Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (18) Drei Grundgeister.

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Da jeder, der sich mit einer Sache näher beschäftigt gut zu differenzieren weiß, unterscheidet der Hl. Bernhardt von Clairvaux sechs Geister, die im Menschen wirken. Nur einer ist der rein menschliche Geist. Nur eines ist das ICH, das moderne ICH, das Subjekt, das Individuum oder wie wir es auch nennen wollen. Und schon allein dadurch sieht man, wie absolut falsch der „moderne Ansatz“ ist, der den „modernen Menschen“ auf den Altar stellt, weil der „moderne Mensch“, den es ja nicht gibt, nur solch einen kleinen Teil der Wirklichkeit ausmacht. Das, was der hl. Bernhardt mit St. Paulus „den Geist der Welt“ nennt, ist die kulturelle Matrix, in der wir leben. Manchmal trifft der Schreiber dieser Zeilen Menschen, die ihn irgendwie beeindrucken wollen und ohne es zu wissen Leitartikel der Mainstreampresse aufsagen, überzeugt ihre eigensten Gedanken wiederzugeben. Ja, die Propaganda hat ganze Arbeit geleistet, denn jemanden so zu beeinflussen, dass er 100% Systemkonform wird, ohne das er es merkt, ist die höchste Leistung der Manipulation.  Man muss sich wirklich die Frage stellen:

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Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (2 von 7) Ehelehre der modernen Kirche.

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II. Die Ehelehre der Modernen Kirche bis zu Papst Franziskus

 

Seit Anbeginn Ihrer Geschichte lehrte und praktizierte die Kirche das asketische Leben. Tatsächlich ist dies eines der Merkmale, das sie von der Welt unterscheidet und das die wirkliche Authentizität Ihres Glaubens[1] bestätigt. Denn wie konnte sie das Leben so vieler in Demut und Keuschheit verwandeln, was im Widerspruch zur gefallenen Natur steht, wenn der Glaube, den Sie predigte, unwahr gewesen wäre?

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Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe

Evangelium des zwölften Sonntags nach Pfingsten

Lk 10, 23 – 37

(Nachdem Jesus gebetet hatte) wandte er sich an seine Jünger besonders und sprach: „Selig die Augen, die sehen, was ihr seht! Denn ich sage euch, viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und sahen es nicht, wollten hören, was ihr hört, und hörten es nicht.“

Und siehe, ein Gesetzeslehrer erhob sich, um ihn auf die Probe zu stellen. Er fragte: „Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erlangen?“ Er sprach zu ihmn: „Was steht im Gesetze geschrieben? Wie liest du?“ Jener antwortete: „Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit allen deinen Kräften und mit denem ganzen Gemüte und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Er sprach zu ihm: „Du hast recht geantwortet. Du das, wo wirst du das Leben haben.“ Jener aber wollte sich rechtfertigen und fragte Jesus: „Wer ist denn mein Nächster?“

Da nahm Jesus das Wort und sprach: „Ein Mann ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber. Diese plünderten ihn aus, schlugen ihn wund ließen ihn halbtot liegen und gingen davon. Zufälig zog ein Priester denselben Weg hinab. Er sah ihn und ging vorüber. Ebenso kam auch ein Levit dorthin, sah ihn und ging vorüber. Auch ein Sdamariter kam auf seiner Reeise in seine N#he. Als er ihn sah, ward er von Mitleid gerührt. Er trat zu ihm hin, goß Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Lasttier, brachte ihn in eine Herberge und sorgte für ihn. Am andern Tage zog er zwei Denare heraus und gab sie dem Write mit den Worten: Sorge für ihn; was du noch darüber aufwendest, werde ich dir bezahlen, wenn ich zurückkomme. Wer von den dreien hat whl als Nächster gehandelt an dem, der unter die Räuber gefallen war?“ Jener antwortete: „Der ihm Barmherzigkeit erwiesen hat.“ Und Jesus sprach zu ihm: „Geh hin und tu desgleichen!“

Betrachtung zum Evangelium des zwölften Sonntags nach Pfingsten

Das Erste, worauf die Erlangung unserer Seligkeit beruht, ist die Liebe Gottes. Diese besteht in einer freudigen Zuneigung des Herzens mit kindlicher Ehrfurcht vor Gott als dem vollkommensten Wesen, das sich uns zu offenbaren gewürdigt hat, und äußert sich durch einen dankbaren Gehorsam gegen alle seine Gebote. Zwar werden wir nie deutlich einsehen, was Gott an sich ist; denn er ist unendlich. Aber in seinen Werken und im Lichte des Evangeliums sehen wir ihn als einen allmächtigen, weisen, gütigen, gerechten und heiligen Gott, als den Vater aller Menschen, die er mit unbegränztem Wohlwollen liebt und glücklich machen will. Und wir sollen Gott, der ganz Liebe für uns ist, nicht über Alles lieben? Daher heißt leben ohne Liebe Gottes und seines Nächsten nicht leben. — Besitzen wir aber Gottes- und Nächstenliebe, so müßen wir dieses durch gute Werke zeigen, wie es der Samaritan zeigte, daß wir jeden Menschen, er mag Freund oder Feind, unserer Religion, unsers Vaterlandes seyn oder nicht, als unsern Nächsten ansehen, den wir zu lieben schuldig sind. Wir haben ja Alle nur Einen Gott und Schöpfer und Vater im Himmel, der durch den Einen Erlöser Christus Jesus alle seine Kinder durch das Band der Liebe vereinigen, durch wechselseitige Unterstützung beglücken und einst beseligen will.

Kirchengebet

Barmherziger Gott, durch dessen Gnade deine Gläubigen Dir würdig und wohlgefällig dienen; wir bitten Dich, verleih, daß wir nach deinen Verheissungen eifrig streben und die aufstossenden

Hindernisse überwinden! Amen.

Die Kirche des Asmodeus oder worum es bei Don Leone geht? (2 von 7) Potestas diaboli in lumbis est.

 

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Im nächsten Abschnitt zeigt Don Leone, wie in der nachkonziliaren Theologie nach und nach jeder Begriff der caritas, also der Gottes- und Nächstenliebe durch amor, sprich Sex ausgehöhlt und ersetzt wurde. Denn der eigentliche Zweck der Ehe die Kinder, wurde mit dem zweiten Zweck der Ehe – gegenseitige Hilfe- (mutuum adiutorium) gleichgesetzt und während die vorkonziliare Theologie mit der gegenseitigen Hilfe die Hilfe beim Erreichen des Heils durch den Ehestand verstand, versteht die nachkonziliare Kirche dadurch Sex. Ja, die Eheleute helfen einander, indem sie Sex miteinander haben. Ist das denn keine Hilfe? Schon, aber eine kurzfristige und kaum auf das geistliche Ziel gerichtet, denn Sex bindet sehr und macht süchtig. Wie sehr richtig Ann Barnhardt darlegt: je mehr jemand auf der Skala des diabolischen Narzissmus forgeschritten ist, desto perverser ist sein Sex. Weiterlesen!

Heute, am 25. August, beten wir die Bußpsalmen für das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH

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Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten!

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 2. Beim Aufstehen.

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Diarium aspirationum – Tagebuch der Stoßgebete

Beim Aufstehen

 

Das folgende Gebet ist beim morgendlichen Aufstehen zu verrichten, es lässt sich aber auch aufsagen, wenn wir überhaupt vom Sitzen oder Liegen aufstehen. Es wirkt motivierend, inspirierend und bittet Christus, den Gekreuzigten, um seinen Schutz.

 

Mane cum surgis
In nomine Domini nostri Jesu Christi crucifixi surgo: ipse, qui me redemit, me custodiat, protegat atque defendat ab omni malo hodie, semper et in hora mortis meae.
Beim morgendlichen Aufstehen
Im Namen unseres Herren Jesus Christus des Gekreuzigten stehe ich auf: er selbst, der mich erlöst hat, möge mich bewahren, beschützen und verteidigen von allem Bösen heute, immer und in der Stunde meines Todes.

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Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (1 von 7) Einführung.

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A spiritu fornicationis

libera nos, Domine

Anrufung aus der Allerheiligen-Litanei

Schwester Lucia von Fatima schrieb Kardinal Caffara, dass der finale Zusammenprall zwischen dem Teufel und der Kirche auf dem Gebiet der Familie und der Ehe sein würde. Eine leidenschaftslose Untersuchung der jüngsten Kirchengeschichte führt uns zu der sicheren Erkenntnis, dass der Zusammenstoß bereits begonnen hat, und zwar mit dem Eindringen des Dämons Asmodeus, des Geistes der Unzucht in die Kirche.

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Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe

Evangelium des elften Sonntags nach Pfingsten

Mk 7, 31 – 37

Jesus zog aus dem Gebiete von Tyrus wieder weg und kam über Sidon an den Galiläischen See, mitten durch das Gebiet der Dekapolis. Da brachte man einen Taubstummen zu ihm und bat, ihm die Hand aufzulegen. Er nahm in vom Volke abseits, legte ihm seine Finger in die Ohren und berührte sein Zunge mit Speichel. Dann blickte er seufzend zum Himmel auf und sprach zu ihm: „Effetha“, das heißt: „Tu dich auf!“ Sogleich öffneten sich seine Ohren, und das Band seiner Zunge löste sich, und er konnte richtig sprechen. Er verbot ihnen aber, irgend jemand eitwas davon zu sagen. Doch je strenger er es ihnen verbot, desto eifriger erzählten sie es. Aus höchste erstaunt, sagten sie: „Er macht alles aut: Die Tauben macht er hören und die Stummen reden.“

Betrachtung zum Evangelium des elften Sonntags nach Pfingsten

Laßt uns Gott danken für die Vortheile, welche Gehör und Sprache verschaffen, und hievon einen guten Gebrauch machen! Der Lockstimme des Lasters, unehrbaren Reden, Verleumdungen und Schmeicheleien sey unser Ohr auf immer verschlossen! Dagegen wollen wir es dem Worte Gottes, den Ermahnungen zur Tugend, dem Bitten der Elenden bereitwillig öffnen! Eben so wollen wir unsere Sprache nie durch unnütze und schändliche Worte entweihen oder durch Geschwätzigkeit, in der wir fremde Fehler bekannt machen, wodurch wir Feindschaften stiften und die Ruhe der Gesellschaft stören könnten! Nie wollen wir stumm und gefühllos bei den herrlichsten Wundern Gottes in der Schöpfung vorüber gehen, ohne seine unendliche Macht, Weisheit und Güte zu bewundern und zu verherrlichen! Wir wollen vielmehr von Gott mit Ehrfurcht und Dankgcfühl, von unserm Nebenmenschen mit Achtung, von uns selbst mit Bescheidenheit reden!

Gott ist es, der alles gut gemacht hat. Seine Regierung der Welt ist die weiseste, seine Anordnung unserer Schicksale die gütigste, alle seine Gebote, Vecheissungen und Drohungen sind Folgen von seiner Vaterhuld. So seyen wir denn mit seiner Leitung zufrieden; danken wir stets Gott, dem Geber alles Guten!

Kirchengebet

Allmachtiger ewiger Gott! der Du mit deiner Güte Fülle der Bittenden Verdienste und Wünsche übertriffst: gieße aus über uns deine Barmherzigkeit, um uns nachzulassen, was unser Gewissen fürchtet, und zu ertheilen, was wir zu begehren uns nicht

getrauen! Amen.

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Die Kirche des Asmodeus oder worum es bei Don Leone geht. (1 von 7) Es gibt keine „Sexualität“!

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Die Reihe von Don Pietro Leone, welche wir mit Erlaubnis, Zustimmung und Segen des Autors als einzige auf Deutsch in der, wie immer vorzüglichen Übersetzung von davillatollkuehn, veröffentlichen, heißt Die Kirche und Asmodeus und nicht Die Kirche des Asmodeus, dessen sind wir uns bewußt. Dennoch ist Sex, Sexualität, das Geschlechtliche, der Geschlechtsakt dermaßen in der nachkonziliaren Kirche auf allen Ebenen der Lehre, insbesondere bei Amoris Laetitia, zu Deutsch „Die Freude am Sex“ gegenwärtig, dass man getrost sagen kann, dass die Kirche zu einer Kirche des Asmodeus also des Dämons der Unzucht, geworden ist. Denn bei Dämonen gibt es Bereiche der Spezialisierung, wie wir noch darlegen werden.  Die Muttergottes sagt ja selbst in La Salette:

Zittert, Erde und ihr, die ihr Gelübde zum Dienste Jesu Christi abgelegt habt und die ihr innerlich euch selbst anbetet, zittert! Denn Gott geht daran, euch seinen Feinden zu überliefern, da die heiligen Orte in Verderbnis sind.

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (17) Was „Geist“ bedeutet.

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Im nachfolgenden Beitrag stellt Kardinal Bona die Bedeutungen des Wortes „Geist“, wie sie in der Heiligen Schrift vorkommen zusammen. Er verwendet das Wort aber im Sinne einer Motivation, einer inneren Regung, die einem Menschen von innen heraus einen Impuls verleiht. Dennoch ist dieser Impuls etwas, was von außen kommt. Wie wir Luft holen, also den Spiritus, den Hauch von außen, so holen wir auch von außen unsere Motivationen. Diese sind: Gott oder Teufel, soweit Gott ihm seine Tätigkeit erlaubt. Es ist aber nicht so, wie Luther glaubte, dass der Mensch ein Esel sei, auf dem entweder Gott oder der Teufel reitet, was den freien Willen ausschließen würde, sondern damit jede Tätigkeit mit zum Heil oder zur Verdammnis gereichen kann, geht die Motivation zu einer Handlung oder zur Art und Weise ihrer Erfüllung entweder von oben oder von unten aus. Es ist also nicht das Ich, wie der deutsche Idealismus es gerne hätte, welches sich der Außenwelt überstülpt, sodass immer irgendwo etwas „gottet“, weil alles irgendwie „Geist“ ist, wie der dumme Hegel es wollte.  Nein, die menschliche Eigenheit wird bewahrt, die Eigenständigkeit auch, da aber das Geistliche auf das Körperliche wirkt, weil es dem Letzteren übergeordnet ist, so wirken die geistigen Mächte auf uns, meistens so, dass wir es nicht merken, wenn wir noch keine Geistesunterscheidung ausgearbeitet haben.

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