Correctio filialis Nachtrag 1: Modernismus

Was ist der Hintergrund von Amoris Laetitia? Eine Häresie, natürlich. Welche denn? Die des Modernismus, welche diejenige Häresie darstellt, die im 20 Jhdt. vor dem Vat. II am häufigsten verurteilt wurde. So ist der Thematik des Modernismus mindestens 20% des Denzingers gewidmet, Modernismus, der im Dekret des Hl. Offizium Lamentabili (1907) (DH 3401-3466) und in der Enzyklika von Pius X. Pascendi (1907) (DH 3475-3500) ausdrücklich verurteilt wurde. Obwohl diese beiden Lehrschreiben sich ausdrücklich mit Modernismus befassen, so ist kaum ein magisterialer Akt nach 1907 vorhanden, der nicht auf die eine oder andere Art und Weise zu Modernismus Bezug nimmt. Eine zusammenfassende Verurteilung ist in der Enzyklika Humani generis (1950) vom Pius XII. (DH 3875-3899) vorhanden. Was ist aber der Modernismus wirklich? Es ist der Versuch die katholische Lehre so umzuändern, dass sie dem modernen Geist entspricht. Ist es nicht das, was das Konzil wollte? Praktisch ja, theoretisch nein. Es wollte angeblich nur die unveränderlichen Wahrheiten in einer modernen Sprache verkünden, was die unveränderlichen Wahrheiten so in Mitleidenschaft zog, das sie gleich mit verändert wurden. Eines der schockierendsten Erlebnisse im Leben des Schreibers dieser Zeilen war die Lektüre der Verurteilungen des 19 Jhdt. zusammen mit der Einsicht, dass all das, was verurteilt wurde, jetzt als richtig, wenigstens in der akademischen Welt, gelehrt wird. So werden also unsere Priester ausgebildet, damit sie ja nicht daran glauben, was sie vorgeben zu glauben. Der Modernismus hat das nachkonziliare Lehramt auch unterspült, aber erst durch Amoris Laetitia ist er zum Ausbruch gekommen. Da die Lüge keine Kraft hat und niemanden überzeugt, deswegen sieht der Zustand unserer Kirche, unserer Gemeinden und unserer Geistlichen so aus, wie er aussieht. Eine Kostprobe gefällig. Hier ein verurteilter Satz aus dem Lamentabili (1907):

41. Die Sakramente bezwecken lediglich, die stets wohltuende Gegenwart des Schöpfers ins Gedächtnis des Menschen zurückzurufen. (DH 3441)

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