Priestertum und Zölibat (9 von 12): Biblische Argumente für das Zölibat (ii)

Christus hatte kein Sex, Apostel hatten, nachdem sie von Christus ausgewählt wurden, kein Sex, nach der Himmelfahrt Christi hatten sie weiterhin kein Sex, auf ihren Missionsreisen auch nicht. Was bei der ganzen Viri-Probati-Diskussion verschwiegen und verfälscht wird: es wurden zwar verheiratete Männer zu Priestern geweiht, aber nach der Weihe hatten die auch kein Sex mit ihrer Frau. Die Forderung des hl. Paulus an einen Bischof „einer Frau Mann“ (vgl. 1 Tim 3,2) bedeutet er durfte nur einmal verheiratet gewesen sein und kein Sex nach der Weihe und als Witwer durfte er nicht mehr heiraten, da er als Bischof keinen Sex haben durfte. Kapiert? 

  1. Mit der Zeit, als sich das Christentum vom Judentum immer weiter löste und immer mehr Heidenchristen in die christlichen Gemeinden strömten, verloren die alttestamentarischen Vorbilder, auch im Bereich des Priestertums, zunehmend an Bedeutung. Da die Neuheit der Botschaft Christi alle Bereiche umfasste und vielen bisherigen Bräuchen und Institutionen einen Neuanfang setzte („Ihr habt gehört … ich aber sage euch“ vgl. Mt 5,21-48), so ist auch die Neuheit des neutestamentlichen Priesterzölibats in der Neuheit der Botschaft Jesu zu suchen, welche höhere Maßstäbe an seinen Nachfolger setzt. Daher bilden die eigentlichen Argumente für das neutestamentliche Priesterzölibat: (a) das zölibatäre Leben Jesu, (b) das zölibatäre Leben der Apostel nach ihrer Berufung und (c) der evangelische Rat der Ehelosigkeit um des Reiches Gottes willen.
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