Hl. Leonard: Die kleine Anzahl derer, die gerettet werden (9 von 10)

Ja, es gibt das Naturgesetz, ja, wir haben ein Gewissen und ja, wir können mit unserem natürlichen Verstand zumindest die 10 Gebote erkennen. Trotz Bergoglio, trotz Vat. II. Deswegen kann sich niemand mit der unbesiegbaren Ignoranz rausreden, denn hätte Gott uns dabei belassen wollen, dann gäbe es keine Offenbarung, keinen Christus und keinen Missionsbefehl. Ja, liebe Nachkonziliaristen, daran hat sich auch nichts geändert. Vielleicht ist der große Wohlstand in der westlichen Welt nach dem Zweiten Weltkrieg ein Zeichen dafür, dass sehr viele Seelen verloren gehen. Denn diejenigen, die Gott in der Ewigkeit für das Gute, was sie getan haben und etwas Gutes tut doch jeder, nicht belohnen kann, belohnt er in diesem kurzen Leben.  Recepit mercedem suam – er hat seinen Lohn erhalten! „Deine Verdammnis kommt von Dir“.

Brüder, ihr müsst wissen, dass der älteste Glaube das Gesetz Gottes ist, und dass wir alle es in unseren Herzen eingeschrieben tragen; dass es ohne jeglichen Lehrer gelernt werden kann, und dass es genügt, das Licht der Vernunft zu haben, um alle Gebote dieses Gesetzes zu kennen. Deshalb verbargen sich sogar die Barbaren, wenn sie eine Sünde begangen hatten, weil sie wussten, dass sie Unrecht taten; und sie sind verdammt, weil sie nicht das Naturgesetz beachtet haben, das in ihrem Herzen geschrieben steht: denn hätten sie es beachtet, hätte Gott eher ein Wunder gewirkt als zuzulassen, dass sie verdammt werden; Er hätte ihnen jemanden gesandt sie zu lehren und hätte ihnen andere Hilfen gegeben, derer sie sich selbst unwürdig gemacht haben, indem sie nicht den Inspirationen ihres eigenen Gewissens konform gelebt haben, das niemals versagte, um sie zu dem Guten zu ermahnen, das sie tun sollten und vor dem Bösen warnten, das sie vermeiden sollten. Also ist es ihr Gewissen, dass sie vor dem Gericht Gottes anklagte, und es sagt ihnen in der Hölle beständig:

„Deine Verdammnis kommt von dir.“

Sie wissen nicht, was sie antworten sollen und sind gezwungen zu bekennen, dass sie ihr Schicksal verdienen. Wenn nun diese Ungläubigen keine Entschuldigung haben, wird es eine für einen Katholiken geben, der so viele Sakramente empfing, so viele Predigten hörte, so viele Hilfen zur Verfügung hatte? Wie wird er wagen zu sagen:

„Wenn Gott Sich daran machte, mich zu verdammen, warum also hat Er mich erschaffen?“

Wie wird er es wagen auf diese Weise zu sprechen, wenn Gott ihm so viele Hilfen gibt, gerettet zu werden? Lasst uns also aufhören ihn mißzuverstehen.

Ihr, die ihr in der Hölle leidet, antwortet mir! Gibt es unter euch Katholiken? „Sicherlich sind da welche!“ Wie viele? Lasst einen von ihnen herkommen! „Das ist unmöglich, sie sind zu weit unten, und sie hochkommen lassen würde die ganze Hölle auf den Kopf stellen; es wäre leichter, einen anzuhalten, wenn er hineinfällt.“ So spreche ich also mit euch, die ihr gewöhnlich in Todsünde lebt, in Hass, im Sumpf des Lasters der Unreinheit, und die ihr täglich der Hölle näher kommt. Hört auf und kehrt um; Jesus ist es, Der euch ruft und Der mit Seinen Wunden wie auch mit so vielen beredtsamen Stimmen euch zuruft: „Mein Sohn, wenn du verdammt wirst, musst du es dir selbst vorwerfen: ‚Deine Verdammnis kommt von dir.‘ Erheb‘ deine Augen und sieh all die Gnaden, mit denen Ich dich reich gemacht habe, um dein ewiges Heil zu sichern. Ich hätte dich in einem Wald in Barbarei geboren werden lassen können; das habe Ich vielen anderen getan, aber Ich ließ dich im katholischen Glauben geboren werden; Ich habe dich von einem so guten Vater erziehen lassen, solch einer exzellenten Mutter, mit den reinsten Anweisungen und Lehren. Wenn du dennoch verdammt bist, wessen Fehler wird das sein? Dein eigener, mein Sohn, dein eigener. ‚Deine Verdammnis kommt von dir.‘

Ich hätte dich nach der ersten Todsünde, die du begangen hast, in die Hölle werfen lassen können, ohne auf die zweite zu warten: das habe Ich so vielen anderen getan, aber Ich war geduldig mit dir, Ich wartete viele lange Jahre auf dich. Ich warte noch heute in Buße auf dich. Wenn du trotz alledem verdammt wirst, wessen Fehler ist das? Dein eigener, mein Sohn, dein eigener: ‚Deine Verdammnis kommt von dir.‘ Du weißt, wie viele vor deinen Augen gestorben sind und verdammt wurden: das war eine Warnung für dich. Du weißt, wie viele andere Ich auf den rechten Weg zurückgebracht habe, um dir ein gutes Beispiel zu geben. Erinnerst du dich, was dieser hervorragende Beichtvater dir gesagt hat? Ich war Es, der ihn das sagen ließ. Hat er dich nicht eindringlich gemahnt, dein Leben zu ändern, eine gute Beichte abzulegen? Ich bin Es, der ihn inspiriert hat. Erinnerst du dich an diese Predigt, die dein Herz gerührt hat? Ich bin Es, der dich dorthin geführt hat. Und was ist im Verborgenen zwischen dir und Mir im Innersten deines Herzens geschehen …, das kannst du niemals vergessen.

Diese inneren Einsprechungen, diese klare Erkenntnis, diese ständige Zerknirschung des Gewissens, würdest du es wagen sie zu verneinen? All dies waren so viele Hilfen Meiner Gnade, weil Ich dich retten wollte. Ich lehnte es ab, sie so vielen anderen zu geben, und ich gab sie dir, weil ich dich so zärtlich liebte. Mein Sohn, Mein Sohn, wenn ich mit ihnen so zärtlich spräche wie ich heute mit dir spreche, wie viele andere Seelen kehren auf den rechten Weg zurück! Und du … du wendest Mir deinen Rücken zu. Höre zu, was Ich dir jetzt sagen werde, denn dies sind Meine letzten Worte: Du hast Mich Mein Blut gekostet; wenn du trotz des Blutes, das Ich für dich vergossen habe, verdammt werden möchtest, beschuldige Mich nicht, du kannst nur dich selbst beschuldigen; und während der ganzen Ewigkeit vergiss nicht, dass du trotz Meiner verdammt bist, du bist verdammt, weil du verdammt werden willst. ‚Deine Verdammnis kommt von dir.’“

O mein guter Jesus, selbst die Steine würden beim Hören solch süßer Worte brechen, solch zärtlicher Reden. Gibt es da jemand, der verdammt werden möchte, bei so vielen Gnaden und Hilfen? Wenn es jemanden gibt, soll er mir zuhören, und dann soll er widerstehen, wenn er kann.

Baronius berichtet, dass nach der berüchtigten Apostasie des Julian des Abtrünigen er einen solch großen Hass gegen die Heilige Taufe hegte, dass er Tag und Nacht nach einem Weg suchte, wie er seine eigene auslöschen könne. Zu diesem Zweck ließ er ein Bad mit Ziegenblut vorbereiten und setzte sich hinein; er wollte, dass das unreine Blut eines Opfertieres, das Venus geweiht war, den Heiligen Charakter der Taufe aus seiner Seele auslösche. Solch ein Benehmen scheint euch furchtbar, aber wenn Julians Plan hätte gelingen können, so ist es sicher, dass er in der Hölle viel weniger litte.

Sünder! Der Rat, den ich euch geben möchte, wird euch ohne Zweifel eigenartig vorkommen; aber wenn ihr ihn gut versteht, ist er, im Gegenteil, von zärtlichem Mitleid zu euch inspiriert. Ich flehe euch auf meinen Knien an, durch das Blut Christi und durch das Herz Mariens, ändert euer Leben, kommt zurück auf den Weg, der zum Himmel führt, und tut alles was ihr könnt, um zu der kleinen Zahl derer zu gehören, die gerettet werden. Wenn du stattdessen weiter auf dem Weg gehen möchtest, der zur Hölle führt, finde zumindest einen Weg, deine Taufe auszulöschen. Weh dir, wenn du den Heiligen Namen Jesu Christi und den ehrwürdigen Charakter des Christen, der deiner Seele eingeprägt ist, in die Hölle mitnimmst! Deine Züchtigung wird umso größer sein. Tue also, was ich dir rate: wenn du dich nicht bekehren willst, geh heute noch und bitte deinen Pfarrer, dienen Namen aus dem Taufregister auszulöschen, so dass keine Erinnerung dran bleibt, dass du je ein Christ warst; flehe deinen Schutzengel an, aus seinem Buch alle Gnaden der Eingebungen und Hilfen, die er dir auf Anordnung Gottes gegeben hat, zu tilgen, denn wehe dir, wenn er sie in Erinnerung ruft? Zurückfordert?! Bitte Unseren Herrn, Seinen Glauben, Seine Taufe und Seine Sakramente zurückzunehmen.

Du bist bei einem solchen Gedanken sprachlos vor Entsetzen? Also gut, wirf dich zu Füßen Jesu Christi nieder und sage Ihm, mit tränenvollen Augen und zerknirschtem Herzen:

„Herr, ich bekenne, dass ich bis jetzt nicht als Christ gelebt habe. Ich bin nicht wert, zu Deinen Auserwählten gezählt zu werden. Ich erkenne, dass ich verdiene, verdammt zu werden; aber Dein Erbarmen ist groß, und voll Vertrauen in Deine Gnade sage ich Dir, dass ich meine Seele retten möchte, selbst wenn ich mein Glück/Vermögen, meine Ehre, sogar mein Leben, opfern muss, wenn ich nur gerettet werde. Wenn ich bis jetzt treulos war, bereue ich, verurteile ich mich, ich verabscheue meine Untreue, ich bitte Dich demütig, mir dies zu vergeben. Vergib mir, guter Jesus, und stärke mich auch, damit ich gerettet werde. Ich bitte dich nicht um Reichtum, Ehre oder Erfolg/Wohlstand; ich bitte Dich nur um Eines, meine Seele zu retten.“

Und Du, o Jesus! Was sagst Du? O Guter Hirte, siehe das verirrte Schaf, das zu Dir zurückkehrt; nimm diesen reumütigen Sünder, segne seine Seufzer und Tränen, oder vielmehr segne diese Menschen, die so wohlgesonnen sind, und die nichts weiter wollen als ihre Rettung. Brüder! Zu Füßen Unseres Herrn, lasst uns beteuern, dass wir unsere Seele retten möchten, koste es, was es wolle. Lasst uns alle Ihm mit tränenvollen Augen sagen: „Guter Jesus, ich möchte meine Seele retten!“ O selige Tränen, o selige Seufzer!

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