Morgen am 12. Oktober um 6.30 die Tridentinische Messe für alle September-Wohltäter

Le Barroux Msza

 

Morgen am 12 Oktober um 6.30 Uhr wird in Le Barroux eine Tridentinische Messe zelebriert, in der:

  • aller Mitarbeiter der beiden Blogs
  • aller Wohltäter, welche vom 7. September bis zum 7. Oktober uns etwas gespendet haben, gedacht werden wird.

Unsere Wohltäter des Monats September sind:

Frau M.Z.

Frau B.D.

Herr L.Z.

Frau B.W.

Herr A.W.

Herr C.S.

Herr G.F.

Herr T. M.

Frau B.G.

Herr R.A. (Frau L.S.)

Frau A.R.

Herr Th.R

S.M.E

die unterstrichenen Initiale betreffen den deutschsprachigen Blog. Wie man sieht, ist die Liste der deutschsprachigen Wohltäter recht übersichtlich, sodass die Gnaden der Tridentinischen Messe sich nur auf wenige Personen verteilen werden.

 

Falls jemand Angst haben sollten, dass im Falle, dass er oder sie uns etwas spendet und in der Messe bedacht wird, sich der Teufel an ihr oder ihm rächen wird, so schreiben wir hier wahrheitsgemäß, dass er durchaus so sein kann, aber die ertragenen Leiden in keinem Verhältnis zu den zu erwartenden Gnaden stehen. Der Schreiber dieser Zeilen hatte am 11. September eine kanonisch reguläre Tridentinische Messe besucht (am 19. September war die Messe in Le Barroux) und schon am 9. September fingen sehr unangenehme und unerwartete Schwierigkeiten an, welche summa summarum bis zum 3 Oktober dauerten und wirklich sehr leidvoll waren.  Aber nach dem längeren Hagelwetter ging die Sonne wieder auf, die Situation hat sich sehr zum Vorteil und wohl auf Dauer verändert, eigentlich über das Erwartete und sozusagen das Investierte hinaus.

martyrs-lamb

In der Heimat des Schreibers dieser Zeilen sagt man, dass alles Gute mit Leiden gesühnt werden muss, was auch stimmt. Während dieser Probleme kam dem Schreiber dieser Zeilen der folgende Bibeltext in den Sinn, welcher im Tridentinischen Brevier an den Märtyrerfesten gebetet wird:

„Sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht.“ (Off 7, 14)

Es geht um die Märtyrer, welche in der Apokalypse des Johannes beschrieben werden. Das Lamm musste also bluten und zwar wörtlich, damit andere in diesem Blut ihre Gewänder, d.h. ihr Leben, reinwaschen können. Jemand musste also den Preis bezahlen, denn von Nichts kommt Nichts. Eine Vorstufe des Märtyrers ist aber der Bekenner (confessor), welcher zwar seinen Glauben nicht mit dem einmaligen Märtyrertod bezahlt, aber mit längeren Leiden, die über das ganze Leben verteilt sind. Deswegen ist es gut und billig und theologisch korrekt, dass wir für all das Gute mit Gottes Hilfe manchmal durch uns selbst der Welt auf die eine oder andere Weise zuteil wird, vorher „bluten“ oder mit verschiedenen Leiden bezahlen. Dies sagt auch der hl. Paulus:

„Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt.“ (Kol 1, 24)

Da wir Zellen im mystischen Leib Christi – der Kirche – sind, so ist es nur logisch, dass wir diesen Heiligungsprozess der Kirche auch durch Leiden, so Gott will, mitverursachen müssen. Besonders bei der traurigen Lage der jetzigen Kirche. Sollte sich jemand zu der hohen Berufung des Sühneleidens nicht berufen fühlen, so hat dies nichts zu sagen, denn es ist Gott, der beruft und wir können entweder mit dieser seiner Berufung mitwirken oder es lassen. Die Rechnung wird uns dann im Augenblick des Todes präsentiert werden: die Hölle und ewige Leiden, das Fegefeuer und vorübergehende Leiden oder der Himmel und ewige Glückseligkeit. Wir haben die Wahl und tragen die Konsequenzen.

Sollte jemand aber im Falle einer Spende an uns und der Tridentinischen Messe in Le Barroux Angst vor dem Teufel haben, so sagen wir hier, dass

  • der Teufel jemanden von außen (Katastrophen, Umstände, Menschen) nur dann angreift, wenn er von innen (Sünde, Versuchungen) es nicht mehr kann, diese Vorfälle also ein gutes Zeichen sind,
  • auf das lange Fegefeuer oder vielleicht die Höllenstrafe umgerechnet, es sich durchaus lohnt hier zu leiden, das ist besser als später in der Ewigkeit,
  • Gott lässt nur soviel zu, wie wir ertragen können (obwohl es uns manchmal anders vorkommt),
  • der Teufel soll von uns Angst haben und nicht wir vor ihm.

Vielleicht wissen nur wenige, dass der hl. Ignatius von Loyola sehr viele Teufelskämpfe zu bestehen hatte, was die nachkonziliaren Jesuiten leider verschweigen, und aufgrund dieser seiner Erlebnisse er erst in der Lage war seine Geistlichen Exerzitien samt der Geistesunterscheidung zu schreiben. Darin lesen wir auch:

DIE ZWÖLFTE. Der Feind verhält sich wie ein Weib; seine Kräfte sind schwach, aber er will gerne stark erscheinen. Denn wie es Weiberart ist, beim Streit mit einem Mann den Mut zu verlieren und die Flucht zu ergreifen, wenn der Mann ihr die starke Stirne zeigt, wenn aber der Mann zu weichen beginnt und den Mut sinken lässt, Zorn, Rache und Wildheit des Weibes übergroß und maßlos werden, so ist es auch dem Feinde eigen, zusammenzusinken und den Mut zu verlieren, so dass seine Versuchungen die Flucht ergreifen, wenn der Mensch, der sich in geistlichen Dingen übt, die starke Stirne gegen seine Versuchungen zeigt, indem er geradenwegs das Gegenteil tut; wenn hingegen der sich Übende anfängt, Furcht zu hegen und beim Ausstehen der Versuchungen den Mut zu verlieren, dann gibt es auf der ganzen Welt keine so wilde Bestie wie den Feind der menschlichen Natur, wenn er mit ausgewachsener Bosheit seine tückische Absicht verfolgt.

Was bedeutet es? Wenn wir vor ihm Angst haben, dann wird er noch wilder. Wenn wir uns ihm aber tapfer entgegenstellen, das Gegenteil tun, dann läuft er davon. Er kommt natürlich später wieder und versucht es von einer anderen Seite von Neuem. Aber es stimmt wirklich, mit dem Teufel ist es wie mit einem Kind: man muss konsequent sein, dann lernt er es. Dies betrifft auch die Menschen, welche vom Feind inspiriert sind: man muss sich ihnen auch tapfer entgegenstellen, dann laufen sie davon, was der Schreiber dieser Zeilen neulich wieder erfahren durfte.

Also, liebe Leserinnen und Leser, keine Angst haben, etwas spenden, sonst wird es nichts mit dem Wiederaufleben der Kirche. Und falls wir noch mehrere Päpste wie Franzikus haben werden, dann sind Sie dafür verantwortlich, weil sie weder im Praktischen (katholische Intiativen wie z.B. diesen Blog zu unterstützen) noch im Geistlichen (auf den Knien die Bußpsalmen auf Lateinisch beten) etwas dagegen getan haben. Die Rechnung erhalten Sie dann am Ende Ihrer Tage, aber durch uns sind Sie schon hiermit vorgewarnt. Wenn jemand nicht spenden kann, dann soll er wenigstens für uns beten, denn gebetet wird für die Mitglieder unserer Redaktion leider auch kaum. Ja, man kann tatsächlich die Gebete anderer Menschen spüren. Etwas, was man benutzt irgendwie zu vergelten, ist eine Frage der Gerechtigkeit – suum cuique reddere.

Und in diesem Sinne warten wir die nächste Le Barroux Messe ab. Berichte über Heimsuchungen und Katastrophen sind herzlich willkommen, aber alles hat auch ein Ende, wie bei Hiob oder der Wurst, die bekanntlich zwei Enden hat.

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8 Einträge zu „Morgen am 12. Oktober um 6.30 die Tridentinische Messe für alle September-Wohltäter

    • Leider nicht. Paypal ist nicht so schlecht, wie sein Ruf, wir haben Leser aus wirklich vielen Ländern und Kontinenten und für alle ist es schneller und günstiger es über Paypal zu machen, zumal es sich um kleine Beträge handeln.

      Öffnen Sie ein Paypal-Konto und wenn Sie nicht spenden können, dann beten Sie für uns.

      Gottes Segen!

  • „Wie man sieht, ist die Liste der deutschsprachigen Wohltäter recht übersichtlich, sodass die Gnaden der Tridentinischen Messe sich nur auf wenige Personen verteilen werden.“
    Liegt evtl. auch an den vielen polnischen Beiträgen und der kleineren deutschen Leserschaft 😉

    • Ja, daran liegt es sicherlich auch. Aber der polnische Blog ist älter, denn er besteht seit Januar 2014 und der deutsche oder deutschsprachige seit Mai 2015. Aber, was die Anzahl der Beiträge angelangt, so liegen wir ziemlich gleich. So z.B. Juni: polnischer Blog – 19 Beiträge, deutscher Blog 15 Beiträge, Juli: PL – 22, DE – 14, August – PL 21, DE – 13, September – PL 19, DE 18, Oktober – PL 9, DE 7. Die deutschsprachigen Beiträge sind aber oft viel länger als die polnischen und arbeitsaufwendiger, die z.B. die eigene Übersetzung des Briefes der 45. In unserem polnischen Blog haben wir es einfach kopiert, weil es schon jemand woanders übersetzt hatte. Wir haben tatsächlich dreimal soviel polnische Leser als deutschsprachige, denn es sind nicht nur Deutsche, aber insgesamt gibt es in DE, AT und CH, von Liechtenstein und Südtirol und anderen Ländern ganz zu schweigen doch mehr Katholiken auf dem Papier als in Polen mit 38 Milionen Einwohner. Es ist einfach so, dass es dermaßen wenige deutschsprachiche Katholiken gibt, die noch über katholische Identität, was wenigstens die Doktrin anbelangt, verfügen, dass wir uns am Anfang fragten, ob dieser deutschsprachige Blog überhaupt Leser findet: https://traditionundglauben.wordpress.com/2015/05/15/gibt-es-noch-katholiken-in-deutschland/

      Also die Spenden sind schon direkt proportional zu der Leserschaft. Vielleicht könnten wir etwas optimieren, aber wir sehen uns außer Stande täglich einen neuen Beitrag auf deutsch zu verfassen, denn wir sind keine Nachrichtenagentur.

      Der deutschsprachige Leser ist viel mehr am geistlichen Leben und viel weniger an Polemik interessiert. Reine Glaubensunterweisung hat es auf dem deutschsprachigen nicht gegeben. Hätten wir einen oder mehrere Übersetzer aus dem Polnischen, nach denen wir gesucht aber nicht gefunden haben, so könnten wir mehr auf Deutsch publizieren und so bleibt es vorerst wie es ist.

      Also die Rechnung: mehr deutschsprachige Beiträge – mehr deutschsprachige Leserschaft muss nicht unbedingt aufgehen, denn die deutschsprachige Leserschaft wurde sei 1965 dermaßen dezimiert, dass sie physisch kaum vorhanden ist oder vielleicht diesen Blog nicht entdeckt hat.

      Leider lernen wir nicht erst seit Papst Franziskus, dass dort, wo katholisch drauf steht, nicht unbedingt katholisch drin sein muss.

      Sie können aber angeben, welche Themen Sie sich mehr wünschen. Vielleicht lässt sich da was tun.

      • In die Blog Politik möchte ich mich nicht einmischen, da ich durch Ihren Blog und Katholisch.info meinen Horizont erweitern konnte. Dafür Danke ich Ihnen. Mich würde ein Beitrag über Engel freuen (: Vergelts Gott

      • Ja, der kommt irgendwann einmal, es sind 60 Seiten eines Crash-Kurses der Angelologie, nach Diekamp-Jüssen und zwar nicht frei, sondern recht wörtlich. Ich müsste mich klonen oder wir müssten mehr Mitarbeiter haben. Ich habe Gott um ein bestimmtes Zeichen gebeten den polnischen Blog ruhen zu lassen und mich nur dem deutschen Blog zu widmen, aber dies ist noch ausgeblieben. Ja, die deutschsprachigen Katholiken sind tatsächlich viel bedürftiger als die polnischen, was die einfache Glaubensverbreitung anbelangt. Die polnischen brauchen mehr intellektuelle Begründung, die deutschsprachigen brauchen überhaupt eine Verkündigung. Aber Gott wird es schon richten, vielleicht helfen die Engel mit.

  • Ein herzliches „Vergelt´s Gott“ an die Verantwortlichen in diesem Forum für die Gnade der heiligen Messe in Le Barroux. Ich denke das es für gläubige Katholiken sehr wenig Zufälle gibt und diese Möglichkeit ist kein Zufall. Die Zeit ist nicht gut in der wir leben und deswegen ist diese Gnade ein bemerkenswertes Angebot.
    Segne uns Maria!
    Per Mariam ad Christum.

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