Tradition und Glauben

Don Pietro Leone: Johannes Paul II, „Theologie des Leibes“ – eine Kritik. Einführung.

Einführung Amoris Laetitia fiel nicht vom Himmel. Diese Adhortation stellt leider den bisherigen Höhepunkt, im Sinne des objektiven Tiefpunkts, der nachkonziliaren Entwicklung dar, welche die Person von Papst Franziskus am deutlichsten darstellt. Es begann mit schwarzen Schuhen, „Nehmen Sie das Zeug weg, Karneval ist vorbei“, sagte er zu den Pontifikalgewändern,[1] „Wer bin ich, um zu urteilen?“, meinte er zur Homosexualität[2] und dann folgte vieles, vieles mehr. Mit dem Pontifikat des Papstes befassen sich mehr oder weniger hasserfühlt verschiedene Blogger,[3] so wollen wir diese Thematik anderen überlassen. Aber die Ideen, welche Amoris laetitia vorbringt, waren in der nachkonziliaren Lehre, auch des ordentlichen Lehramtes, d.h. in den offiziellen Aussagen der Päpste, in nuce schon vorhanden. War es schon damals Häresie? Nein, denn nicht jeder Unsinn ist gleich eine Häresie, sondern nur das, was der dogmatischen Aussage direkt widerspricht. Aber auch bei Johannes Paul II finden sich Aussagen, welche mit der kirchlichen Tradition nicht übereinstimmen und zumindest verwirrend sind. Wir stellen dazu eine eigene Übersetzung, welche von der Bloggerin Eugenie Roth angefertigt wurde, des Aufsatzes, welcher von Don Pietro Leones, einem traditionalistischen Priester, auf Rorate Caeli verfasst wurde. Um diesen wirklich ausgezeichneten Aufsatz verstehen und würdigen zu können, muss man aber vorher entweder mit der Theologie des Leibes von Johannes Paul II / Karol Wojtyla auf dem Laufenden sein oder die Darstellung dieser Theologie auf Englisch Theology of the Body for Beginners von Christopher West (Ascension Press, 2004), auf welche sich Leone bezieht, durchlesen.[4] Wahrscheinlich gibt es auch solche Darstellungen dieser Lehre von Johannes Paul II auch auf Deutsch, da wir aber von dieser Theologie des polnischen Papstes wenig halten, werden wir hierzu nichts empfehlen. Da Buch von Don Pietro Leone The Family Under Attack scheint hingegen wirklich ausgezeichnet zu sein, was man der dargestellten Zusammenfassung entnehmen kann und diese wollen wir wärmstens empfehlen. Es ist in den USA bei Amazon.com erhältlich und bei dem jetzigen Wechselkurs geradezu günstig.[5] Warum empfehlen wir hier fast ausschließlich englische Bücher? Weil sie gut und katholisch sind. Man muss auch wirklich neidlos anerkennen, dass Amerikaner einfach gut und kommunikativ schreiben und zwar in allen Disziplinen und nicht wie die deutschsprachigen Humanwissenschaftler und Theologen in der heideggerischen Rahnerisierung verhaftet bleiben. (Und was ist das, bitte? Heiße Luft, nichts mehr.) Wenn man etwas weiß, dann kann man es auch einfach machen und wenn man es nicht weiß, dann eben nicht. Der Schreiber dieser Zeilen hat auch einiges auf Deutsch und Englisch geschrieben und wartet aber bis sich ein seriöser Verlag mit guten Vertriebswegen an ihn richtet und der Wink mit dem Zaunpfahl ist hiermit getan. Er wurde auch während seines ganzen Studiums mit Johannes Paul samt seiner Theologie des Leibes geradezu gemartert, hielt sie irgendwie für schwülstig und zu blumig, hat sich kaum etwas davon gemerkt, weil es für ihn keinen Sinn machte, im Gegensatz zum Thomismus. Aber erst der Aufsatz von Don Leone machte ihm erst jetzt klar wie heterodox doch diese Ansichten von Johannes Paul II/Wojtyla sind. Sie sind gnostisch, pelagianisch und stellen leider eine ungesunde Wende in der Theologie dar und zwar der lehramtlichen, auf welcher Amoris Laetitia jetzt baut. Es stellt sich wirklich die Frage, ob diese Wende von niemanden in den Jahren 1979 bis 1984 bemerkt worden ist, von den ewig gramen Sedisvakantisten abgesehen. Wir wollen hier nicht sagen, dass Sedisvakantisten per se Aussätzige sind…

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