Eugenie Roth, Das Mantilla-Experiment (4 von 4)

Mantillageschichten

Tag 7:

Weiterer Verlauf: An weiteren Tagen (für die Zähnung „Tag 7“) – scheinen die anderen Gottesdienstbesucher erst „richtig“ auf die Mantilla aufmerksam zu werden. Jemand, der sich auskennen sollte meint, sowas sei doch überhaupt nicht nötig (die Mantilla ist meines Wissens ein Sakramentale, ebenso wie der Rosenkranz und das Weihwasser, und eine Kopfbedeckung war für Frauen bis zum Vatikanum II verpflichtend während des Gottesdienstes zu tragen), jemand anders, ich solle doch die Mantilla unter dem Kinn binden, weil die Enden beim Gehen hin und her schwanken …

Und: Nein, ich werde mich dadurch nicht davon abbringen lassen, die Mantilla zu tragen. Und ich werde die Mantilla auch nicht unter dem Kinn binden, obwohl mir ein orthodoxer Christ gesagt hat, dass das die Frauen bei ihnen wohl tun. Aber ob die eine so feine Mantilla tragen oder einfach ein Kopftuch? – Vermutlich schon, denn dieser Mann hat mir früher einmal eine Mantilla gezeigt, die er für eine Frau aus seiner Gemeinde besorgt hatte. …

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