Father Ripperger, Warum verhüllen wir etwas? Die Theologie des Verhüllens (7 von 7)

tumblr_n1vn2sxOy61sknvnko1_500

Auch der Heilige Irenäus schreibt, dass der Heilige Petrus Linus geweiht hat und ihn als seinen Nachfolger genannt hat. Er wurde gemartert und direkt neben dem Hl. Petrus bestattet. Man entdeckte schließlich seine sterblichen Überreste mit einer Inschrift von Linus direkt neben der Stelle, an der die sterblichen Überreste von St. Peter gefunden wurden.

Der Heilige Hippolytus von Rom beschreibt im zweiten Jahrhundert ganz klar die Theologie des Verhüllens. In Bezug auf die Heilige Praxis lehrt er die Katechumenen, jene, die demnächst katholisch werden [sich taufen lassen]: „Ferner, lasst alle Frauen ihr Haupt mit einem Schal verhüllen, aber nicht nur mit einem aus Leinen, weil dies keine ausreichende Bedeckung ist …‟ Er geht also sogar ins Detail.

Im dritten Jahrhundert schreibt der Heilige Clemens von Alexandria in seinem Buch über die Anweisungen, Buch 3, Kapitel 11:

„Denn dies ist der Wunsch des Logos, das ist der Sohn Gottes, das ist Jesus Christus.‟

Die Heiligen Hieronymus, Augustinus, Chrysostomus, Thomas von Aquin und viele andere lehren, dass die Frau sich in der Kirche zu verhüllen hat. Diese Lehre ist also klar und deutlich alt und apostolisch, sie hat die Heilige Schrift als Beweis und die Heilige Tradition. Dies heißt, dass dies eine unfehlbare Lehre ist, die nicht geändert werden kann.

Und schließlich  haben wir sogar noch das kirchliche Lehramt, das es schon zu Zeiten von Papst Linus gab. Im Codex Iuris Canonici, dem kirchlichen Gesetzbuch, von 1917 in Kanon 1262 wird ganz klar festgestellt, dass die Frau ihr Haupt zu bedecken und sich schlicht zu kleiden hat, besonders, wenn sie sich dem Heiligen Tisch Gottes nähert. Heutzutage wird argumentiert, dass wir nun den CIC von 1983 haben und darin nichts davon steht, dass die Frau ihren Kopf zu bedecken habe.

Dies ist ein Trugschluss und ein falsches Argument sowie ein völlig falsches Verständnis des Kirchengesetzes. Denn auf den ersten Seiten des CIC von 1983 steht geschrieben, wie man dieses Gesetzbuch zu interpretieren und zu verstehen hat.

Drei der Kommentare passen zum Thema:

Kanon 20 a sagt, dass Teile des bestehenden Gesetzes nur abgeschafft sind, wenn dies ausdrücklich geschrieben steht oder das neue Gesetz ausdrücklich das Gegenteil von dem verlangt, was im alten Gesetzbuch steht. Aber dies ist hier nicht der Fall.

Kanon 21 sagt, dass im Zweifelsfall das alte Gesetz nicht widerrufen ist, vielmehr das ältere Gesetz zum neuen dazugehört und soweit möglich mit ihm harmonisiert.

Wenn also das neue Gesetz dem alten nicht ausdrücklich widerspricht, harmonisiert es mit ihm. Da der CIC von 1983 dem von 1917 im Fall der Mantilla also nicht widerspricht, harmonisiert es mit ihm.

Kanon 28 sagt, dass, wenn eine Änderung nicht ausdrücklich ausgesprochen wird, es nicht jahrhundertealten Gebräuchen widerspricht. Das heißt, dass alte Bräuche wie das Tragen einer Mantilla einfach weitergeführt werden, weil dem nicht explizit im CIC von 1983 widersprochen wird. Wir können diese uralte Tradition nicht zerstören. Und sie konnten es nicht, denn sonst hätten sie der Heiligen Schrift selbst widersprochen, der Tradition, dem Heiligen Petrus, dem Heiligen Linus und all den anderen großen Heiligen.

Was sehr interessant ist und oft erwähnt wird ist, dass in den 1940er und 50er Jahren es modern wurde, Hüte anstelle der Mantilla zu tragen, was der erste Schritt war … schon vor dem II. Vaticanum. Es gab also schon einen wachsenden Trend des Ungehorsams. Dieser hatte viel mit der Gleichheit der Frau zu tun und weniger mit dem katholischen Glauben. Es drehte sich alles um die falschen Werte der Welt, einer Welt, die Gott nicht kennt. Und nach dem II. Vatikanum, 1965 und nach der Novus-Ordo-Messe 1969 und der Sexuellen Revolution und „Befreiung‟ der 1960er Jahre trugen viele Frauen die Mantilla einfach nicht mehr. Es ist nicht so, dass ein Priester gesagt hätte, die Frauen sollten die Mantilla nicht mehr tragen, nur haben die Priester diese große Verletzung des Kirchenrechts und des Göttlichen Gesetzes nie korrigiert.

Es gibt sogar einen berühmten Vorfall, als Anibale Bugnini – der freimaurerische Architekt des Novus Ordo – aus einer der Sitzungen des Konzils kam und auf die Frage eines Journalisten den Medien sagte, dass das Konzil sich damit nicht befasse, die Medien verkündeten, dass das Tragen der Mantilla nun nicht mehr verlangt werde.

Es wurde also ein falsches Verständnis der Mantilla verbreitet bezüglich der Gleichheit und Freiheit. Die Frauen verließen diese unsterbliche Tradition und die Kirchenoberen stand tatenlos daneben.

Wir haben das Problem der Nachlässigkeit, wo das Kirchengesetz, die Theologie, die Heilige Schrift und die Tradition nicht mehr gestärkt werden.

Der Grund, dass die Frauen das Tragen der Mantilla aufgegeben haben ist meiner Meinung nach – Sie können es sich sicherlich schon denken – der, dass die Frauen den ein oder anderen der genannten Punkte, oder auch mehrere, als Erlaubnis betrachten, die Mantilla nicht (mehr) zu tragen. Aber das Beispiel anderer Frauen, ein genereller Ungehorsam eines Teils der Kirche und die Unterlassung der Stärkung des Kirchenrechts – viele kennen nicht einmal das Kirchenrecht … falsche intellektuelle Argumente welche die Heilige Schrift und die Tradition relativieren, das Verschleiern der Geschlechterunterschiede, die Identitätskrise, die heutzutage ein großes Problem ist.

Manchmal sieht man jemanden auf der Straße laufen und weiß nicht ob das ein Mann oder eine Frau ist, und sie ziehen sich absichtlich so an. Dies ist eine Verschleierung der geschlechtlichen Identität.

Wenn also die Mantilla dazu da ist, die Frau als solche in ihrer Weiblichkeit zu ehren, die Kultur und Gesellschaft im Großen und Ganzen aber versuchen, die Rollen von Mann und Frau zu zerstören, dann stellen sie der Mantilla nach. Und ob Sie es glauben oder nicht, dies ist alles eng verwoben mit der Zerstörung der Familie, der Ehe, sogar mit der gesamten homosexuellen, sodomitischen, lesbischen Bewegung. Glauben Sie mir, sie haben enge Kontakte. Warum gestehen die Leute das nicht ein oder nehmen es wahr?

Andere Gründe, warum die Mantilla zurückgewiesen wurde: Mangel an Respekt vor der Heiligen Eucharistie oder Mangel an Glauben an die Heilige Eucharistie. Das ist einer der Gründe, warum sie die Mantilla nicht tragen. Aber Sie sehen das in so vielen Dingen: warum macht man keine Kniebeuge mehr? Warum glauben wir tatsächlich, dass wir unseren Herrn in der Hand empfangen können? Weil der Respekt vor unserem Herrn verloren gegangen ist. „Dies ist eine Zurückweisung der Hierarchie und der Ordnung, die Gott uns gegeben hat.‟ Das ist eine falsche Befreiung. Das ist sogar eine komplette Versklavung der Frau durch ihre Leidenschaften und durch den Mann.

Ein anderer Grund, warum die Mantilla zurückgewiesen wird ist, liegt in der herrschenden Haltung gegen das Leben in unserer Kultur des Todes, eine Haltung, die Mann und Frau in Gesellschaft und Kultur beherrscht, die gegen das Leben sind. Und deshalb wird die Mantilla abgelehnt. Weil Reinheit und Anstand in unserer Gesellschaft zurückgewiesen werden, wird die Rolle der Frau zurückgewiesen. Wird die Rolle der Frau zurückgewiesen. Es gibt also eine Logik hinter der Weigerung, die Mantilla zu tragen. Wenn man nicht anständig und rein sein möchte, wenn man die Rolle der Frau ablehnt, wenn man Gott in der Heiligen Eucharistie nicht verehren möchte.

Und warum sollte man – umgekehrt – eine Mantilla tragen; wenn man all dies tun möchte, sollte man die Mantilla tragen. Und zuletzt ein Grund, der all dies umfasst, ist die Weigerung so zu sein wie die selige Jungfrau Maria, unsere Mutter. Und in der Kirche von heute gibt es eine große Ignoranz bezüglich Maria. Zu viele messen heutzutage der Verehrung Marias zu wenig Bedeutung zu. Jedoch ist sie die vollkommene Christin, das Modell und Vorbild für uns alle.

Niemand kommt in den Himmel, der Maria nicht verehrt. Sie ist die Vermittlerin aller Gnaden. Heutzutage weist nicht nur die Welt, sondern auch die Kirche Maria zurück.

Denken Sie nur daran, wie die Kirche sich weigerte, ihre Botschaften zu befolgen, die sie uns in Fatima mit solch mütterlicher Fürsorge gebracht hat. 95 Jahre später hat die Kirche ihr immer noch nicht gehorcht.

Und all dies, was die Mantilla umfasst – wir sehen die starken Kräfte, die gegen all dies stehen; daraus erkennen wir, dass die Mantilla sehr wichtig ist.

Sie ist aus all den Gründen wichtig, die hier erwähnt sind, und heute insbesondere wenn wir gegen diese Kultur kämpfen müssen, diese Kultur, die sogar in die Kirche eingedrungen ist, welche den Novus Ordo oder die Liturgie durchdringt. Wir müssen sie bekämpfen und die Mantilla aus all diesen Gründen tragen.

Meine Hoffnung ist, dass Sie alle sich dies und die anderen Artikel gründlich einprägen und zu Herzen nehmen und etwas daraus lernen, und dass Sie sich wirklich davon überzeugen, warum die Mantilla so wichtig ist und sie auch tragen. Dann werden Sie die Mantilla nie mehr einfach so tragen, weil es Tradition ist oder weil sie einfach schick aussieht, weil ich das so mag oder warum auch immer … Dies ist ein Teil des Kampfes um das Leben, ein Teil des Kampfes um das Evangelium und dies ist der Grund, warum jede Frau eine Mantilla tragen sollte, denn wir müssen dahin zurückkehren, ernsthaft zu glauben, dass Jesus in der Heiligen Eucharistie gegenwärtig ist, wirklich an die Ordnung zu glauben, die Gott geschaffen hat. Das Leben ist heilig! Die Frau ist einzigartig in ihrer Weiblichkeit! Sie muss geehrt und respektiert werden als ein heiliger Tabernakel, den Gott gemacht hat, dass er sei. Die Mantilla verkündet und wahrt all dies.

Lassen Sie uns das Gesagte nun mit dem Ave Maria beschließen:

Gegrüßet seist du, Maria, …

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen