Ann Barnhardt: Das bergoglianische Antipapsttum

All denen, die Englisch können, empfehlen wir den Vortrag von Ann Barnhardt, wo sie ihre Argumente, die wir mehrmals vorgestellt haben, zusammenfasst. Die Darstellung ist sehr überzeugend und Frage der Validität der Rücktritts von Benedikt oder der Wahl vor Bergoglio wird mittlerweile auch im Mainstream aufgegriffen. Ann Barnhardt aber war die erste und ihre gebührt der Dank. Eigentlich ist es sehr einfach, wenn man gesunden Menschenverstand einsetzt. Kein Rücktritt, keine Wahl notwendig, kein neuer Papst gewählt. Sie hat auch recht, wenn sie sagt:

Es spielt keine Rolle, was Benedikt denkt. Er ist weiterhin Papst, weil man das Papstamt in kein Papstkollegium umwandeln kann!

Anders und auf gut Deutsch formuliert:

Benedikt/Ratzinger ist von dem ganzen deutschen Idealismus so wirr im Kopf, dass er denkt, dass das Bewußtsein die Wirklichkeit schafft. Aber die Wirklichkeit bleibt, was sie ist.

Daher der „wesentliche Irrtum“ nach Kanon 188. Benedikt irrt so wesentlich, dass sein Rücktritt ungültig ist, denn er will etwas – doppeltes Papstamt, papa emeritus – was sachlich nicht möglich ist. Und hier kommen wir zu einer kleinen Lücke in Anns Beweiskette. Unserer Meinung nach zeigt sie nicht klar genug, inwieweit eine Beziehung zwischen Kirchenrecht, Theologie, Wirklichkeit und übernatürlicher Wirklichkeit besteht. In Deutschland, wie überall, herrscht ein radikaler Rechtspositivismus, der ganz grob wie folgt umrissen werden kann:

Recht ist, was im Kodex steht. Daran muss man sich halten. Wenn es geändert wird, dann ist es halt anders. Dann hält man sich an das andere, was oft im Gegensatz zum Früheren steht. Es ist halt so.

Wir haben Strafrecht, Arbeitsrecht, Seerecht, Verkehrsrecht und wie auch immer. Diese Gesetze können von heute auf morgen geändert werden. Sie spiegeln in gewissem Maße die Wirklichkeit wider, oder sie schaffen sie vielmehr. (Wird die zulässige Geschwindigkeit innerhalb der Ortschaften auf 80 km/h erhoben, dann fahren alle 80 km/h oder schneller.) Daher ist es zulässig anzunehmen, dass das, was im Gesetzbuch steht etwas anderes ist als das, was die Wirklichkeit abbildet.

Im Kirchenrecht ist es anders, weil das Kirchenrecht:

  1. Teile enthält, die göttlichen Rechts sind und daher unwandelbar
  2. Teile enthält, die natürlichen Rechts sind und daher unwandelbar
  3. Teile enthält, die menschlichen Rechts sind und daher wandelbar

ad 1.

Mit diesen Teilen befasst sich die Theologie und die Tradition der Kirche. So ist die hierarchische Struktur der Kirche mit einem (sic!) Papst als Spitze göttlichen Rechts. Das Papstamt kann in nichts anderes verwandelt werden. Tut man es dennoch, dann gibt es keine Standesgnade für dieses Etwas und es finden keine übernatürlichen Konsequenzen statt.

ad 2.

Mit diesen Teilen befasst sich Theologie gleichermaßen wie Philosophie. Es ist ein Teil des gesunden Menschenverstandes. So beruht die Definition der Ehe als der Verbindung zwischen Mann und Frau sowie das Verbot der Geschwisterehe auf dem Naturrecht, dem Recht also, welches in unsere Natur eingepflanzt wurde.

ad 3.

Dieser Teil ist wandelbar, orientierte sich aber bis zum Kirchenrecht von 1983 an der bisherigen Praxis und Tradition der Kirche. So zum Beispiel die Notwendigkeit eines Seminars für Priesterausbildung oder der vorgeschriebenen Jahre der Formation vor den ewigen Gelübden.

Im Falle von Kanon 188 haben wir es mit dem Bereich 2. und 3. zu tun. Es entspricht jeglichem Recht und dem gesunden Menschenverstand, dass jemand der wesentlich irrt, beispielsweise die Zwillingsschwester seiner eigentlichen Angebeteten heiratet, etwas tut, was er eigentlich nicht tun will. Er irrt auch wesentlich, wenn er seinen weißen Pudel kirchlich heiraten möchte. „Ehe für alle“ hin oder her! Ebenso ist eine Tat rechtlich ungültig, wenn sie unter Zwang oder aus schwerer Furcht geschieht, weil man nicht freiwillig handelt und nicht das tut, was man eigentlich möchte. Irrt jemand wesentlich so stark, dass er gleichzeitig kirchlich:

  • seine Verlobte
  • deren Zwillingsschwester
  • seinen Schulfreund
  • dessen weißen Pudel heiraten möchte,

so kommt diese Ehe auch nicht zustande, auch wenn er den Priester mit vorgehaltenem Maschinengewehr dazu zwingt, weil er etwas erzwingen möchte, was nicht möglich ist, weil solch eine Ehe nicht existiert. Die bedeutet keine „Ehe“ dieser vier Personen und eines Hundes findet objektiv vor Gott statt. Im Kirchenrecht schafft man keine eigene Wirklichkeit, sondern verbindet das, was in der metaphysischen Realität Gottes als solches existiert. Wenn sich also das Irdische qua Kirchenrecht mit dem Übernatürlichen verbindet, so findet etwas Übernatürliches, wie z.B. ein Sakrament oder eine Standesgnade statt. Gott will, dass wir Ihn innerhalb der von Ihm vorgeschriebenen Ordnung anbeten und darin leben. Ändert man diese Ordnung, so dass es Unordnung wird, dann zieht diese Änderung keine übernatürlichen Konsequenzen nach sich.

Im Falle Benedikts kann ein Papst nicht gleichzeitig abdanken und es dennoch offensichtlich nicht tun (weiße Soutane, Papa Emeritus, Eure Heiligkeit, Fischerring, Aufenthalt im Vatikan) oder/und ein „erweitertes Papstamt“ (thesis Gänsweiniana) erfinden, dass es nicht gibt. Christus hat das Petrusamt selbst errichtet und zwar des einen, regierenden Papstes. Punkt. Kein doppeltes Papsttum, kein Papstkollegium. Vor Gott dankte Benedikt nicht ab und real auch nicht, daher, bekam Bergoglio keine Standesgnade, welche ihn, wenigstens negativ (negative Assistenz) vor schwerem Irrtum schützt, siehe die Anzahl seiner Häresien. Er ist von Anfang an kein Papst gewesen. Capisce?

Technische Anmerkung: Sollten Sie nicht so gut Englisch können, um dem Vortrag zu folgen, so 

  1. Klicken Sie auf das rechte Rädchen – „Einstellungen“
  2. Gehen Sie auf „Untertitel“
  3. Dann auf „Englisch“ (automatisch erzeugt)
  4. Anschließend auf Übersetzen
  5. „Deutsch“ oder andere Sprache auswählen

Die deutsche Übersetzung ist zu 90% verständlich und eignet sich dazu die Englisch-Kenntnisse zu ergänzen.

 

2 Gedanken zu „Ann Barnhardt: Das bergoglianische Antipapsttum

  1. She tells us that Pope Benedict told an error in 2016, but she can’t prove he was in the same error on february 11, 2013 (or before). So we’re not 100% sure if he’s not given up the Tiara.

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