Tradition und Glauben

David L. Sonnier, Die Übernahme der katholischen Kirche durch den Modernismus: Kultureller Völkermord oder Selbstmord? (2 von 5)

Komponenten der Definition des kulturellen Völkermords Wir können Komponenten der obigen Definition anwenden, um nachzuweisen, dass die Verwendung dieses Begriffs angemessen ist. Nun wird der erste Aspekt besprochen, während die restlichen vier in einem nachfolgenden Artikel behandelt werden. „Jedwede Handlung, die das Ziel oder die Wirkung hat, eigenständige Völker ihre Integrität oder ihre kulturellen Werte oder ihre ethnischen Identitäten zu berauben“. Beispiele: – Erzwungenes Verbot der katholischen Gebetssprache – Erzwungene Änderung der katholischen Gebetsgewohnheiten – Den Gläubigen ihr Recht auf ihr kulturelles Erbe und ihre Identität zu verweigern, indem sie ihre Petitionen für die traditionelle Messe ablehnen. Beispiele für den kulturellen Völkermord sind die typischerweise zitierte Unterdrückung der Sprachpraxis.[1] Bis zur Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils, das 1965 endete, existierte eine einzigartige katholische Identität.  Die Verwendung einer gemeinsamen Sprache für das Gebet in der ganzen Welt vor 1965 ist eine historische Tatsache.  Außerhalb der östlichen Riten, wohin auch immer man in der Welt reiste, konnte man ohne sprachliche Barriere an der Messe teilnehmen, ausgenommen das, was durch mangelnde Kenntnisse der gemeinsamen Gebetssprache verursacht wurde. Diese gemeinsame Sprache bietet eine katholische Identität in dem gleichen Sinne, wie es das Hebräisch unter den Juden tut. Da die traditionelle Messe überall in Latein gelesen wurde, brauchte man nur ein Messbuch, um in jeder Kirche an der Messe teilnehmen zu können, den Handlungen und Worten des Priesters und der anderen Katholiken zu folgen, zu beten und sogar mit Menschen aus einem anderen Land zu singen, die eine andere lebendige Sprache sprechen. Dies ist die Praxis unter den traditionellen Katholiken, aber im römischen Ritus ist sie nicht mehr allgemein gültig. Als sich 1970 weltweit herausstellte, dass die „Römisch-Katholische Messe“  unterdrückt werden sollte, wurde ein weitreichend publizierter Aufschrei von Intellektuellen, viele von ihnen englischer Abstammung und die meisten von ihnen nicht einmal katholisch, angeführt. Es lohnt…

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