Meine Auxilium christianorum-Ecke: Einführung (1 von 2)

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Die Ausgangslage

Ja, es geht mit der Kirche abwärts. Der Amerikaner bezeichnet es als nosediving, als „mit der Nase nach unten eintauchen“, der Deutsche würde an dieser Stelle von einem Sturzflug sprechen. Was droht uns jetzt?

  • Motu proprio Magnum principium: Willkürliche Übersetzung der liturgischen Texte durch die jeweiligen Bischofskonferenzen.
    • Konsequenz: keine einheitliche Lehre, keine einheitliche Liturgie, keine einheitliche sakramentale Form
  • Geplante Aufhebung des Priesterzölibates durch die sog. Amazonas Konferenz
    • Konsequenz: Aushebelung des katholischen Priestertums, Sakrileg
  • Geplantes Frauendiakonat
    • Konsequenz: Aushebelung des katholischen Priestertums, Sakrileg
  • Geplante „ökumenische Messe
    • Konsequenz: das Ende des Hl. Messopfers, Gültigkeit der ökumenischen Messe fraglich

Bevor wir uns in der Zukunft den o.a. Punkten widmen werden, stellen wir gleich die Frage, was sein wird, wenn wir:

  • keine katholischen Priester
  • keine gültige Messe haben werden?

Dann müssen wir uns trotzdem übers Wasser halten und nicht in schwere Sünde fallen. In dieser Lage waren schon viele verfolgte Christen in allen Jahrhunderten und all diejenigen Katholiken, die während der arianischen Krise in die Wüste zogen. Sie hatte ja auch weder Priester, denn diese waren größtenteils häretische Arianer, noch die Heilige Messe. Das Sonntagsgebot gilt, wenn ich in meiner Gegend eine gültige Messe von einem gültig geweihten Priester besuchen kann. Ja, Novus Ordo Messe gilt auch. Wäre die Novus Ordo Messe ungültig, bräuchte man jetzt keine neue „ökumenische Messe“ zu erfinden. So einfach ist das.

  • Ist es ein verheirateter Diakon, der zelebriert, dann ist die Messe ungültig, denn er ist kein Priester.
  • Ist es eine weibliche Diakonin oder „Priesterin“, die zelebriert, dann ist die Messe ungültig, denn sie ist kein Priester.
  • Ist es ein verheirateter Priester, dann ist die Messe gültig, denn um eine gültige Priesterweihe zu empfangen, muss man ein getaufter Mann sein.

Ob die „ökumenische Messe“ gültig sein wird, wird davon abhängen, ob die Materie und Form des Sakraments beibehalten wurden. Falls nicht, wird sie ungültig sein. Die praktische Lösung bei all diesen Problemen: fahren Sie zu einer Tridentinischen Messe oder ziehen Sie dorthin um, wo es welche gibt. Es bleibt auch an dieser Stelle beruhigend zu sagen, dass eine absolute Notwendigkeit des Mittels (necessitas medii) beim Kommunionempfang nicht besteht.[1]

Was bedeutet das?

Es bedeutet, dass der Empfang der hl. Kommunion im Gegensatz zur Taufe oder Beichte nach der schweren Sünde, nicht heilsnotwendig ist. Die Kirche verpflichtet jeden Gläubigen einmal im Jahr, zu Ostern, zum Kommunionempfang, was die unterste Pflichtgrenze darstellt (DH 812, 1656, CIC 859). Da Christus „nehmet und esset“ sagte, so besteht zwar eine Notwendigkeit des Gebotes (necessitas praecepti) des Kommunionempfangs,[2] natürlich wenn man im Gnadenstand ist und eine wenigstens gültige Messe zelebriert wird. Das Sonntagsgebot bezieht sich auf die Teilnahme an der Messe, nicht auf den Kommunionempfang. Große Heilige der nachtridentinischen Zeit wie z.B. Hl. Karl Borromäus (1538-1584) oder Hl. Franziskus von Borja SJ (1510-1572) stachen dadurch hervor, dass sie sogar einmal im Monat kommunizierten, später einmal die Woche, was Erstaunen auslöste und von den Zeitgenossen als Missbrauch angesehen wurde. Wenn es wirklich hart auf hart kommt und wir ausschließlich die ungültige „neue ökumenische Messe“ haben werden, dann kann man immer noch einmal im Jahr z.B. nach Fontgombault fahren, um dort zu kommunizieren und die göttliche Vorsehung wird doch in jedem Land uns ein paar gültige Messen, auch Novus Ordo-Messen, lassen. Der Schreiber dieser Zeilen fährt bereits 250 km oder 500 km an einem Tag, um eine Tridentinische Messe zu besuchen, also auf die paar hundert Kilometer mehr kommt es wirklich nicht mehr an.

Was ist eine Auxilium christianorum-Ecke?

Sollten wir aber wirklich keine gültige Messe mehr haben, so bleiben uns nur die Mittel der Selbstheiligung wie die Auxilium christianorum-Ecke, von der jetzt die Rede sein wird. Die Bedingungen der Mitgliedschaft von ACH schreiben folgendes vor:

  1. Wenn es finanziell möglich ist, soll jedes Mitglied von ACH Statuen Unserer Lieben Frau und St. Michaels in ihrer Wohnung aufstellen, vor denen eine Votivkerze brennen soll.

Dies ist eine der weniger wichtigen Bedingungen, es ist keine conditio sine qua non (keine notwendige Bedingung), aber es ist sehr hilfreich. Die bedeutet in Klartext, dass Sie sich

  1. eine Marienstatue,
  2. eine St. Erzengelstaue
  3. Kerzen
  • kaufen

und

  • diese auf Lateinisch nach dem Rituale romanum weihen lassen sollen.

Bevor wir uns dem Weihen widmen, sprechen wir zuerst vom Kaufen.

Ad 1. Marienstatue

Es stellt sich natürlich die Frage, warum es ein Statue und kein Bild sein muss. Vielleicht deswegen, weil das Dreidimensionale und Räumliche mehr Raum einnimmt, auch geistlichen Raum? Es ist wohl so, dass Statuen das „Sondergut“ der katholischen Kirche darstellen, denn die Orthodoxen haben es nicht. Die Ikonen wirken zwar dreidimensional, sind aber an sich eindimensional. Vielleicht liest uns hier ein versierter Kunsthistoriker, der die Frage beantworten kann, wann und wieso die Statuen in die Kirchen Einzug hielten, wann dies genau stattfand und weswegen. Wahrscheinlich geschah es spätestens in der romanischen Zeit und vielleicht wurde es von jemand theologisch erklärt. Wir wissen es nicht, aber wenn Auxilium Christianorum uns heißt Statuen oder Figuren zu kaufen, dann müssen welche her. Der Schreiber dieser Zeilen hatte niemals eine Marienstatue besessen, weil er es, Gott vergib ihm, für „einen weiblichen Krimskrams“ hielt, er hatte zwar einige Marienikonen, musste sich aber eine Marienstatue anschaffen, seit er ein Mitglied von Auxilium christianorum geworden ist, was er auch tat. Da er ein kleiner Ästhet ist und ihm das Plastikzeug, welches auf ebay oder im Devotionalienhandel verfügbar ist, nicht gefiel, so dauerte es ein wenig, bis er die passende Marienfigur fand.

Darf denn eine Marienstatue überhaupt kitschig und aus Plastik sein?

Wir meinen nein, denn es ist eine Beleidigung Gottes für den nur das Beste aufgeopfert werden sollte. Wenn Sie sich all die Opfergesetze des Alten Testaments durchlesen, in welchen wirklich ganz genau steht was geopfert, aus welchen Materialien die Priestergewänder oder der Tempel selbst zu bestehen hat, dann muss es Ihnen doch klar sein, dass das Neue Testament die Überhöhung und die Erfüllung des Alten Testaments zu sein hat. Der Schreiber dieser Zeilen war neulich in einer Stadt, in der das Kircheninnere einer alten Kirche so ausgewechselt wurde, dass die edlen Bausteine des Kircheninneren, wie es wohl Marmor etc., gegen das billigste Betongemisch ausgetauscht wurden. Es ist wirklich schwierig solch ein Betongemisch, das wohl aus den 1980-gern stammt, noch irgendwo zu finden, weil alles, was so aussah und in Deutschland der sog. „öffentlichen Hand“ angehörte ausgetauscht wurde. In dieser Diözese jedoch, die lange von einem Rotary-Club-Bischof regiert wurde, wurde dieses Betongemisch, weil es das Kircheninnere betraf, natürlich nicht ausgewechselt, da die deutsche Kirche, als die reichste der Welt, die hässlichsten und billigsten Kirchen hat. Die Fenster waren auch „modern“ also grauenhaft, die Bänke ebenso. Da das Betongemisch aus den 1980-gern stammte und die Bänke wohl aus den 1990-gern, so kann diese Ausstattung kaum originell gewesen sein, da diese Kirche seit 1293 urkundlich verbürgt ist. Wikipedia informiert uns:

Der Innenraum der Kirche wurde 1912, 1936, 1972 und zuletzt 1998 teilweise umgestaltet.

1972 kam der nachkonziliare Kahlschlag, 1998 der Todesstoß. Der Schreiber dieser Zeilen betete in dieser Kirche für seine Anliegen und teilweise fühlte er einen sakralen Raum, teilweise fühlte er sich wie in einer, pardon, öffentlichen Toilette in Nordrhein-Westfahlen, da in anderen Bundesländern auch diese besser als diese Kircheninnere aussehen. Wenn man also eine Kirche nicht zerstören oder als „Flüchtlingsunterkunft“ entweihen kann, dann muss man sie doch wenigstens durch die Materialienwahl entweihen, was der Rotarier-Bischof zu verantworten hat, denn ohne seine Zustimmung wäre es nicht gegangen. Daher haben minderwertige und weltliche Materialien in einem Gotteshaus und auch in einer Gebetsecke nichts zu suchen. Dementsprechend empfehlen wir Ihnen nicht eine Madonna-Figur aus Plastik oder aus Polyresin (Kunstharz) zu kaufen, sondern eine aus Holz. Der Schreiber dieser Zeilen ist hier fündig geworden, da er erstens wenig Platz hat und demzufolge eine kleine Marien-Statue suchte, die außerdem nicht allzu teuer sein durfte. Das Problem ist aber, dass die meisten Holzmadonnas in diesem Geschäft und im Handel bei einer Größen von 40 cm anfangen und eher für Kirchen gedacht sind. Dies bedeutet einen Preis ab 400 EUR aufwärts plus Versandkosten, was für eine Privatperson recht teuer ist. Deswegen hat jemand, der sich für eine kleine Madonna von 12 cm entscheidet, eine kleinere Wahl. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich für diese Madonna entschieden, welche in seinem Falle in echt so aussieht.

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Sie sieht in Wirklichkeit besser als auf dem Bild des Online-Shops aus, was ihn wirklich freut. In seinem Falle kostete die Madonna-Statue 56 EUR inklusive Versand, was natürlich recht viel Geld für 12 cm Holz ist, was er aber nicht bereut. Die Madonna ist handwerklich sehr schön gearbeitet, nicht kitschig und wirklich jeden Cent wert. Sie strahlt durch ihre Dreidimensionalität eine Wärme und Mütterlichkeit aus und da es sich bei dieser Holzschnitzerei um Einzelanfertigung handelt, so sieht eine jede Madonna, auch vom gleichen Typus, etwas anders aus. Eine andere mögliche Adresse für Holzemadonnas ist Südtirol, wo es viele Betriebe gibt, die sich der sakralen Holzschnitzerei widmen (kleine Ausführungen finden Sie hier). Wenn Sie sich durchklicken, werden Sie schon fündig werden. Der Schreiber dieser Zeilen hat schnell zugeschlagen, ist aber mit seiner Madonna zufrieden.

Ad 2. St. Erzengel Michael

Während der Markt noch einiges an Marienstatuen bietet, sieht die Lage bei St. Erzengel Michael Statuen um einiges schlechter aus. Sie sind entweder nicht vorhanden, oder  sie sind grauenvoll hässlich (bei ebay oder bei amazon.de nachschauen).

Warum braucht man denn überhaupt eine St. Michael Statue?

Damit die Dämonen, die um uns herum kreisen, daran erinnert werden, wer sie besiegt hat. Es war die Muttergottes durch ihre Unbefleckte Empfängnis und St. Erzengel Michael kurz nach dem Engelsturz. Der Schreiber dieser Zeilen brauchte einige Zeit bis er hier fündig wurde (unter Heilige Männer, Hl. Michael Erzengel nachschauen, da diese Seite nicht das Gewünschte öffnet). Das Problem lag wieder einmal in der Größe, da auch in diesem Geschäft die St. Erzengel Michael-Figuren ab 20 cm und ca. ab 140 EUR anfangen. Da sich aber der Schreiber dieser Zeilen für eine Madonna von 12 cm entschied, so durfte der Engel nicht größer sein. In seinem Falle wurde es dieser 7 cm Engel (13-212000 Hl. Michael G.Reni), der kein Plastik, sondern eine ausgezeichnete Holzarbeit ist und in echt so aussieht.

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Insgesamt kostete der Erzengel Michael 41,90 € (30, 40 € Engel, 11,50 € Versand). Sollten Sie sich in diesem Geschäft für eine der vielen Madonnen entscheiden, von denen die meisten ebenfalls bei 20 cm anfangen, dann können Sie wahrscheinlich an den Versandkosten sparen. Es gibt die folgenden Ausführungen, aber sparen Sie nicht am falschen Ende, indem Sie sich etwas Unbemaltes und Unvollkommenes ins Haus holen. Das haben Sie auch in Ihrer Novus Ordo Kirche um die Ecke.  Sie sollen sich auch an der Schönheit, die von Gott ausgeht und zu Gott führt erfreuen. Der Schreiber dieser Zeilen ist mit seinen Figuren sehr zufrieden und besonders der St. Michael ist viel weniger kitschig oder „plastikbetont“ als es vielleicht auf dem Bild scheint.

Da in seinem Falle er eine Art Seitenkapelle errichten musste, so brauchte er ein Eckregal, wobei er sich für dieses entschied.

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Dieses Regal ist recht knifflig, kommt ohne die versprochenen Dübel und Sie brauchen unbedingt eine Bohrschablone, um es richtig anzubringen. Angebracht sieht es so aus und hält die beiden Figuren.

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Ad 3. Kerzen

Die Anleitung aus Auxilium christianorum schreibt vor die ganze Zeit, während wir zuhause sind eine geweihte Kerze vor den geweihten Figuren brennen zu lassen. Natürlich sollen Sie die Kerze nur dann brennen lassen, wenn Sie keine kleinen Kinder haben, für die diese Kerze eine Gefahr darstellt. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich für 8 Stunden Teelichter entschieden, welche wirklich mit Stoppuhr nachgemessen 8 Stunden lang brennen können. Da in seinem Falle das Teelicht geschützt in einem Glasgefäß steht, so lässt er die Kerze auch in der Nacht brennen, da sein Gebetsraum gleichzeitig sein Schlafzimmer ist. Wirkt es denn? Ja, es wirkt tatsächlich, seit die Figuren und die Kerzen geweiht wurden, schläft der Schreiber dieser Zeilen viel besser, hat kaum Alpträume und wacht interessanterweise genau dann auf, wenn die Kerze verlöscht. Er hat schon experimentiert indem er keine Kerze brennen ließ oder die verlöschte nicht austauschte und die Wirkung ist immer dieselbe: keine Kerze = Alpträume und Anfechtungen. Brennende, geweihte Kerze: guter Schlaf und weniger Anfechtungen. Wie wir im nächsten Beitrag sehen werden, sind die Figuren selbst und die Kerzen sozusagen ein stehender Exorzismus, welche als konstitutive Sakramentalien ihre Wirkung entfalten. Deswegen ist es gut sie zu besitzen.

Seine Auxilium christianorum Ecke sieht so, wie o.a. aus und alle sind eingeladen ihre ACH-Ecken, wenn sie erst mal eingerichtet sind, zu zeigen. Ann Barnhardt sagt zurecht, dass die neue Bergoglio-Antikirche absolut alle Ressourcen sich unter den Nagel reißen wird, in D, A und CH, hat sie es schon längst getan, sodass wir auf die sakralen Räume angewiesen sein werden, die wir uns selbst schaffen. Auf geht’s!

[1]Ott, Ludwig, Grundriss der Dogmatik, Bonn 2010, 542

[2] Ebd.

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