Podcasts. Leserfrage Nr. 10: Wie ist die Verehrung des „Barmherzigen Jesus“ nach den Erscheinungen der Hl. Faustina Kowalska zu bewerten?

Heute stellen wir unseren weiteren Podcast der Reihe vor:

„Alles über Katholizismus wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten?“

Eine Reihe also, welche darin besteht die Leserfragen ab 20 EUR pro Frage in mindestens 15 Minuten zu beantworten. Sie überweisen uns Geld, schicken Ihre Frage und diese wird per Podcast öffentlich beantwortet, wobei sich die Beantwortungs- und Bearbeitungszeit nach dem Arbeitsaufwand richtet.

Die hier behandelte Frage lautet:

Wie ist die Verehrung des „Barmherzigen Jesus“ nach den Erscheinungen der Hl. Faustina Kowalska zu bewerten?

Die ist negativ zu bewerten und der Podcast sagt auch warum.

Als Literatur zur Beantwortung dieser Frage wurden verwendet:

  • Diekamp-Jüssen, Katholische Dogmatik, Wil: Alverna Verlag 2012
  • Poulain, A. SJ. The Graces of Interior Prayer. A Treatise of Mystical Theology, Westminster 1949
  • Poulain, A. S.J., Die Fülle der Gnaden, Freiburg in Breisgau 1909
  • Tanquerey A., Précis de Théologie Ascétique et Mystique, Paris 1924

Die deutsche Fassung des Tagebuchs von Fausina Kowalska befindet sich hier.

Die Scans der Verurteilungsdekrete von Faustinas Schriften (6 marca 1959 (Acta Apostolicae Sedis 51[1959] p. 271) finden sich hier und hier. Dass das Tagebuch auf dem Index stand ist hiermit bewiesen.

Podcast:

Wie ist die Verehrung des „Barmherzigen Jesus“ nach den Erscheinungen der Hl. Faustina Kowalska zu bewerten?

40 Gedanken zu „Podcasts. Leserfrage Nr. 10: Wie ist die Verehrung des „Barmherzigen Jesus“ nach den Erscheinungen der Hl. Faustina Kowalska zu bewerten?

  1. Danke für den interessanten Beitrag. In der Tat machen beispielsweise die (beinahe obzessive) Fixierung auf die Verehrung eines ganz speziellen Barmherzigkeitsbildes und die gleichsam automatisch eintretende schrankenlose Barmherzigkeit Gottes zu Jesu Todesstunde skeptisch, vermittelt sie doch eher den Anschein eines magischen Fetischkultes. Wie bei den meisten Privatoffenbarungen üblich (https://kirchfahrter.wordpress.com/2016/11/10/traditionalistisch-konservativ-oder-nur-einfach-katholisch-von-der-muehe-des-begriffes-8/), herrscht eine abschreckend süßlich-kitschige Atmosphäre vor (ältere Damen unterstreichen dabei nicht selten das forcierte „Kindsein“ – „wenn ihr nicht werdet wie die Kinder“ – durch aufgesetzt „helle“ Stimmlagen, unmotiviertes Gekicher und enervierend „gütiges“ Dauerlächeln), welche oftmals – wie im vorliegenden Fall – bis ins schwül-erotische geht. Auch die abrupte 180°-Wende der kirchlichen Autoritäten bei der inhaltlichen Beurteilungen scheint dubios, da der handelnde Papst Johannes-Paul II. bereits als Krakaus Erzbischof vom Gedankengut der Krakauer Ordensschwester eingenommen war.

    Aber noch eine kurze Frage: Bezüglich der „Erweiterung des Opfers der Eucharestie“ (so Mechthild Neiske, „Der Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit“, 1.A. 2015, Christiana-Verlag) fiel mir auf, dass dem Aufopfern des Leidens und Sterbens des Herrn auch von Pater Martin von Cochem in seiner „Erklärung des hl. Meßopfes“ (zit. nach 7.A.) ein „großer Nutzen“ zugesprochen wird, wenn auch außerhalb des Hl. Meßopfers natürlich mit geringerer Kraft, nämlich als lediglich geistiges Opfer. Das Aufopfers des Leidens Christi begründet, so der Herrn auch gegenüber der hl. Gertrud, trotz größter Sündenlast zumindest „die Hoffnung der Verzeihung“ (ebenda, S. 306), wenn auch natürlich keinen „Heilsmechanismus“. Wie würden Sie dies im Zusammenhang mit dem Chaplet einordnen?

  2. @ Kirchfahrter

    Bezüglich des Aufopferns, so wurde mir diese Frage schon gestellt. Aber in der Messe findet etwas statt, was aufgeopfert werden kann. Im Barmherzigkeitsrosenkranz ist Christus real nicht vorhanden.
    Die genauere Antwort werde ich mir noch überlegen. Ein deutsche Faustina-Zyklus wird noch folgen.

    1. Wissen Sie nicht, dass Papst Pius XII. sagte, lest dieses Werk – wer es liest wird verstehen und dass er sein Einverständnis gab, dieses Werk zu drucken.
      Dass erst unter Roncalli, dem ersten Freimaurer“papst“ , der das Unheilskonzil einberief und den „Unheilspropheten“, wie er die Seherkinder nannte, nicht glauben wolle, dieses Werk verbieten ließ? Haben Sie einmal den ersten Band davon gelesen? Sie würden sich wundern, wie sehr das Ihren veröffentlichten Texten zur heilsgefährdenden Konkupiszenz das Wort redet! Auch der Zusammenhang zwischen menschlicher Sexualität und der Erbsünde, wird hier dargestellt, was ich schon lange so empfand. Was natürlich ganz und gar nicht mit den Ideen der Modernisten vereinbaren lässt.

      Ich habe die zwölf Bände mehr als zweimal gelesen und nichts- aber auch gar nichts ist darin gegen den wahren katholischen Glauben gefunden.
      Es ist das einzige Werk, das ich mehrmals gelesen habe – Agreda und A. K. Emmerich habe ich nach kurzer Zeit aufgehört zu lesen. Da war bald ein innerer Widerstand. ( Vielleicht auch durch die Wortwahl.) Dieses Werk von Maria Valtorta wurde von kirchl. Freimaurerbrüdern auf den Index gesetzt! Es ist zu katholisch.
      Sagte nicht auch Bernadette Soubirous voller Demut, dass sie nichts sei als ein Besen, den, wenn der Himmel ihn gebraucht habe, wieder in die Ecke stelle?
      Dass M.Valtorta Zettelchen vollschrieb, deren Inhalt sich keinem erschloss, besagt gar nichts. Ihre Aufgabe war erfüllt – der Besen wurde in die Ecke gestellt. Eine Prüfung . Auch für uns.
      Halten Sie es vermessen oder nicht – ich habe einen „sensus fidei“ geschenkt bekommen. Ich spüre, wann und wie der Herr spricht. Nicht immer gleich, aber bald. Da stellt es mir dann innerlich die Haare auf, wenn was von „unten“ kommt.
      (Buch der Wahrheit,Enoch, Heroldsbach u.v. mehr. Als Bergoglio auf die Loggia trat, sträubten sich mir direkt die Haare, obwohl ich nichts von ihm wusste.Ich recherchierte über ihn und verstand.)
      Deshalb bin ich mir sehr sicher, dass das Werk „Der Gottmensch“ von Gott kommt. Da ist nichts als Ehrfurcht und Freude in mir.
      Sagte nicht der Apostel Johannes : wollte man die ganzen Werke unseres Herrn aufzeichnen,dass die ganze Welt die Bücher darüber nicht fassen würde?
      Also stört euch nicht and den 12 Bänden – es ist nicht einer überflüssig.

  3. … gibt es eine/n anerkannten Heiligen, der dement wurde? Maria Valtorta hat ja zum Ende ihres Lebens ihren Verstand nicht mehr wirklich beieinander gehabt und alle möglichen Zettelchen vollgeschrieben … Das hat sie dann angeblich aufgeopfert, weil ihre Schriften nicht die Imprimatur bekamen, wenn ich mich recht erinnere …

    1. @ Eugenia

      Ich weiß nichts darüber. Alle Heiligen starben beim klaren Verstand. Lesen Sie bitten die pdf von den Kapiteln von Pater Poulain. Er gibt dort viele Beispiele.

      Die Demenz bestätigt, dass es Falschoffenbarungen waren. Warum sollte Gott so etwas tun? Der Teufel hingegen wirft sein Werkzeug weg, wenn er es nicht mehr braucht.

    2. @ Eugenia

      Ähnlich war es bei Faustina 1937 wurde sie angeblich geheilt, 1938 wurde wieder krankt und starb. Also entweder war sie niemals krank oder sie wurde nicht geheilt. Ich habe aber ihre Krankengeschichte nicht gelesen.

      Unerklärliche Krankheiten sind auch Zeichen von Umsessenheit.

  4. (Entschuldigung, wenn ich jetzt abschweife) War Theresia (von Avila?), war Hildegard von Bingen nicht auch krank? – Beantwortung gerne in einem anderen Post, wenn’s zu ausführlich wird.

  5. … was mich – ohne die hier aufgeschriebenen und gesprochenen Fakten zu kennen – schon lange irritiert: Warum sollte Gott die Einführung des Barmherzigkeitssonntags ausgerechnet am „Weißen“ Sonntag fordern? Im Vetus Ordo haben alle Sonntage einen Namen, das ist jeweils der Anfang des Introitus‘. Der Introitus des 2.Sonntags nach Ostern beginnt mit den folgenden Worten:
    Misericordia Domini (plena est terra,alleluja) zu Deutsch:
    Von der Barmherzigkeit des Herrn (ist voll die Erde).
    Das sind dann gewissermaßen zwei Barmherzigkeitssonntage hintereinander, das ist unlogisch …

    1. Es verschlägt mir zunehmend die Sprache, wie eine ohnehin in höchstem Maß geprägte liturgische Zeit wie die vom Karfreitag bis zum Weißen Sonntag auch noch von den Motiven dieser Privatoffenbarung bereichert werden soll.

      Johannes Paul II. hat da ähnlich wie mit der Einführung des Lichtreichen Rosenkranzes gehandelt, da dieser die Repräsentation der drei traditionellen Rosenkränze als Psalter »für die Kleinen« aufgelöst hat. Gewiß, Frömmigkeit kann im Laufe der Zeit ihren Betrachtungsgegenstand wechseln. Aber hier sehe ich ein bewährtes Gewebe zerstört, an dessen Stelle nichts Gleichwertiges tritt.

  6. Na ja, wenn der gute GOTT uns am (Vor-)Tag des „Barmherzigkeits-Sonntags“ über diesen Blog vor Falschmystik warnen lässt, so ist das im Ergebnis ja tatsächlich Seiner barmherzigen Tat am Kreuze zu verdanken, so dass wir trotzdem die Barmherzigkeit GOTTES preisen dürfen. Damit kann man auch aus dem „Barmherzigkeits-Sonntag“ noch das Beste machen 😉

    Ich selbst gebe jetzt einmal subjektive Einschätzungen an: Die großen Fans des „Barmherzigen Jesus“ sind doch sehr oft stark charismatisch angehaucht. Ich habe früher auch an ihm gehangen – und auf Seine „Barmherzigkeit“ hin vielleicht vermessenen gesündigt (denn für einen guten Tod würde ja allein die Verehrung des Bildes genügen). Und in der katholischen Tradition meiner Region sieht man diesen Kult auch oft eher skeptisch.
    Aber die theologischen Argumente des DSDZ sind natürlich einfach objektiv nicht zu widerlegen.
    Für diese Mühe herzlichen Dank!

  7. Leider mußte ich heute auch beim Besuch der Heiligen Messe im Vetus Ordo bei der Petrusbruderschaft anschließend den sogenannten Barmherzigkeits-Rosenkranz erleben, den ich bisher gar nicht kannte. Auf Grund göttlicher Fügung hatte ich aber am frühen Morgen diesen Podcast zum Teil gehört und ich war entsprechend vorbereitet und habe das Gotteshaus dann verlassen. Mir ist völlig unerklärlich, wie so am Weißen Sonntag diese merkwürdige Verehrung stattfinden soll. Vielen Dank an DSDZ für diesen Podcast!

  8. Vortrag ab Minute 51;
    Kritik am Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit.
    In diesem Rosenkranz betet man bei den großen Perlen:
    Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, zur Sühne für unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt.

    Nun betet man den Akt der Aufopferung auch beim Gebet des Engels von Fatima:
    „Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, in tiefster Ehrfurcht bete ich Dich an und opfere Dir auf den kostbaren Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Jesu Christi, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Erde, zur Wiedergutmachung für alle Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch die Er selbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste Seines Heiligsten Herzens und des Unbefleckten Herzens Mariens bitte ich Dich um die Bekehrung der armen Sünder.“

    Worin besteht der wesentliche Unterschied dieser beiden Gebete?
    Jedesmal opfern wir Jesus Christus dem Vater bzw. der heiligsten Dreifaltigkeit außerhalb der hl. Messe auf. Wir opfern Gott Gott auf.
    Ist der Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit abzulehnen, weil wir dem Ewigen Vater (und nicht der Allerheiligsten Dreifaltigkeit) aufopfern oder weil wir (als Menschen) die Gottheit aufopfern oder beides?

    1. Diese Frage wurde schon mehrmals gestellt.
      Antwort
      1. Dieses Gebet gehört nicht zu Kernoffenbarungen.
      2. Bitte bei Poulain die Möglichkeiten einer Verfälschung von echten Offenbarungen ansehen.
      3. Bei dem Gebet aus Fatima wird auf den Eucharistischen und Gegenwärtigen Christus Bezug genommen, bei Fatima nicht.
      4. Warten Sie den ganzen deutschen Faustyna-Zyklus ab. Ich habe dort die Aufopferungsgebete der Tridentinischen Messe aufgeführt, die wesentlich moderater im Ton sind als die des Engels und bei Faustina.
      5. Man braucht an das Engelsgebet von Fatima nicht glauben, was ich auch nicht tue.
      6. Ich arbeite an der endgültigen Antwort und suche nach liturgischen Präzedenzfällen, wo man Gott seine Gottheit aufopfert. Bisher kenne ich das Aufopfern nur aus der Frömmigkeitsliteratur.
      7. Ich bleibe dran.

      1. Werter DSDZ: Punkt 3 sollten sie nochmal überprüfen – da scheinen sie sich vertippt zu haben. Bei Fatima wird auf ….Bezug genommen. Bei Fatima nicht. (?)
        Anderes Thema:
        Kann man bei dem Engelsgebet, wo wir um Verzeihung unserer Sünden bitten, dass „Alle in den Himmel führen“,( was definitiv falsch ist, weil es wieder Allerlösungsirrlehre ist,) nicht durch „Viele in den Himmel führen“ ersetzen, was mit den Wandlungsworten übereinstimmte, bei denen der Herr selber sagt, dass sein Blut für viele und nicht eben für alle vergossen wird – nämlich die Geretteten.
        Es könnte auch sein, dass die „3.-Geheimnisverschweiger“ von Rom da einfach was dazugefügt oder verändert haben? Die hatten ja auch kein Problem damit, die echte Sr. Lucia (unter Montini, Pau lVI.geschehen) auszutauschen, noch dazu durch eine Frau, wo ein Blinder mit Krückstock sieht, dass das eine ganz andere ist. Die „Luzia“, die wir immer präsentiert bekamen und bekommen, ist eine Luzia- Darstellerin, die sie brauchten; damit sollte uns vermittelt werden, dass die Konzilskirche in Ordnung ist . Sie küsst ja auch Johannes-Paul gleich nach der Kommunion die Hand und schaut ihn immer ganz verliebt an.
        Schaut euch mal auf You tube Folgendes an:
        „The third secret of Fatima(third edition)“ – da werden so manchem die Augen aufgehen. Alles mit Filmen und Bildern belegt.( Dauert über zwei Stunden, alles auf Englisch, aber unglaublich informativ.)

      2. Das Original auf Portugiesisch lautet angeblich so:

        Ó meu Jesus, perdoai-nos e livrai-nos do fogo do inferno; levai as alminhas todas para o Céu, principalmente aquelas que mais precisarem.

        Ganz wörtlich übersetzt:

        O mein Jesus, vergib uns und befreie uns von dem Feuer der Hölle; führe alle Seelchen in den Himmel, besonders jene, welche es am meisten bedürfen.

        Das Wort „alminhas“ (Seelchen) ist die Verkleinerungsform zu „alma“ (Seele) und bedeutet in diesem Zusammenhang so viel wie „arme Seelen“, das heißt die Seelen im Fegefeuer.

        Nun gibt es aber viele andere Versionen zum Beispiel:

        deutsch: … führe alle Seelen in den Himmel …
        lateinisch: … duc omnes ad caeli gloriam … (führe alle in die Glorie des Himmels)
        lateinisch: … perduc in caelum omnes animas … (führe alle Seelen in den Himmel)

        auch am Ende unterscheiden sie sich:

        deutsch: … besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.
        portugiesisch: … e socorrei as que mais precisarem do vossa infinita misericordia. (und hilf denjenigen (Seelen), die deiner unendlichen Barmherzigkeit am meisten bedürfen.)

        Ich persönlich finde das angebliche Originalgebet schon nicht wirklich betbar. Es strahlt keine Schönheit aus, ist einfach primitiv und ergibt keinen klaren Sinn. In den Rosenkranz eingefügt zerstört es die Kontemplation. Der Rosenkranz dagegen ist schön, tiefsinnig und klar. Sollte Maria wirklich wollen, dass wir so ein plumpes „Höllenfeuergebet“ einfügen? Das bezweifle ich sehr. Von den anderen Versionen des Gebets mit Allerlösungsbitte und unendlicher Barmherzigkeit will ich erst gar nicht weiter reden.

  9. Bei den 7 bzw. 15 Vaterunsern, die uns Birgitta von Schweden gebracht hat, betet man jeweils ein Vater unser, ein Gebet, das mit den Worten beginnt: „Ewiger Vater, durch die unbefleckten Hände Mariens und das göttliche Herz Jesu opfere ich dir … (z. B. die Leiden Jesu auf seinem Kreuzweg) auf …“. anschließend ein Ave Maria. Auch hier wird der Hl. Geist nicht erwähnt …

  10. Habe viel nachdacht, was nicht richtig ist am „Barmherzigkeitsrosenkranz“.
    Es ist ganz einfach: Jesus Christus betet im Evangelium folgendermaßen: „Vater, NICHT für die WELT bitte ich dich, sondern für alle, die du mir gegeben hast, damit keiner verloren gehe.“ Und dann hab ich es verstanden: WIR beten bei JEDEM Gesätz 10x …hab Erbarmen mit uns UND
    MIR DER GANZEN WELT. (!!!)
    Wir bitten in diesem Rosenkranz permanent für die WELT ,d.h. für die Weltmenschen, die verloren geht, weil sie Gott nicht wollen und sich daher NICHT bekehren und NICHT umkehren und daher NICHT gerettet werden können,

    denn die Barmherzigkeit Gottes hilft NUR dem reuigen Sünder.

    Das ist das Hinterhältige an diesem Gebet, dass sie eine Barmherzigkeit Gottes suggeriert, die es so nicht gibt. Der Herr spricht oft genug darüber, dass die Welt ( wer ist denn „die Welt“? Die Kinder des Teufels sind es, wie der Herr selber zu den Pharisäern sagt! „Euer Vater ist der Teufel“. Alle die, die verlorengehen, weil sie nicht umkehren WOLLEN.)
    Wenn Jesus Christus ausdrücklich Gott Vater für die Welt NICHT bittet, wie kommen wir dazu, dies andauernd zu tun???. Ich glaube, sobald wir dies erkennen, verärgern wir IHN nur. (Übriens habe ich mit großem Eifer dieses Gebet lange gebetet, bis ich in einigen Schriften der gruseligen Antroposophin Helena Blavatzky gelesen habe: das Zeichen der „Neuen Kirche“ der „neuen Zeit“ wird der Auferstandene Christus sein und nicht mehr der Gekreuzigte.
    Da habe ich zum ersten Mal mit Schrecken erkannt, dass dies das „Barmherziger Jesus“-Bild sein könnte.
    Später las ich, dass das Hl. Offizium unter einem gültigen Papst die mystischen Erlebnisse von Sr. Faustina als Falschmystik einstufte, wegen Hochmut der Schwester Faustina!
    Nun ja , es gehört ja schon einiges dazu, wenn sie glaubte, dass es wahr ist. wenn ihr „Jesus“ sagt, … „deine Liebe ist reiner wie die der Engel“
    Wenn ich nur einen Rest Selbstkritik in mir habe, sollte ich wissen, dass das NIEMALS sein kann. Die Hl. Engel haben sich NIE mit einer Sünde befleckt. Wir haben keine Ahnung, wie heilig sie sind und wie sehr sie über unserer gefallenen Menschennatur stehen.
    (Der Prophet Daniel, der wirklich heilig war, fiel auf sein Angesicht und war wie tot, als ihm der Engel des Herrn in seiner Heiligkeit erschien und musste erst zweimal von ihm berührt werden, damit er wieder atmen und sich wieder bewegen konnte!).
    Sie wollte auch Jesus „mehr lieben“, als er jemals von einem Menschen geliebt wurde. Solche Gedanken sind vermessen, wirklich vermessen. Hat sie denn keinen Augenblick an die HL. Jungfrau Maria gedacht? All das hat etwas sehr Narzistisches. Deshalb wurde sie vom Hl. Offizium verworfen.
    . Und Karol Woytila hat sich über das Verbot hinweggesetzt, hat die Bilder wieder aufhängen lassen und diesen Kult eingeführt. Er war ja – man muss nur seine Schriften kennen – heimlicher Verfechter der Allerlösungstheorie. Wir sind alle Jesus, schrieb er. Jesus war bei ihm so etwas wie ein aufgestiegener Meister und wir sind dazu auch befähigt. Wir alle sind Gott – Das war sein Irrglaube und seinen Irrlehre.

    Ich habe all diese Barmherzigkeits – Bilder abgehängt und verbrannt und sie durch die Bilder des Heiligsten Herzen Jesu ersetzt. Jetzt ist mir wohler.
    Statt des Barmherzigkeitsrosenkranzes habe ich die wunderbaren Litaneien im früheren Gottesdienst von 1958 „entdeckt“. Diese gefallen Gott sicher, da beten wir auch jedesmal um sein Erbarmen und um die Fürbitte Mariens,
    des Hl. Josef und der Heiligen. Das ist ein großer Gebetsschatz.

    1. @ „Mit der ganzen Welt“, ja das ist die Allerlösungslehre. Ich plane eine kleine Podcast-Reihe zu Faustina, weil nicht alles gesagt wurde. Bitte um Geduld.

  11. @ Susanna:
    Herzlichen Dank für Ihre Ausführungen,sie sind wirklich logisch und,wie ich glaube,theologisch einwandfrei.
    Ich bin auch zu der Überzeugung gekommen,das so ziemlich alle Erscheinungen und Visionen der letzten 100 Jahre falsch sind oder dämonisch verfälscht wurden.
    Aus diesem Grunde habe ich mich auch von Fatima „verabschiedet“.

  12. „Ich bin auch zu der Überzeugung gekommen,das so ziemlich alle Erscheinungen und Visionen der letzten 100 Jahre falsch sind oder dämonisch verfälscht wurden.“
    Ein Dämon würde niemals sagen „Am Ende wird mein unbeflecktes Herz triumphieren“ weil er sofort von Satan erschlagen worden würde. Also ich denke die Mutter Gottes hat gerade in den letzten 100 Jahren dafür gesorgt das viele Feinde innerhalb und außerhalb der Kirche sich wünschten sie würde für immer schweigen. Fragen sie mal einen ökumenischen Bischof oder Theologen ob die Mutter Gottes für sie ein Problem ist oder nicht. Die Mutter Gottes ist streng katholisch uns sie schaut nicht einfach tatenlos zu was bestimmte Elemente mit der Kirche ihres Sohnes machen. Wir werden noch eine große Überraschung erleben. Wer hat Angst vor einer großen Marienerscheinung ?
    Sucht sie euch aus.
    Per Mariam ad Christum.

  13. Tut mir leid das sagen zu müssen aber am Ende wird Jesus Christus triumphieren und nicht seine Mutter.
    Sie war zu ihren Lebzeiten bescheiden und trat sogar hinter die Apostel zurück,hielt sich bei den Frauen und nicht bei den Männern.
    Warum also auf einmal diese großen Auftritte !?
    Was sagt sie Neues,was wir nicht schon durch die Bibel wüßten !?
    Ich kenne ja etliche Foren in denen um diese Marienerscheinungen und Botschaften gestritten wurde und wird und außer Unfrieden hat es also nichts gebracht.
    Eine „große Marienerscheinung“ fürchte ich tatsächlich,denn sie wird viele in die Irre führen und dem Antichristen unmittelbar den Weg öffnen.
    Da werden sich dann alle die Hand reichen können,Moslems,Juden und vor allem Esoteriker und Ufo-Fans,nicht zu vergessen Wicca- und Mutter-Erde- Kulte.
    Nicht umsonst schrieb Michael Heesemann,der sich jetzt katholisch gibt Ufo-Bücher und ich kenne noch etliche von seiner Sorte.

    1. Sie haben nach meinem Dafürhalten den Nagel auf den Kopf getroffen: viele „marianische“ Strömungen in unserer Zeit scheinen mir suspekt, entpuppen sich eher als enthusiastische (und immer etwas aufgesetzt wirkende) Kulte, bei denen sich exzessives Schwärmertum mit enggeistiger Ignoranz verbindet. Wenn die Mutter den Sohn zu verdecken scheint ist dies allein schon ein klarer Hinweis, dass da etwas nicht stimmen kann. So beobachte ich öfters einen schon bizarr zu nennenden Fatima-Kult, der für manchen bereits vor dem Evangelium zu rangieren scheint. Die Auslegung von Fatima und die Exegese der „Hirtenkinder“ nimmt dann beinahe Züge einer Ersatzreligion an. Mein persönlicher Marianismus ist übrigens mit Joh 2,5 umfassend umschrieben: Was er euch sagt, das tut. Diese marianische Offenbarung genügt völlig, da hat jeder wirklich genug zu tun…

      1. @Kirchfahrter Archangelus
        Ich will ihnen mal ein bißchen Schwärmerei anbieten.
        „Ich bin die gekrönte Königin und Mutter des Gekrönten Sohnes.
        Ich bin die dreimal wunderbare Königin.
        Ich bin die Tochter des Vaters
        die Braut des heiligen Geistes
        die Mutter des Gottessohnes“
        Das sind nicht meine Schwärmereien. Also vorsichtig!
        Kirchfahrter Archangelus auch für sie gilt meine Frage über den letzten Satz im Ave Maria.
        “ Heilige Maria Mutter Gottes bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes“.
        Würden sie auf diese Schwärmerei der Königin des Himmels in ihrer Sterbestunde verzichten?
        Ja oder Nein. Alles andere ist nur verbale Kosmetik.
        Per Mariam ad Christum.

      2. Sehr richtig, Herr Kirchfahrter! Meiner Meinung nach sind manche Traditionalisten durch das Gefühl der Ausgrenzung etwas exzentrisch geworden und übertreiben es jetzt mit der marianischen Spiritualität. Ich persönlich halte mich an die auf Maria bezogenen Geheimnisse des Rosenkranzes.
        Marien-Erscheinungen, die unter den Gläubigen Streit und Aufspaltung erzeugen können meiner Meinung nach nicht „von oben“ kommen.

    2. Die grundlegende Skepsis gegenüber den heute geradezu inflationär erscheinenden Marienerscheinungen ist grundkatholisch. Der Dämon versucht gerade hier, Katholiken irrezuführen. Man sollte allerdings nicht das Kind mit dem Bade ausschütten.

      Christus und Maria gegeneinanderzustellen ist eine alte protestantische Häresie und führt aber genauso in die Irre. Der Triumph des unbefleckten Herzens Mariens ist natürlich ganz und gar ein Triumph Christi, denn einzig durch ihn, in ihm und mit ihm lebt seine Mutter, ihr ganzes Wesen ist IN CHRISTUS in einem Maße, das für uns schlicht unvorstellbar ist

      Christus gibt jeden von uns am Kreuz seine Mutter zur Mutter und jeden von uns Maria zum Kinde. Maria lebt einzig in Ihrem Sohn und führt jeden, der sich ihr anvertraut in SEIN Allerheiligstes Herz, das sie als Mutter so gut wie kein anderer Mensch kennt. Dieser Führung sich anzuvertrauen ist nicht nur nicht gefährlich, sondern ein sicherer Weg in das Geheimnis der Dreifaltigkeit. Erscheinungen und Privatoffenbarungen braucht es dazu nicht. Die Kirche lehrt das seit vielen Jahrhunderten und mir ist kein Heiliger bekannt, der die Mutter Gottes nicht verehrt hätte. Ob nun jeder dem Pfad des Heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort folgt, liegt in der je eigenen Berufung und kann nur von jedem einzelnen beantwortet werden.

      Für mich ist dieser Weg (Ludwig Marias) der Weg aus dem Exil in die ewige Heimat geworden, gerade weil ER, der in ihrem Herzen ist, DER WEG ist. Ihr vertraue ich mich ganz an, weil ich zutiefst weiß und erfahren habe, dass Sie mich zu IHM in Seiner Kirche geführt hat.

    3. „Tut mir leid das sagen zu müssen aber am Ende wird Jesus Christus triumphieren und nicht seine Mutter.“
      Ich erwarte nichts anderes. Und es bleibt dabei „Am Ende wird ihr unbeflecktes Herz triumphieren“.
      „Eine „große Marienerscheinung“ fürchte ich tatsächlich,denn sie wird viele in die Irre führen und dem Antichristen unmittelbar den Weg öffnen.“
      Sie sind mir zu evangelikal.
      Eine Frage! Der letzte Satz im Ave Maria lautet “ Heilige Maria Mutter Gottes bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes“.
      Wollen sie darauf verzichten für sich selbst persönlich. Ein klares Ja oder Nein wäre wünschenswert.
      Per Mariam ad Christum.

      1. @ Shuca: es geht offenbar (leider) nicht ohne Schubladendenken.
        Nein,ich bin nicht evangelikal,genau genommen zahle ich nirgendwo Kirchensteuer und zwar weil ich Unsägliches in Kirchgemeinden aller Couleur erlebte und ich es als eine Form des Ablasshandels sehe.
        Aber ich kenne auch die „Prophezeiungs-Szene“ und die ist genau so unsäglich.
        Also bin ich schlicht katholisch im stillen Kämmerlein und lese gutkatholische Schriften oder die Bibel.

    4. Die grundlegende Skepsis gegenüber den heute geradezu inflationär erscheinenden Marienerscheinungen ist grundkatholisch. Der Dämon versucht gerade hier, Katholiken irrezuführen. Man sollte allerdings nicht das Kind mit dem Bade ausschütten.

      Christus und Maria gegeneinanderzustellen ist eine alte protestantische Häresie und führt aber genauso in die Irre. Der Triumph des unbefleckten Herzens Mariens ist natürlich ganz und gar ein Triumph Christi, denn einzig durch ihn, in ihm und mit ihm lebt seine Mutter, ihr ganzes Wesen ist IN CHRISTUS in einem Maße, das für uns schlicht unvorstellbar ist

      Christus gibt jeden von uns am Kreuz seine Mutter zur Mutter und jeden von uns Maria zum Kinde. Maria lebt einzig in Ihrem Sohn und führt jeden, der sich ihr anvertraut in SEIN Allerheiligstes Herz, das sie als Mutter so gut wie kein anderer Mensch kennt. Dieser Führung sich anzuvertrauen ist nicht nur nicht gefährlich, sondern ein sicherer Weg in das Geheimnis der Dreifaltigkeit. Erscheinungen und Privatoffenbarungen braucht es dazu nicht. Die Kirche lehrt das seit vielen Jahrhunderten und mir ist kein Heiliger bekannt, der die Mutter Gottes nicht verehrt hätte. Ob nun jeder dem Pfad des Heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort folgt, liegt in der je eigenen Berufung und kann nur von jedem einzelnen beantwortet werden.

      Für mich ist dieser Weg (Ludwig Marias) der Weg aus dem Exil in die ewige Heimat geworden, gerade weil ER, der in ihrem Herzen ist, DER WEG ist. Ihr vertraue ich mich ganz an, weil ich zutiefst weiß und erfahren habe, dass Sie mich zu IHM in Seiner Kirche geführt hat.

  14. @Neukatholikin
    „Meiner Meinung nach sind manche Traditionalisten durch das Gefühl der Ausgrenzung etwas exzentrisch geworden und übertreiben es jetzt mit der marianischen Spiritualität.
    Ich bin froh das ich nicht mit ihren Schreiben gemeint bin sonst hätte ich bestimmt eine passende Antwort dazu gefunden.
    Per Mariam ad Christum.

  15. @Stella
    „@ Shuca: es geht offenbar (leider) nicht ohne Schubladendenken.“
    Sie haben meine Schubladenfrage die den letzten Satz im Ave Maria betreffen nicht beantwortet. Aber ich will nicht in sie drängen. Aber über eins mache ich mir schon Gedanken.
    Wer wird vor Christus nicht umfallen, der protestantisierende oder der marianische Katholik ? Das ist doch eine interessante Frage, oder etwa nicht ?
    Per Mariam ad Christum.

    1. Selbstverständlich bete ich das Ave Maria vollständig,was sollte diese Frage !?
      Im Übrigen ist das Gebet etwas sehr persönliches und geht genau genommen nur den Priester oder Beichtvater etwas an.

      1. Wer vor Jesus Christus „umfällt“sehen nicht „wir“-wer soll das sein !? sondern jeder ganz allein für sich.

  16. „Wer vor Jesus Christus „umfällt“sehen nicht „wir“-wer soll das sein !?“
    Nun wenn sie ihre Beiträge selber schreiben die voller Konsequenz und Anklagen sind verstehe ich diese Frage nicht.
    „Im Übrigen ist das Gebet etwas sehr persönliches und geht genau genommen nur den Priester oder Beichtvater etwas an.“
    Auch die Marienverehrung vieler Katholiken ist etwas sehr persönliches und sollte von anderen Katholiken die in der Regel die Hintergründe dieser Verehrung nicht kennen nicht abfällig kommentiert werden.
    „Selbstverständlich bete ich das Ave Maria vollständig,was sollte diese Frage !?“
    Also kann ich konstatieren das sie großen Wert auf die Fürbitte der Mutter Gottes in ihrer Sterbestunde legen aber sie soll auf keinen Fall erscheinen und schon gar nicht in einer großen Erscheinung. Habe ich das jetzt richtig verstanden?
    Per Mariam ad Christum.

    1. Nein Sie verstehen mich nicht oder wollen es nicht und darum beende ich die Diskussion.
      Was Sie natürlich in dem Glauben bestärken wird das ich zu den schwarzen Schafen zähle die auf die gute Mutter nicht hören wollen.-

  17. „Was Sie natürlich in dem Glauben bestärken wird das ich zu den schwarzen Schafen zähle die auf die gute Mutter nicht hören wollen.-“
    Gute Mütter haben viele aber die allerseligste Jungfrau ist die Mutter Gottes das ist eine ganz andere Dimension.
    „Nein Sie verstehen mich nicht oder wollen es nicht und darum beende ich die Diskussion.“
    Ich mag diese Diskussionen auch nicht aber wenn die allerseligste Jungfrau auch nur ein Jota von der Seite schief angeschaut wird macht mich das hypernervös und ich schreibe dann und kann nicht anders.
    Per Mariam ad Christum.

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