Die kleine Anzahl der Geretteten oder was ist wahrscheinlicher? (2 von 5)

Die Gnadenbestimmung Gottes

Die Thematik der Anzahl der Erwählten oder der Verworfenen wird deswegen kaum theoretisch oder pastoral erörtert, damit die Menschen nicht (1) übermütig werden, weil sie zu glauben anfangen, dass sie erwählt wurden und nichts zu machen brauchen oder aber, dass sie nicht (2) in Verzweiflung fallen, falls sie annehmen sollten, dass sie verworfen wurden. Obwohl die Frage der Vorherbestimmung Gottes zum ewigen Heil oder der Prädestination sehr alt ist und schon der hl. Augustinus sich darüber Gedanken machte, so kam dieses Thema das letzte Mal intensiv im Jansenismus (XVII bis XVIII Jhdt.) und vorher bei Calvin auf. Weil Gott allwissend ist, deswegen weiß er alles, auch das, was von uns aus gesehen in der Zukunft passieren wird, weil die Zeit für den zeitlosen Gott nicht existiert. Da Gott gut ist, so möchte er von sich aus, dass alle Menschen gerettet werden. Da Menschen einen freien Willen haben, so wollen manche und wohl die meisten partout nicht gerettet werden und leben dementsprechend. Die Allgemeinheit des göttlichen Heilswillens ist ein Dogma, welches da lautet:

Der Wille Gottes, die Menschen selig zu machen, ist allgemein. Gott schließt niemanden von vornherein von der Himmelsseligkeit aus. (De fide)[1]

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