Pater Demaris, Katholiken ohne Priester (8 von 10)

Einige von uns, insbesondere diejenigen, die älter sind, machen sich jetzt schon Sorgen, ob sie an ihrem Todesbett „einen richtigen Priester“ haben werden. Einen richtigen wohl nicht, vielleicht einen, vielleicht überhaupt keinen. DSDZ machte sich darüber auch einmal Gedanken bis ihm das in den Sinn kam, was ihm einer seiner Steuerberaterinnen in der Heimat sagte, so sich das Steuerrecht mindestens alle zwei Jahre von Grund auf änderte, sodass man weder Tag noch Stunde wußte.

„Was machen Sie sich jetzt darüber Sorgen? Es kann sich doch von heute auf morgen alles ändern“.

Dies stimmt, denn wer konnte in Januar 2013 – Endstadium Benedikt XVI.  – mit der Situation in Oktober 2018 rechnen? Wirklich niemand. Es kann durchaus besser werden. Aber wenn Sie sich um Gott kümmern zu Ihren Lebzeiten, dann wird sich Gott schon um Ihren guten Tod kümmern. Leben Sie so, dass Sie jederzeit sterben können und dass Sie auf keine Beichte auf dem Todesbett angewiesen sind. Denn weder Beichte, noch Letzte Ölung nach das Viatikum hatten die Märtyrer. Denken Sie an das Jetzt, an das Akkumulieren der Gnade. Ängste kommen vom Teufel.

Das letzte Sakrament

25. Gott, der uns liebt und beschützt, möchte uns Seinen Leib geben, wenn der Tod naht – um unsere Furcht auf dieser letzten Reise wegzunehmen. Wenn du in die Zukunft betrachtest und dich auf deinem Totenbett siehst, ohne das Letzte Sakrament, ohne die Letzte Ölung, und ohne jegliche Hilfe von Seiten der Diener des Herrn, siehst du dich verlassen auf die traurigste und furchtbarste Weise. Tröstet euch, meine Kinder, in dem Vertrauen, das ihr in Gott habt. Dieser liebevolle Vater wird Seine Gnaden über euch ausgießen, Seinen Segen und Seine Gnaden, in diesen schrecklichen Augenblicken, die ihr fürchtet, in größerem Übermaß als wenn ihr durch Seine Diener unterstützt würdet, die ihr nur deshalb entbehrt, weil ihr Ihn Selbst nicht verlasst. Die Verlassenheit und Vergessenheit, die wir für uns selbst fürchten, verglichen mit der des Erlösers am Kreuz, als Er zu Seinem Vater sagte: „Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du mich verlassen?‟ (Psalm 21) Ah! Wie erbaulich und tröstend sind diese Worte! Eure Pein und Verlassenheit führen euch zu eurer Glorreichen Bestimmung, indem Ihr Euer Leben Beendet, wie Jesus Seines beendete. Jesus war in Seinen Leiden, Seiner Verlassenheit und Seinem Tod in intimster Einheit mit Seinem Vater. In euren Schmerzen, eurer Verlassenheit, seid in gleicher Weise mit Ihm vereint, und lasst euer letztes Zeichen sein wie Seines, damit Gottes Wille geschehe. Ohne die Letzte Ölung und in der Hand von Menschen, die nicht nur nicht helfen, sondern mich sogar beschuldigen, werde ich viel glücklicher sein, dass mein Tod dem Tod Jesu ähnlicher sein wird, der ein Spektakel der Schande für die ganze Welt war. Gekreuzigt durch die Hände Seiner Feinde, wurde Er behandelt wie ein Dieb und starb zwischen zwei Dieben. Er Selbst war die Weisheit und wurde für einen Idioten gehalten. Er war die Wahrheit und wurde für einen Lügner und Betrüger gehalten. Die Pharisäer und Schriftgelehrten triumphierten über Ihn, in Seiner Gegenwart. Endlich waren sie mit Seinem Blut gesättigt. Christus starb in der Tortur und den qualvollen Schmerzen des Kreuzes. Christen! wenn euer letzter Augenblick und Tod eine Möglichkeit für eure Feinde ist, euch mit Beschuldigungen und Ungnade zu behandeln, was wären diese ohne Jesus? Ich bin nicht sicher, ob der Engel, der gesandt wurde, die Hartherzigkeit und Abgebrühtheit auszugleichen, uns nicht lehren soll, dass unter ähnlichen Umständen auch wir den Trost vom Himmel erhalten, wenn der von Menschen fehlt. Es geschah nicht ohne einen besonderen Plan Gottes, dass die Apostel, die Jesus hätten trösten sollen, in einem tiefen Schlaf blieben. So sollten die Gläubigen nicht überrascht sein, sich selbst in ihrem letzten Augenblick ohne Priester vorzufinden. Jesus tadelte Seine Jünger, dass sie schliefen, aber Er sagte nicht, dass sie Ihn ohne Trost ließen, um uns zu lehren, dass wenn wir in den Ölgarten gehen, wenn wir den Kalvarienberg besteigen, wenn wir alleine und ohne menschliche Hilfe sterben, Gott über und wacht, uns tröstet, und das genügt. Gläubige! ihr seid besorgt, was der gegenwärtigen Zeit folgen wird. Erhebt eure Augen auf zu Jesus; behaltet Ihn im Blick; betrachtet Ihn. Er ist euer Vorbild.

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