Allerheiligen oder die Triumphierende Kirche

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Die eine unveränderliche Kirche und ihre Unterteilung

Heute feiern wir das Fest der Triumphierenden Kirche, denn die Kirche ist dreigeteilt. Sie besteht aus:

  1. der Triumphierenden Kirche im Himmel,
  2. der Leidenden Kirche im Fegefeuer,
  3. der Kämpfenden Kirche auf der Erde.

Da die Kämpfende Kirche spätestens seit 1962 nicht mehr kämpft und seit 2013 tut sie es überhaupt nicht, so kommen kaum Seelen ins Fegefeuer und schon gar nicht in den Himmel.

Woher man das weiß?

Weil sich weder Gott verändert hat noch seine Anforderungen geändert haben. „Du sollst nicht Ehebrechen“ gilt nach wie vor. Da hilft das ganze nachkonziliare Beschönigen und Tricksen nicht, die Norm Gottes ist objektiv, denn sie ist göttlich. Wenn Sie die benötigte tägliche Kalorienmenge auf 6000 Kcal pro Tag und Person heraufsetzen, dann wird jeder übergewichtig, es sei denn er ist ein Tour de France -Rennradfahrer oder ein Waldroder bei -20 Grad in Kanada. Wie es auf der Welt und im Reich der Naturwissenschaften objektive Normen und Gesetze gibt, so gibt es diese in der Welt der Sittlichkeit und der Spiritualität. Ansonsten landen wir in der Welt des völligen Relativismus oder wir müssen die Menschwerdung und die Göttlichkeit Christi in Frage stellen. Wenn es Gott gibt und Er Mensch wurde, dann hat er uns doch wirklich persönlich alle Normen mitgeteilt beziehungsweise der Heilige Geist hat die Kirche, ja diejenige vor 1962, zum vollen Verständnis der Wahrheit Christi geführt. Das Zweite Vatikanische Konzil als „das neue Pfingsten“ zu bezeichnen war im höchsten Maße blasphemisch.

Warum braucht man denn ein „neues Pfingsten“? War das erste und einzige Pfingsten nicht gut genug?

Heiligkeit der Kirche und die Bergoglio-Herrschaft

Es ist schwer unter der Bergoglio-Herrschaft, am Ende der „Jugend“ oder der Sodo-Synode über die Heiligkeit der Kirche zu schreiben, da „unsere lieben Geistlichen“, die Bischöfe, die Erzbischöfe und die Kardinäle wirklich alles tun, um die kämpfende Kirche zu zerstören.

Was brachte die Synode?

Die weitere Akzeptanz der Homosexualität und der „Synodalität“, d.h. die weitere Protestantisierung der Kirche. Interessanterweise stimmten die Synodenväter über die Paragraphen ab, ohne diese vorher gelesen zu haben. Man wird diese Dokumente genau lesen müssen, denn sie haben natürlich eine doppelte, wenn nicht gar dreifache subversive Bedeutung. Was macht Bergoglio?

  1. Er lässt Umfragen veranstalten, welche sein Vorhaben der „Kirchenreform, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann“ rechtfertigen.
  2. Die Umfragen ergeben nichts oder etwas anderes (z.B. Interesse der Jugend an der Alten Messe).
  3. Ein vorher vorbereitetes Programm der Jugendsynode wird geschrieben, welches die eigenen Anliegen (z. B. Homosexualität) und nicht die Anliegen der Jugend beinhaltet.
  4. Man bestellt die vorher auserwählten „Synodenväter“ nach Rom ein, sodass es keine Überraschungen gibt.
  5. Man eröffnet eine Synode mit dem Hexenstab , in der vorgefertigte Texte vorgestellt werden.
  6. Es tauchen im Endtext Punkte („Synodalität“) auf, von welchen niemals die Rede war.
  7. Man lässt die „Synodenväter“ über Texte abstimmen, die sie nicht vorher gelesen haben, weil sie nicht übersetzt wurden.
  8. Die Originaltexte sind so vieldeutig, dass sie alles aussagen können.
  9. Und alles für das Geld der Gläubigen.

All die bisherigen bergoglianischen Synoden waren das Zweite Vatikanische Konzil im Kleinen, beziehungsweise das Vaticanum III. auf Raten, nur dass es jetzt niemand ernst nimmt. Ja, wirklich niemand.

A. Unsere lieben Geistlichen sind ungläubig und es ist ihnen egal, was da in Rom verabschiedet wird, solange sie ihre Stelle und ihr Einkommen haben.

B. Die wenigen verbliebenen Katholiken nehmen diese Häresien nicht mehr ernst, weil sie wirklich nichts Katholisches mehr haben und die Beschlüsse eines Antipapstes unwirksam sind.

C. Die päpstlichen Positivisten, die alles für wahr und richtig halten, was aus dem päpstlichen oder antipäpstlichen Mund kommt, sagen ja zu allem „Ja“ und „Amen“.

D. Die Neokonservativen, deren Welt jetzt zusammenfällt, versuchen „das Gute zu sehen“, welches mit der richtigen Hermeneutik schon irgendwann sichtbar wird.

E. Die Offenbarungsgläubigen haben sich längst mit dem Rosenkranz in ihrem Bunker eingeschlossen.

Heiligenlebenslauf als Kampf innerhalb der kämpfenden Kirche

Die kämpfende Kirche bröckelt zusammen, weil sie zu kämpfen aufhörte und sich von Gott abgewandt hat. Um in die Triumphierende Kirche über die Leidende Kirche zu kommen, muss man zu Lebzeiten kämpfen.

Wie sieht denn dieser Kampf konkret aus?

Das Tridentinische Brevier macht es uns vor. Da es verschiedene Gruppen von Heiligen gibt, so schreibt das Tridentinische Brevier verschiedene Proprien, also eigene Offizien, für verschiedene Heiligen vor. Diese sehen wie folgt aus:

  • Für die Apostel-Feste gibt es für die Matutin die folgenden Psalmen:
    • Ps. 18
    • Ps. 33
    • Ps. 44
    • Ps. 46
    • Ps. 60
    • Ps. 63
    • Ps. 74
    • Ps. 96
    • Ps. 98
  • Für die Feste eines Märtyrers gibt es für die Matutin die folgenden Psalmen:
    • Ps. 1
    • Ps. 2
    • Ps. 3
    • Ps. 4
    • Ps. 5
    • Ps. 8
    • Ps. 10
    • Ps. 14
    • Ps. 20
  • Für die Feste mehrerer Märtyrer gibt es für die Matutin die folgenden Psalmen:
    • Ps. 1
    • Ps. 2
    • Ps. 3
    • Ps. 14
    • Ps. 15
    • Ps. 23
    • Ps. 32
    • Ps. 33
    • Ps. 45
  • Für die Feste eines Bekenners  oder eines Bekenners und Bischofs gibt es für die Matutin die folgenden Psalmen:
    • Ps. 1
    • Ps. 2
    • Ps. 3
    • Ps. 4
    • Ps. 5
    • Ps. 8
    • Ps. 14
    • Ps. 20
    • Ps. 23
  • Für die Feste einer Jungfrau oder einer Nicht-Jungfrau gibt es für die Matutin die folgenden Psalmen:
    • Ps. 8
    • Ps. 18
    • Ps. 23
    • Ps. 44
    • Ps. 45
    • Ps. 47
    • Ps. 95
    • Ps. 96
    • Ps. 97

Und was soll diese Aufzählung?

Das Leben ist kurz – die Ewigkeit lang

Sie zeigt den gottgewollten Weg der Heiligung. Jeder Heilige, der zu den oben angeführten Kategorien gehört, denn andere gibt es nicht, muss all das erleben und durchleiden, was in diesen Psalmen beschrieben ist. Es gibt keinen anderen Weg zur Heiligkeit, zu unserer Heimat im Himmel. Der heilige Beda der Ehrwürdige sagt heute in der dritten Lesung des zweiten Nokturns des Tridentinischen Breviers folgendes:

„Gottes unaussprechliche und unermessliche Güte hat auch dafür gesorgt, dass er die Zeit der Mühen und des Kampfes nicht sehr ausdehnte, und nicht lang machte oder gar ewig, sondern kurz und, um so zu sagen, einen Augenblick dauernd. Dass es in diesem kurzen und winzige Zeit dauernden Leben Kämpfe und Mühen gibt, in jenem aber, das ewig ist, Krönungen und Belohnungen für Verdienste, dass die Mühen schnell ein Ende nehmen, die Belohnungen für die Verdienste aber ewig bleiben; dass sie nach dem Dunkel dieser Welt ein gar hell schimmerndes Licht schauen und eine über die Schmerzhaftigkeit aller Leiden hinausragende Seligkeit erhalten, wie der Apostel dies gezeugt, wo er sagt: Nicht des Vergleiches wert sind die Leiden dieser Zeit gegenüber der nachkommenden Herrlichkeit, die an uns offenbar werden wird.“ (Das kirchliche Stundengebet oder Das römische Brevier, übersetzt und erklärt von Erzpriester Stephan, Bd. II, Regensburg: Pustet 1927, 1229)

Die Zeit der Prüfungen ist also kurz, aber die Wege Gottes sind unveränderlich und kein Papst kann es ändern. Ein Antipapst auch nicht. Der Papst macht keine Kirche aus, er ist nur ihr Diener. DSDZ ist gestern der Gedanke gekommen, dass Christus doch tatsächlich diese katholische Kirche in seinem Blut gestiftet hat. Keine andere, sondern die real existierende katholische Kirche, zu der auch nicht jeder gehört, nach Lumen gentium sensu lato, sondern nur getaufte und im Gnadenstand lebende Katholiken. Christus hat so sehr gelitten, bevor aus seiner Seite Blut und Wasser flossen, welche die Taufe und die Eucharistie symbolisieren. Wie Adam Eva aus seiner Seite „gebar“, so gebar auch Christus aus seiner Seite, so schreiben die Kirchenväter, die Kirche am Kreuz.  Und die Päpste ab Johannes XIII., Kardinäle, Erzbischöfe, Bischöfe und Priester zerstören, wie sie nur können, das Werk Christi. Es ist doch unmöglich bei dieser letzten bergoglianischen Synode zu sitzen, abzustimmen und nachher solche Tänzchen zu wagen, wenn man gläubig ist. Wäre man gläubig, so wäre man gar nicht ausgewählt worden.

Der integrale Katholizismus als der einzig wahre Katholizismus

DSDZ glaubte jahrzehntelang, dass all diese Geistlichen und Theologen, mit denen er diskutierte einen anderen Glaubensbegriff als er hatten. Dabei waren sie alle ungläubig, weil es keinen anderen Katholizismus als den integralen Katholizismus gibt, der alle Glaubenswahrheiten umfasst. Das sagt schon das Credo des hl. Athanasius, das Quicumque aus:

Quicumque vult salvus esse,
ante omnia opus est, ut teneat catholicam fidem:

Quam nisi quisque integram inviolatamque servaverit,
absque dubio in aeternum peribit.

Jeder, der da selig werden will,
der muss vor allem den katholischen Glauben festhalten.

Jeder, der diesen nicht unversehrt und unverletzt bewahrt,
wird ohne Zweifel auf ewig verloren gehen.

Integram inviolatamque lässt sich auch mit „vollständig und unvergewaltigt“ übersetzen, da violare – „Gewalt antun, vergewaltigen“ bedeutet. Der katholische Glauben wird ja seit 1962 beständig vergewaltigt und zerstückelt. Solch ein Glauben ist nicht katholisch, er bringt kein Heil und macht nicht heilig. Das wussten die „Reformatoren“ natürlich, dass auf diesem neuen Wege sehr viele Seelen den Himmel nicht erreichen, sondern auf immer verloren gehen. Die Sünde verblendet und all die „Synodenväter“ werden durch ihre Sünde der Apostasie noch weiter verblendet, wovon beispielsweise die jüngste Aussage von Kardinal Napier zeugt. Wie sehr richtig Peter Kwasniewski auf onepeterfive schrieb, besteht die schlimmste Strafe Gottes für die Sünde in der Verblendung, welche keine Bußfertigkeit möglich macht. Sie halten doch tatsächlich das, was sie tun für gut und können und wollen nicht bereuen. Aber Gott weiß sich schon zu helfen, was die jüngsten amerikanischen Ereignisse zeigen. Es ist sehr wohl möglich, dass der Großteil der US-Bischöfe wegen föderaler Verbrechen im Knast landet. Weil aber auch „Papst“ Franziskus juristisch belangt werden kann, da er nachweislich von den Verbrechen wusste, so kann auch er verhaftet werden, sobald er amerikanischen Boden betritt. Rorate Caeli spielte dieses Szenario schon durch und auf diese Weise, da wir keine Kardinäle, Bischöfe oder Priester haben, wären wir dank der Trump-Administration Bergoglio los. Dies wäre ein bisschen zu schön, um wahr zu sein, aber man braucht etwas worauf man sich freuen kann. Man kann im Himmel erst dann triumphieren, wenn man hier auf Erden gekämpft hat. Beten Sie doch all diese o.a. Psalmen durch, um zu sehen, was sie noch in diesem Leben erwartet. Männer können als Märtyrer/Bekenner sterben, Frauen als Jungfrauen/Nicht-Jungfrauen, auch wie sie Märtyrerinnen sind. Vielleicht braucht Gott nur ein paar Seelen, die ihn und seine katholische Kirche wirklich lieben, um sich unserer zu erbarmen. Es ist wirklich ersichtlich, dass kein Stillstand möglich ist. Entweder man wächst immer mehr in Heiligkeit und liebt die Kirche immer mehr, wir meinen hier die richtige Kirche und nicht die Bergoglio-Anti-Kirche oder man sündigt immer weiter und hasst die Kirche immer mehr, sodass man sich eine bequeme Anti-Kirche errichtet. Tertium non datur. Noch sind Sie am Leben, noch haben Sie die Wahl. Amen.

 

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