Mode für Männer oder wie kleide ich mich zur Alten Messe?

1999_1_IN1

Nachdem wir hier mehr als einmal uns über die Frauenmode im Sinne des Tragens einer Mantilla samt geschmackvollem Zubehör zu Alten Messe verbreitet haben, kommen diesmal die Männer an die Reihe, welche sich auch zur Alten Messe sauber, ordentlich und schick zu kleinen haben. Um die Schlussfolgerung gleich vorweg zu nehmen:

Frage: Wie kleide ich mich zu einer Alten Messe?

Antwort: In einen Anzug! Tracht geht auch!

Frage: Und wenn ich keinen habe?

Antwort: Dann kaufen Sie sich einen!

Frage: Und wenn ich mir keinen leisten kann?

Antwort: Dann gehen Sie zu H&M, C&A, Irgendwas&Irgendwas oder kaufen Sie Second-Hand!

Die vorkonziliaren, moraltheologischen Vorschriften, die katholischen also, schreiben doch tatsächlich eine Sonntagsstaat vor, insbesondere dann, wenn man kommuniziert.[1] So schreibt die Moraltheologie von Gury folgendes:

Principia

  1. – I. De iure naturali is requiritur exterior habitus et ea corporis compositio, quae internam animi reverentiam et devotionem exhibeat. Ratio patet: debetur enim huic augustissimo Sacramento non solum interna, sed etiam externa veneratio, cum ipse Christus, mediis speciebus, sensibili quodam modo in eo existat et tractetur. [2]

Grundsätze

  1. – I. Wegen des Naturrechts wird diese äußere Verfassung und diese Verfassung des Körpers vorausgesetzt, welche die innere Ehrbietung und Frömmigkeit der Seele zur Schau stellt. Daher also wird verlangt, dass nicht nur einzig innere, sondern auch äußere Anbetung des ehrenwürdigsten Sakraments stattfindet, da Christus selbst, unter Vermittlung der Gestalten, in einer sinnlichen Art und Weise zugegen ist und als solcher behandelt wird.

Da wir hier katholische Lehre und nicht das Novus-Ordo-Gewäsch verbreiten, so stellen wir klipp und klar fest: das Äußere bildet das Innere ab. Immer? Ja, immer. Weil die Heilige Messe das Höchste auf Erden ist, deswegen müssen Sie zu jeder Messe so erscheinen, als wären Sie zu einer Königshochzeit eingeladen. Pater Gury SJ stellt fest, dass das Prinzip, dass die äußere Verfassung – habitus – womit auch Kleidung gemeint ist, das Innere, spricht die Ehrbietung, den Respekt der Seele wiederspiegelt, vom Naturrecht her kommt. Denn überall und immer haben sich Menschen zu festlichen Anlässen besser gekleidet. Die Verwerfung der besseren Kleidung kam erst durch den Sozialismus, wo ganz am Anfang jeder sich gleich, im Sinne von gleich schlecht, d.h. sozialistisch, zu kleiden hatte. Ja, der Linke ist traditionell schlecht gekleidet, weil er das verwirft, was er sich nicht leisten kann und was er deswegen hasst. Mode und Sozialismus oder Mode und Revolution wäre ein interessantes Thema, das wir irgendwann einmal aufgreifen werden, aber jetzt sind wir beim Thema Mode und Kirche. Eine Brücke schlagend, können wir feststellen, dass nach der letzten kirchlichen Revolution (1962-65) die Menschen automatisch anfingen sich für die Kirche schlechter zu kleiden, weil die Novus-Ordo-Liturgie ja nichts besseres verdient, sprich: Pferdedecken und bürstenschnittige Pastoralassistentinnen. Hässlichkeit strahlt Hässlichkeit aus, was zu der obligatorischen Jack Wolfskin-Jacke in der Gemeinde von DSDZ führt. Was redet man uns ein? Dass, so die bürsten-schnittige, übergewichtige, unverheiratete, Hosen tragende und unschöne Pastoralassistentin:

Es allein auf die inneren Werte ankommt!

Worüber spricht sie denn? Über sich selbst.

Ich sehe nicht hübsch aus, bin es aber im Innern, ich handle nicht fromm, bin es aber im Innern, bin übergewichtig, bin aber im Innern schlank und asketisch, bin nicht intelligent, bin es aber im Innern, bin nicht gelehrt, bin es aber im Innern etc. etc.

Und was sagt der Novus-Ordo-Pfarrer?

Ich wirke zwar nach außen wie ein ungläubiger, modernistischer, fauler, schlapper, Alkoholiker und Konkubinarier, aber im Innern bin ich natürlich ganz anders.

Nein, liebe Leserinnen und Leser. Sein Aussehen muss man sich verdienen, wie man in der Heimat von DSDZ sagt und man sieht wirklich so aus, wie man ist. Punkt. Wird man anders, dann sieht man auch anders aus. Noch ist man am Leben. Die einfachste Methode sich von außen nach innen vorzuarbeiten, ist sich besser zu kleiden und zwar einem Dresscode entsprechend, der in manchen Branchen verpflichtend ist und wo auch eher naturschöne Menschen angestellt werden, damit sie den Kunden nicht verschrecken. Wollen Sie in einer guten Bank für gutes Geld arbeiten, dann müssen Sie sich bankgemäß kleiden. So einfach ist es und es ist Naturrecht. Der Dresscode für Männer ist seit über 100 Jahren denkbar einfach: Anzug, weißes Hemd, passende Krawatte, schwarze Schuhe, schwarze Socken. Habe fertig! Und was erst, wenn Sie zum Hochzeitfest des Lammes erscheinen! Zu den göttlichen Geheimnissen der heiligsten Dreifaltigkeit, zum Herabsteigen Christi in die eucharistischen Gestalten, wo die Engel anbetend anwesend sind, wo man sich beim Sanctus mit der Anbetung des Himmels verbindet. Und wie sehen Sie aus? Ja, wie? Sie tragen keinen Müll raus, Sie arbeiten nicht am Grundstück, wo diese alte, ausgebeulte Hose angebracht wäre. Sie sind in der Kirche! Bei der Heiligen Messe! Sie sind ein Traditionalist, kein Lump und kein Prolet, mein Gott! Wie soll man irgendjemand die Wichtigkeit der Alten Messe klar machen, wenn man sich nicht ehrbietig und gut zu ihr kleidet und zwar ordentlich im Sinne eines weltlichen Dresscodes. Ja, manchmal ist es heiß und unbequem, aber es ist die Messe. Das Höchste und das Schönste auf dieser Erde, wozu Sie mit Ihrer eigenen Schönheit beitragen sollten. Deswegen wollen wir eine Lanze für den Anzug (bei Männern) bei der Alten Messe brechen und stellen zwei Beiträge diesmal über die Männermode in der Übersetzung von davillatollkühn vor. Mögen die Scharen der ausgebeulten Freizeit- und Jeanshosenträger bei der Alten Messe schwinden und niemals wiederkommen. Amen.

[1] Vgl. Gousset, Moraltheologie zum Gebrauche für Pfarrer und Beichtväter, Regensburg 1869, Bd. II, 150: “Dass man in reinlicher und ehrbarer Kleidung erscheine.” Peeters, Manuale Theologiae Moralis, Vol. II, Roma 1963, 263-264.

[2] Gury, Ioannis Petrus SJ, Compendium Theologiae Moralis, Vol. II, Romae 1866, 238.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen