2. Februar Mariä Lichtmess – Darstellung Jesu im Tempel

Und hier ein Beitrag vom letzten Jahr, der gar nicht gealtert ist.

An 2.02. feiert die Kirche Mariä Lichtmess oder Darstellung Mariens im Tempel. Es ist der Tag der geistlichen Berufe und der Tag der Kerzenweihe. Beides hängt zusammen, wenn eine geistliche Berufung ist wie eine Kerze: sie leuchtet umso heller, je mehr sie sich verbrennt. Sie gibt Wärme, Licht und vertreibt die Dämonen der Luft, was uns die traditionelle Kerzenweihe lehrt, welche mit Exorzismen verbunden ist.

Was hat denn die Kerze davon?

Gar nichts. Sie wird weniger. Es ist wie bei Johannes dem Täufer, der über den Heiland sagte:

„Ich muss abnehmen, er muss aber wachsen“ (Joh 3,30).

Gott ist das Maß, Gott ist das Ziel. Deswegen sind unsere äußeren Tätigkeiten und unsere Effizienz völlig gleichgültig. Sie sind ein weltlich Ding, welches unsere Heiligung hindert. Geistliches Leben hat etwas mit Warten zu tun. Wie viele Jahrzehnte wartete Anna im Tempel, wie lange wartete Simeon? Gott hat ihnen etwas versprochen und sein Wort gehalten. Gott wartete bis diese beiden bereit waren Christus in den Händen zu halten. Gott hat sie darauf vorbereitet und gereinigt.  St. Simeon durfte Christus in seinen Unterarmen halten (in ulnas suas), denn das Kind war schon größer, und lobte das Licht zur Erleuchtung der Heiden und der Juden. St. Simeon und Anna waren Kerzen, die sich verbrannten und bis zu Ende brannten. Sie dachten nicht:

Wie effizient bin ich? Wann ist es soweit? Kommt da was?

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