der Adhortation widmen, welche, was wir jetzt schon leider sagen müssen, alle Merkmale einer formalen Häresie in forum externum trägt, aber vorher wollen wir uns etwas an der ewigen Liturgie laben, denn Papst Franziskus ist auch vergänglich.

Die Lesung der Laudes sagt heute folgendes:

Sap 5:1

Stabunt iusti in magna constántia advérsus eos qui se angustiavérunt et qui abstulérunt labóres eórum.

Weish 5,1

Es werden die Gerechten in großer Beständigkeit gegenüber denen stehen, die sich geängstigt haben und welche ihre Mühsale abgelegt haben.

Die Märtyrer, denn dies ist die Lesung der Märtyrerfeste, stehen also nicht nur wie ein Fels in der Brandung, sondern auch als Beispiel. Sie geben, denn Ängstlichen Mut. Es geht doch! Warum ängstigen sich denn die Anderen? Weil sie ihre Mühen (labores), den Arbeitsaufwand ihrer Heiligung abgelegt haben. Sie wollten das harte Training nicht. Sie sind der Acedia erlegen. Es ist wirklich im geistlichen Leben wie in den Märchen: das, was man sich an Mühen gespart hat, das bekommt man doppelt und dreifach zurück und zwar schon jetzt in diesem Leben, denn auf einmal braucht man Tugenden, die man sich niemals angeeignet hatte.

So beispielsweise die Tugend der Tapferkeit (fortitudo), welche zu ihrem Gegenstand (obiectum) das schwer erreichbare Gut (bonum arduum) hat. Hat sich aber jemand niemals mit seinen Ängsten gemessen und sie überwunden, denn dies muss man schon tun, dann wird er lebenslang ein Feigling bleiben. Wobei wir gleich bei unseren Kardinälen und Bischöfen wären. Papst Franziskus verbreitet Häresien und zwar im eigentlichen Sinne des Wortes. Er tut es mehr oder weniger seit Anfang des Pontifikats, aber mit Amoris laetitia tut er es direkt und unverhüllt. Es ist aber hauptsächlich die Pflicht der Kardinäle und nicht der katholischen Blogger gegen einen häretischen Papst vorzugehen. Regt sich denn jemand? Was haben sie schon zu verlieren? Ein Amt? Lieben sie überhaupt Christus, lieben sie die Kirche? Interessanterweise regen sich bei der Papst-Franziskus-Krise ausschließlich die Laien. Die sind aber finanziell viel weniger abgesichert als die Geistlichen es sind. Roberto de Mattei, Antonio Socci, die Macher von Rorate Caeli oder katholisches.info und andere. Wer bläst jetzt zum Sturm? Wird die Pietät eines Katholiken dem Papst gegenüber für die Entschuldigung für die eigene Feigheit dienen? Wie werden die Kardinäle und die Bischöfe dem richtenden Christus in die Augen schauen können?

Weish 5,1

Es werden die Gerechten in großer Beständigkeit gegenüber denen stehen, die sich geängstigt haben und welche ihre Mühsale abgelegt haben.

[1] http://divinumofficium.com/cgi-bin/horas/officium.pl

[2] https://www.unifr.ch/bkv/awerk.htm#Justin