Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 18. Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des achtzehnten Sonntags nach Pfingsten

Mt 9, 1 – 8 Jesus stieg in ein Boot, fuhr hinüber (über den See Genezareth) und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachte man ihm einen Gelähmten, der auf einem Bette lag. Als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: „Steh auf, nimm dein Bett und geh nach Hause.“ Und jener stand auf und ging nach Hause. Bei diesem Anblick gerieten die Volksscharen in Furcht und priesen Gott, der den Menschen solche Macht gegeben.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Petrus Chrysologus, Erzbischof von Ravenna.
Predigt 50.

Daß Christus in den menschlichen Handlungen göttliche Erhabenheit zeigte und in sichtbaren Dingen unsichtbare Tätigkeit übte, zeigt die heutige Lesung. „Er stieg“, heißt es, „in ein Schifflein, fuhr über das Meer und kam in die Stadt, die als sein Wohnort galt.“ Ist das nicht der, der die Fluten entfernt und die Tiefen des Meeres bloßgelegt hat, damit das Volk Israel zwischen den stutzig gewordenen Wassermassen trockenen Fußes wie durch Bergschluchten hindurchgehen konnte? Ist das nicht der, der für die Füße des Petrus die Meeresstrudel umänderte, damit der Wasserweg den menschlichen Schritten einen Dienst als fester Boden erweise?

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Wir bitten Dich, o Herr! Du wollest unsere Herzen durch die Mitwirkung deiner Gnade leiten, weil wir Dir ohne Dich nicht gefallen können. Amen.

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