Eine Einführung zu Peter Kwasniewskis „Desensibilisierung der Eucharistie“ oder Ist da noch Jesus drin?

GregorsMesse-078

Wir kündigen hiermit einen Aufsatz von Peter Kwasniewski an in der überragenden Übersetzung von Eugenie Roth, in dem auf etwas aufmerksam gemacht wird, was uns wahrscheinlich entgeht. Seit Vat. II wurde überall, insbesondere im deutschen Sprachraum, alles so eingerichtet, dass man als Gläubiger immer weniger gehalten wird an die Realpräsenz zu glauben. Da Peter Kwasniewski  Amerikaner und Traditionalist ist, ein Professor der Liturgik und Kirchenmusiker noch dazu, der seit vielen Jahren ausschließlich zur Alten Messe geht, so lebt er in einer anderen Welt als wir, sodass ihm die sprichwörtliche „deutsche Härte“ des deutschsprachigen Kirchenalltags – Stichwort: Pfarrer um die Ecke und die bürsten-schnittige Pastoralreferentin – unbekannt ist. Dennoch macht er auf etwas aufmerksam, was wirklich universell ist, auf den gesteuerten Verfall des eucharistischen Kultes, der überall vorkommt, weil er leider von Rom aus initiiert wird. Wenn jetzt eine fromme Seele einwenden wird:

Das sollte man nicht verallgemeinern. Das macht bloß ein junger Priester, der nicht auf die Kirche hört!

dann muss man dazu sagen, dass all diese Änderungen ab 1962 wirklich von Rom aus angeordnet worden sind, sodass nach dem Konzil Priester dazu amtlich, schriftlich und durch ihren Bischof gezwungen wurden alle diese Änderungen (Tabernakel vom Hauptaltar weg, keine Kniebänke, keine knieende Mundkommunion, Kommunionhelfer, Handkommunion etc.) einzuführen, über die wir uns noch zum späteren Zeitpunkt verbreiten werden und es wirklich kaum jemand eigenwillig tat. Die Kirche ist weiterhin hierarchisch und die Destruktion ebenfalls, siehe Amoris Laetitia und die Beschlüsse der DBK dazu: 1. Kommunion für Ehebrecher, 2. Kommunion für Protestanten. Die Priester bekommen aufgrund von Amoris Laetitia  bald Richtlinien oder haben diese bereits erhalten, an die sie sich zu halten haben, indem sie die berühmte deutsche Einzelfalllösung anbieten.

Aber zurück zur Eucharistie. Ein Problem, auf welches Peter Kwasniewski nicht eingeht, welches aber viel prekärer ist, ist die Frage, ob wir noch überhaupt gültige Messen haben, in denen die Wesenswandlung, auch Transsubstantiation genannt,  wirklich stattfindet.

Woher diese Frage?

Weil DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) – wie viele andere Gläubige auch – wirklich sehr selten den Eindruck hat den eucharistischen Herrn tatsächlich zu empfangen.

Sollte man dabei nach Eindrücken gehen?

Nein, sicherlich nicht. Es ist etwas Spirituelles, eine Glaubenssache, der Teufel kann sich dort einmischen, vielleicht ist es auch eine Prüfung von Gott. DSDZ fing an sogar zu notieren, wann er meint eine tatsächliche Kommunion empfangen zu haben und es ist sehr selten und bei immer denselben Priestern.

Liegt es nicht an seiner fehlenden Disposition?

Nein, er lebt im Gnadenstand, ist niemals unwürdig zur Kommunion gegangen und bemüht sich um die Gewinnung der Tugend. Aber an die letzten ausschließlich „echten“, falls man dieses Wort hier einführen darf, Kommunionen kann er sich im Jahre 2013 in der Abtei Fontgombault erinnern. Seitdem ist es immer vereinzelt. Er kann sich aber an sehr eindrucksvolle Kommunionen während seiner Kindheit in seiner Heimat erinnern, welche aufhörten als er nach Deutschland kam und was er danach vereinzelt erlebte.

Vielleicht war er als Kind viel heiliger als jetzt?

Nein, er war schon unschuldig, fromm und gläubig, aber jetzt ist er wirklich besser und heiliger als mit 9 oder 10.

Wenn wir annehmen – denn diese Eindrücke sind keine Einzelerfahrung -, dass sehr viele Menschen es so spüren, dann sollte man gleich nach der einfachsten Lösung greifen, dass einfach keine Wandlung stattfand.

Wann findet keine Wandlung statt?

Wenn der Priester (1) die Materie, (2) die Form nicht beachtet und (3) nicht zumindest die Intention hat, das zu tun, was die Kirche mit diesem Sakrament tut, was wir schon mehrmals geschrieben haben.

Wie wahrscheinlich ist es, dass bei Mängeln der  Materie und Form eine Wandlung nicht stattfindet?

Sehr unwahrscheinlich, die Form ist in Novus Ordo hörbar und man sollte davon ausgehen, dass die Priester auch auf die Materie achten, obwohl wir dies nicht überprüfen können.

Wie wahrscheinlich ist es, dass der Priester nicht die richtige Intention hat?

Dies ist recht wahrscheinlich, weil hier die Grenze zwischen fehlendem Glauben an die Realpräsenz und fehlenden Intention das zu tun, was die Kirche mit diesem Ritus tut (intentio faciendi quod fecit Ecclesia) sehr fließend ist. Ein völliger Atheist kann dennoch zumindest die Intention haben im Namen der Kirche die Wandlung zu vollziehen, aber dies ist unwahrscheinlich.  Wir könnten zwar solch einen Priester abfragen, aber es ist recht unwahrscheinlich, dass er uns die Wahrheit sagen wird, falls er doch ungültige Messen zelebriert.

DSDZ versucht diese Thematik zu ergründen und endet immer vor einer Wand, denn nicht alles lässt sich rational ergründen. Doch größer als die ungültige Messe ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Priester dermaßen lange in einer schweren Sünde lebt und eine formelle Häresie ist eine schwere Sünde, eine materielle eine leichte Sünde, dass er einem mit Dreck verstopftem Rohr gleicht, ein Bild von Thomas von Aquin, welches das reine Wasser sehr schlecht leitet.

Ich antworte, die Diener der Kirche seien wie Werkzeuge beim Spenden der Sakramente. Das Werkzeug aber wirkt nicht vermöge der eigenen Kraft, sondern auf Grund der Kraft desjenigen, von dem aus es in Bewegung oder Tätigkeit gesetzt wird. Dies ist also dem Werkzeuge unwesentlich, was es außer der Kraft, die demselben als einem Werkzeuge entspricht, an sich hat; wie es unwesentlich ist, ob der Leib des Arztes als Werkzeug der die Kunst besitzenden Seele krank oder gesund und ob die Röhre, durch die das Wasser geht, von Silber oder von Blei sei. Also wenn auch die Diener der Kirche schlecht sind, können sie gültig die Sakramente spenden. (Thomas von Aquin, Summ. Theol. III, q. 64, a. 5, corp)

Die bekommen zwar das Wasser, den Dreck aber mit dazu. Deswegen hat die Kirche vor V2 dermaßen penibel auf die Heiligkeit und kultische Reinheit der Priester geachtet, damit die Gläubigen die „sauberen“ Sakramente erhalten. Leider handeln alle Dogmatiken, die DSDZ zu diesem Thema gelesen hat von der Gültigkeit des Sakraments an sich, welche auch bei einem schlechten, also in Todsünde lebenden Priester gegeben ist. Er hat aber noch nichts über die Auswirkungen der sakramentalen Gnade, die durch solch einen Priester vermitteln oder geschmälert werden, gelesen. Vielleicht lag dieses Problem viel seltener vor. Denn eine habituelle leichte Sünde (man ist permanent zur faul sich vorkonziliare Dogmatiken durchzulesen) führt zur materiellen schweren Sünde (man verbreitet unwissentlich Häresien) und endlich zur formellen schweren Sünde (man verbreitet bewusst Häresien, weil man sich für schlauer als die Kirche hält und lebt zusätzlich im Konkubinat). All diese Gedanken fielen unlängst DSDZ ein als er wieder einmal eine Kuddel-Muddel-Predigt eines semi-traditionalistischen Priesters hörte, von dem man in seiner Heimat sagen würde, dass er einen „Mülleimer im Kopf“ habe. Es war alles dabei: von Kirchenvätern, über Esoterik, Modernismus, Vatikanum 2, Gutmenschentum und Privatoffenbarungen. Ohne Sinn und Ordnung, ohne Oben und Unten, quer durch den Garten, Kraut und Rüben. So predigt er immer und weil er intellektuell solchen Schaden anrichtet, so erlaubte ihm wohl die Diözese, in der DSDZ lebt, eine Alte Messe zu halten.

Hat er katholische Ansichten?

Nein.

Zelebriert er gewissenhaft?

Ja.

Lebt er im Gnadenstand?

Zweifelhaft.

Was kann man da machen?

Nichts. Dieses theologische Kuddel-Muddel-Mindset ist in ihm dermaßen verwurzelt, dass es inoperabel ist und er ist Anfang/Mitte 50.

Was ist er denn?

Ein liturgischer Fetischist. Dieser Begriff stammt zwar von Ann Barnhardt, aber wir wenden ihn hier an.

Was ist denn ein liturgischer Fetischist?

Jemand, der besonders liturgisch, ästhetisch und rubrizistisch ist, der aufgrund der Vetus Ordo Zelebration sich wohl für den Über-Priester hält, welchen dieses mysteriöse und elitäre der Alten Messe anzieht, der aber Jesus kaum liebt, sich um die Seelen der Gläubigen nicht kümmert und dem die Kirche bloß dazu dient, erhabene Zeremonien zu liefern. Er ist oft homosexuell wenigstens veranlagt, im Falle des von DSDZ beschriebenen Priesters liegt dies allerdings nicht vor. Es ist der Typ eines Oskar Wilde, dem das Beste eben gut genug ist, kirchlich auch und der eher verhungert als außerhalb eines Drei-Sterne-Restaurants zu essen. DSDZ fragt sich, ob er in seinem Leben noch einmal einen Priester treffen wird, bei dem alles stimmt, denn bisher hatte er immer Pech.  Leider sind auf der  Seite der Tradition sehr komische Priester-Kauze zu finden, denn so wie der Ton die Musik, so macht leider der Priester die Messe. Er kann die Sakramente ungültig oder zumindest weniger segensreich machen.

Um jetzt auf Peter Kwasniewski zurückzukommen, dessen Aufsatz wir in zwei Teilen vorstellen werden, so hat die fortlaufende Desensibilisierung gegenüber der Heiligen Eucharistie sicherlich zum wachsenden Unglauben der Priester und zu den vielen wohl ungültigen Messen geführt. Denn warum sollte man den Herrn so selten spüren, wenn er doch immer das ist?

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15 Einträge zu „Eine Einführung zu Peter Kwasniewskis „Desensibilisierung der Eucharistie“ oder Ist da noch Jesus drin?

  • Um gültig konsekrieren zu können, bedarf es aber noch einer weiteren Voraussetzung:

    Die g ü l t i g e Priesterweihe, durch einen g ü l t i g geweihten Bischof vollzogen.
    Jetzt kommt Montini, alias Paul VI. ins Spiel:
    Er hat verbotenerweise den Weiheritus für Priester und Bischöfe verändert,was nur einen e i n z i g e n Grund haben kann: sie ungültig zu machen. Warum sonst hätte er sie verändern sollen? Es gibt nicht einen Grund dafür.
    Warum hätte sonst Marcel Lefebvre von allen Priestern(?) die bedingungsweise Nachweihe verlangt? (Ich war mal bei den Piusbrüdern – jetzt aus gutem Grund nicht mehr.)
    Somit ist das größte Ziel des Teufels durch die Hand der Freimaurer verwirklicht worden:

    Die Abschaffung einer gültigen Hl. Messe.

    Montini hat ja auch gleich noch die gültige alte Messe VERBOTEN, worauf sehr viele Priester suspendiert wurden, die sich weigerten, den „neuen“ Ritus zu zelebrieren. Nicht einmal allein auf dem Seitenaltar wurde es ihnen erlaubt – viele bauten daraufhin eigene Hauskirchen.
    (Montini war erwiesenermaßen Freimaurer – schon vor seiner Wahl – und somit war es lt. Bulle Cum exapostolatus nicht möglich, dass er Papst wird. Ein Freimaurer ist vom katholischen Glauben abgewichen, nicht umsonst wurden sie von allen gültigen Päpsten mit sofortiger Exkommunikation bestraft. (Er ließ sich auch in einer einfachen Holzkiste beerdigen, so wie es die Juden tun – ohne ein Kreuz darauf.)
    Seine Seligsprechung wurde seinerzeit verhindert,da es damals noch den dazu nötigen Advocatus Diaboli gab und es bekannt und erwiesen war, dass er mindestens drei homosexuelle Liebhabre gehabt hatte. Das sind Tatsachen und keine üble Nachrede.
    Lesen Sie bitte einmal die Artikel über die nachkonziliaren Päpste in „Chiesa Viva“, eine Zeitschrift ,auch im Internet, die im Auftrag von Pater Pio von Don Luigi Villa gegründet wurde, um gegen die Kirchliche Freimaurerei zu kämpfen. Vielleicht gehen Ihnen dann die Augen auf. Die ins Deutsche übersetzte Biographie von Don Villa ist über die Maßen aufschlussreich – er war ja viele Male im Vatikan. Mehrere Mordanschläge wurden auf ihn verübt, denen er auf wundersame Weise entkommen ist. Auch darüber wird genau berichtet.
    Wir brauchen nicht auf die „Afterkirche“, die die sel. Anna Katharina Emmerich sieht, zu warten – wir leben seit 61 Jahren in ihr! Nächstes Jahr sind es 50 Jahre, dass die Hl. Messe aller Zeiten abgeschafft und v e r b o t e n worden ist.
    Da der Herr immer nach einem bestimmten Zeitraum die Strafen für sein Volk beendet hat, glaube ich, dass im nächsten Jahr etwas Einschneidendes passiert – dass Gott all die Frevel beendet. (evtl. 3-tägige Finsternis, bei der allle Feinde Gottes und der Sünde ergebenen Menschen umkommen sollen.)
    Der Volks“altar“ und der darauf zelebrierte protestantisierte Novo Ordo Ritus, das ist der „Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte“ von der der Prophet Daniel spricht.
    Dass aber alle diese Neuerungen ohne irgendeine Autorität geschehen ist, dafür hat Papst Paul IV. in seiner Bulle „Cum Ex Apostolatus“ gesorgt :§6 dieser Bulle: „…wer vom Glauben abweicht,
    (nur a b w e i c h t) und in eine Häresie (nur eine!) er ist NICHT Papst er ist NICHT Bischof. Er verliert ipso facto all seine Ämter und Autoritä. All seine Anordnungen und Handlungen sind null und nichtig. So die Bulle.
    Machen Sie sich doch einmal die Mühe und lesen Sie dieses Schriftstück eines gültigen Papstes , das von allen 31 gültigen Kardinälen unterzeichnet ist genau durch – es wurde auch übersetzt. Vielleicht gehen Ihnen dann die Augen auf, warum Sie so oft das Gefühl haben, Sie essen einfach nur eine Oblate, wie alle Protestanten und Anglikaner und Calvinisten.
    Der „NOM“ ist dem Calvinistenritus“ fast identisch und Papst Leo XIII: hat ihn für ungültig erklärt. Wie kann dann der „NOM“ gültig sein???
    Wurde nicht vom Hl. Papst Paul V. strengstens – unter Fluchandrohung – für alle Zeiten untersagt, die Heilige Messe aller Zeiten zu ändern? Wieso nimmt denn das keiner ernst???
    Jetzt, wo durch ungültige Bischofsweihen auch die „Priester“ ungültig geworden sind, darf wieder die „Alte Messe“ zelebriert werden, weil die Feinde der Kirche, die die wichtigsten Machtpositionen innerhalb der Kirche erlangt haben, wissen, dass in den allermeisten Fällen gar kein gültig geweihter Priester zelebriert und somit das von ihnen so verhasste Messopfer gar nicht stattfindet!
    Es gibt aber noch einige wenige Priester, die gültig geweiht sind mit der früheren Priesterweihe. Von einem gültig geweihten Bischof – die auch sehr auf die Weihelinie achten. (Es gibt auch gültige aber unerlaubte Weihen, bei so einem Ritus dürften wir nicht teilnehmen.)
    Gehen Sie mal bei so einem Priester in die Hl. Messe – vielleicht erleben Sie wieder das Wunder Ihrer Kindheit.

    • @ Susanna

      Diese Argumente sind mir bekannt. Die Weihen sind gültig, denn die Anforderungen an die Gültigkeit sind minimal.

      Wenn wir den Spieß herumdrehen, dann sollte es bei den Piusbrüdern nur Heilige geben, welche 1000% der Orthodoxie besitzen und bei den Sedis erst Recht. Dem ist aber leider nicht so. Warum schweigt den die FSSPX zu Bergoglio, wenn sie doch siebenmal in Econe geweihte oder mit „allen Wassern gewaschen sind“.

      Lesen Sie sich doch die Ausführungen eines Pius-Aussteigers, jetzigen Sedis, dazu:https://zelozelavi.wordpress.com/2015/08/29/600-priester/ Er ist jetzt völlig „weg vom Fester“, aber der Ritus allein macht es nicht. Ich denke, schon dass die neuen Sakramente weniger wirken, aufgrund der veränderten allgemeinen Form, aber die minimale sakramentale Form ist beibehalten worden.

    • @Susanna:
      Ich bin zwar theologisch ein völliger Laie aber rein aus dem Gefühl heraus muß ich sagen,das Sie völlig Recht haben.
      Bei den meisten Gottesdiensten empfindet man rein gar nichts, alles ist hohl und leer.
      Auch den rapiden Glaubensschwund auf allen Ebenen kann man sich nur mit dem völligen Schwinden des hl.Geistes erklären.
      Der Grund hierfür kann also rein logisch nur in der Ungültigkeit der Weihen und Sakramente liegen,wir SIND die Afterkirche,tatsächlich !!

      • Man kann auch noch einen Schritt weiter gehen und sich fragen,wer oder was dann herab (oder herauf)gerufen wird,wenn es nicht mehr Jesus Christus ist !?

      • @ Stella

        Ja, kann man, aber kein Sakrament findet statt. Es ist irgendwie ein Menschenkult oder ein Kult des Nichts.

      • @ Stella

        Der hl. Geist kann nicht verschwinden, denn er ist Gott und daher ewig. Ich denke, aber dass uns kaum Gnade zur Teil wird.

      • „Auch den rapiden Glaubensschwund auf allen Ebenen kann man sich nur mit dem völligen Schwinden des hl.Geistes erklären.
        Der Grund hierfür kann also rein logisch nur in der Ungültigkeit der Weihen und Sakramente liegen,wir SIND die Afterkirche,tatsächlich !!“

        Ja das ist völlig logisch. Wenn zb. Pro Multis nicht aus Dummheit sondern mit völliger Absicht falsch übersetzt wird dann stellt sich schon die Frage ob der Hl. Geist da mitspielt.
        Per Mariam ad Christum.

  • So wie ich das mit der Intention verstehen würde, tun zu wollen, was die Kirche tut, kommt es dabei nicht auf eine innerliche Intention an – wer könnte die beurteilen, außer Gott allein –, sondern auf die objektiv wahrnehmbar nach außen hin artikulierte Intention; sonst gäbe es doch für die Empfänger der Sakramente kaum Gewissheit der Gültigkeit, ja nicht einmal für den Priester selbst, wenn er innerliche Zweifel hat.

    Wenn ein Priester also nicht offen erklärt, dass er gar nicht gültig wandeln will, dann würde ich sagen, die Intention ist zur Sicherheit der Gläubigen vor Gott gültig.

    Nun würde ich aber sagen, dass der NOM an sich eine offene Erklärung ist, nicht das tun zu wollen, was die Kirche tut. Denn die Kirche hat es niemals beabsichtigt, dass Brot und Wein außerhalb einer katholischen Messe beziehungsweise in einer fast völlig protestantischen Liturgie gewandelt werden. Oder, um es auf die Spitze zu treiben, könnte ein katholischer Priester zum nächsten Bäcker gehen und alles dort vor ihm liegende Brot bei gültiger Materie allein mit den Wandlungsworten in den Leib Christi wandeln? Das wäre doch absurd.

  • @ Ingmar Matthias Bauer

    Sie haben Unrecht. Die Kirche schreibt eine

    1. innere
    2. zumindest virtuelle Intention vor.

    Die Dogmatik von Diekamp-Jüssen, Wil 2011, 846-848 fasst es wie folgt auf :

    II. Um ein Sakrament gültig zu spenden, muss der Spender die Absicht haben wenigstens zu tun, was die Kirche tut. (De fide)

    Absicht (Intention) unterscheidet sich von Aufmerksamkeit (Attention) und ist auf ein Ziel gerichtete Willensbewegung (Summ. theol 1, 2 q. 12 a.1)

    a) „Intention kann in verschiederen Stärke vorhanden sein:

    1. ausdrücklich vor und währen der Handlung (intentio acutalis)
    2. ausdrücklich nur vor der Handlung, aber so, dass diese unter dem Einfluss der Willensmeinung vor sich geht (intentio virtualis)
    3. gleichfalls ausdrücklich vor der Handlung, jedoch so dass die Absicht nicht mehr auf den Akt einwirkt, aber noch nicht förmlich zurückgenommen worden ist (intentio habitualis).
    4. nur von anderen als vorhanden vorausgesetzt, währen sie in Wirklichkeit nie vorhanden war oder zurückgenommen worden ist (intentio interpretativa).

    b) Ihrem Objekt nach heißt sie intentio externa, wenn die Absicht auf den genauen äußeren Vollzug der Handlung gerichtet ist, intentio interna, wenn sie irgendwie auf die innere Bedeutung des Aktes geht. Wird seine innere Bedeutung dabei im Einzelnen erwogen und beabsichtigt, so nennen man die Absicht intentio specialis et reflexa, andernfalls intentio generalis et directa.

    c) Sie ist entweder absolut oder bedingt, ne nachdem man bedingungslos oder unter eine Bedingung etwas beabsichtigt.“ (S. 846)

    Sie schlagen eine externa und interpretativa vor, dagegen verlangt die Kirche eine interna, virtualis, generalis et directa, wie man unten lesen kann.

    „Nähere Bestimmungen über die erforderliche Intention

    1. Die Intention des Spenders muss mindestens virtuell (nachwirkend) sein. Eine blosse intentio habitualis oder gar interpretativa genügt nicht zur Gültigkeit; denn bei ihr fehlt die durch das Dogma geforderte geistige Mitbeteiligung des Spenders. Hingegen ist die intentio actualis nicht notwendig, sondern die intentio virtualis reicht aus.

    2. Intention muss innerlich sein, d .h. sie irgendwie auf die innere Bedeutung der Handlung beziehen. Das Sakrament wird nicht gültig vollzogen, wenn die Intention rein äußerlich ist (intention mere externa), d.h. wenn sie einzig und allein darauf gerichtet ist, die äußere Handlung unter den üblichen Umständen (Ort, Zeit, Kleidung) genau und scheinbar ernsthaft zu vollziehen, währen der Spender die intentio faciendi quod facit Ecclesia [das zu tun, was die Kirche tut] innerlich ausschließt.

    3. Die Intention des Spenders braucht keine spezielle und reflexe Intention zu sein, d.h. sie braucht nicht ausdrücklich auf die Spendung eines wahren und eigentlichen Sakramentes zu gehen, sie braucht isch auch nicht auf den Zweck und die Wirkungen des Sakramentes zu beziehen, weder auf alle noch auf eine einzelne. Zwar ist die Intention der Kirche auf die ganze innere Bedeutung des sakramentalen Geschehens gerichtet, aber sie verlangt von ihrem Diener als Gültigkeitsbedingung nicht, dass er intendiert, was die Kirche intendiert, sondern nur, dass er tut will, was die Kirche tut. Es genügt also die generelle und direkt Intention, jenen Ritus zu vollziehen, den die Kirche vollzieht […].

    4. Ein bedingte Intention des Spenders macht das Sakrament ungültig, wenn die Bedingung der unsicheren Zukunft angehört, weil in diesem Fall der Wille, die äußere Zeichen zu einem wirksamen Zeichen der Gnade zu machen, in suspenso bleibt in folglich nichts wirkt. […]“. (S. 848-849)

    Soweit katholische Dogmatik. Ich werde darüber noch einen Beitrag verfassen und es näher erläutern, damit es alle verstehen.

    Ich glauben, dass bei den meisten Novus Ordo Priestern die Intention nicht innerlich ist, sondern eine mere externa vorliegt oder nur habitualis und nicht virtualis oder actualis ist.

    • Vielen Dank @Traditio et Fides für die Aufklärung. Das wollte ich schon lange genau wissen und konnte bisher nur vermuten, was mit der notwendigen Intention genau gemeint ist. Dann ist es also noch viel schlimmer!

      Ich habe letzten Sonntag als Taufpate einen Erstkommunion-Gottesdienst über mich ergehen lassen müssen. Das Wort „Sünde“ wurde während des gesamten Gottesdienstes nicht erwähnt, außer bei den Wandlungsworten, wo es sich nicht vermeiden ließ; sogar das Agnus Dei wurde gegen ein Lied ohne das Wort Sünde ausgetauscht. Es war nur von heiligem Brot die Rede, das uns stärkt und in dem wir Christus begegnen.

      Vor einem Jahr war es bei einem anderen Priester genauso, kein Wort von Vergebung der Sünden, nur davon, dass wir mit Christus, dem Kapitän, in einem Boot sitzen und er uns mit Brot stärkt. Zudem fiel während der Kommunion vermutlich dem konzelebrierenden älteren Priester unbemerkt ein Hostie zu Boden. Damals noch Kommunionhelfer machte ich den zelebrierenden Priester darauf aufmerksam. Seine lapidare Antwort: „Dann heben Sie sie auf!“ Ich hob sie auf und legte sie aufs Korporale. Der Priester verzehrte sie dann schnell.

      Als ich einige Zeit später meinen Kommunionhelferdienst aufgab, sprach ich mit dem Priester darüber. Einerseits sah er sein ehrloses Verhalten gegenüber der heiligen Eucharistie ein, andererseits redete er sich damit heraus, dass bei einer Erstkommunion eben so viel Trubel herrscht. Darauf angesprochen, dass vom Opfertod Christi und von der Vergebung der Sünden keine Rede war, meinte er, er wolle nicht das Bild von einem blutrünstigen Gott vermitteln, der Opfer verlangt.

      Und noch vieles andere, man könnte erzählen und erzählen…

  • Rein subjektiv habe ich bei meinen Kommunionen leider noch nie eine irgendwie herausragende sakramentale Wirkung festgestellt; bei dem Pfarrer meiner Kindheit, der noch vor Vatikanum II geweiht wurde vielleicht ein bisschen, aber ich habe damals nicht sehr darauf geachtet, es war auch alles im Novus Ordo; später bei anderen Priestern auch dann nicht, wenn ich mich besonders gut darauf vorbereitet hatte (Beichte, Gebet, Fasten). Die subjektiv wahrnehmbare Gnade war immer nur die aus der guten Vorbereitung allein vermittelte Gnade; es kam durch die Kommunion dann nichts mehr hinzu.

    Auch bei eucharistischer Anbetung ist da einfach nichts. Subjektiv empfinde ich es bei eucharistischer Anbetung sogar noch schlimmer. Wenn man eine Stunde oder länger vor dem Allerheiligsten betet und es keinen Unterschied macht zu einem Gebet ohne Allerheiligstes, oft sogar ein regelrechtes Unbehagen sich breit macht, das man sonst beim Beten gar nicht kennt, dann fragt man sich schon, was man da gerade anbetet.

    Auch die wenigen Male, die ich bei der Piusbruderschaft war, waren nicht wirklich gut. Rein äußerlich macht dort zwar vieles einen guten Eindruck, besonders wenn es sich nicht nur um eine „Piusgarage“ handelt; aber das innerliche Empfinden, das sich bei mir dort einstellt, ist leider extrem sektenhaft.

  • Ich denke sogar wir hier trauen uns nicht,alles konsequent zu Ende zu denken,obwohl wir die Fakten des Niederganges schon im Schlaf rauf und runter beten könnten.
    Wenn wir uns in Gottesdiensten oder sogar bei der eucharistischen Anbetung unwohl fühlen gibt es nur zwei Möglichkeiten:
    entweder stimmt mit UNS was nicht oder mit der Kirche.
    Da ich ersteres nicht beurteilen kann (außer bei mir vielleicht) kann es nur am zweiten liegen.
    Natürlich ist der Heilige Geist ewig und unzerstörbar aber er kann sich sehr wohl von der Erde zurückziehen,das ist ja auch die Vorbedingung für den zwar kurzfristigen aber erstmal totalen Sieg des Bösen.
    Wenn Jesus Christus nicht mehr auf den Altar herabgerufen wird (und das kann nur immer der gleiche Ritus sein,das KANN man gar nicht ändern)dann kommt wer anderer „er setzt sich in das Heiligtum und sagt,er sei Gott“ -aber hallo,der ist schon da !
    Wenn ich diverse Kommentare bei kath.net lese könnte ich mich totlachen,wie man sich alles krampfhaft schönredet !
    Ein „Papst“,der in der heiligsten Zeit des Jahres die Füsse von kriminellen Moslems abschleckt,was hätte man mit dem im Mittelalter wohl gemacht !?
    (Man wird ja noch träumen dürfen)-Scherz.

    • „Wenn ich diverse Kommentare bei kath.net lese könnte ich mich totlachen,wie man sich alles krampfhaft schönredet!“

      Ja, das ist kaum noch zu fassen. Fassungslos war ich aber auch über die Kommentare bei kath.net zum neuesten Schreiben von Antipapst Franziskus „Gaudete et exsultate“. Es wurde ganz überwiegend als großartiges Geschenk angesehen, selbst von sehr gebildeten und konservativen Kommentatoren. Dabei ist nicht nur dessen Inhalt furchtbar, sondern allein schon die sprachliche Form. Es liest sich wie ein esoterischer Lebenshilfe-Ratgeber, einfach grauenhaft. In meiner zum Glück nicht allzu langen esoterischen Zeit vor vielen Jahren habe ich ein paar solcher Schriften gelesen; dadurch entwickelt man natürlich einen gewissen Sinn dafür, sodass man sie schon am Geschmack erkennt.

      Nur ein Beispiel aus Gaudete et exsultate:

      „24. Hoffentlich kannst du erkennen, was dieses Wort ist, diese Botschaft Jesu, die Gott der Welt mit deinem Leben sagen will. Lass dich verwandeln, lass dich vom Geist erneuern, damit dies möglich wird und damit deine wertvolle Sendung nicht scheitert. Der Herr wird sie auch inmitten all deiner Fehler und schlechten Momente zur Vollendung führen, wenn du nur den Weg der Liebe nicht verlässt und immer offen bleibst für sein übernatürliches Wirken, welches reinigt und erleuchtet.“

      Das ist doch zum Davonlaufen! Und so etwas lesen hochgebildete Priester und merken einfach gar nichts.

      • „Lass dich verwandeln, lass dich vom Geist erneuern, damit dies möglich wird und damit deine wertvolle Sendung nicht scheitert.“
        Hm. Bei mir hat der Geist des Konzils Hausverbot. Habe ich was verkehrt gemacht?
        „Der Herr wird sie auch inmitten all deiner Fehler und schlechten Momente zur Vollendung führen,“
        Bei all unseren Fehlern wäre eine regelmäßige Beichte und ein kräftiges Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa durchaus angebracht.
        „wenn du nur den Weg der Liebe nicht verlässt und immer offen bleibst für sein übernatürliches Wirken, welches reinigt und erleuchtet.“
        Liebe ohne Wahrheit ist wie eine Nudelsuppe ohne Nudeln. Eigentlich sinnloses umherirren.
        Per Mariam ad Christum.

  • „Wenn Jesus Christus nicht mehr auf den Altar herabgerufen wird (und das kann nur immer der gleiche Ritus sein,das KANN man gar nicht ändern)dann kommt wer anderer „er setzt sich in das Heiligtum und sagt,er sei Gott“ -aber hallo,der ist schon da !“
    So ist es. Besser kann man es nicht beschreiben. Ich hatte schon immer das Gefühl das Luzifer als Peritus beim Konzil Ehrengast war.
    Per Mariam ad Christum.

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