Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe

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Evangelium des vierten Adventsonntags

Lk 3, 1 – 6 Das Auftreten des Täufers Es war im fünfzehnten Jahre der Regierung des Kaisers Tiberius. Pontius Pilatus war Landpfleger von Judäa, Herodes Vierfürst von Galiläa, sein Bruder Philippus Vierfürst von Ituräa und der Landschaft Trachonitis, Lysanias Vierfürst von Abilene. Hohepriester waren Annas und Kaiphas. Da erging der Ruf Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste. Er durchzog die ganze Gegend am Jordan und predigte die Bußtaufe zur Vergebung der Sünden, wie geschrieben steht im Buche der Reden des Propheten Isaias:

Eines Herolds Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, Macht gerade seine Pfade. Jedes Tal soll ausgefüllt, Jeder Berg und Hügel abgetragen werden; Was krumm ist, soll gerade, Was uneben ist, soll ebener Weg werden. Und alles Fleisch wird schauen das Heil Gottes.“

Betrachtung zum Evangelium des vierten Adventsonntags

Johannes predigt Buße.

Johannes, dieser Morgenstern, kam und verkündete den Tag des Lichtes, zeigte die neue Schöpfung! Erfüllet waren nun die Worte der heiligen Gottesseher. Israel, gedrückt durch die mächtigen Flügel des römischen Adlers, seufzte nach Rettung, setzte all sein Hoffen auf das Erscheinen des Messias. Aber leider, wie sonderbar wurden ihre Erwartungen getäuscht, da die Meisten wähnten, der erwartete Retter Jsraels würde, mit königlichem Glanz und Pomp umgeben, unter ihnen erscheinen, Israels gestürzten Thron in seinem vorigen Glanze wieder erheben. Da trat aber Jesus auf, arm an irdischen Gütern, reich dagegen an Liebe, um uns zu retten vom ewigen Feinde und ewigen Verderben. Darum wollen wir in Demuth den Weg des Herrn bereiten, um ihn, die Weisheit des Allerhöchsten, den Herrn und Führer des Hauses Israel, den Sproßen aus der Wurzel Jesse, den Schlüssel Davids, die Morgenröthe des Heils/ den König der Völker, den erwarteten Emanuel, Gott mit uns, unsern König und Gesetzgeber, würdig zu empfangen.

Kollekte zum vierten Adventsonntag

G e b e t.

Sey Du, o Herr! uns Hilfe, daß nicht von uns einst gesagt werden darf, Du habest keine Herberge gefunden! Kehre ein bei uns, und stehe uns bei in diesem Jammerthale, bis wir zu Dir kommen und Dich mit allen Heiligen von Ewigkeit zu Ewigkeit preisen können! Amen.

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