Rosenkranz beten – den Teufel ärgern

ourladyrosary

Hier ist ein Beitrag aus dem Jahre 2016, der in Nichts an Aktualität eingebüßt hat. Viele Leute, die sich nicht auskennen, meinen, dass der Rosenkranz der beste Exorzismus sei. Dies stimmt sehr bedingt bis gar nichts. Denn:

  1. Exorzismen hat es in der Kirche schon immer gegeben, auch bevor der hl. Dominikus (gest. 1221) den Rosenkranz erhielt. 
  2. Es sind liturgische Formeln von Exorzismen vorhanden, die viel älter als der Rosenkranz sind.
  3. Auch nach der Entstehung und Popularisierung der Rosenkranzes wurden und werden Exorzismen durchgeführt.
  4. Wenn man sich die Zusammenstellung der einzelnen Exorzismen anschaut, so entdeckt man, dass viele Gebete eine exorzistische Wirkung haben, wie z.B. Vater unser, Credo, Ave Maria, der Johannesprolog, Psalm 67 und andere Psalmen.

Der Rosenkranz hat aber insoweit eine exorzistische Wirkung, weil (a) der Teufel große Angst vor Maria hat und (b) im Rosenkranz diejenigen Heilsgeheimnisse betrachtet werden, die den Teufel bezwungen haben, wie die Menschwerdung Gottes, das Leiden und die Glorie Christi und Marias. DSDZ liest zurzeit verschiedene Exorzismen und stellt fest, dass in ihnen die Heilsgeheimnisse dem Dämon sozusagen auf den Kopf zugesagt werden und der Dämon wird während dieses Vorgangs mit seinen Niederlagen konfrontiert. Dieser Grundgedanke der „vergegenwärtigen Erzählung“, wie unsere Pastoralassistentin es ausdrücken würde, ist in allen Exorzismen vorhanden, denn die Heilsgeheimnisse wirken bis heute und in alle Ewigkeit, weil es erstens bei Gott keine Zeit gibt und zweiten die Erlösungstat Christi überzeitlich ist. Die Erlösung reicht von Golgotha zurück  bis Adam und Eva, sie reicht auch nach vorne bis zum Jüngsten Gericht. Beim Betrachten des Rosenkranzes senkt man sich überzeitlich in die Heilsgeheimnisse hinein. Was die moderne Physik und alte Theologie sehr deutlich zeigen. Die Zeit als das Vorher und Nachher der Bewegung ist eine menschliche Sicht der Dinge. Bei Gott und an sich findet alles gleichzeitig statt. Wenn Sie also zum Beispiel das Geheimnis der Verkündigung beten, dann findet diese gerade statt. Man sollte sich die zeitlichen Ereignisse nicht nacheinander, sondern übereinander denken. Denn durch die Menschwerdung Gottes wurden alle Ereignisse erlöst und geheiligt. Natürlich muss man dieses Angebot annehmen durch Bekehrung, Glauben, Taufe, tugendhaftes Leben Mitarbeit mit der Gnade etc. Aber es ist alles da. Das weiß auch der Dämon, wenn man ihm all seine Niederlagen zum Beispiel durch den Rosenkranz vor Augen stellt. Für ihn findet es auch gleichzeitig statt.  In welchem Kontext fiel doch die erste bergoglianische Bemerkung über die „selbstzufriedenen, prometheischen Pelagianer“? Jawohl, im Kontext des Rosenkranzes. Bergoglio hasst ihn, der Teufel auch. Wie der Herr, so das Gscherr. Also beten wir den Rosenkranz. 

Oktober ist traditionell der Rosenkranzmonat. Wann genau die Tradition angefangen hatte ausgerechnet diesen Monat dem Rosenkranzgebet zu widmen, wissen wir nicht, aber wir glauben dass es im XVI. Jahrhundert angefangen hat als das christliche Heer bei der Schlacht von Lepanto am 7 Oktober 1571 wider Erwarten die Flotte des islamischen Osmanenreiches (heute würde man der „Kulturbereicherer“ und „Flüchtlinge“ sagen) besiegt hatte. Dieser Sieg war so unverhofft und wunderbar, dass er dem Rosenkranzgebet der Gläubigen und nicht dem militärischen Können zugeschrieben wurde, daher ordnete Papst Pius V. am Jahrestag dieser Schlacht ein Rosenkranzfest zur Ehre der Muttergottes an.[1] Der militärische Hintergrund dieses Sieges interessiert uns durchaus und wir werden dazu noch nachforschen, aber an dieser Stelle bleibt festzuhalten, dass obwohl der Rosenkranz wenigstens seit der Zeit des hl. Dominikus im XIII. Jhdt. gebetet wurde (die Gebetsform an sich ist viel älter), so fing der Oktober als der Rosenkranzmonat erst im XVI. Jahrhundert, nach der Schlacht von Lepanto an.

Warum sollen wir den Rosenkranz beten?

Nicht nur deswegen, um die Gottesmutter zu ehren oder den letzten Teil unserer katholischen Identität zu behalten, sondern auch deswegen, um den Teufel zu ärgern. Der Teufel ist ein personenhaftes, spirituelles Wesen, welches uns direkt oder indirekt ärgert, sodass es gut und billig ist ihm mit Gleichem zu vergelten. Unsere katholische Weltanschauung umfasst auch die spirituelle Welt, in der es gute und gefallene Engel gibt. Die guten Engel beten Gott an und helfen den Menschen, die gefallenen hassen Gott und möchten die Menschen vernichten. Die dämonologische Horizonterweiterung des Schreibers dieser Zeilen sah wie folgt aus:

  1. Er glaubte recht lange an das personenhafte Böse nicht,
  2. Aufgrund einer Lektüre begann er daran zu glauben,
  3. sah aber all die Geschichten über den Teufel und Wüstenväter, Pfarrer von Ars und andere Heilige als Metaphern an, welche den geistigen Kampf theologisch deuten,
  4. gleichzeitig betrachtete er sie als eine theologische Interpretation von psychischen Zuständen,
  5. dann betrachtete er die „Teufelsgeschichten“ als tatsächliche Begebenheiten, welche in der frühen Zeit manchen, sehr heiligen Menschen tatsächlich widerfuhren uns aber nicht betreffen,
  6. jetzt aber sieht er diese „Teufelsgeschichten“ als ganz real an, weil er und nicht nur er seit einigen Jahren ähnliche Erlebnisse hat.

Interessanterweise teilt er diese Entwicklung der dämonologischen Wahrnehmung mit vielen Exorzisten, welche ebenfalls die Wende vom Theoretischen zum Praktischen schaffen mussten, weil sie praktisch mit dem Teufel täglich zu tun haben.

Nein, der Schreiber dieser Zeilen ist (noch?) kein Heiliger, aber er arbeitet daran, denn jemand muss ja. Er sieht nicht den Leibhaftigen wie die Wüstenväter und der Teufel zündet ihm sein Bett auch nicht an, aber er erlebt so viel, dass er aufgrund der eigenen Erfahrungen annehmen kann, dass die anderen in den Heiligenlebensläufen beschriebenen Erlebnisse durchaus real sein können. Der Schreiber dieser Zeilen ist psychisch gesund und recht nüchtern, sodass ein Wunschdenken bezüglich der dämonischen Angriffe auch bestritten werden kann. Er schreibt dies, weil einige Katholiken in derselben Lage sein können und von ihren Priestern keine Hilfe erfahren. Dabei ist es recht einfach, man müsste nur die richtige Diagnose stellen. Eine sehr große Hilfe in der Verifizierung der vermeintlichen Diagnose war das Buch Die Fülle der Gnaden von Pater Poulain SJ, das wir hier in Abschnitten vorstellen, in welchem Pater Poulain SJ anhand wirklich außerordentlich solider Recherche die verschiedenen Stufen der dämonischen Umsessenheit (obsessio, circumsessio) und Besessenheit (possessio) beschreibt. Er tut es im Kapitel V. Prüfungen beschaulicher Seelen, welche aus:

  1. Versuchungen
  2. Skrupeln
  3. Trockenheit
  4. Krankheit und Verfolgungen
  5. Teuflische Besessenheit
  6. Teuflische Beherrschung

bestehen. Im Punkt 5. wird mit „Besessenheit“, von uns Umsessenheit (obsessio) genannt, der Angriff von außen gemeint, also alle Angriffe, bei denen der Teufel sich nicht des Körpers dieser Person bedient. Laut Pater Poulain SJ ist der Übergang von Umsessenheit zu Besessenheit fließend, womit andere Autoren nicht übereinstimmen. Wir wollen diesen Sachverhalt woanders besprechen, es bleibt hier festzuhalten, dass es diese Angriffe, welche Pater Poulain SJ in der deutschen Fassung seines Buches auf 37 Seiten darlegt,[2] in der englischen Fassung sind es 28 Seiten,[3] wirklich gibt. Es ist nur so, dass nur wenige Menschen diese erfahren und noch weniger diese als dämonische Umsessenheit (obsessio) diagnostizieren können. Warum erfahren es nicht alle? Weil es nicht notwendig ist. Auch in der Dämonenwelt scheint eine Art Sparsamkeitsgesetz zu herrschen, wonach man sich nicht unbedingt mehr anstrengen muss als es notwendig ist. Lebt jemand in schwerer Sünde oder in langjähriger lässlicher Sünde, so braucht sich der Dämon in diesem Fall nicht anzustrengen oder zu erkennen geben, sondern er muss diesen Menschen bloß ihn in diesem Zustand halten. Bei einem geistigen Fortschritt lässt Gott diese Prüfungen zu, weil er entsprechend viel Gnade gibt, um sie auszuhalten. Irgendwo bei den Wüstenvätern wird die Geschichte beschrieben, dass der Teufel, wenn er etwas Gutes sieht, welches seitens einer Person kommt oder kommen wird, Gott der Ungerechtigkeit anklagt und Gott, im Rahmen der Chancengleichheit sozusagen, lässt die Versuchungen des Widersachers zu. Ähnliches sagen die Dämonen beim Exorzismus von Loudun, deren Aussagen wird hier auch vorstellen werden.[4] Der Schreiber dieser Zeilen hatte auch lange nicht an solche „Geschichten“ geglaubt, weil er sie selbst nicht erlebt hatte. Seitdem er sie aber in verschiedenem Ausmaß erlebt und er sie dank Pater Poulain SJ und anderen Geistlichen diagnostizieren kann, so weiß er, dass er (a) nicht verrückt ist und (b) solche Versuchungen im geistlichen Leben dazugehören. Er ist auch entspannter, weil er weiß, dass die Ursachen nicht natürlich sind und daher schnell vorübergehen können, ohne wirkliche Spuren zu hinterlassen. Wir schreiben es hier zum Trost und zur Information unserer Leser, die vielleicht Ähnliches erleben, manche tun es tatsächlich, und welche von ihren Beichtvätern keine Hilfe erfahren. Diese Erlebnisse sind real, sie betreffen aber aufgrund des Ratschlusses Gottes nicht alle Menschen. Diejenigen, welche es noch nicht erleben, können sich darauf einstellen, dass sie es mit dem geistlichen Fortschritt auch erleben werden. Möchten Sie mehr darüber wissen, so lesen Sie die englische Fassung des Buches von Pater Poulain SJ oder warten Sie bis wir diese Seiten hier vorstellen und kommentieren werden. Man braucht sich aber nicht zu fürchten, denn alles auf einmal wird nicht kommen und Gott weiß schon, was Er tut.

Der Teufel ärgert uns also. Punkt. Wir ärgern ihn also zurück und werden so sehen, wer den längeren Atem hat. Was ärgert den Teufel am meisten und woher wissen wir es? Wir wissen es von den Exorzismen, wie dem von Annelise Michel oder dem großen Exorzismus in der Schweiz in den 1970-gern.[5] Bei all diesen Aussagen, falls man ihnen glauben wird, spielt der Rosenkranz eine große Rolle, da der Teufel ihn wirklich hasst. Da es in der Heimat des Schreibers dieser Zeilen Exorzisten gibt, welche ab und zu Vorträge halten, so wissen wir aus diesen Quellen über die Abneigungen des Widersacher Gottes, denn dieselben Dämonen – dieselben Aussagen.

Warum hasst der Teufel den Rosenkranz?

Weil der Rosenkranz die Heilsgeheimnisse, die mit der Menschheit Christi zusammenhängen, aufruft. Es sind die Geheimnisse unseres Heils und unserer Erlösung, welche durch den Gott-Menschen vollbracht wurden. Es wird in der Theologie viel über die Ursache des Engelfalls spekuliert und die Hoffart, also Stolz, als die Sünde der Engel angenommen (sententia longe communior).[6]

„Ob den Engeln ein besonderes Prüfungsangebot gegeben wurde, etwa Christus in seiner menschlichen Natur anzubeten, lässt sich nicht ausmachen“, schreibt Diekamp-Jüssen.[7]

Manche Theologen nahmen aber dies an, dass alle Engel den Gekreuzigten als Gott, also Christus in seiner menschlichen Natur, anbeten sollten. Da aber die menschliche Natur sich dermaßen unterhalb der viel vollkommeneren Engelsnatur befindet, so sollen sich die gefallenen Engel geweigert haben dies zu tun, weil sie die menschliche Natur anwidert. Deswegen hasst der Teufel die Kruzifixe, mit dem Korpus des Gekreuzigten, weil ihn dieses Kreuz und nicht das nachkonziliare Auferstehungskreuz an seine Schmach erinnert, an den Engelfall wegen der vermeintlichen Anbetung des Gekreuzigten und den Sieg Christi am Kreuz.

Gerade im Rosenkranz werden alle Geheimnisse des Lebens Christi betrachtet, denn der Rosenkranz ist ein betrachtendes Gebet. Was bedeutet das? Dass man das Eine mündlich betet, das Andere aber, d.h. die Szenen der Rosenkranzgeheimnisse, mit den Augen seiner Seele betrachtet. Man stellt sich also die Szene z.B. der Christi Geburt, samt aller Einzelheiten vor, wie es der hl. Ignatius von Loyola in seinen Exerzitien vorschlägt.[8]

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Man kann natürlich alle anderen Rosenkranz-Geheimnisse ebenso gestalten, indem man eine Betrachtungsübung daraus macht. Sollte Ihnen ein Licht bei solch einer Betrachtung aufgehen (dass z. B. Maria so voll der Gnade war, dass diese Gnade in ihr sozusagen inkarnierte) und Sie beten allein, dann bleiben Sie stehen und betrachten diesen Aspekt zu Ende. Sollten Sie mit anderen beten, so betrachten Sie diesen Aspekt im Geiste, indem Sie bei der Betrachtung stehen bleiben, beten aber mündlich weiter. Dies ist aber keine Zerstreuung und keine Sünde, denn Sie beten mündlich und betrachten im Geiste. Weil das mündliche Rosenkranzgebet so einfach ist, daher erfordert es keine Konzentration, welche für die Betrachtung frei bleibt. Es ist also nicht verwunderlich, dass so viele Seelen alleine aufgrund des Rosenkranzes eine hohe Heiligkeit erreichten, weil sie wenigstens das betrachtende Gebet gepflegt haben. Also: die Vorstellungskraft beim Rosenkranz einschalten. Alle 15 Geheimnisse, d.h. der Freudenreiche, Schmerzensreiche und Glorreiche Rosenkranz, dauern beim normalen Sprechtempo 60 Minuten, ein Rosenkranz, im Sinne der einen Art der Geheimnisse, in etwa 20 Minuten. Falls man nicht täglich den ganzen Rosenkranz beten kann, so ist es üblich die Woche folgendermaßen zu gestalten:

  • Montag – Freudenreicher
  • Dienstag- Schmerzensreicher
  • Mittwoch – Glorreicher
  • Donnerstag – Freudenreicher
  • Freitag – Schmerzensreicher
  • Samstag – Glorreicher
  • Sonntag – Glorreicher

Fangen Sie in Oktober damit an, falls Sie es noch nicht tun, damit es Ihnen in Fleisch und Blut übergeht.

Was machte die katholische Identität der Amerikaner nach Michael Davies aus:

  1. Die Tridentinische Messe – haben wir nicht bis kaum.
  2. Der Papst – haben wir nicht bis kaum.
  3. Der Rosenkranz – haben wir.

Den Rosenkranz kann uns keiner wegnehmen und vom erweiterten Rosenkranz des Johannes Pauls II raten wir ab. Er ist nicht traditionell und diese Lichtgeheimnisse (Warum gerade diese und nicht andere?) muten irgendwie gnostisch an. Der Rosenkranz ist immer und überall zu beten, wozu ein Fingerrosenkranz, siehe das untere Bild, hilfreich sein kann.

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Er umfasst nur 10 Absätze, ist aber gut in der Tasche zu transportieren und kann diskret, während einer Sitzung oder irgendwie nebenbei gebetet werden.  Der Schreiber dieser Zeilen betet oft an seiner Arbeitsstelle eben einen solchen Fingerrosenkranz anstatt sich zu langweilen oder an Unnützes zu denken. Anliegen finden sich mehr als genug und es scheint, dass sich die geistige Atmosphäre seiner Arbeitsstätte langsam zum Besseren wandelt. Wir müssen wissen, dass jedes Gebet, besonders aber der Rosenkranz, den der Teufel so hasst, geistlich Raum einnimmt. Er hinterlässt sozusagen „geistliche Duftmarken“, welche die Dämonen meiden und die Menschen, welche von den Letzteren beeinflusst werden, meiden sie auch. Es ist wie mit Katzen. Sollten Sie Ihre Katze davon abhalten wollen bestimmte Stellen aufzusuchen, so legen Sie dort Zitronen oder Orangenschalen aus. Für die Katze ist es ein scharfer, unangenehmer Geruch, für uns nicht. Ebenso ist es mit dem Rosenkranz: die Dämonen werden sich fernhalten, die meisten Menschen nicht, einige schon, aber umso besser für uns. Durch das Rosenkranzbeten erreicht man:

  • dass Gott ein wohlgefälliges Gebet erreicht,
  • dass wir mehr Gnaden erhalten,
  • dass wir den Ort, wo wir beten, heiligen,
  • dass wir die Dämonen vertreiben und ärgern.

Also beten wir den Rosenkranz und ärgern den Teufel!

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[1] http://kirchensite.de/fragen-glauben/durch-das-jahr/rosenkranzmonat-oktober/

[2] Poulain, August SJ, Die Fülle der Gnaden. Ein Handbuch der Mystik, Bd. 2, Freiburg in Breisgau 1910, 186-223.

[3] Poulain, August SJ, The Graces of Interior Prayer. A Treatise on Mystical Theology, West Minster 1949, 428-456.

[4] Surin Jean-Joseph, Triomphe de l’amour divin sur le puissances de l’Enfer etc Science expérimentale des choses de l’autre vie 1653-1660, Grenoble : Million 1990

[5] Die deutsche Printausgabe Meyer, Bonaventur, Mahnung aus dem Jenseits. Aussagen von Dämonen auf Befehl der Hohen (August 1975 bis Juli 1977), Trimbach 1977. Die englische Fassung: http://www.tldm.org/News4/WarningsFromBeyond.1of3.htm

[6] Diekamp-Jüssen, Katholische Dogmatik, Alverna: Will 2012, 384.

[7] Ebd. 380.

[8] Hier zum runterladen.

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23 Einträge zu „Rosenkranz beten – den Teufel ärgern

  • „Die Tridentinische Messe – haben wir nicht bis kaum.
    Der Papst – haben wir nicht bis kaum.
    Der Rosenkranz – haben wir.“

    Heute bei KTV die Marienerscheinung von Heroldsbach, danach haben wir den Rosenkranz gebetet und nun dieser wunderbare Beitrag in diesem Forum. Der Tag hat sehr gut angefangen. Wer ist Bergoglio? Kennt den einer ?
    Per Mariam ad Christum.

  • „Der Teufel ist ein personenhaftes, spirituelles Wesen, welches uns direkt oder indirekt ärgert, sodass es gut und billig ist ihm mit Gleichem zu vergelten.“
    Ich denke wir sollten alle am 7. Oktober den Rosenkranz beten. Besser kann man Luzifer nicht auf die Palme bringen. Ich werde es auf jedenfall tun egal was sonst noch anliegt. Vielleicht könnte die deutsche Bischofskonferenz alle Katholiken aufrufen diesem Beispiel zu folgen. Aber ich fürchte das ist wohl zu viel verlangt und es wird nicht passieren. Schade, denn wenn ein Volk das Rosenkranzgebet gut gebrauchen könnte dann ist es das deutsche.
    Per Mariam ad Christum.

  • Auf ruhigen Autofahrten von Dorf zu Dorf bete ich auch ein oder zwei Gesätzchen des Rosenkranzes, das mir inzwischen zur lieben Gewohnheit geworden ist.
    Vor einigen Wochen auch noch den lichtreichen Rosenkranz, inzwischen empfinde ich eine leise Distanz zu ihm und ich weiß buchstäblich nicht, warum.
    Denn an den 5 Glaubenssätzen kann es nicht liegen, es gibt nichts daran auszusetzen, gehören sie doch zum Kern der Lehre.
    1. Die Taufe durch Johannes, 2. Jesu erstes Wunder bei der Hochzeit zu Kana,
    3. die Verkündigung des Reiches Gottes, 4. Jesu Verklärung und schließlich 5. die Einsetzung der Eucharistie.
    Irren Sie sich in der Einschätzung des lichtreichen Rosenkranzes und sollte auch ich nicht sinnvollerweise wieder versuchen, die entstandene Fremdheit zu überwinden?
    Es ist alles so kompliziert geworden. Wo kommt uns Hilfe her?

  • Beten hilft wirklich. Vor allem das Beten des Rosenkranzes. Diese Erfahrung habe ich gemacht und mache sie noch immer. Aber sollten wir uns nicht so sehr auf die Angriffe des Bösen konzentrieren, sondern wissen, daß uns die guten Engel, vor allem unsere Schutzengel, stets zur Seite stehen?

  • Sehr geehrter Tradition und Glauben,

    vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag, der sich mit meinen Erfahrungen völlig deckt.

    Seit ca. 2011 habe ich zunehmend und schrittweise verstanden, dass im „Traditionalismus“ nichts anderes steckt, als der eigentliche Katholizismus.

    Die Hinführung zu dieser Überzeugung und der Segen, der mittlerweile für mich und meine Familie spürbar geworden ist – dadurch, dass ich die katholischen Heilsmittel verwende und praktiziere, die (altrituellen) Sakramente, das (lateinische) Gebet und die (alte) Heilige Messe , „laste“ ich dem täglichen Rosenkranzgebet an, das ich seit Jahren praktiziere.

    Das ist der signifikante Unterschied zu vorher, ergänzt durch die Weihe an Maria nach dem Heiligen Grignion von Montfort im unmittelbaren zeitlichen Bezug zu meiner Konversion vom „Neoadventisten“ (Johannes Paul II. hat die (neue nachkonziliare) Kirche immer als Kirche des Neuen Advents bezeichnet. Ich verwende hier seine Ausdrucksweise) zum Katholiken.

    Maria ist ja der Ketzerhammer und führt Ihre Kinder in die Wahrheit, die Ihr Sohn, unser Gott ist. Das kann ich im Nachhinein dadurch bezeugen, weil ich es am eigenen Leib erlebt habe.

    Eine menschliche Beeinflussung von anderen oder von außen hat es bei mir in dieser Zeit bei dieser meiner zweiten Konversion niemals gegeben, im Gegenteil…

  • Vielen Dank für Ihr Zeugnis. Also das Vorkonziliare wirkt objektiv und das Nachkonziliare nicht, bzw. nur zum Nachteil. Es gibt also die wirklichen Quellen der Gnade, die leider nach Vat. II zunehmend verschlossen wurden. Aber wenn wir als Laien dafür kämpfen, denn wir schließlich zahlen das alles, auf die eine oder andere Art und Weise, dann können wir auf die lange Sicht unsere Geistlichen beeiflussen. So zynisch es klingt: follow the money. Deswegen ist der Traditionalismus in den USA so stark, weil die Gläubigen dafür direkt zahlen.

    Ihnen und Ihrer Familie Gottes Segen!

  • Grüß Gott!

    Ganz herzlichen Dank für diesen sehr wichtigen und befreienden Beitrag!

    Der Rosenkranz ist auch insofern gegen die bösen Mächte wirksam, als wir in ihm die Feindin Satans (1 Mo. 3,15/Offb. 12) anrufen und SIE zur Hilfe eilt. Das durfte ich 2009 erfahren, als ich mich der katholischen Kirche annäherte. Infolge des Hörens einer Meditations-CD eines katholischen Geistheilers wurde ich sofort umsessen. Über Monate hinweg wurde ich jede Nacht von Dämonen physisch angegriffen. Und irgendwann im selben Jahr kam mir dann in den Sinn, im hl. Rosenkranz MARIA, die FEINDIN SATANS, gegen diese Attacken und Quälereien zu beten. Prompt hörten die Attacken für genau 14 Tage auf, bis sie nach Ablauf der 14 Tage wieder begannen. Am folgenden Tag betete ich den Rosenkranz erneut gegen diese Attacken, und sie hörten für weitere 14 Tage auf. Auch nach Ablauf dieser 14 Tage begannen die Attacken wieder. Nach dem dritten Rosenkranz hörten die Attacken endlich ganz auf!

    MARIA, ganz ergriffen von GOTT, ist >die< MACHT gegen die bösen Mächte und Gewalten!

    Ich habe mir auf Youtube etliche Videos über Spuk-Erlebnisse angeschaut, für die in der Regel Dämonen verantwortlich waren, die auch in der Gestalt Verstorbener agierten. Es war für mich immer enttäuschend, festzustellen, dass viele der betroffenen Personen unchristliche "spirituelle Reinigungen" mit Räucherstäbchen oder Ähnlichem vornehmen ließen durch "Geisterjäger" oder ein Medium unter Gebeten zu Gott. Nur selten wurden mal Priester um Hilfe gebeten, die einen Exorzismus im Haus durchtführten. Es war zu beobachten, dass die Vorkommnisse für einige Zeit aufhörten, wohl wegen des Gebets/Exorzismus, aber dann wiederkehrten und dann oft umso heftiger wurden. Das grundsätzliche Problem ist, dass man es bei einmaligem Gebet belässt und den Alltag sonst ohne Gott und ohne Christus lebt. So kann es natürlich nichts werden! Die Folge war fast ausnahmslos, dass die Betroffenen unmziehen mussten, sie den Dämonen den Platz räumten.

    Hier stimmt also etwas grundsätzlich nicht: Diese Menschen haben mit CHRISTUS grundsätzlich nichts zu tun und führen daher kein katholisches/christliches Leben, sondern ein ganz und gar weltliches, wobei sie oft in Todsünde leben (im Ehebruch, mit Sex vor der Ehe usw.). Und da nützt natürlich kein (einmaliges) Gebet und auch kein (einmaliger) Hausexorzismus, und irgendwelche Räucherstäbchen oder Ähnliches sowieso nicht!

    Aus eigener Erfahrung möchte ich davon abraten, sich – auch als einfacher Christ – mit Dämonen anzulegen, da das voll ins Auge gehen kann. Eine liebe Glaubensschwester ist seit über 10 Jahren umsessen, und eines Tages bat sie uns in einem katholischen Internet-Forum ums Gebet. Alle, die für sie gebetet hatten, einschließlich mir, wurden unverzüglich angegriffen, was dazu führte, dass keiner von uns mehr um ihre Befreiung betete. Später erkannte ich, dass wir wohl in Hochmut gebetet hatten; zumindest war das bei mir der Fall! Und Hochmut impliziert, dass man irgendwo meint, aus eigener Kraft gegen einen Dämon angehen zu können. Erst als ich das begriffen hatte, betete ich für die Betroffene demütig! Und siehe da, ich werde nicht mehr angegriffen.

    Gottes Schutz und Segen allen!

    • @ Stjepan

      Das stimmt, wenn für Besessene betet, erfährt man Angriffe. Aber jemand muss es tun. Der Dämon will nicht, dass man ihn bekämpft. Nicht jeder ist gleich besessen. Exorzismen in eigener Angelegenheit oder in Angelegenheit anderer Personen sind sehr wirksam. Ich wette, dass ihr einfach gebetet und keinen Exorzismus gebetet habt. Stimmt? Das ist ein Riesenunterschied.

      • @Traditio et Fides

        Was die anderen gebetet haben, weiß ich nicht; ich jedenfalls habe den Rosenkranz für sie angefangen zu beten, als dann auch sogleich der Angriff kam und ein Weiterbeten absolut unmöglich war, sogern ich es auch getan hätte! Bei mir lag das auf jeden Fall am Hochmut, mit dem ich gegen den Dämon anging! Als ich dann in anderer innerer Disposition für die Glaubensschwester zu beten begann, in der Erkenntnis, dass nur der Himmel gegen die Dämonen etwas ausrichten kann, und ich als Mensch nicht, erfolgen auch keine Angriffe mehr!

  • @Lisje @Marienzweig
    Das leichte Unbehagen beim lichtreichen Rosenkranz kenne ich auch. Ich erkläre es mir folgendermaßen :
    1. Die klassischen RK umfassen alles wesentliche – das was für den Glauben notwendig ist und sich auch im Credo wiederfindet. Deshalb wurden diese auch so durch Maria offenbart.
    2. Mit dem neuen lichtreichen RK will man – im Stil der Zeit – auf die Welt zugehen, um ihr den Glauben an Jesus näherzubringen. Das ist zwar gut gemeint, aber doch nicht das eigentliche Ziel eines Gebetes!
    Den trostreichen RK habe ich gelegentlich gebetet, zusätzlich, aber wenn ich es mir genau überlege, vor allem um mich über den schlimmen Zustand der Kirche hinwegzutrösten. Wohl sollte man eher geduldig warten, bis Gott den nötigen Trost schenkt – oder die Verhältnisse ändert. Doch das Beten des „minderwertigen“ RK ist (leider) nicht mein größter Fehler.

  • Nachdem ich mir die Diskussion um die Lichtreichen Geheimnisse kurz nach ihrer offiziellen Einführung zu Gemüte geführt hatte, ist mir die Bibelstelle eingefallen, wo Jesus nach einer erfolgreichen Nacht die Apostel noch einmal zum Fischfang ausschickt und sie – zu einer für Fischer UNMÖGLICHEN UHRZEIT 153 große Fische fangen … Nachzulesen bei Johannes im 21. Kapitel, Vers 11 und rundrum

    Wenn man den gesamten Rosenkranz betet, betet man – 153! Ave Maria.
    Die lichtreichen Geheimnisse hat man im wochenlauf an einer Stelle eingefügt, welche die gesamte Logik – zeitliche Reihenfolge – durcheinander bringt. DAS sind für mich zwei Hinweise, so dass ich die lichtreichen Geheimnisse nicht bete. Hinweise. Ich bin kein Theologe und kann nichts beweisen, das sagt mir mein „Bauchgefühl“.

    Hier noch ein Link:
    https://www.decemsys.de/system/zahlen/153.htm

    • Genau diese Lichtgeheimnisse hören sich irgendwie gnostisch an. Der Rosenkranz war also bis dahin unvollkommen?

      150 = 150 Psalmen + 3 für Dreifaltigkeit

  • Hm, das mit den 153 Fischen = 153 Ave Maria beim Rosenkranz ist erstaunlich, doch verstehe ich die Argumentationen gegen die „lichtreichen Geheimnisse“ nicht, vor allem, dass sie gnostisch sein sollen.

    Auch wenn ich sie längst nicht mehr bete, aufgrund eines unangenehmen Gefühls, das mir sagt, dass sie irgendwie stören, scheinen sie sich doch wunderbar zwischen die freudenreichen und schmerzhaften Geheimnisse einzufügen:

    – Jesu Taufe im Jordan

    – Jesu Offenbarung bei der Hochzeit zu Kana

    – Jesu Verkündigung des Reiches Gottes

    – Jesu Verklärung auf dem Berg

    – Jesu Geschenk der Eucharistie

    Und genau daran schließt die Passion an.

    Und: Was ist an den fünf Punkten, die ja biblisch bezeugt sind, gnostisch?

    LG

    • Das Lichtreiche ist gnostisch, der Name. Das impliziert etwas Dunkles. Gnosis lebt vom Kontrast zwischen Licht und Dunkelheit. Diejenigen, die es eingeführt haben, werden sich etwas dabei gedacht haben. Neue Religion, neuer Rosenkranz.

      Warum sind gerade diese Geheimnisse „lichtreich“? Waren es andere nicht? Außer der Eucharistie, waren standen anderen Ereignisse z.B, bei den gnostischen Ebioniten hoch im Kurs. Was haben wir hier? Verklärung etc.

      Hier auf Aufsatz darüber:
      https://www.traditioninaction.org/religious/d018rpLuminousMysteries.html

      Wo am Ende ein gutes Argument fällt:

      All die Ablässe und Segen waren an den alten Rosenkranz geknüpft. Auf den neuen sind sie nicht anzuwenden, da der neue mit dem alten nicht identisch sind. Also betet Rosenkranz aber welchen? Es ist wieder etwas Undefiniertes wie bei der Neuen Messe, den neuen Ablässen …Verwirrung

      Den alten beten, da hat man Ruhe.

      • Satan als Luzifer ist der Lichtvolle, der Lichtträger er verkleidet sich als Engel des Lichts.

  • Hallo Traditio et Fides,

    ich habe bzgl. „Lichtreichen“ überlegt. „Licht“ kann auch christlich aufgefasst werden:

    „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt. 5,14), natürlich von Gott her,
    DER das LICHT ist: „Gott ist Licht“ (1 Joh. 1,5)!

    Siehe auch Mt. 4,16!

    Etc.

    Vor diesem Hintergrund bekommt die Bezeichnung „LICHTreiche Geheimnisse“ im Zusammenhang mit den fünf Evangelien-Geheimnissen eine andere Bedeutung, eine, die in diesem Kontext völlig korrekt ist. Aus diesem Grund nehme ich meine obige Attacke auf Papst Johannes Paul II. zurück.

    Dennoch wirken diese Geheimnisse doch irgendwie störend auf mich im Hinblick auf den Psalter, und ich weiß gar nicht warum. Vielleicht bilde ich mir das gefühlsmäßig ein und die lichtreichen Geheimnisse sind in Ordnung, weil sie von den freudenreichen Geheimnissen auf die schmerzhaften Geheimnisse nahtlos übergehen. Außerdem dachte ich mir mal, dass ohne die lichtreeichen Geheimnisse zwischen den freudenreichen und den schmerzenhaften wirklich was fehlen würde, da die Mission Christi bis zu Beginn seiner Passion einfach zum Heilsgeschehen dazu gehört! Ebenso dachte ich im Hinblick auf die Trostreichen Geheimnisse, die das Wirken Christi fortführen bis zur Vollendung! Von daher sehe ich keine Defizite am Lichtreichen und Trostreichen Rosenkranz!

    Dem entgegengesetzt dachte ich aber auch so, wie es oben unser lieber Bruder „ULI“ schreibt:

    „Die klassischen RK umfassen alles wesentliche – das was für den Glauben notwendig ist und sich auch im Credo wiederfindet. Deshalb wurden diese auch so durch Maria offenbart.“

    Sollte daher das WESENTLICHE (Empfängnis-Geburt-Passion-Auferstehung CHRISTI) bewahrt werden?

    Ich weiß nicht, da auch die freudenreichen und glorreichen Geheimnisse einzelne Geheimnisse enthalten, die nicht mehr zu WESENTLICHEN gehören:

    1.: Das fünfte Geheimnis des freudenreichen Rosenkranzes

    2.: Das vierte und fünfte Geheimnis des glorreichen Rosenkranzes

    Das heißt: Einerseits erscheint mir der lichtreiche Rosenkranz stören, aus welchem Grund auch immer,
    andererseits sind alle fünf Rosenkränze, der freudenreiche, der lichtreiche, der scxhmerzhafte, der glorreiche und der trostreiche absolut vollständig!

    Schon wieder so eine Verwirrung, die mich zutiefst quält!

    Liebe Grüße
    Stjepan

  • An dieser Stelle möchte ich die folgende Aussage von „ein Katholik“ festhalten:

    „Seit ca. 2011 habe ich zunehmend und schrittweise verstanden, dass im „Traditionalismus“ nichts anderes steckt, als der eigentliche Katholizismus.“

    GENAIU! – DER TRADITIONALISMUS ist der KATHOLIZISMUS!

    Gehasst, verachtet und verabscheut von allen Päpsten seit Johannes XXIII. und Konsorten, weshalb wir, die wahren Katholiken, letztlich als Häretiker gelten! Ja, wirklich als Häretiker, ohne Scherz!

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