Tradition und Glauben

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – Dritter Sonntag nach Epiphanie

Evangelium des dritten Sonntags nach Erscheinung des Herrn Mt 8, 1 – 13 Als er vom Berge herabstieg, folgte ihm eine große Volksmenge. Und siehe, da kam ein Aussätziger, fiel vor ihm nieder und bat: „Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen.“ Er streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach: „Ich will, sei rein!“ Sogleich war er von seinem Aussatze rein. Und Jesus sprach zu ihm: „Sieh zu, daß du es niemand sagst. Geh vielmehr hin, zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Moses vorgeschrieben hat. Das diene ihnen zum Zeugnis.“ Als er dann nach Kapharnaum kam, nahte ihm ein Hauptmann und bat: „Herr, mein Knecht liegt zu Hause gelähmt danieder und leidet große Qual.“ Er sprach zu ihm: „Ich will kommen und ihn gesund machen.“ Der Hauptmann entgegnete: „Herr, ich bin nicht würdig, daß du eingehst unter mein Dach; sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Auch ich, obwohl nur ein Untergebener, sage zu einem der Soldaten, die mir unterstehen: Geh! Dann geht er; zu einem andern: Komm! Dann kommt er; und zu meinem Knechte: Tu das! Dann tut er es.“ Als Jesus das hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm folgten: „Fürwahr, ich sage euch, so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden! Aber ich sage euch, viele werden von Osten und von Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreiche zu Tische sitzen; die Kinder des Reiches aber werden hinausgeworfen in die Finsternis draußen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.“ Zum Hauptmann aber sprach Jesus: „Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast.“ Zu derselben Stunde ward der Knecht gesund.   Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus: Wo der Herr vom Berg herunterstieg, kamen ihm Menschenscharen entgegen, weil solche auf die Höhen nicht steigen können. Und als erster begegnet ihm ein Aussätziger; er konnte eben mit dem Aussatz eine so ausführliche Predigt des Heilandes auf dem Berge nicht hören. Und hier ist zu bemerken, daß dieser als erster gesondert von anderen geheilt worden ist, an zweiter Stelle der Knecht des Hauptmannes, an dritter die am Fieber kranke Schwiegermutter des Petrus in Kapharnaum; an vierter Stelle die ihm zugeführten vom bösen Geiste Gequälten, von denen er die Geister mit seinem Worte austrieb, als er auch alle mit Krankheiten Behafteten heilte. „Und da kam ein Aussätziger heran, betet ihn an und sprach.“ Ganz richtig bietet sich nach der Predigt und nach der Belehrung die Gelegenheit zum Wirken eines Wunders, damit auf Grund des Wunders die vorhergehende Rede in den Zuhörern befestigt wird. „O Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen.“ Wer un das Wollen bittet, zweifelt nicht am Können. „Und Jesus streckte die Hand aus und sagte: „Ich will, sei rein.“ Sobald der Herr die Hand ausstreckte, wich der Aussatz. Gib auch gleichzeitig darauf acht, wie bescheiden und frei vom Erregen jedes Aufsehens die Erwiderung ist. Jener hatte gesagt: Wenn du willst; der Herr erwiderte: Ich will. Jener hatte vorausgeschickt: Du kannst mich rein machen; der Herr knüpft hieran an und sagt: Sei rein. Nicht ist also, wie viele von den Lateinern meinen, zu verbinden und zu lesen: volo mundare, ich will reinigen, sondern getrennt, so dass er zunächst sagt: Volo, ich will, und alsdann befiehlt: Mundare, sei rein. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt Kirchengebet Allmächtiger, ewiger Gott! sieh unsere Schwachheit gnädig an, und strecke deinen mächtigen Arm aus, um uns zu beschützen! Amen….

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