Tradition und Glauben

Worum geht es bei der „Theologie des Leibes“ wirklich? (3) Was ist Personalismus?

Was ist Personalismus? Nach der längeren Einführung zum katholischen Verständnis der Philosophie und zum Vorteil des Thomismus und der scholastischen Methode kann man sich wohl an dieser Stelle denken, dass die Wahl der Personalismus und Phänomenologie seitens Karol Wojtylas und des späteren Johannes Paul II keine gute Wahl war, welche die exakte Wiedergabe der traditionellen Inhalte der katholischen Lehre garantieren konnte. Dies ist tatsächlich auch der Fall. Was ist aber, in einfachen Worten ausgedrückt, eigentlich Personalismus und Phänomenologie? Um es ganz einfach auszudrücken: Es ist ein ständiges Kreisen um sich selbst und um die eigenen Bewusstseinsinhalte.   Die mehr philosophische Definition des Personalismus geben wir hier nach Stanford Encyclopedia of Philosophy an, da es die Amerikaner, im Gegensatz zu anderen Völkern, tatsächlich fertigbringen sowohl gelehrt als auch verständlich zu schreiben.[1] Personalismus von Lateinisch persona – die Person, ist eine philosophische Richtung des frühen XX Jahrhunderts, welche von Frankreich ausging und sich in Europa und den USA ausbreitete.[2] In Deutschland war der Personalismus aufgrund des unseligen kantischen und idealistischen Erbes Personalismus nicht so populär wie beispielsweise er in Polen war, wohin er über französische Vermittlung kam.  Personalismus sieht sein Hauptanliegen darin den Wert der menschlichen Person zu betonen, hochzuhalten und die menschliche Person als den Anfang aller philosophischen Untersuchungen anzusehen. Lesen wir die Kerndefinition des Personalismus nach der Stanford Encyklopedia of Philosophy: Personalists regard personhood (or “personality”) as the fundamental notion, as that which gives meaning to all of reality and constitutes its supreme value. Personhood carries with it an inviolable dignity that merits unconditional respect. Die Personalisten betrachten das Personen-Sein (oder die “Persönlichkeit”) als eine fundamentale Idee, welche als solche aller Wirklichkeit ihre Bedeutung gibt und welche ihren obersten Wert konstituiert. Das Personen-Sein beinhaltet eine unverletzliche Würde, welchem ein bedingungsloser Respekt gebührt.[3] Da wir hier an keine Fachphilosophen schreiben und…

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