Oktave Mariä Himmelfahrt

ascension-of-the-virgin-big

Bei all unseren gegenwärtigen Sorgen um einen häretischen Papst, der die Kirche mutwillig und systematisch zerstört, um die schweigenden und wohl ungläubigen Prälaten, um die subkutane islamische Invasion Europas und um all die anderen konkreten Alltagsprobleme, die keinem erspart bleiben, bleibt doch zu bedenken, dass es außer der veränderlichen und, wie Aristoteles sagen würde, sublunaren Welt es auch eine unveränderliche, supralunare Welt der unveränderlichen Werte, des immerwährenden und gleichbleibenden Gottes gibt. Dies ist die Welt, in welche uns die Liturgie wenigstens bis 1962 einführte und an der sie uns teilhaben ließ. Dennoch war die eigentliche Beständigkeit des Betens im Unveränderlichen eigentlich nur bis 1911, d.h. bis zur Brevierreform von Pius X.,  gegeben. Nichtsdestotrotz wurde bis zu der vorvorletzten Rubrikreform des Jahres 1955, welche den Kahlschlag vom 1962 und den endgültigen Kahlschlag des Vat. II mit seinem Brevier von 1970 vorbereitete, die Oktave der Himmelfahrt Mariens liturgisch im Brevier begangen. Der Schreiber dieser Zeilen schreibt bewusst nicht „gefeiert“, denn beim Wort „feiern“ kommt ihm das Schunkeln im Bierzelt in den Sinn, die Neue Messe mit dem obligatorischen „miteinander Gottesdienst feiern“, wobei die Aufforderung zur  Rettung der Wale niemals fern ist. Die liturgische Zelebration eines Festes, der geistliche Inhalte und Realitäten in sich birgt, die sich einem tatsächlich eröffnen, wenn man sie betet, ist doch etwas anderes als eine Feier, im Sinne einer exurbanten Freude, der sinnlichen Dinge. Denn geistlich ist nicht weltlich oder sinnlich. Ansonsten hätten wir den populären, nachkonziliaren Monismus des Allheitsbreis und der Allheitssuppe, in welcher in der letzten Zeit Papst Franziskus vorzüglich exerziert. Christentum ist nicht ausschließlich dualistisch, z. B. Gott-Welt, Geist-Fleisch, Sünde-Tugen, aber es ist es auch, weil man beim Dualismus beginnt, indem man entdeckt, dass sich Gott und seine „Dinge“ von den Dingen dieser Welt unterscheiden.

Dieser Inhalt ist nur für Tageszugang, Zugang 7 Tage, Zugang 14 Tage, Zugangsabo – zahlweise 30 Tage, Zugangsabo – zahlweise 90 Tage, Zugangsabo – zahlweise 6 Monate, Zugangsabo – zahlweise 1 Jahr, Mutti-Eremit-Abo – zahlweise 6 Monate und Ästheten-Liturgie-Abo-zahlweise 6 Monate Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren

Kommentare sind geschlossen.