Die ewige Liturgie- Wochenendbeilage oder wie die Prozesstheologie entstand

Statik, Dynamik und Metaphysik

Schon die frühen ionischen Naturphilosophen haben erkannt, dass alles Dynamische das Statische erfordert. Anders ausgedrückt, um zu sehen, ob sich etwas bewegt, müssen Sie feste unbewegliche Punkte haben, sonst wissen Sie nicht, welcher Zug eigentlich fährt: der Ihre oder der gegenüber. Plato brachte es auf den Punkt, indem er sich sowohl auf Heraklit wie auch auf Parmenides stützend sagte: die bewegliche, dynamische sichtbare Welt braucht eine unbewegliche, statische unsichtbare Welt. Es kann sich doch nicht alles bewegen, etwas muss doch still stehen, damit die Bewegung als solche möglich ist. Die übernatürliche Welt Gottes ist unveränderlich, wie Gott selbst unbeweglich und unveränderlich ist. Gott ist auch zeitlos. Er ist das nunc stans – „das stehende Jetzt“ oder „der stehende Augenblick“ und daher muss die Liturgie unveränderlich sein, um den unveränderlichen Gott abzubilden und zu ehren. Denn, liebe Kinder, Liturgie ist Gottes wegen da, nicht unseretwegen. Unsertwegen sind Volksfeste da, mit Bier und Bratwurst, aber keine Messe, lieber Kardinal Marx, falls Sie dies lesen. Auch wenn sich manche actiones divinae also die Aktionen Gottes in der Zeit ereigneten, wie die Menschwerdung Christi, sein Leiden, Tod, Auferstehung und Himmelfahrt, so ereignete sich diese Zeitlichkeit nur von uns aus gesehen, weil wir zeitliche Wesen sind, wie die Schöpfung als solche ja auch. Gottes Ewigkeit und Unveränderlichkeit an sich haben diese actiones divinae keinen Abbruch getan.

Prozessphilosophie und Prozesstheologie

Vielleicht wissen nicht alle, dass die modernistisch-häretische Theologie namens Prozesstheologie spätestens seit den 1960-gern Gott veränderlich haben will, um aus ihm, wie es der Antipapst Franziskus ausdrückte, „einen Gott der Überraschungen“ zu machen, der wie ein Clown plötzlich aus der Jukebox herausspringt. Das Stichwort dazu lautet, wie bereits erwähnt, Prozesstheologie, die auf der Prozessphilosophie (Whitehead, Hartshorne u.a.) fußt. Man behauptet in der Prozesstheologie und Prozessphilosophie, völlig häretisch, dass Gott die Welt „irgendwie“ braucht und sich mit der Welt verändert. Kein Witz! Obwohl die Prozessphilosophie angelsächsischen Ursprungs und älter als das Vat. II ist, so wurde sie, wie vieles andere auch, wie eine Seuche in die katholische Theologie von „unseren lieben Jesuiten“ als Prozesstheologie eingeschleppt. Obwohl die Prozessphilosophie recht knifflig ist, so dient sie gemeinsam mit Hegel ja ausschließlich dazu den ständigen, nachkonziliaren Wandel von „Du sollst keine Sodomie/Unzucht/Priesterkonkubinat treiben“ zu „Du sollst Sodomie/Unzucht/Priesterkonkubinat treiben“ zu rechtfertigen. Franziskus macht es jetzt amtlich, aber diese Strömungen waren schon vor ihm vorhanden.

Die praktische Übersetzung

Wie argumentiert man denn in der Prozesstheologie?

  1. Weil Gott veränderlich und wandelbar ist,
  2. weil Gott die veränderliche und wandelbare Welt braucht, die auf ihn rückwirkend wirkt,
  3. so ist eine jede Veränderung der Welt Gott gewollt und verändert Gott auch
  4. weil es denn so ist, so befindet sich alles im Wandel, sodass das, was früher (z. B. vor dem Konzil) aktuell und verbindlich war nie und nimmer jetzt verbindlich und aktuell ist.
  5. Wir erfinden ständig, von heute auf morgen alles, die Kirche, die Liturgie und uns selbst, neu.
  6. Und es ist gut so!

Obwohl wir in der nicht vorhandenen Verkündigung der Prozesstheologie in D, A und Ch mit den Punkten 4. bis 6. in Berührung kommen, so setzen diese denknotwendig die Punkte 1. bis 3. als metaphysischen Unterbau voraus. Wem diese oben genannten Ausführungen zu hoch und zu philosophisch sind dem erklären wir gleich, worum es eigentlich dabei geht. Es geht darum, vom Kirchensteuergeld gut und bequem zu leben und sich davon möglichst viel Koks, Stricher/Konkubinen zu leisten. Der Vatikan macht es uns vor, denn mehr ist es wirklich nicht! Die ganze Prozesstheologie der Jesuiten dient bloß als das Feigenblatt für die eigene Sünde und Perversion, denn je intellektueller man ist, desto intellektueller rechtfertigt man auch sein eigenes Leben. Und deswegen war es so diabolisch genial, denn die gefallenen Engel sind schon sehr intelligent, den Wandel bei der Liturgie anzusetzen, da man durch ihre ständige Wandelbarkeit, siehe unsere alten Beiträge, psychologisch den erlebten Wandel auf Gott überträgt. Natürlich ist der durchschnittliche oder auch überdurchschnittliche Novus Ordo Messegänger von der Frage:

Ist Gott wandelbar?

überfordert. Er ist aber durch den Novus Ordo bestens darauf vorbereitet diese Häresie zu akzeptieren, weil er die Änderung der Liturgie ja auch ständig akzeptiert, da keine Novus  Ordo Messe der anderen, in der Nachbargemeinde etwa, gleicht. Was glauben denn die meisten Katholiken derzeit:

  1. Die Welt verändert sich.
  2. Die Kirche muss sich verändern, um sich der Welt anzupassen.
  3. Die Liturgie hat sich verändert, verändert sich weiterhin ständig und es ist „gut so“.
  4. Die Lehre der Kirche hat sich verändert, verändert sich weiterhin ständig und es ist „gut so“.
  5. So muss sich Gott auch verändern, um sich der Welt anzupassen und es ist „gut so“.

Wir basteln uns also unseren eigenen „Gott“, der uns als „Gott der Überraschungen“ aus der Jukebox herausspringt, wie wir uns die Liturgie selbst zusammengebastelt haben (daher sind die Kinder-Bastel-Gottesdienste nur konsequent) und es ist „gut so“.

Satan, Überraschung und Ferula

Die Überraschung erfolgt spätestens aber in der Todesstunde, wo wir alle erleben, dass der richtige, unveränderliche Gott nichts mit dem bergoglianischen „Gott der Überraschungen“ gemein hat. Wird man in die Hölle geschickt, so sieht man, dass dort  der Teufel als „Gott der Überraschungen“ herrscht. Das ist dann das Überraschungsfinale.  Man muss nämlich eins wissen. Satanisten halten Satan für Gott und wenn sie behaupten, dass sie an Gott glauben, dann meinen sie, dass sie an Satan glauben. Ihr „Gott“ ist nicht unser Gott. Es ist der „andere Gott“, „Gott“ der Häretiker, „Gott“ der Gnosis, „Gott“ Bergoglios und seiner Sodomitenbande. Denn warum würde denn ein richtiger Papst eine Synode der katholischen Kirche mit einem Hexenstab eröffnen wollen, statt mit einer richtigen Ferula? Leider muss man zugeben, dass die Ferulas der nachkonziliaren Päpste immer satanistischer wurden: Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul II., Benedikt XVI., Bergoglio im Ferula-Wandel. ferulaXXIII

 

Ferula Paul VI

 

Ferula JP 2 1200px-PapaJCruz_Brazil

 

Ferula Benedikt

Ferula Berg 1

Ferula Berg 2

 

Ferula Berg 3

Es verhält sich nämlich so, dass die Satanisten langsam offenbaren müssen, wessen Kinder sie sind, sodass die Menschen immer noch eine Wahlfreiheit haben. Der Teufel kann nicht in 100% die Werke Gottes fälschen, denn das ist ihm nicht erlaubt.

Unwandelbarkeit der wahren Liturgie

Kehren wir aber jetzt zum wahren Katholizismus zurück. Die Unwandelbarkeit Gottes erleben wir in der unwandelbaren Liturgie der kämpfenden Kirche, welche den Abglanz der himmlischen Liturgie der triumphierenden Kirche abbildet. Wollen wir uns irgendwie trösten, so müssen wir jetzt dorthin schauen, wo alles genormt, ewig, wahr, gut und schön ist, um das Dynamische an dem Statischen auszurichten. Wir wissen oft nicht, welch eine starke Wirkung das Gebet hat, insbesondere das alte, liturgische Gebet der Kirche. Der Teufel muss weichen, wenn er sieht, dass eine Seele der Güte Gottes gedenkt, seiner Unveränderlichkeit und Unzeitlichkeit. Der Teufel will uns durch die wandelbare Zeitlichkeit zur Verbitterung Gott gegenüber führen bis zur Blasphemie hin. Deswegen ist es gut, bei Anfechtungen Gefühle der Dankbarkeit Gott gegenüber zu erwecken, um den Teufel dadurch zu verjagen. Da zurzeit nichts Positives in der irdischen Kirche passiert, so gedenken wir zum Trost der ewigen, liturgischen Feste, die uns die Ewigkeit Gottes zeigen. Wollen wir mit ihm in Ewigkeit vereint sein, so ist das der Weg.

Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitrag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden.

Kommentar verfassen