Pater Richard G. Cipolla, Die Entmännlichung der Liturgie im Novus Ordo (2 von 3)

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Zunächst ist Männlichkeit der Gegensatz von Sentimentalität, nicht von Gefühl an sich, sondern von Sentimentalität. Im ganzen traditionellen Ritus, der auch außerordentliche Form des römischen Ritus genannt wird, gibt es keine Spur von Sentimentalität. Dieses ist an den Rubriken und Gebeten [des Vetus Ordo Red.] ersichtlich, welche prägnant und auf den Punkt genau sind, ohne die Schönheit der Sprache zu opfern. In seinen Rubriken verhindert [der Vetus Ordo], dass die Persönlichkeit des Priesters ihre eigenen Gefühle und Entscheidungen dem Ritus aufdrückt. Wenn wir die Erkenntnis des seligen Kardinal Newman ernst nehmen, der sagte, dass Sentimentalität Säure für die Religion ist, in diem Sinne, dass sie die wahre Religion zersetzt, dann sind die Rubriken des traditionellen Ritus die kleine lila Pille, welche den Reflux der Sentimentalität in die Liturgie verhindert.[1]

Zweitens ist mit der traditionellen römischen Messe die volle Akzeptanz der Stille als das Herz der Kommunikation mit Gott gewährleistet. Die aktive Teilnahme wird hier als Kontemplation, als Gebet verstanden. Die Worte des Ritus sind nie das Entscheidende. Sie sind festgelegt und weisen immer über sich selbst hinaus. Jedermann weiß, dass bei zwei wirklichen Freunden in der Gegenwart des jeweils anderen die Herzen zueinander in absoluter Stille sprechen können. Dies ist das Schweigen des Moses vor dem brennenden Dornbusch, die Stille der Wüstenväter, die Stille, die von St. Benedikt in der Höhle von Sacro Speco ausging. Weiterlesen

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Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe

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Evangelium des IV. Sonntags nach Epiphanie

Mt 8, 23 – 27 Dann stieg er in ein Boot, und seine Jünger folgten ihm. Da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See, so daß das Boot von den Wogen überflutet wurde. Da traten seine Jünger zu ihm, weckten ihn auf und riefen: „Herr, hilf [uns], wir gehen unter!“ Er aber entgegnete ihnen: „Was seid ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen?“ Dann stand er auf, gebot dem Wind und dem See, und es trat eine große Stille ein. Voll Staunen sprachen die Leute: „Wer ist doch dieser? Selbst Wind und See gehorchen ihm!“

Auch unser Leben gleicht einer Fahrt auf dem Meere; und ach! wie viele Stürme haben wir zu bestehen! wie vielen Gefahren ist unsere Tugend ausgesetzt! Jedoch verlieren wir den Muth nicht! Scheint es auch, als schliefe Gott und als hätte er uns verlassen; er wacht immer und wird uns helfen zur rechten Zeit. Darum sey immerdar unsere Bitte : Herr, rette uns, daß wir nicht zu Grunde gehn!

Kollekte zum IV. Sonntag nach Epiphanie

Kirchengebet.

O Gott! der Du weißt, daß wir nach unserer menschlichen Schwäche in so großen Gefahren nicht bestehen können: gib uns Heil an Seele und Leib, daß wir, was wir zufolge unserer Sünden dulden, durch deine Hilfe überwinden! Amen.

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Tridentinische Messe – eine visuelle Einführung – 9

Praefatio

Diese ist ein feierliches Lob- und Danklied an den unendlich erhabenen Gott. Wir vereinigen uns dabei mit dem Lobpreis Christi selbst und mit den Chören der Engel. Die Präfationen sind je nach Festen und Festzeiten verschieden. Am Schluß gehen sie über in den feierlichen Jubelruf des Sanctus.

Der Priester spricht oder singt die letzten Worte des Stillgebetes:

S. Per omnia saecula saeculorum.

M. Amen.

P. Von Ewigkeit zu Ewigkeit.

M. Amen.

 

Zweiter Teil

Der Priester opfert an Christi statt und bringt Gott das Lob-, und Dankopfer. Deswegen wird dieses Opfer Eucharistische Opfer (von eucharistein – danksagen) genannt. Zweimal wird aber dieses Gebet unterbrochen, damit er das Fürbittopfer beten kann.
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Heute am 27. Januar beten wir die Bußpsalmen für das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH

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Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten!

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

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Pater Richard G. Cipolla, Die Entmännlichung der Liturgie im Novus Ordo (1 von 3)

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Von Pater Richard G. Cipolla, Ph.D., D. Phil.(Oxon.), das Original fand sich hier.

Der Briefwechsel zwischen Kardinal Heenan von Westminster und Evelyn Waugh[i] vor der Promulgierung des Novus Ordo, in dem Waugh seinem Herzensschrei über die nachkonziliare Liturgie Luft macht und im Kardinal einen sympathischen, wenn auch unwirksamen Zuhörer findet, ist allgemein bekannt.[1] Nicht allgemein bekannt ist Kardinal Heenans Kommentar auf der Bischofssynode in Rom nach Präsentation einer experimentellen Messe, einer sogenannten Missa normativa, die zum ersten Mal im Jahre 1967 einer Gruppe von ausgewählten Bischöfen präsentiert wurde. Das folgende Essay ist von den Worten Kardinal Heenans inspiriert:

Bei uns zu Hause besuchen nicht nur Frauen und Kinder, sondern auch Familienväter und junge Männer regelmäßig die Messe. Wenn wir ihnen diese Art von Zeremonie anbieten würden, die wir gestern sahen, wären wir in unseren [Gottesdienst-]Gemeinden bald mit Frauen und Kindern allein.“[2]

Der Kardinal bezieht sich auf die Lügen, die den eigentlichen Kern der Novus Ordo Form der Römischen Messen betreffen, sowie auf die Gottesdienstbesucher und die tiefen Probleme, welche  die Kirche seit der Aufzwingung der Novus Ordo Form des römischen Ritus 1970 begleiten.[3] Man könnte versucht sein das, was Kardinal Heenan erfahren hatte als die Verweiblichung der Liturgie zu subsumieren. Aber dieser Begriff wäre unzureichend und letztlich irreführend. Denn es gibt einen wirklichen marianischen Aspekt der Liturgie, die deswegen weiblich ist. Die Liturgie bringt das Wort Gottes zur Welt (gebärt), weiterhin bringt sie den Leib des Wortes hervor, damit es angebetet wird und als Speise dargebracht wird. Präziser sollte man sagen, dass die Liturgie im Novus Ordo „ver-weibisch-t“ und verweichlicht (effeminized)  wurde. Weiterlesen

Novus Ordo und Mann-Sein oder Vorbemerkungen zum Text von Pater Cipolla.

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Wir stellen hier, wieder einmal in der hervorragenden Übersetzung von davillatollkühn, einen profunden und dichten Text von Pater Cipolla vor, einem der bekannteren Autoren auf Rorate Caeli.

Wenn wir Pater Cipolla schreiben, dann trifft diese Anrede die Sache nicht genau, denn seit 50 Jahren ist die korrekte Anrede eines Priesters in der deutschen Sprache verschwunden. Korrekt wäre es „Hochwürden“ zu schreiben, aber dies erscheint sogar uns zu antiquiert und am Rande der Lächerlichkeit. Denn Cipolla ist kein Ordensgeistlicher, sodass er kein „Pater“ ist, er ist ein Hilfsgeistlicher, somit kein „Pfarrer“ und kein Bischof und daher kein „Monsignore“, obwohl dieser Ehrentitel nicht nur für Bischöfe gilt. Von „Priester“ Cipolla zu sprechen erscheint despektierlich und undeutsch, sodass wir das amerikanische Father – Pater für Priester hier einfach lassen. In anderen Sprachen, wie im Polnischen, gibt es eine gebräuchliche Anredeform für einen Priester, die sich recht antiquiert der 3 Person Singular bedient, wie es in manchen Regionen Deutschlands noch heute üblich ist: „Er nehme“ anstatt „Du nimmst“ oder „Sie nehmen“. Diese besondere Priesterform lautet: „der Priester nehme“. Was hat das mit dem Text von Pater Cipolla zu tun? Dass es im deutschsprachigen Raum so wenige Priester gibt, dass es nicht einmal eine korrekte und allseits bekannte Anredeform für sie gibt. Es ist so, als würden alle Doktoren aussterben! Oh weh! Weiterlesen

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe

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Evangelium des dritten Sonntags nach dem Feste der Heil. Drey Könige

Mt 8, 1 – 13 Als er vom Berge herabstieg, folgte ihm eine große Volksmenge. Und siehe, da kam ein Aussätziger, fiel vor ihm nieder und bat: „Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen.“ Er streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach: „Ich will, sei rein!“ Sogleich war er von seinem Aussatze rein. Und Jesus sprach zu ihm: „Sieh zu, daß du es niemand sagst. Geh vielmehr hin, zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Moses vorgeschrieben hat. Das diene ihnen zum Zeugnis.“

Als er dann nach Kapharnaum kam, nahte ihm ein Hauptmann und bat: „Herr, mein Knecht liegt zu Hause gelähmt danieder und leidet große Qual.“ Er sprach zu ihm: „Ich will kommen und ihn gesund machen.“ Der Hauptmann entgegnete: „Herr, ich bin nicht würdig, daß du eingehst unter mein Dach; sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Auch ich, obwohl nur ein Untergebener, sage zu einem der Soldaten, die mir unterstehen: Geh! Dann geht er; zu einem andern: Komm! Dann kommt er; und zu meinem Knechte: Tu das! Dann tut er es.“ Als Jesus das hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm folgten: „Fürwahr, ich sage euch, so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden! Aber ich sage euch, viele werden von Osten und von Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreiche zu Tische sitzen; die Kinder des Reiches aber werden hinausgeworfen in die Finsternis draußen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.“ Zum Hauptmann aber sprach Jesus: „Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast.“ Zu derselben Stunde ward der Knecht gesund.

Betrachtung zum Evangelium des dritten Sonntags nach Heil. Drey Könige

Nach dem heutigen Evangelium wirkte Jesus zwei Wunder. Er heilte erstens einen Aussätzigen, der ihn mit Glauben und Ehrfurcht, mit Vertrauen und Ergebung bat, von seinem Aussatze. So wollen wir auch Jesum um die Reinigung von unsern Sünden bitten, und wegen zeitlicher Uebel uns durchaus in den Willen Gottes ergeben: es ist ja kein Uebel, das der Herr nicht aus weiser Absicht zuläßt. — Durch das zweite Wunder sehen wir an dem heidnischen Hauptmanne ein nachahmungswürdiges Beispiel für jede christliche Herrschaft, die auch den Dienstboten als Bruder oder Schwester in Christus behandeln und lieben soll. Auch können wir daraus die unendlich große Güte unseres Herrn erkennen, daß er mehr thut, als das, um was man ihn bittet, daß wir demüthig unsere Bitten vortragen und uns stets zu seinem Empfange würdig vorbereiten müßen. — Wer Barmherzigkeit übt, wird Barmherzigkeit erlangen.

Kollekte zum dritten Sonntage nach heil. Drey Könige

Allmachtiger, ewiger Gott! sieh unsere Schwachheit gnädig an, und strecke deinen machtigen Arm aus, um uns zu beschützen! Amen.

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Tridentinische Messe – eine visuelle Einführung – 8

 

Opferhandlung

Es naht nun der Höhepunkt der heiligen Opferfeier, wo Christus unsere irdischen Opfergaben in Seinen eigenen Leib und Sein eigenes Blut verwandelt und so selber unsere unendlich wertvolle Opfergabe an den himmlischen Vater wird. Eröffnet wird dieser wichtigste Teil der hl. Messe durch die

Praefatio

Diese ist ein feierliches Lob- und Danklied an den unendlich erhabenen Gott. Wir vereinigen uns dabei mit dem Lobpreis Christi selbst und mit den Chören der Engel. Die Präfationen sind je nach Festen und Festzeiten verschieden. Am Schluß gehen sie über in den feierlichen Jubelruf des Sanctus. Weiterlesen

Ann Barnhardt, Den Unsinn sezieren: 32 Fragen und schonungslos direkte Antworten über die katholische Kirche und Antipapst Bergoglio

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Meinem Emailfach nach und laut verschiedener Kommentarforen überall im Netz sind mehr und mehr Menschen empört und entrüstet und verlieren täglich ihren Glauben. Einer der Gründe, weswegen die Leute entrüstet sind, ist der, weil alles, was sie im konservativen oder traditionellen Flügel der Kirche lesen, zutiefst unbefriedigend und sogar irrational oder unsinnig ist und es oft bedeutet, die willentliche Aussetzung des Zweifels zu schlucken. Der Grund dafür ist die einfache Tatsache, dass fast jeder von der falschen Voraussetzung ausgeht, dass Jorge Bergoglio der Vikar Christi ist. Er ist es nicht und war es nie. Solange eine Person von einer falschen Prämisse ausgeht, kann die Realität NICHT genau erfasst werden, und die logischen Schlussfolgerungen, die aus der falschen Basisprämisse gezogen werden, werden ebenfalls falsch sein.

Beim Lesen fast ALLER Kommentare über Bergoglio und die Zerstörung der Kirche ist es so, als ob sich vor unseren Augen etwas entfaltet, das sich wie das Abwürgen eines Autos, das im Schlamm fest steckt, anfühlt – die Motoren heulen bis über die erlaubte Grenze hinweg auf, ohne eine einzige Bewegung nach vorn. Die Räder drehen durch. Weil die Grundannahme falsch ist, wird es weder in der Gegenwart noch in Zukunft Zugkraft und Vorwärtskommen geben.

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Ann Barnhardt und die Lage der Dinge

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Anbei stellen wir einen neuen Text von Ann Barnhardt vor, deren scharfer, analytischer Verstand wirklich schonungslos ist. Es ist wirklich furchtbar, aber sie hat recht. Ann Barnhardt stellt Behauptungen auf, welche in Traditionalistenkreisen und insbesondere in Sedisvakantistenkreisen seit Langem kolportiert werden, für manche aber sicherlich schockierend sein werden. Es stellt sich die Frage, ob wir wirklich in diesem Schmutz herumwühlen müssen? Es bleibt uns nicht erspart, denn im Moment, wo wir jemanden veröffentlichen, übernehmen wir nolens volens Verantwortung für seine Aussagen. Der jetzige Zustand der Kirche und Franziskus werden nur dann verständlich, wenn wir wirklich wissen, wie es dazu gekommen ist. Es ist nicht nur das Doktrinäre, es ist auch das Moralische, wo die Päpste fehlten.  Eine gute Diagnose ist der erste Weg zur Besserung.

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