Tradition und Glauben

Am Neujahrsfeste

I.

Durch deine Güte, allmachtiger Vater! Habe ich ein neues Jahr glücklich erlebt, ein neues Jahr, das Tausende und Tausende, die am nämlichen Tage mit mir, die nach mir geboren worden sind, nicht mehr über sich aufgehen sehen. Millionen modern seitdem in ihren Gräbern, Viele in der Blüthe ihrer Jahre vom Tode ereilt. Welchen Dank bin ich Dir, bin ich deiner unendlichen Vatergüte schuldig? —

Laß dieses Jahr, Allgütiger! mir, den Meinigen, laß es der ganzen Menschheit gesegnet seyn!

Deine Vaterhand strecke sich über alle aus, denn dein göttlicher Sohn ist ja für alle gestorben, selbst für die, welche ihn gelästert und gekreuziget haben. Sende deinen göttlichen Geist über alle irrenden Brüder, daß er sie erleuchte! Segne, Allweiser! alle geistlichen und weltlichen Vorsteher, das Oberhaupt der Kirche, segne unsern König, gieb ihm weise und treue Räthe! Segne, gütigster Schöpfer, unsere Fluren; befreie uns von der verheerenden Seuche, die schon Hunderttausende als Opfer dahingerafft! — Doch dein Wille geschehe, da deine Weisheit und Barmherzigkeit unbegreiflich war, ist und stets seyn wird. —

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