Tradition und Glauben

Hl. Katharina von Genua: Traktat über das Fegefeuer (1 von 21)

Ja, meine Damen und Herren, was ist das Fegefeuer? Die reine Objektivität. Sie sehen die objektive Wahrheit und es gelten keine Entschuldigungen der Art:

Ich habe meine Hausaufgaben gemacht, aber mein Heft vergessen!

Und deswegen ist diese ganze vom deutschen Idealismus und Subjektivismus inspirierte Theologie sie diabolisch, welche uns sagt:

Dein Bewußtsein zählt, nicht die Objektivität, die es nicht gibt!

Es ist genau umgekehrt. In der Todesstunde werden wir mit der Objektivität Gottes konfrontiert werden und im Fegefeuer können wir nur auf Ihn schauen, nicht einmal auf uns selbst. Diese Anschauung, wie die Visionen der hl. Katharina von Genua zeigen, ist demnach im Fegefeuer eine leidende, nicht beseligende, weil die Seele noch nicht rein ist. Deswegen ist es so verhängnisvoll auf die unbesiegbare Ignoranz zu spekulieren, indem man sich sagt:

Wenn ich unwissend über dies und das bleibe, dann kann mich Gott nicht richten, denn ich habe es nicht besser gewußt!

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