Tradition und Glauben

Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (5 von 20). Ist Bergoglio ein Häretiker?

Da wird uns in den nachfolgenden Beiträgen mit der Thematik eines häretischen Papstes befassen werden, so müssen wir die Frage stellen, ob Bergoglio ein Häretiker – und zwar ein formeller – in forum externum ist. Die Antwort lautet: „Ja, aber niemand setzt ihn ab“. Obwohl sich die oben gestellt Frage zu diesem Zeitpunkt des Pontifikats eigentlich erübrigt, so wollen wir diese sowohl stellen als auch beantworten. Ist er ein Häretiker? Ja, er ist ein Häretiker. Schon vom Anfang des unseligen Pontifikats an hat eine Gruppe von Theologen auf der spanischen und englischen Website Denzinger Bergoglio alle Irrtümer von Bergoglio zusammengestellt. Das so zusammengestellte Buch The Denzinger – Bergoglio umfasst sage und schreibe 1095 Seiten, was wohl damit zusammenhängt, dass die Aussagen des Antipapstes sehr breit zitiert und kommentiert werden. Eine kürzere Zusammenstellung der Häresien stellt der Brief der 45 dar, der namentlich unterschrieben wurde und aus welchem klar hervorgeht,[1] dass Amoris Laetitia elf häretische Sätze im Sinne einer sententia haeretica[2] enthält. Da die Anzahl der Häresien eine Mehrheitsentscheidung von 45 Theologen gewesen ist, so ist es durchaus möglich, dass jemand mehr als 11 Häresien in diesem unsäglichen Dokument – Amoris Laetitia – finden wird. Wenn ein Papst 11 Häresien in einem amtlichen Dokument schriftlich verkündet, dann ist ein formeller Häretiker, weil der Tatbestand der Häresie erfüllt wird. Denn: Als Papst kennt er die Lehre der Kirche gegen die er verstößt Er publiziert die Häresien in einem amtlichen Dokument Er wurde zumindest durch die Dubia, Brief der 45, Correctio filialis oder andere Aktionen darauf hingewiesen, dass er gegen die katholische Lehre verstoßen hat, Sodass eine Hartnäckigkeit (pertinacia) ersichtlich ist. Man muss aber an dieser Stelle (a) die Feststellung der Häresie von der (b) Disziplinierung der Häresie unterscheiden. Am Anfang dieses unsäglichen Pontifikats hat man sich im konservativen Spektrum gegenseitig folgendermaßen beruhigt: Stufe 1: „Nein, das ist keine Häresie. Er ist falsch zitiert worden“. Stufe 2: „Nein, das ist keine Häresie. Die Presse hat etwas aufgebauscht“. Stufe 3: „Nein, das ist keine formelle Häresie, nur eine materielle. Bloß keine voreiligen Schlüsse“. Stufe 4: „Es sieht zwar wie eine formelle Häresie aus, aber es ist keine bevor die Kardinäle es uns nicht sagen“. Stufe 5: „Es ist eine formelle Häresie und eine brüderliche Ermahnung sollte folgen“. Stufe 6: „Es ist eine formelle Häresie und eine brüderliche Ermahnung sollte jetzt wirklich folgen“. Stufe 7: „ Hallo … ist da jemand… die brüderlicher Ermahnung….hallo…“ Die englischsprachige Seite canon212.com zählt die Tage seit dem Erhalt der Dubia. Bei der Niederschrift dieses Beitrags waren es 808 Tage, die mit dem Warten auf die formelle Korrektur gleichbedeutend sind. Ernähren Sie sich gut, liebe Leserinnen und Leser und treiben Sie Sport, denn Sie müssen lange leben, um es zu erleben oder zu überleben. Aber die 808 Tage stehen nicht nur dafür, dass Franziskus nicht antwortet, sondern auch für die Feigheit der Kardinäle. Es ist so als würden Männer in Frauenbegleitung vorgeben, dass die jungen Männer „mit Migrationshintergrund“ gar nicht ihre Runde umzingelt haben und ihre Frauen begrapschen, bloß um nicht intervenieren zu müssen oder sich gar in eine Prügelei zu verwickeln. So würde die eigene Feigheit als Missverständnis oder Witz maskiert werden. Aber unsere Kardinäle sind nicht nur feige. Sie haben einfach keinen übernatürlichen Glauben, der sie zur Empörung befähigen würde. Lesen wir doch, wie es in der guten alten Zeit, so um das Jahr 1331 war, als der Papst Johannes XXII. (1316-1334) die Lehre verneinte, dass die Seelen der Gerechten in die beseligende Anschauung [Gottes] aufgenommen werden. Wie Peter Kwasniewski schreibt: [diese Ansicht] brachte die leidenschaftliche Opposition einer Vielzahl von Bischöfen und Theologen hervor, unter ihnen Guillaume Durand de Saint Pourçain, Bischof von Meaux; der Englische Dominikaner Thomas Waleys, der als Ergebnis seines öffentlichen Widerstandes Gerichtsverhandlung und Gefängnis durchmachte; der Franziskaner Nicholas von Lyra; und Kardinal Jacques Fournier. Als der Papst versuchte, diese Irrlehre der Theologischen Fakultät in Paris aufzuzwingen, verbot der König Frankreichs, Philip VI. von Valois, diese Lehre und, den Angaben des Kanzlers der Sorbonne zufolge stand Jean Gerson sogar kurz davor, Johannes XXII. damit zu drohen ihn auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen, für den Fall, dass er diesen Irrtum nicht widerrief. Fassen wir zusammen: ein Dominikaner ging wegen des Widerstandes gegen diese Häresie in den Knast der König von Frankreich stellte sich in den Schutz einer orthodoxen Fakultät der Kanzler der Sorbonne drohte dem Papst, ihn als Häretiker zu verbrennen Ja, soviel zum Thema „Papstkult im Mittelalter“. Die Theologen damals waren keine vom Novus Ordo verweichlichten Tussis und keine sodomitischen Diven der Gay Profession. Es waren Männer, und zwar Männer des Glaubens. Ein Papst konnte der Kirche seine irrige Privatlehre nicht aufzwingen, weil sich die Kirche durch ihre Geistlichen wehrte. Und was ist jetzt? Eine Häresie kann jeder feststellen, der Theologie studiert hat und einen Denzinger zuhause stehen hat. Es ist recht einfach, wie beim Feststellen eines…

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