Die kleine Anzahl der Geretteten oder was ist wahrscheinlicher? (4 von 5)

Crucifixus jansen

Prädestination und Reprobation

Wenn also Gott alle mögliche Gnadenhilfe gibt und niemanden von vornherein von der ewigen Seligkeit ausschließt, so schließt man sich davon selbst aus. Da also Gott allwissend ist, so weiß er, wer in den Himmel und wer in die Hölle kommt und so ist die Prädestination als Vorherbestimmung durch Vorauswissen zu sehen. Wenn es also die Prädestination gibt, so gibt es auch die Reprobation, d.h. die ewige Verwerfung bestimmter Engel und Menschen durch Gott (DH 628). Die Kirche lehrt aber:

Die positive Reprobation ist keine absolute, sondern eine bedingte; sie erfolgt nur post et propter praevisa peccata personalia [nach und wegen der vorausgesehenen persönlichen Sünden Red.] (De fide, DH 397, 621, 628, 1567)

Es gibt also die Prädestinierten, es gibt auch die Reprobierten und die göttliche Gnadenwahl ist für uns ein Geheimnis. Die Zahl der Prädestinierten ist nur Gott bekannt.[1] Ferner kann kein Mensch ohne spezielle Offenbarung seiner eigenen Prädestination sicher sein (De fide, 1540, 1565, 1566). Es lässt sich dennoch die Frage stellen, ob die Anzahl der Erwählten, d.h. der Prädestinierten oder der Reprobierten, d.h. der Verworfenen größer sein. Wozu? Um es sich einfacher zu machen. Dem Schreiber dieser Zeilen war die Lehre von Prädestination und Reprobation zwar bekannt, sie hatte aber für ihn kaum praktische Bedeutung außer einer harten Zeit von mehreren Monaten in seinem Studium, wo er selbst glaubte zu den Reprobierten zu gehören, was ihm große Qualen verursachte, die auch der hl. Franz von Sales in seiner Schulzeit durchmachte.[2] DSDZ dachte lange, weil man es nachkonziliar so gelehrt bekommt, dass die Anzahl der Prädestinierten viel größer als die der Reprobierten sei. Jetzt kommt DSDZ das Umgekehrte wahrscheinlicher vor, aber diese Fragestellung hat auch eine praktische Seite. Sie belehren, falls Sie ihren Glauben ernst nehmen, sehr viele Menschen oder Sie geben ihnen Zeugnis. Die allermeisten verwerfen die christliche Lehre und entscheiden sich dagegen. DSDZ glaubte lange, dass es an ihm liegt, dass er etwas schlecht vermittelt oder zu wenig heilig sei, um die Menschen zur Bekehrung zu bewegen. Er fühlte sich ständig schuldig, ständig unter einem Missionsdruck. Aber die praktische Umsetzung der Lehre von der Prädestination und Reprobation bedeutet doch, dass manche Menschen, gleich was wir mit ihnen oder an ihnen machen, in der Hölle landen werden. Sie sind reprobiert aufgrund ihrer Missetaten, die Gott, nicht wir wohlgemerkt, vorausgesehen hat. Wir können uns also anstrengen wie wir wollen. Es wird nichts! Wir sollten unsere Kräfte woanders einsetzen! Es ist wirklich wie im Krankenhaus im Krieg. Sie haben wenig Personal, Medikamente und Mittel und wissen, dass einige ohnehin sterben werden, weil ihr Zustand aussichtslos ist. Lassen Sie denen die Mangelwaren zukommen? Wohl nicht, Sie würden sie ja denjenigen wegnehmen, welche noch gesunden können. Und so ist es mit unseren Lebenskräften. Was sagt uns die postkonziliare Kirche?

1. Es gibt keine Hölle.

Sie sagt uns, dass

  1. alle in den Himmel kommen werden, weil es
  2. die Hölle nicht gibt, weil
  3. die leer ist (Urs von Balthasar) oder
  4. die Seelen der Bösen vernichtet werden (Antipapst Franziskus).

Da ist natürlich alles ein häretischer Unsinn, weil die Wirklichkeit der Höllen, die leider sehr voll ist, ein biblisch bezeugtes Dogma ist und die Annihilation der Seelen eine neue bergolianische Häresie ist, welches die Kirche nicht kennt. Die Seele ist unsterblich, so kann sie nicht annihiliert werden. Diese offenen Häresien werden nicht so offen gelehrt, wenigstens nicht von denen, die sich, wie die Neocons, für katholisch halten. Bei (1) macht die Mission oder die Evangelisierung keinen Sinn, ebenso wenig wie Moral, Liturgie und überhaupt irgendwas an sittlicher oder spiritueller Anstrengung, weil es letztendlich keinen Unterschied zwischen gut und böse gibt.

2. Der Platz im Himmel oder der Hölle hängt von der Anstrengung der Missionare ab.

In dieser Lehre, welche sehr verhängnisvoll für alle ist, die sich um Evangelisierung bemühen und welche hauptsächlich in den sog. Erneuerungsbewegungen anzutreffen ist, wird gelehrt, dass es zwar eine Hölle gibt und manche Menschen darin landen, aber die Schuld dafür hauptsächlich diejenigen tragen, die ihnen entweder Christus nicht verkünden oder es tun und ein schlechtes Beispiel geben. Das sagen mutatis mutandis viele Priester den Nonnen:

„Ich sündige, weil ihr zu wenig für mich betet. Ihr seid schuld, nicht ich!“

Diese Umkehrung der Verantwortung ist wirklich diabolisch, weil sie den Täter zum Opfer macht und die Opfer seiner fehlenden Seelsorge zu Tätern. Der Sünder kann sich also zurücklehnen und auf den Verkünder mit dem Finger deuten und sagen:

„Ich gehe zwar in die Hölle, aber Du gleich mit, denn Du bist schuld an meiner Lage.“

Dies ist aber die Verneinung seiner eigenen Verantwortung und des freien Willens, ferner jeglicher Gnadenlehre und des allgemeinen Heilswillens Gottes.

3. Der Platz im Himmel oder der Hölle hängt von der Anstrengung eines jeden selbst ab.

Dies ist zwar die rechtgläubigste Häresie von denen, die oben dargestellt werden, sie ist aber dennoch falsch. Denn sie ist pelagianisch, indem sie die eigenen Bemühungen zu sehr in den Vordergrund steht und die Gnade, sowie die Gnadenwahl Gottes, im Sinne einer Prädestination oder Reprobation, ausklammert. Diese Lehre wird fast flächendeckend nach dem Vat. II von den Konservativen gelehrt, weil durch Henri de Lubac und Karl Rahner die gesamte katholischen Gnadenlehre aufgegeben wurde. Der Mensch, der, wie Rahner verkehrt lehrte, von sich aus „gottfähig“ ist, erlöst sich selbst, indem er seine „Gottfähigkeit“ entwickelt. Diese Lehre ist auch gnostisch und naturalistisch, weil dadurch zwischen der göttlichen Transzendenz und der menschlichen Immanenz nicht unterschieden wird. Nimmt man diese Lehre ernst, dann bewirkt man seine Erlösung selbst, was falsch ist und Christus und seinen Kreuzestod unnötig macht.

Die richtige Lösung lautet aber:

4. Der Platz im Himmel oder der Hölle hängt von der göttlichen Vorauswahl (Prädestination oder Reprobation), von der göttlichen Gnade und der Mitarbeit des Menschen mit ihr ab.

Kann man denn wissen, ob man prädestiniert wurde? Nein, das kann man ohne eine spezielle Offenbarung Gottes nicht (DH 1540, 1565, 1566).[3] Hl. Thomas von Aquin fasst es wie folgt auf:

„Mögen auch einige auf Grund eines speziellen Privilegs eine Offenbarung über ihre Prädestination erhalten, so ist doch eine Offenbarung an alle nicht angemessen, weil sonst die Nichtprädestinierten In Verzweiflung gerieten und bei den Prädestinierten die Sicherheit zur Nachlässigkeit führen würde.“ (Summ. I q. 23 a 1 ad 4)

Diekamp-Jüssen gibt an:

„Dennoch kann der Einzelne aus verschiedenen Zeichen, die ihm die Offenbarung an die Hand gibt, eine certitudo coniecturalis (mutmaßliche Gewissheit) schöpfen, dass er prädestiniert sei. Solche signa praedestinationis (Zeichen der Prädestination) lassen sich den „acht Seligkeiten“ Mt 5, 3 ff. entnehmen, die aber offenbar eine vollkommenene und beharrliche Übung solcher Tugenden voraussetzen.“ [4]

Erleben Sie das (Mt 5, 3-11) ständig?

Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

Falls ja, dann haben Sie gute Karten. Falls nicht, dann sorgen Sie dafür, dass es so wird. Noch sind Sie am Leben.

„Ferner“, so schreib Diekamp-Jüssen, „können:

  1. eifriges Gebet um die Beharrlichkeit [d.h. das Ausdauern in der Gnade Gottes bis zum Ende],
  2. großer Seeleneifer (Jak 5, 20: „Wer einen Sünder, der auf Irrwegen ist, zur Umkehr bewegt, der rettet ihn vor dem Tod und deckt viele Sünden zu“.)
  3. innige Andacht zum göttlichen Heiland
  4. und zur allerseligsten Jungfrau Maria

eine sichere Vermutung der Prädestination begründen.“

[1] Diekamp-Jüssen, Katholische Dogmatik, 226.

[2] http://visitationspirit.org/2015/05/blessed-mother-and-st-francis-de-sales/ http://www.franz-von-sales.de/icss_de/artikel/english/sbordone.pdf

[3] Ebd., 226.

[4] Ebd., 227.

17 Gedanken zu „Die kleine Anzahl der Geretteten oder was ist wahrscheinlicher? (4 von 5)

  1. Eine kurze Verständnisfrage sine ira et studio: Wie ist in diesem Kontext die Marienerscheinung von Fatima einzuordnen, welche ja aussagt, viele Menschen kämen in die Hölle, „weil niemand für sie betet“? Ich selbst sehe Marienerscheinungen an sich recht distanziert, da ich mit dem Auftrag der Hl. Jungfrau „Was er sagt, das tut!“ bereits vollends ausgelastet bin. Etliche Gläubige haben aber eine sehr starke innerliche Bindung an Fatima, daher meine Frage.

    1. @ Kirchenfahrer

      Ja genau, es ist eine Privatoffenbarung, die im Kontext der ganzen Theologie, auch der Lehre von der Prädestination/Reprobation gelesen werden muss.

      Der Satz ist so zu interpretieren, dass man jemanden durch die Fürbitte aktuelle Gnade, so Gott es will, „senden“ kann. Wie im Paypalkonto: Sie senden mir Geld. Ich kann es akzeptieren oder zurückweisen. Wenn ich es akzeptiere, hängt es von meinem freien Willen ab, was ich damit mache. Ob ich mir Unsinn kaufe oder es wirklich für die Belange dieses Blogs und die einfache Lebenserhaltung gehört auch dazu, verwende.

      Ich würde diese Vorgehensweise wie folgt sehen:

      1. Sie beten für A.
      2. Gott erhört Ihr Gebet oder auch nicht. (Prädestination/Reprobation)
      3. Falls ja, sendet er A zusätzliche Gnade auf Ihre Fürbitte hin.
      4. A entscheidet oder er diese Gnade annimmt.
      5. Falls ja, A bekehrt sich.
      6. Fall nein, A trägt die ewigen Konsequenzen.

      Ich bin gerade dabei richtig gründlich mir die katholische Gnadenlehre bezüglich der aktuellen Gnade anzueignen und werde sicherlich etwas zu schreiben auch hinsichtlich dieser Fragen.

      Also die Fürbitte ist nur ein Begleitumstand, synergos auf Griechisch und keine Erstursache, diese ist der freie Willen.

      Würde man diese Aussage absolut lesen, dann:
      1. Wäre der Beter für das ewige Schicksal einer anderen Person verantwortlich, was sich weder durch Schrift noch durch die Tradition beweisen lässt.
      2. Es gäbe keinen freien Willen.
      3. Es gäbe keine Prädestination/Reprobation.

      Es stimmt schon, das wenige Katholiken für andere beten. Siehe unsere Bußpsalmenaktion, wirklich wenige.

      Wir haben jetzt hier die Gebetsecke und als man für mich in den schweren Stunden betete, so spürte ich als würden sich dunkle Wolken verziehen, die Ängste fielen ab, Zuversicht und Freude kam, Denken wurde klarer etc. Alles Zeichen der aktuellen Gnade, welche vorübergehend den Verstand erleuchtet und den Willen stärkt, wie die Kirche lehrt. Andere Leute, für die gebetet wird, empfinden es ähnlich. Also Fürbitte bezweckt etwas, aber es ist wie ein Wind beim Segeln. Was Sie daraus machen hängt von Ihnen ab.

      Unter den hörenswerten Predigten von Father Ripperger gibt es eine über die Treue den Gnadenregungen gegenüber (Fidelity to grace) http://www.sensustraditionis.org/webaudio/Sermons/ID/Fidelity.mp3

      Ich glaube auch, dass es so ist, und hl. Katharina von Genua (Teil 3), sieht es ebenso. Wie man die Gnaden verschmäht dann gibt Gott irgendwann nicht mehr, weil der Empfänger verstockt ist. „Wer hat dem wird gegeben“. Es gibt ja auch die Ökonomie der Gnade, welche ökonomisch ist, d.h. sie erreicht auf dem einfachsten Wege die größte Effizienz. Würde Sie als Investor Ihr Geld einem mehrfachen Bankroteur und Betrüger anvertrauen? Wohl nicht. So will wohl Gott auch nicht seine Gnade verschwenden.

      Bekehrung eines verstockten Sünders auf dem Totenbett ist deswegen so selten, weil er so viele verkrustete Dreckschichten auf sich hat, dass keine Gnade da durchscheint. Er hat ja seinen freien Willen gehabt und sich immer und fortfolgend gegen Gott entschieden.

      1. Herzlichen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort. Es wird einige Zeit brauchen, hier vertieft einzudringen.

        Etwas off-topic: Ich würde gerne die anstehende Fastenzeit nutzen, um das Breviergebet stärker in den Fokus zu rücken. Gedacht ist an einen Austausch über die Möglichkeit für den Laien, täglich das Brevier zu beten, die Thematik „Latein für Nicht-Lateiner“, Selbstdisziplin etc. Dabei möchte ich gerne auch auf die Beiträge zum Breviergebet in Ihrem Blog verweisen.

        Eventuell unterstützt ja der eine oder andere katholische Blog im Sinne der heutigen Benediktus-Antiphon „Ecce quam bonum et quam iucúndum, habitáre fratres in unum“ das Vorhaben.

      2. Ja, wir müssen Verantwortung fur unser Seelenheil übernehmen, indem wir Gott unsere Herzenstür öffnen und IHM in allem Vorrang geben.
        Verschmähen wir auf Dauer göttliche Gnaden, werden sie uns womöglich irgendwann nicht mehr geschenkt.
        Das Beispiel des „durch viele verkrustete Dreckschichten“ undurchlässig gewordenen Sünders auf dem Sterbebett ist einleuchtend.
        Aber können wir wirklich wissen, was in der Seele des Sterbenden in den letzten Minuten seines Erdenlebens vor sich geht?
        Vielleicht denkt Gott ja auch: Lieber noch einmal Gnade verschwenden als vorenthalten.
        Ist es nicht denkbar, dass ER deshalb gerade in diesen allerletzten Lebensminuten einen Gnadenstrahl sendet und diese Menschenseele nimmt ihn wider menschlichem Erwarten durstig auf?
        Ob es tatsächlich so ist, weiß allerdings nur ER allein, wir können es letztendlich nicht wissen. Gott entscheidet!

      3. @ Marienzweig

        Wissen können wir nicht, was in der Todesstude in einem vorgeht, aber abschätzen schon. Wenn sich jemand sein ganzes Leben lang um Gott nicht scherte, so wird er am Totenbett sich auch nicht anders verhalten. Seien wird realistisch. In meiner Heimat gibt es den Spruch:

        Wie das Leben so der Tod.
        Wie der Tod, so die Ewigkeit.

        Deswegen ist es wichtig am Todesbett für den Sterbenden zu beten und ihn mit Sterbesakramenten zu versehen und zu einer Beichte zu bewegen. Der Tod ist ein schwerer Durchgang und deswegen braucht man jede Hilfe, die man nur bekommen kann. Gott enthält nichts vor, aber ob jemand noch in der Lage sein wird es anzunahmen? Sie, liebe Marienzweig, können für niemanden sein Leben durchleben.

    2. Genau aus diesem Grund und noch ein paar anderen Aspekten (die Erscheinungen erinnern an spätere UFO-Sichtungen oder der eher schuldbewusste Gesichtsausdruck der Kinder ) sehe ich Fatima nach einigen Jahren der Begeisterung nun mehr als skeptisch,kirchliche Anerkennung hin oder her.
      Alle Botschaften und Erscheinungen der letzten hundert Jahre haben rein gar nichts bewirkt,weder politisch noch gesellschaftlich noch religiös.
      Langsam bin ich sogar zu den Sedisvakantisten gewechselt und glaube,das zumindest seit des Ablegens der Tiara kein Papst mehr regiert sondern nur noch ein Bischof von Rom.

      1. @ Stella

        Die Tiara ist nur ein sakramentale. Sie macht einen Papst nicht aus, denn nicht immer hat es eine gegeben und vor der Tiara gab es auch Päpste.

        Aber ich bin derselben Meinung wie Hilary White. Fatima ist ein Kanninchenloch ohne Ende.

        Nehmen wir einmal an, es gab keine Fatima-Botschaft. Leben wir trotzdem weiter? Ja.

  2. Ich habe manchmal den Eindruck, dass es quasi eine katholisch daherkommende Nebenreligion gibt, die sich mehr mit Erscheinungen und einer für mich übers Ziel hinausschiessenden „marianischen Spiritualität“ beschäftigt als mit den den Dogmen.
    Was die Prädestination betrifft, verstehe ich es salopp formuliert so: Nichts Genaues weiss man nicht. Und wenn man der erhofften Gnade beharrlich entgegenzukommen versucht, dann kann man dadurch nur gewinnen.
    Habe ich was übersehen?

    1. @ Neukatholikin

      Unter dem Strich stimmt es. Nichts genaues, was den eigenen Zustand betrifft weiß man, hoffen wir das Beste, nach der Anzahl der Leser dieses Blogs und dem allgemeinen Zustand der katholischen Rechtgläubigkeit anno 2018 kann die These von der geringen Anzahl der Prädestinierten nur stimmen. :))

      Um es mit Goethe zu pointieren:

      „Wer sich aus aller Kraft bemüht, den wollen wir erlösen“. Oder so ähnlich…

      Die ist nicht pelagianisch zu verstehen, sondern wer sich um die Verdienste (merita) bemüht, dem gibt Gott wohl die Gnade. Seien wir zuversichtlich, aber nicht übermütig.

      1. Vielen Dank! Ich glaube, es heisst bei Goethe: „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“. Das klingt zwar nach Streber am Gymnasium, aber durch Zurücklehnen und Karneval feiern (und danach wohlgemerkt nicht fasten) kommen wir eindeutig nicht weiter.

  3. Das ist doch ein katholisches Forum oder täusche ich mich? Die negativen Äußerungen über die Mutter Gottes sind mir zu protestantisch. Ohne Guadalupe wäre Amerika nicht in die Hände unseres Herrn gefallen und ohne Fatima hätten die Feinde unserer Kirche nichts zu tun gehabt. Es dürfte doch wohl klar sein das zu Fatima gezielt falsche Prämissen gesetzt worden sind um die Erscheinung unglaubwürdig zu machen. Wenn Satan eine Frau haßt dann frage ich mich welche? Vielleicht kommt mal einer drauf. Sie ist die Tochter des Vaters, die Mutter des Sohnes und die Braut des Heiligen Geistes. Sie ist die dreifach gekrönte Königin. Wenn ich mal sterbe und vor meinen Gott stehe dann wünsche ich mir das sie für mich bittet oder können wir darauf verzichten. Also ich fasse es nicht.
    Per Mariam ad Christum.

    1. @ Shuca

      Natürlich ist das ein katholischer Blog und wir ehren die Gottesmutter, was aber nicht bedeutet, dass man als Katholik gehalten ist an jede Privatoffenbarung zu glauben und Fatima ist Privatoffenbarung. Es wird dazu eine fundierte, theologische Reihe geben, in der dargelegt werden wir, warum Faustina zu Falschoffenbarungen zu rechnen ist. Also bitte haben Sie Geduld!

  4. Sr. Faustina ist heiliggesprochen, aber ihr Tagebuch steht auf dem Index … fand ich schon immer eine eigenartige Konstellation …
    Dann hat sie also trotz ihrer falschen Visionen heiligmäßig gelebt? (aber ich komme ab vom Thema. Punkt.)

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