Pater Poulain SJ über Privatoffenbarungen, wahre und falsche Visionen als pdf

Als Ergänzung zum Podcast 10 stellen wir hier die deutsche Fassung des Buches von Pater Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. Ein Handbuch der Mystik, aus dem Jahre 1909. Wir tun es für alle, die kein Englisch können oder sich das Buch auf Englisch  nicht zulegen wollen oder können.  Da wir davon ausgehen, dass nach dem Podcast über Faustina und ihre Falschoffenbarungen für viele, insbesondere Damen, ihr Weltbild zusammen fällt, so wollen wir den werten LeserInnen etwas an die Hand geben, damit sie aus der nachfaustinischen Trümmerlandschaft hinaus finden. Hier ein paar mögliche Fragen und Antworten:

Frage: Wer ist überhaupt dieser Pater Poulain, dass er sich eine Meinung über unsere Faustina bilden kann?

Antwort: Pater Poulain SJ war ein französischer Jesuit, welcher um das Jahr 1901 ein überragendes Buch über die Mystik verfasst hat, für welches er das Wissen der früheren Autoren zusammengetragen, durchleuchtet und sehr systematisch und logisch zusammengetragen hatte. Es ist also ein Handbuch, ein Lehrbuch, ein Nachschlagewerk.

Frage: Ist dies Pater Poulain überhaupt katholisch?

Antwort: Ja, dieses Buch wurde im Namen von hl. Pius X von seinen zwei hochstehenden Kardinälen gut geheißen und den Gläubigen zur Lektüre empfohlen.

Frage: Sind seine Ansichten nicht veraltet?

Antwort: Nein, denn die Gesetzmäßigkeiten des mystischen Weges, der Handlungen Gottes und des Teufels sind dieselben.

Frage: Gibt es Alternativen zum Werk von Pater Poulain?

Antwort: Ja, aber diese wurden noch früher und auf Lateinisch verfasst. Es sind Quellen die er verwendet und Sie müssen in der Lage sein, Altdrucke auf Lateinisch lesen zu können.

Frage: Warum ist Pater Poulain Faustina übergeordnet?

Antwort: Weil Pater Poulain theologische Kriterien bietet, nach denen alle Privatoffenbarungen beurteilt werden können. Es ist ein Handbuch und nicht seine Privatmeinung.

Frage: Gibt es Unterschiede zwischen der englischen und der deutschen Ausgabe?

Antwort: Durchaus. Die englische Ausgabe von 1949 fußt auf einer späteren Ausgabe von Pater Poulain SJ selbst und ist ein wenig umfangreicher als deutsche aus dem Jahre 1901. Das Englische lässt sich auf viel besser, denn einfacher, als das Deutsche aus dem Jahre 1901 lesen.

Und hier die beiden Kapitel als pdf-Dateien.

Kap. 21 Gefahren der Täuschung

Poulain, Kap. 21

Kap. 22 Wie unterscheidet man echte Offenbarungen und Visionen von falschen?

Poulain, Kap. 22

Und daher liebe LeserInnen:

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17 Gedanken zu „Pater Poulain SJ über Privatoffenbarungen, wahre und falsche Visionen als pdf

  1. Wäre es zuviel verlangt,mal die wichtigsten Punkte herauszustellen !?
    Ich persönlich habe schon seit einiger Zeit Bedenken zu allen neueren Offenbarungen,speziell Fatima,La Salette und Faustyna.
    Ich denke nämlich,das Visionen ,Träume oder sonstige markante Eingebungen in erster Linie für den Betreffenden selbst gedacht sind ,als Orientierungs-oder Lebenshilfe und nicht um sich damit wichtig zu machen.
    Falls es jemanden interessiert schreibe ich mal gelegentlich auf,warum mir speziell Fatima im Magen liegt.

    • @ Stella

      Sie müssen es schon selbst durchlesen. Es ist sehr exakt und umfangreich. Ein Zusammenfassung der wichtigsten Punkte würde nichts bringen, weil diese erläutert werden müssten. Lesen Sie es sich in Ruhe durch und dann können Sie Ihre Ansichten zu Fatima darlegen. Und zwar in dieser Reihenfolge.

    • @Stella,
      ja, Ihre Meinung über Fatima würde ich sehr gerne kennenlernen. Vielleicht macht Traditio et Fides mal einen Beitrag darüber.
      Mittlerweile glaube ich persönlich fast nur noch an Lourdes. Meiner Meinung nach stiften die anderen Erscheinungen mehr Verwirrung, sogar Glaubenszweifel, als dass sie helfen.
      Das Buch von P. Poulain werde ich mir auf jeden Fall besorgen.

    • Gehe mit Ihnen konform. Sie sollten aber La Salette Gerechtigkeit zuteil werden lassen. Wir erleben z.Zt. die Erfüllung eines großen Teils der Voraussagen der allheiligen Gottesmutter. Das Melanie in späteren Jahren manches nachgereicht hat, steht auf einem anderen Blatt Papier.

    • „Falls es jemanden interessiert schreibe ich mal gelegentlich auf,warum mir speziell Fatima im Magen liegt.“
      Ja das würde mich auch mal interessieren. Ich habe in Fatima eine Marienstatue gekauft ( sie war nicht ganz billig ) und habe sie durch halb Europa geschleift und in Turzovka weihen lassen. Ich fühle mich der Mutter Gottes verpflichtet. Ein Vorschlag zur Güte. Sollten wir die Mutter Gottes nicht bitten das sie überhaupt nicht mehr erscheint denn sie wird immer mehr zum Stein des Anstoßes. Aber ich denke das ist kein guter Vorschlag denn ich weiß genau wer da am lautesten vor Freude losjaulen würde.
      Per Mariam ad Christum.

  2. Das Buch von P. Poulain gibt es übrigens als Book on demand als Taschenbuch (zwischen 20 und 30 €) oder mit hartem Einband (ca. 37 €); man bestellt es und es wird (ggf.) dann erst frisch gedruckt. Für alle, die es nicht wissen: Bei Book on demand sind die Auflagen dank Computer winzig, man muss ja nicht wie früher tage- oder gar wochenlang mit Bleilettern die Seiten setzen, drucken etc. Man drückt auf „Drucken“ und das genügt (fast). Gebunden etc. muss es natürlich noch werden.

  3. (Sie machen mich stutzig, Bücher haben doch Preisbindung, oder ist die aufgehoben? Da ich für Zahlen ein schlechtes Gedächtnis habe, könnten Sie durchaus Recht haben …)
    Ja, auf Englisch, gebundene Version 34,39 €. Habe eben den Kassenzettel geholt.

    • Ja, gebunden ist teurer. Hält aber länger. Sie wissen, das geistliche Leben schreitet fort, die Visionen und Auditionen kommen, da muss man nachschauen, das Buch nutzt sich ab und zerfällt …. Ja, ja voraussichtlich planen :)))
      Aber im Ernst, wer es sich leisten kann, sollte Nachschlagewerke, die er oft benutzt in gebundener Ausgabe kaufen. Aber in Deutschland wird gut geklebt. :)))

  4. „Frage: Ist dies Pater Poulain überhaupt katholisch?“
    Ich kenne ihn und seine Bücher nicht und kann nicht viel dazu sagen. Aber er war Jesuit und ich mag diesen Orden der Sprachakrobaten schon lange nicht mehr. Es ist ein unbestimmtes negatives Gefühl was mich bei ihnen beschleicht. Marienerscheinungen werden auf Teufel komm heraus in Frage gestellt aber Bücher von Jesuiten über Privatoffenbarungen sind das Alpha und das Omega. Es gibt bestimmt falsche oder gefälschte Marienerscheinungen aber Jesuiten sind die letzte Adresse deren Urteil ich suchen würde.
    Per Mariam ad Christum.

    • Könnten Sie bitte ein Zitat aus unseren Beiträgen oder aus dem Podcasts anführen, wo

      Marienerscheinungen werden auf Teufel komm heraus in Frage gestellt

      werden?

      Innerhalb der Ordensgeschichte der Jesuiten muss es doch ein paar gute gegeben haben. Oder?

      • „Innerhalb der Ordensgeschichte der Jesuiten muss es doch ein paar gute gegeben haben. Oder?“
        Mit Sicherheit gibt es die. Aber mir fallen immer die besonders großen ins Auge zb. Karl Rahner, Teilhard de Chardin, Josef Neuner und nicht zu vergessen Bergoglio. Wenn ich mehr Zeit hätte könnte ich ganze Regimenter zusammen zählen.
        „Marienerscheinungen werden auf Teufel komm heraus in Frage gestellt“
        Was halten sie von den Marienerscheinungen in Heroldsbach und Turzovka? Wenn sie sagen das die Konzilskirche sie noch nicht anerkannt hat bin ich platt.
        Per Mariam ad Christum.

  5. @ Shuca:
    Sehe ich ähnlich,darum bat ich um eine Zusammenfassung dieser Aussagen,aus den Buchauszügen werde ich nicht recht schlau,es ermüdet beim Lesen.
    Allerdings fürchte ich,das wir bald andere Sorgen bekommen als die Auslegung von Privatoffenbarungen ,wenn der politische Rauchdampf sich vedichten solle.

    • „Allerdings fürchte ich,das wir bald andere Sorgen bekommen als die Auslegung von Privatoffenbarungen ,wenn der politische Rauchdampf sich vedichten solle.“
      So sehe ich das auch. Sie haben Russland nicht an das unbefleckte Herz Mariens geweiht und damit sind sie voll verantwortlich für alles was auf diese Menschheit drauf zugerollt kommt. „Bewahrung der Schöpfung“ seht mal zu ihr Spinner.
      Per Mariam ad Christum.

    • @ Stella

      Ich werde in der nächsten Zeit zu einer Zusammenfassung dieser Buchauszüge nicht kommen. Die sprechen m.E. für sich und sind wirklich einfach geschrieben.

      • Das ist auch nicht schlimm,man muß bei diesen Dingen ohnehin auf sein „Bauchgefühl“ vertrauen und was für den einen taugt muß für den anderen nicht gut sein.
        Beten wir lieber,das die Irren, die sich anmaßen uns regieren zu wollen,keinen Weltenbrand entfachen.

  6. „Beten wir lieber,das die Irren, die sich anmaßen uns regieren zu wollen,keinen Weltenbrand entfachen.“
    Ich halte Satan nicht für irre, er ist hochintelligent böse.
    Per Mariam ad Christum.

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