Immer wieder Benedikt XVI. – diesmal die Juden-Frage

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Wie gloria.tv  in Berufung auf kathpress.at berichtet, hat der Immer-Noch-Papst Benedikt XVI. einen völlig unnötigen Aufsatz in Communio darüber veröffentlicht, dass der Alte Bund doch nicht aufgehoben wurde.

Hat er nichts Besseres zu tun als solch einen Unsinn zu schreiben?

Anscheinend nicht, denn in der Kirche sieht es nur rosig aus. Denn wem haben wir Franziskus zu verdanken? Jawohl, dem guten, alten Benedikt. Mit der „Juden-Frage“ haben wir uns bereits beschäftigt und die Aufhebung der Substitutionstheorie durch Benedikt ist einfach falsch. Denn wäre sie richtig, dann hätten sich:

  1. keine Juden zu des Heilands Zeiten bekehren müssen,
  2. keine Apostel und Jünger zu Christus bekehren müssen,
  3. keine Judenchristen zum Christentum bekehren müssen,
  4. keine Judenmission wäre möglich gewesen.

Falls wir die Richtigkeit von 1. bis 4. annehmen samt des Missionsbefehls Christi, dann ist die Judenmission nach wie vor aktuell: sowohl nach 1948 (Gründung des Staates Israels) wie nach 1962-1965 (Vatikanum II). Dies ein kurzer Kommentar von DSDZ zum ungelesenen Aufsatz von Benedikt XVI., denn DSDZ hat Besseres zu tun als sich diesen Schmarrn durchzulesen.

Wir wollen in den hervorgehobenen Texten unsere Benedikt-Politik darstellen, den wir trotz allem als den eigentlichen Papst anerkennen, da wir von der Richtigkeit der Barnhardt-These (bitte alle Teile durchlesen) überzeugt sind. Aber Papst bedeutet noch kein guter Papst. Wir glauben wie Ann Barnhardt, dass Benedikt XVI. der bisher schlechteste Papst der Kirchengeschichte ist, weil bislang keiner durch seinen Rücktritt-Doch-Nicht-Rücktritt solch ein Schlamassel und Chaos hinterlassen hat. Aber wie wir sehen, ist Benedikt mit sich selbst im Reinen, wie er Seewald erklärte und schreibt völlig unbrauchbare Professoren-Aufsätze „im Sinne der Ökumene“, während die Kirche um ihn herum zerfällt. Aber vielleicht haben nach Benedikt nicht nur die Juden ihren Sonderweg, sondern wirklich ALLE? Im Sinne der Allerlösungslehre? Dann braucht man sich wirklich nicht aufzuregen und kann sich mit solchen Aufsätzen die Zeit vertreiben, für die anscheinend ihm die Kräfte nicht fehlen. Kyrie eleison!

Falls uns jemand vorwirft, dass wir etwas verwerfen ohne es zu kennen, hier ein paar Ausschnitte aus der Besprechung auf kathpress.at aus denen klar wird, dass nichts klar wird. Es ist die „Differenzieren“ also ein nachkonziliares Sowohl-Als-Auch-Jedoch-Aber-Wenn-Nicht, aus dem Nichts folgt. Lesen Sie es bitte selbst:

Tatsächlich bietet der mit „Joseph Ratzinger – Benedikt XVI.“ signierte und auf den 26. Oktober 2017 datierte Text eine durchaus kritische Reflexion bisheriger „Standards“ im jüdisch-christlichen Dialog bzw. im nachkonziliaren theologischen Nachdenken über das Verhältnis von Judentum und Christentum. Konkret sieht Benedikt XVI. bei den beiden Stichworten „Substitutionstheorie“ und „nie gekündigter Bund“ Nachschärfungsbedarf: „Beide Thesen – dass Israel nicht durch die Kirche substituiert werde, und dass der Bund nie gekündigt worden sei – sind im Grunde richtig, sind aber doch in vielem ungenau und müssen kritisch weiter bedacht werden“, schreibt Benedikt in seinem Text. […]

Das ist aber interessant ….

So habe es eine „Substitutionstheorie“ – also die Vorstellung, die Kirche sei an die Stelle Israels getreten – „als solche nicht gegeben“, stellt der emeritierte Papst unter Verweis auf einschlägige Lexika klar. Mehr noch komme dem Judentum aus christlicher Sicht stets ein besonderer Status zu, insofern das Judentum „nicht eine Religion unter anderen“ sei, sondern „in einer besonderen Situation steht und daher auch als solches von der Kirche anerkannt werden muss“. In Folge erläutert er seine These anhand der bleibenden Differenzen zwischen Judentum und Christentum, konkret: im Blick auf den Tempelkult, die Kultgesetze, die Stellung der Tora, die Messias-Frage und die Landverheißung.

Die Subsitutionslehre hat es sehr wohl gegeben bis Nostra Aetate. Die Kirchenväter und das Lehramt haben es vertreten. Wenn die Kirche nicht an die Stelle Israels getreten ist, an wessen Stelle ist sie denn getreten? Ist sie denn überhaupt notwendig oder gar heilsnotwendig?

Auch die Frage des „nie gekündigten Bundes“ zwischen Gott und den Juden – eine Aussage, die auf Johannes Paul II. zurückgeht und zum heute selbstverständlichen Deutungshorizont des Judentums aus christlicher Sicht gehört – verlange laut Benedikt XVI. nach Differenzierungen. Zwar ist die Aussage prinzipiell „als richtig anzusehen, aber im einzelnen doch noch vieler Präzisierungen und Vertiefungen bedürftig“: Etwa in dem Sinne, dass es nicht nur den einen Bund zwischen Gott und seinem Volk gab, sondern viele Bünde. Zudem gehöre das Wort von der Kündigung eines Bundes nicht zur theologischen Begriffswelt des Alten Testamentes und auch die damit transportierte Vorstellung eines Vertrages auf Augenhöhe entspreche nicht der biblischen Theologie.

„Die Formel vom ’nie gekündigten Bund‘ mag in einer ersten Phase des neuen Dialogs zwischen Juden und Christen eine Hilfe gewesen sein, taugt aber nicht auf Dauer, um die Größe der Wirklichkeit einigermaßen angemessen auszudrücken“, so Benedikts abschließendes Urteil.

Ach so….Was taugt aber auf Dauer? Wohl die Selbstauflösung der Kirche in der Einheitsreligion. Jemand sprach schon von der Christus-freien Kirche, denn jetzt kommt die Plastik-freie Kirche. Und wer hat uns dazu den Weg geebnet? Benedikt ….

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13 Einträge zu „Immer wieder Benedikt XVI. – diesmal die Juden-Frage

  • Ja, Kritik Benedikt wird unter deutschen Gläubigen zumindest Leben in die Bude bringen, seien dessen Thesen auch noch so verstiegen. Ist er doch auf dem besten Wege, bei großen Teilen des konzilskonservativen Gläubigen-Spektrums eine geradezu mythische Figur zu werden. Wie in den Robin-Hood-Filmen der 50er/60er Jahre, wo die hilflosen Gebeugten ächzend auf „unseren guten König Richard“ warteten, während sie vom Übelheimer Prinz John gepeinigt wurden. Der konservative Papst ist aber leider ein Standpunkt, der nur haltbar ist, solange man die Vorgeschichte (beginnend beim Konzil) ausblendet, denn: als „der Rhein in den Tiber floss“, war Peritus Josef Ratzinger ja emsig dabei. Auch zum Thema „subsistit in“ gab es auch später bei ihm viel Lavieren und verbalen Eiertanz, aber kein klares Bekenntnis zur Tradition. Und lavieren auch hier: „ungenau und müssen kritisch weiter bedacht werden“.

    Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein – außer natürlich, ihr seid moderne Theologen.

    Dann verlangen „kritische Stellen nach Differenzierungen“, da gibt es „prinzipiell als richtig anzusehende“ Aussagen, die aber „im einzelnen doch noch vieler Präzisierungen und Vertiefungen bedürfen“. Vulgo: Weiß mag zwar erstmal weiß und nicht schwarz erscheinen, ist aber eigentlich lediglich eine Graustufe von vielen, so wie Schwarz auch nur eine sehr dunkle Graustufe ist. Mithin ist Weiß eigentlich sozusagen hellstes Grau, also ein Grau wie etwa dunkelstes Grau, dass als Schwarz erscheint. Weiß ist also Schwarz und umgekehrt.
    Bei soviel semantischem Hochtrapez helfen vielleicht kurze, klare Impulse:
    Wer die These vertritt, der „Alte Bund“ sei nach wie vor in Kraft und die Juden daher einer Erlösung durch Jesus Christus nicht bedürftig, straft den Herrn direkt Lügen. Denn er sagte ja, niemand komme zum Vater als durch ihn.

    Das Zerreißen des Tempelvorhangs wird in der Patristik als Zeichen gedeutet, dass der Heilige Geist vom Tempeldienst der Juden wich (Catena Aurea, 1. Neuaufl. 2014, Bd. 1, Seite 1090), d. h. der alte Bund zerbrach.

    Dieser gedankliche Ansatz von Benedikt scheint sich weder auf den Herrn, noch die Apostel oder die Patristik berufen zu können….

  • Wie ist diese Aussage von Papst Benedikt XVI. zu zensieren? Als Laie schreit man ja zu schnell Häresie. Ist er an selbiger nochmal knapp vorbeigeschrammt? Wahrscheinlich ist die Lösung, daß es sich nicht um ein lehramtliches Schreiben (ex cathedra) handelt sondern um eine private Meinungsäußerung. Als rechtmäßiger Papst ist er ja durch seine Standesgnade geschützt lehramtlich Irrtum zu verbreiten.

  • Nein, denn es ist kein Dogma. Es ist sententia communis. Unter Notae theologicae nachschauen. Schreibe vom Handy.

    • Wird nicht folgendem Dogma zumindest indirekt widersprochen: (153) Die Zugehörigkeit zur Kirche ist für alle Menschen heilsnotwendig? Ergibt sich aus diesem Dogma nicht notwendigerweise im Falle der Juden die Richtigkeit der Substitutionstheorie?

  • Es wird zwar diesem Dogma indirekt widersprochen, aber es ist immer noch keine Häresie.
    Damit eine Häresie feststellbar ist, muss

    a. ein Dogma z.B. „A ist B“
    b. konträr oder kontradiktorisch, im logischen Sinne, verneint werden.

    „nichtA ist B“
    „A ist nichtB“
    „es ist nicht so, dass A B ist“

    Es ist wirklich ausführlich dargestellt in der Reihe:

    https://traditionundglauben.com/category/theologie/zensuren/

    sowie

    https://traditionundglauben.com/2017/08/11/notae-theologicae-oder-die-dogmatische-gewissheit-3-von/

    und

    https://traditionundglauben.com/2017/08/14/notae-theologicae-oder-die-dogmatische-gewissheit-4-von/

    Nochmal: je höher der Grad der theologischen Gewissheit, desto höher die Zensur.

    Da die Substitutionslehre kein Dogma ist, so ist sein Negieren keine Häresie.

    Ich würde sagen die Substitutionslehre ist sicherlich (g) nach https://traditionundglauben.com/2017/08/14/notae-theologicae-oder-die-dogmatische-gewissheit-4-von/

    vielleicht gar (e). Ich müsste dieses Thema untersuchen, um sicherer zu sein.

    Also das Negieren von (g) ist sententia temeraria – eine leichtsinnige Behauptung

    das Negieren von (e) ist error in theologicis – Irrtum in Theologie

    aber beides ist keine Häresie.

    Aber die Konsequenzen von Benedikts These führen tatsächlich in Häresie, denn

    a. Christus hat gelogen
    b. er ist kein Messias
    c. Missionsbefehl unnötig
    d. Kirche unnötig.

    Das Dogmenwerk ist wirklich wie eine hochpräzise Uhr. Dreht man an einem Rädchen, gerät das Ganze aus den Fugen, was wir seit 1962 erleben.

    Aber trotzdem keine Häresie!

  • Ich werde mir Diekamp-Jüssen zu Gemüte führen und dann antworten. Aber grundsätzlich bin ich der Meinung, daß die Substitutionslehre eine sententia proxima fidei ist und die Heilszusage gegenüber dem Judentum durch Christus Selbst aufgehoben wurde, zumindest die Heilsauschließlichkeit. Das Johannesevangelium erlaubt keine anderen Schlüsse!

  • Es gibt aus der Heiligen Schrift nur ein einziges neutestamentliches Zeugnis, das Juden (nicht den Juden!) überhaupt eine beschränkte Heilszusage erlaubt, nämlich Apc. Ioh. 7.4: „Et audivi numerum signatorum, centum quadraginta quattuor milia signati ex omni tribu filiorum Israel.“ Und vor allen Dingen sollte man im Auge behalten, daß es in Mt. 27.51 wohl den entscheidenden Hinweis auf die Substitution gibt, den Riß des Vorhangs im Tempel: „Et ecce velum templi scissum est a summo usque deorsum in duas partes, et terra mota est, et petrae scissae sunt;“ Die absolute Arkandisziplin des Alten Bundes in bezug auf die Versöhnung mit GOTT und den Namen GOTTES (Nur hinter dem Vorhang durfte der Name GOTTES das Tetragrammaton IHWH am Versöhnungsfest ausgerufen werden!) wurde hier beseitigt, der Alte Bund aufgehoben. Von da ab setzten sich auch im Judentum immer mehr die Schriftgelehrten durch und erst ab dann entstand der Talmud. Nach dem übereinstimmenden Zeugnis aller Historiker ist der Vorhang des Tempels nie mehr ersetzt worden, das Hohepriesterliche Opfer und die Anrufung des Schem‘ Elohim war fortan ungültig. Daher ist der Neue Bund, das „Novum et Aeternum Testamentum“ einzig der Mystische Leib Christi, die Eine Heilige Katholische und Apostolischen Kirche. Der Alte Bund ist somit aufgekündigt.
    Aber: Es ist einer Häresie nahe, daß Christus nur für die Prädestinierten gestorben sei! Es gibt hierfür zahllose Belge in der Hl. Schrift, den Apostolischen Vätern und den Kirchenlehrern allgemein. Das Hl. Konzil von Trient verurteilt den Prädestionalismus: „Si quis dixerit hominem renatum et iustificatum teneri ex fide ad credendum se certo esse in numero praedestinatorum: a[nathema] s[it]!“ , „Si quis iustificationis gratiam non nisi praedestinatis ad vitam contingere dixerit reliquos vero omnes qui vocantur vocari quidem sed gratiam non accipere utpote divina potestate praedestinatos ad malum: a[nathema] s[it]. (sess. XVI cann 15 et 17). Die Substitutionslehre ist keine Häresie, sie ist eher sogar proximum fidei (Diekamp-Jüssen 594f.) Aber sie läßt einen gewissen Spielraum dafür offen, daß Juden trotz ihres Festhaltens am Glauben gerettet werden können, wenn sie von GOTT dafür bestimmt sind. Es ist eine Häresie Gott den Heilswillen für alle abzusprechen (D.-J. 668ff.) Zur Sünde kann es erst durch den Gewissensentscheid des je einzelnen kommen, der Glaube muß aus dem Gewissen trotz besseren Wissens und des sententium opeccati ebglehnt werden, um des Heils verlustig zu gehen. Und auch hier das große Aber (nun von D. Prümmer). Wir haben nicht das Recht über das Gewissen irgendeines menschen zu urteilen, dazu hat allein Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der Heilige Geist das Recht.
    Die Heilige Schrift lehrt klar und deutlich, sie offenbart auch in den res gestae die Absicht der Handelnden, da sie Gottes Wort ist, inspiriert und damit auch die Herzen offenlegt. In der „Praeparatio ad Missam“ betet der Priester „Deus, cui omne cor patet et omnis volúntas lóquitur, et quem nullum latet secrétum: purífica per infusiónem Sancti Spíritus cogitatiónes cordis nostri; ut te perfécte dilígere, et digne laudáre mereámur.“ Was also in der heiligen Schrift geschrieben steht, läßt eine sichere Beurteilung des Gewissens der Handelnden zu. Und es ergibt sich daraus nur ein Schluß: Christus hat durch SEIN Kreuzesopfer den Alten Bund aufgehoben, der NEUE Bund dagegen ist zum Heil für alle („qui propter nos homines et propter nostram saltuem descendit de caelis.“) und damit auch für die Juden geschlossen.der Alte Bund geht somit spurlos und restlos im Neuen Bund auf. Daher behält das Alte Testament seine theologische Gültigkeit und bleibt GOTTES Wort, es kann aber nur im Lichte des Neuen Testamentes und der Tradition gelesen werden. Und daher zelebriert der Priester die Überlieferte Heilige Messe im Einklang mit der Tradition, die bis in das Alte Testament zurückgeht (vgl. die Vigilien von Ostern und Pfingsten!)

    • Stimme dem zu, aber Substitutionslehre und Prädestination sind zwei verschiedene Themen. Natürlich ist S-Lehre keine Häresie, aber auch kein Dogma. Dieses Eintauchen in die Gewissensfrage halte ich für problematisch. Mehr später. Schreibe vom Handy.

  • Natürlich sind Substitutionslehre und Prädestinationslehre zwei unterschiedliche Traktate der Gnadenlehre, sie sind aber über die Frage nach der Gültigkeit der Heiligen Schrift verbunden. Die Frage ist hier: Wie geht die Exegese mit Apc.7.4 sqq. um? Gibt es eine exakte Zahl der Juden, die gerettet werden? Dann ist der Alte Bund solange gültig, bis die Zahl erreicht ist. Das wäre dann aber im Sinne einer strikten Prädestination. So ,müssen wir davon ausgehen, daß Papst Benedikt XVI die Heilige Schrift nicht berücksichtigt. Hier bedarf es eines Kommentares eines auctoris probati. Weiteres schreibe ich später!

    • @ Christoph Rhein

      Ich sehe, dass Sie bei Ott, Diekamp-Jüssen oder Premm keine Beweise gefunden haben, dass die Substitutionslehre ein Dogma ist. Ich habe sie selbst durchgeblättert. Das ist kein Dogma. Es wird nicht einmal erwähnt.

      Dennoch:

      1. Man wird nur durch den Glauben an Jesus Christus gerettet, auch die Gerechten des Alten Testamentes oder die Heiden, welche ihn geahnt und mit reinem Herzen gesucht haben, daher saßen sie in der Unterwelt und warteten auf den Erlöser.

      2. Die Zahl der Erwählten ist bestimmt und somit die Zahl der erwählten Juden qua Juden, die vor Christi Kreuzestod auf den Erlöser gewartet haben.

      3. Der Alte Bund ist nicht mehr gültig, denn es gibt den Neuen Bund. Es gibt keine Extrawürste für Juden qua Juden. Es gibt heute sehr wenige Judenchristen, d.h. Konvertiten aus dem Judentum und Heidenchristen, d.h. Konvertiten aus dem Heidentum, Atheismus etc.

      Vielleicht haben Sie Recht, dass die Mehrheit der prädestinierten Juden vor Christus gelebt hat und deswegen sich später kaum welche bekehrt haben.

      Aber den Juden einen Sonderweg des Heiles zuzusagen, ist doch die Verleugnung der Erlösung durch Christus und durch seinen Kreuzestod.

      Kardinal Kasper würde natürlich allen einen Sonderweg des Heiles ohne Christus zugestehen, weil „Gott uns alle lieb hat“, aber das ist Häresie und ebenfalls die Verleugnung des Kreuzesopfers Christi.

      Natürlich ist Christus nicht nur für die Prädestinierten gestorben, sondern für alle, aber praktisch nehmen es nur die Prädestinierten in Kauf, weil sie es wollen. So ist z.B, die runtergesetzte Ware im Kaufhaus für alle bereitgestellt, aber praktisch werden sie nur diejenigen kaufen, die dort hinfahren, sich für diese entscheiden und sie kaufen.

      Zu der Judenfrage grosso modo, eigentlich der Kabbalah-Frage ein sehr lesenswerter Aufsatz, dessen Ausmaß kaum jemand versteht. Ich werde selbst etwas dazu schreiben, weil dieser Autor doch sehr durch die Blume spricht und ein literarisches Englisch schreibt, dass nicht für alle verständlich sein wird.

      https://onepeterfive.com/francis-kabbalah-jewish-pagan/

      Ebenfalls lesenswert https://onepeterfive.com/author/rarmstrong/

  • Als ein Beispiel für die (ich nenne das jetzt mal) „Öffung“ des Bundes für alle Menscheen sei der Hl. Johannes (mehr oder wenigeraus dem Gedächtnis) zitiert: Joh 10, 16 Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind …

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