Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (26) Kapitel: Vorstufen der Mystik? (16) Gebet der Einfachheit und Beschauung (iii). Quellen zum Gebet der Einfachheit.

Sollte DSDZ die Frage beantworten, was er für das Alleinstellungsmerkmal seines Bloges hält, so würde er antworten, dass dieser Blog wirklich praktische Anweisungen zum inneren Leben enthält, sowie theologische Beiträge aus der Innenansicht eines gläubigen Menschen, der die Verbindung zwischen Gebet, Dogma und Liturgie gleichsam organisch spürt und darlegt.

Denn worum geht es im Leben? Um die Gleichförmigkeit mit Gott.

Sie müssen in Ihrem Erdenleben so vergeistigt werden, dass Sie nach dem Tod in Ihr eigentliches Habitat des Himmels übergehen können und zwar ohne die schmerzliche Reinigung des Fegefeuers. Das ist sehr schwierig, heutzutage erst recht, aber Gott ändert seine Anforderungen nicht, denn er ist unwandelbar. Sie können auch nicht erwarten, dass die Tour de France Fahrer ihre Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 42 km pro Stunde (sic!) drosseln, nur weil Sie gerade mitmachen. Der Himmel  ist kein Kindergeburtstag! Sie werden aber nur dann gewandelt, wenn Sie inneres Gebet pflegen, von dem wir hier in den Pater Poulain SJ – Beiträgen ständig schreiben. Die Stufe des Gebets der Einfachheit erreicht man zwar mühelos, aber nur dann wenn man sich vorher im mündlichen Gebet und bei der Betrachtung, sowie beim Gebet der Affekte richtig „abgerackert“ hat. Es ist so als hätten Sie 30 Jahre lang Judo trainiert, sodass  Ihnen noch mit Anfang 60 mühelos jeder Wurf gelingt, denn die Technik verlernt man nicht. Ebenso ist es bei anderen technischen Sportarten. Hinter der Mühelosigkeit, die auch wirklich mühelos ist, stecken Jahre oder Jahrzehnte an Training, die man jetzt nicht sieht. Man sieht das Endergebnis einer ehemaligen Slalom-Meisterin, die mühelos die Hügel hinuntersaust. Auf einem bestimmten Niveau des Könnens wird man wirklich intuitiv und man kann dort in Gleichnissen reden. Genauso ist es beim Gebet der Einfachheit, die hier verschiedene Autoren verschieden beschreiben: es ist „ein liebevolles Denken an Gottes Gegenwart“, wo man „weder Vielheit noch Mannigfaltigkeit erlebt“, sie nennen es „sich in Gegenwart Gottes versetzen“.

Verstehen Sie, was damit wirklich gemeint ist? Nein!

Und warum nicht? Weil Sie nicht einmal mit dem mündlichen Gebet angefangen haben.

Dies betrifft ca. 95% der Leser dieses Blogs, wenn er nur für zahlende Mitglieder freigegeben wird, wird sich der Prozentsatz etwas ändern, weil sich dort Menschen einloggen werden, die aktiver und interessierter sind. „Geld schießt zwar keine Tore“, trennt aber Spreu vom Weizen.

Wie wird man diese Texte verstehen?

Indem Sie folgendes tun:

  1. Beten Sie halblaut das deutsch-lateinische Diurnale, täglich wenigstens die Laudes und die Vesper.
  2. Denken Sie darüber nach, was Sie beten.
  3. Stellen Sie sich die Szenen vor, die dort gezeichnet werden (z.B. Ps 110 „Setze dich mir zur Rechten, und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße.“)
  4. Erwecken Sie die Gefühle des Dankes, des Lobes, der Anbetung dafür, was Sie gerade lesen.

Das halten Sie mindestens täglich fünf Jahr lang durch (manche sind da auch schneller) und dann lesen Sie wieder die unten angeführten Texte. Sie werden sie dann verstehen. Glauben Sie nicht, dass Gott es halblang bei Ihnen machen wird, weil Sie „es so schwer hatten“, „die nachkonziliare Kirche eh bäh ist“ und er damit beschäftigt sein wird die sodomitischen Prälaten abzustrafen. Lassen Sie die Prälaten! Sie haben mit Ihnen nichts zu tun! Sie selbst pflegen kein inneres Leben und haben nichts vorzuweisen, um in den Himmel eingehen zu können. Sie sind nicht auf der Betriebstemperatur Gottes und der Heiligen! Eigentlich ist die ganze Apostasie doch Peanuts, denn es geht um Ihr individuelles Seelenheil. Benutzen Sie nicht den Bergoglio-Crash, um sich reinzuwaschen, dass Sie nicht so schlimm sind. Das geht keinen was an. Sie werden nicht mit  Bergoglio verglichen werden, sondern Sie werden danach beurteilt werden, was Sie nicht alles erreicht haben, was Gott für Sie vorgesehen hat. Hören Sie auch sich mit Bergoglio, der „Nachkonzilssekte“, der „Moderne“ und mit den obligatorischen sodomitischen Prälaten zu entschuldigen. Sie tun ja nichts für Ihr Seelenheil! Sie trainieren nicht!

Sie sind eine einzige Unterlassungssünde!,

sagte einmal DSDZ, einem Priester, der diesen Zustand bejahte. Seien Sie nicht so! Noch sind Sie am Leben!

Kommentar verfassen