Auxilium christianorum – Podcasts

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Für all unsere Leser, welche sich der Initiative Auxilium christianorum angeschlossen haben und die ACH-Gebete auf Lateinisch beten wollen, aber kein Latein können, bieten wir hiermit Podcasts mit den lateinischen Gebeten an.

Warum auf Lateinisch beten?

Weil die lateinische Sprache über solche Schwingungen oder Vibrationen, wie man in der Esoterik-Szene sagen würde, verfügt, welche (1) die Dämonen vertreiben und (2) die Engel anziehen.

Ist diese Lehre katholisch?

Ja, durchaus wir suchen noch nach einer metaphysischen Verankerung dieser Ansichten und planen einen Beitrag darüber, aber überall auf der Welt gab es und gib es die heiligen Sprachen, welche altehrwürdig waren, mit denen man mit den Göttern, sprich mit den Dämonen, sprach. Also schon die Heiden oder auch die Kultuvölker wußten, dass man mit der geistlichen Welt nicht so plappert, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Dies hat auch praktische Gründe. Die Gebete in der Landessprache müssen nicht nur alle 10 Jahre geändert werden, weil sich jede Sprache ändert, sondern sie büßen einfach an Heiligkeit ein, weil die Gegenwartsprache niemals so erhaben ist, wie es sich für etwas Ehrwürdiges geziemt. Wenn Sie gut Englisch können, werden Sie feststellen, dass bei den Engländern und Amerikanern die Bibelfassung sich durchaus von der Alltagssprache unterscheidet, weil man doch irgendwie spürt, dass das Wort Gottes ehrwürdiger klingen muss als die Sprache der Straße. Dieser Unterschied ist noch deutlicher als bei der Lutherbibel und dem heutigen Deutsch. Daher haben die vielen protestantischen Denominationen ihre eigenen Bibelübersetzungen, bei den meisten ist es immer noch die King James Bibel, aufgrund der schönen und antiquierten Sprache der letzteren. Katholiken hatten dieses Problem bis zum unsäglichen Vat. II nicht, weil man immer auf Lateinisch betete, in der universellen Sprache der universellen Kirche, welche so gut wie unveränderlich war, da neue Worte selten im Lateinischen entstanden. Die Vorteile von Latein merkt man insbesondere dann, wenn man alte Autoren liest. Sie können auf Lateinisch Tertulian (gest. 220), Alkuin (IX Jhd.), Suarez (XVI Jhdt.) oder den Diekamp (XX Jhdt) lesen. Es ist dieselbe, fast unveränderte Sprache. Keine lebendige Sprache wäre nach solch einer Zeit überhaupt verständlich, denn das niederhochdeutsch des Nibellungen-Liedes ist doch anders als die heutige Spiegel-Reportage. Ebenso ist es im Französischen und Italienischen, welche ebenfalls recht früh eine nationale Schriftsprache vorweisen können. Kein auch so gebildeter Franzose kann die französischen Autoren des XIII Jhdts. lesen, obwohl es damals schon französische Lyrik gab. Es ist eine völlig andere Sprache, wie das mittelalterliche Deutsch ja auch. Beim Lateinischen haben Sie diese Probleme nicht, da mindestens seit der Scholastik Latein sehr standarisiert wurde, sodass jedes Wort eine spezielle philosophische oder theologische Bedeutung erhielt und eine recht formalisierte Fachsprache entstand. Das Kirchenlatein besteht aus  lauter Fachbegriffen, die ebenfalls in Gebeten verwendet werden. Manchmal muss man in jeder Sprache dass Original behalten, weil eine 1:1 Übersetzung schlicht nicht möglich, da das Original reicher ist und über andere Bedeutungsschattierungen verfügt, als die Sprache, in die übersetzt wird. Aber Gebete, die eine vibrierende Sprache darstellen, welche Schwingungen auch in die unsichtbare Welt verbreitet, verbreiten eine geistliche Wirkung, welche wohl in der Landessprache beschnitten wird, was wir an den ausbleibenden Wirkungen der muttersprachlichen Novus Ordo Messen sehen. Kurz und gut: eine Novus Ordo Messe auf Latein würde Sie tatsächlich mehr heiligen als eine auf Deutsch. Deswegen gab es in Deutschland, soweit uns bekannt ist, dieses Experiment mit lateinischen Novus Ordo-Messen, anders als in Großbritannien, nicht. Wie auch immer: die Reform der Reform ist, wie Benedikt selbst, kläglich gescheitert, was aber auf einem anderen Blatt steht. Etwas sehr Grundsätzliches:

das Gebet ist nicht dafür da, damit Sie es verstehen, sondern dazu, dass Gott richtig angebetet und verehrt wird.

Gebet ist kein katechetischer Selbstunterricht, wie uns die Neuerer weißmachen wollten. Ein Gebet ist die korrekt-höfliche Anrede für Gott, Christus, die Gottesmutter und die Engel. Es ist kein muttersprachlicher Plausch bei Schweinshaxe und Bier. Gebete auf Lateinisch sind geistlich einfach viel wirksamer, was ganz konkret Exorzisten erleben. Ja, Exorzismen auf Lateinisch, d.h. der große Exorzismus, ist viel wirkungsvoller als einer in der Landessprache. Die Dämonen können Latein, sie hassen es und fürchten es, was die letzten Liturgiereformen ja erklärt. Da die ACH-Gebete sich gegen die feindliche geistliche Welt richten, so sollten sie Lateinisch gebetet werden. Da die deutsche Übersetzung der ACH-Gebete, dank  Eugenie Roth, vorliegt, so können Sie leicht erfahren, was Sie eigentlich in der Sprache der Kirche beten.

Es empfiehlt sich die ACH-Gebete als die ersten Gebete des Tages zu verrichten, weil sie wirklich Schutz bieten. Die ACH-Initiative ist eine Gebetsgemeinschaft, in die jeder täglich einzahlt, sodass man von diesem gemeinsamen Konto anonym schöpfen kann.

Sie beten in der folgenden Reihenfolge:

1. Die täglichen Einführungsgebete

Download:  ACH Gebete Anfangsgebete

dann die Litanei vom Kostbarsten Blut

Download: ACH Litanei 2

2. Danach Gebete vom jeweiligen Wochentag:

Sonntag

Download: ACH Sonntag 3

Montag

Download: ACH Montag 4

Dienstag

Download: ACH Dienstag 5

Mittwoch

Download: ACH Mittwoch 6

Donnerstag

Download: ACH Donnerstag 7

Freitag

Download: ACH Freitag 8

Samstag

Download: ACH Samstag 9

3. Schlußgebet für jeden Tag

Download: ACH Schlußgebet 10

3 Gedanken zu „Auxilium christianorum – Podcasts

  1. Wo wir beim Thema Latein sind: Gibt es eine gebrauchsfähige Übersetzung des Fatima-Gebetes nach den jeweiligen Rosenkranz-Gesätzen? Im Internet findet man unterschiedlichste lateinische Fassungen und ob die offizielle Vatikan-Variante in Ordnung ist, ist mir unklar. Vielen Dank 🙂

    1. Ich schaue mich um. Aber auch wenn die Fassungen abweichen sollen, so müssen Sie nicht falsch sein. Wenn Sie denselben Text zwei Übersetzern geben, dann finden sich auch Unterschiede.

      Hier eine Übersetzung mit einem Grammatikfehler:

      Oratio Fatima
      Fatima Prayer
      O MI IESU, dimitte nobis debita nostra, libera nos ab igne inferni, conduc in caelum omnes animas, praesertim illas quae maxime indigent misericordiae tuae.

      Ich habe es verbessert, die Quelle ist hier: http://www.preces-latinae.org/thesaurus/BVM/Rosarium.html

      Hier habe Sie es noch anders, aber grammatikalisch korrekt:

      Domine Iesu, dimitte nobis debita nostra,
      salva nos ab igne inferni,
      perduc in caelum omnes animas,
      praesertim eas, quae misericordiae tuae maxime indigent.
      Amen.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Fatima-Gebet

      Ich finde das letzte besser, aber die erste Zeile erinnert zu stark an das Vater Unser. Im Deutschen und Polnischen hat die erste Fatima-Zeile einen anderen Klang. Und hier wären wir bei den Übersetzungen. Aber nehmen Sie die wikipedia Fassung.

  2. Wenn ich mir das richtig gemerkt habe, habe ich folgende Version gelernt:

    O mi Jesu, remitte nobis peccata nostra,
    custodi nos ab igne inferi,
    attrahe omnes animas ad caelum,
    praecipue illas maxime egentes misericordiae tuae.

    Um Fehler von vornherein auszuschließen, habe ich eben im Internet nachgesehen; dies scheint eine recht gebräuchliche Form des Gebetes zu sein.

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