Falschoffenbarung Medjugorje oder die emotionale Verführung

Im Zuge der Loslösung von unserer potentiellen Fanbase zerstören wir wieder einmal einen nachkonziliaren Mythos der angeblichen Marienerscheinungen in Medjugorje. In Medjugorje passiert seit 1981 allerhand, nur es kommt nicht von Gott. Der Teufel ist ein schlauer Fuchs und er verführt jeden so, wie dieser verführt werden möchte. Den Intellektuellen oder noch besser den, der sich dafür hält, verführt er durch den hegelianisch-rahnerischen Pantheismus, die meisten durch Modernismus, ein einfaches Mütterchen jedoch, das fleißig die Wäsche einholt, den Hasen spickt und auf den „Triumph des unbefleckten Herzens“ wartet, verführt er durch Privatoffenbarungen. Zurzeit fallen sicherlich mehr Seelen durch Medjugorje als durch Rahner, weil wirklich kaum ein Mensch ihn in größeren Mengen zu Ende lesen kann. Man versteht ja ohnehin nichts, weil die Interpretation nach allen Seiten hin offen ist. Ebenso ist es interessanterweise auch in Medjugorje, wo man nicht weiß, worum es sich dort eigentlich seit 1981 handelt.

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