Der Dolchstoß oder Bischof Schneider irrt

Manchmal kommt man nicht umhin alte Redewendungen oder Bilder zu bemühen. Die berühmte „Dolchstoßlegende“, welche die konservativen Kräfte des Deutschen Reiches vertraten, in der Meinung, dass es gar keine Legende war. Sie besagte, dass das Deutsche Reich und Österreich den Ersten Weltkrieg gewonnen hätten, hätten die Sozialisten in Deutschland und Österreich keine Revolution angezettelt und auf diese Weise die Heimatfront geschwächt. So falsch ist diese Theorie nicht, denn wie man auf den Quellen weiß, stiftete die kommunistische Internationale alle Brüderparteien an, eine Revolution in Gang zu setzen, um auf diese Art und Weise den Export der Weltrevolution (Trotzki) zu begünstigen. Da in der Sowjetunion sich Stalin gegen Trotzki durchgesetzt hatte und die Weltrevolution auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg verschoben wurde, so ist uns die österreichische Sowjetrepublik erspart geblieben, obwohl die Deutsche Demokratische Republik durchaus später stattgefunden hatte. So hat es den sozialistisch-kommunistischen Dolchstoß durchaus gegeben, dass aber das Deutsche Reich und das Kaiserreich Österreich, d.h. die Achsenmächte den Krieg hätten gewinnen können, ist sehr fraglich. Sie hätten wahrscheinlich bessere Friedensbedingungen erreichen und ihre bisherige Regierungsform, also keine Republik, erhalten können. Will man jemandem etwas Wahres ausreden, dann stempelt man es zur „Legende“, „Mythe“, „Verschwörungstheorie“ oder „Hoax“. Das Letztere geschieht regulär in gloria.tv, wenn es sich um klerikalen Missbrauch handelt. Alles gelogen, alles erfunden, alles hochgebauscht, alles Hoax. Dies stimmt leider nicht, was der Glaubwürdigkeit dieses katholischen Mediums nicht zugutekommt.

Wir wollen jetzt aber nicht über den Ersten Weltkrieg, den Sozialismus und gloria.tv reden, sondern über den letzten Aufsatz von Bischof Athanasius Schneider Kann die Kirche einen häretischen Papst ertragen? Darin behauptet der Weihbischof aus Kasachstan, dass:

  1. Es die gängige Praxis der Kirche ist, den häretischen Papst erst nach seinem Tode durch einen späteren Papst oder durch ein Konzil zu verurteilen.
  2. Die Lehre, dass es lediglich eine „Theologenmeinung“ sei, einen häretischen Papst abzusetzen.
  3. Die Wichtigkeit des haereticus papa wird von Ultramontanisten und Papolatristen überbewertet.
  4. Man muss einen häretischen Papst ertragen.
  5. Tätig zu werden, hieße die göttliche Weltverwaltung zu behindern.
  6. Man soll für die Häresien des Papstes Sühne tun.
  7. Und die richtige Lehre der Kirche darstellen.

So ein Unsinn! Die kurze Erwiderung der o.a. Argumente lautet:

Ad 1. Honorius wurde zwar nach seinem Tode durch ein Konzil verurteilt, aber aus einer einmaligen Handlung lässt sich noch auch keine gängige Praxis der Kirche schließen.

Ad 2. Die Lehre von der Notwendigkeit der Absetzung eines häretischen Papstes kann man zumindest als theologisch sicher (theologicae certa) bezeichnen. Dies wäre die theologische Qualifikation (g), während Bischof Schneider sie lediglich als tolerierte Meinung (opinio tolerata), die theologische Qualifikation (m) sieht.  Die Lehre, dass ein häretischer Papst abzusetzen sei, wurde unter anderem von zwei Heiligen und Kirchenlehrern vertreten (Hl. Robert Bellarmin und hl. Franz von Sales), wogegen Bischof Schneider keine Vertreter der entgegensetzten These, d.h. dass ein häretischer Papst zu tolerieren sei, nennt.

Ad 3. Die Wichtigkeit eines häretischen Papstes kann gar nicht überbewertet werden, da er das sichtbare Haupt der Kirche – der Stellvertreter Christi auf Erden – ist und die Kirche durch seine Häresien wie kein anderer zerstören kann.

Ad 4. Man muss einen häretischen Papst absetzen.

Ad 5. Gott hat uns einen freien Willen gegeben, damit wir tätig werden. Bischof Schneider verbreitet Defätismus und Quietismus.

Ad 6. Die Proteste und Briefe nützen nicht, wenn man den Übeltäter nicht unschädlich macht.

Eine ausführliche Erwiderung aller Argumente ist geplant, aber jetzt schon muss man kurz sagen, dass Bischof Schneider sachlich irrt, nicht nur darin, dass Bergoglio tatsächlich Papst sei, und dort, wo er es nicht tut, die Argumente sehr tendenziös zusammenstellt, um ja nicht tätig werden zu müssen. Sein Aufsatz ist die Rechtfertigung seiner eigenen Feigheit, sowie der Untätigkeit seiner 5200 Mitbischöfe. DSDZ (der Schneider dieser Zeilen) fühlt sich wie von Bischof Schneider verraten und in den Rücken gestoßen. Denn es ist etwas anderes zu sagen:

 

Wir haben es versucht. Es findet sich keine Mehrheit für die Absetzung des Papstes. Alle haben Angst und sind im höchsten Maße erpressbar.

Dies ist wohl die Wahrheit. Was wäre da zu tun?

 

So treten wir, die Bischöfe aus Kasachstan, vor die Reihe erklären den Papst zum Häretiker und ipso facto als abgesetzt und riskieren die Exkommunizierung und das Schisma. Jemand muss ja!

Vielleicht würden ein paar Bischofskonferenzen folgen? Um den Leib zu retten, muss man sich vom verseuchten Glied zeitweilig trennen. Da Bergoglio einen Gegenpapst ist, da Benedikt immer noch lebt, so hätte dies keine spirituellen Nachwirkungen. Aber so liefert Bischof Schneider die theoretische Rechtfertigung seiner eigenen Feigheit und gerade das ist bestürzend, weil er für viele als eine Autorität gilt. Es ist etwas anderes beispielsweise zu ehebrechen als ein Traktat über die Notwendigkeit des Ehebruchs zu schreiben. Durch die Tolerierung der bergoglianischen Häresien machen sich doch alle Bischöfe und Kardinäle mitverantwortlich. Sie sündigen schwer, werden auf die Wahrheit verblendet und dann entstehen solche Aufsätze wie die von Bischof Schneider.

Und was wäre praktisch zu tun?

  1. Man sucht nach einer weltlichen Gewalt, mit der man sich verbünden könnte.
  2. Man wählt Donald Trump, der die Rico-Gesetze ausruft.
  3. Franziskus-Bergoglio wird der Verantwortung für die Missbrauchsskandale und den Menschenhandel angeklagt.
  4. Die Amerikaner starten eine begrenzte militärische Intervention im Vatikan mit der freundlichen Unterstützung der Italiener, die genug von der Geldwäsche der Vatikanbank und der vatikanischen Güterverwaltung haben.
  5. Der Vatikan wird gestürmt, Bergoglio wird in die USA gebracht und dort wegen krimineller Machenschaften, aufgrund der Ricco-Gesetze, verurteilt.
  6. Zugleich findet ein kanonischer Prozess wegen Häresie statt.
  7. Bergoglio wird als Häretiker, also kein Mitglied der Kirche, als Papst abgesetzt.
  8. Man warten bis Benedikt stirbt.
  9. Danach wählt man einen neuen, katholischen Papst.

So einfach ist das und gar nicht unrealistisch. Man müsste fragen, was Trump möchte. Wahrscheinlich die Wiederwahl. Mit dieser Aktion würde er seine Chancen erhöhen. Im Mittelalter setzten die deutschen Kaiser die Päpste ab, jetzt muss es jemand anderes übernehmen.

 

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1 Gedanke zu „Der Dolchstoß oder Bischof Schneider irrt

  1. Ja, es könnte so einfach sein. Ihr 9-Punkte-Plan gefällt mir sehr.

    Zum Thema „Handeln oder Erdulden“ irrt Bischof Schneider leider:
    Man muss handeln, wenn es um Gott, den Glauben, die Wahrheit geht.
    Man sollte besser erdulden, was der eigenen Bequemlichkeit zuwiderläuft.

    Wie ich immer sage, eigentlich ist es ganz einfach.
    Gesegneten Sonntag !

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