Priestertum und Zölibat (12 von 12): Gegenwärtige Zölibatsgesetzgebung der Westkirche

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Die Zölibatsgegestzgebung gilt, wird permanent gebrochen, ist dennoch eine apostolische Tradition, welche die Heiligkeit der Kirche garantiert. Deswegen will Bergoglio den Priesterzölibat aushebeln. Das hat es niemals in der katholischen Kirche gegeben, dass verheiratete Männer, die ehelichen (hoffentlich nur diesen) Sex haben, Priester sind und priesterliche Aufgaben ausüben. Das ist reiner Protestantismus mit der Pastorenfrau, später Pastorin und dem ganzen Gedöns.

Gegenwärtige Zölibatsgesetzgebung der Westkirche

  1. Seit der Abschaffung der Niederen Weihen und des Subdiakonats durch Paul VI[1] ist das Zölibat für die Priesteramtskandidaten ab der Weihestufe des Diakonats verpflichtend (vgl. can. 277 §1).

Can. 1037 „Ein unverheirateter Weihebewerber für den ständigen Diakonat und ebenso ein Weihebewerber für den Presbyterat dürfen zur Diakonenweihe erst zugelassen werden, wenn sie nach dem vorgeschriebenen Ritus öffentlich vor Gott und der Kirche die Zölibatsverpflichtung übernommen haben.“

  1. Die Zölibatsverpflichtung ab dem Diakonat gilt auch für die altrituellen Ecclesia Dei-Gemeinschaften,[2] welche auch die Subdiakonatsweihe spenden, mit welcher früher, gemäß dem CIC von 1917, die Zölibatsverpflichtung einherging (CIC 1917 can. 949 und 132§1).

3. Die Zulassung zum Diakonat wird an die Weihe zur Ehelosigkeit um des Reiches Gottes willen gebunden,[3] welche durch einen eigenen Ritus zu Beginn der Diakonatsweihe angesichts Gottes und der Kirche öffentlich übernommen wird. Im Verlauf des Weiheritus bejaht der Kandidat die Frage:

“Bist du bereit, zum Zeichen der Hingabe an Christus, den Herrn, um des Himmelreiches willen, ehelos zu leben und für immer deinem Vorsatz treu zu bleiben, in dieser Lebensform Gott und den Menschen zu dienen?“

  1. Das öffentlich abgegebene Zölibatsversprechen sowie die Diakonatsweihe selbst stellen ein trennendes Ehehindernis dar (CIC can. 1073, 1087), von welchem nur der Heilige Stuhl dispensieren kann (CIC can. 1078 § 2).
  1. Von der Weihestufe des Diakonats muss das ständige Diakonat unterschieden werden, welches sowohl unverheirateten als auch verheirateten Männern offen steht, wobei die Letzteren das 35. Lebensjahr vollendet haben und das Einverständnis der Ehefrau vorweisen müssen. Während die Unverheirateten sich mit der Diakonatsweihe zum Zölibat verpflichten, dürfen die verheirateten ständigen Diakone nach dem Tod der Ehefrau nicht wieder heiraten, da die Diakonatsweihe, als erste Weihestufe, ein Character indelebilis mit sich führt und somit ein trennendes Ehehindernis darstellt.
  1. Für den Fall, dass ein ehemals nichtkatholischer, verheirateter Geistlicher in die katholische Kirche übertritt und vor hat in ihr ein Weiheamt auszuüben, so kann er, auf Ansuchen seines katholischen Ordinarius, vom Heiligen Stuhl von der Zölibatsverpflichtung dispensiert werden (vgl. Anglicanorum coetibus §1 und §2), bevor er die Weihe in der katholischen Kirche empfängt.

[1] Dies geschah im Motu proprio Ministeria quaedam vom 15.08.1972.

[2] Ecclesia Dei, Instruktion über Ausführung von Summorum pontificum, Nr. 30.

[3] Paul VI, Pontificalis Romani recognitio, Apostolische Konstitution über das Weihesakrament (18.06.1968), III. 5.

 

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