Tradition und Glauben

Anna Gallicana, Partnersuche (4 von 4)

Die traditionelle Lösung steht ebenfalls in der Bibel. Der Heilige Paulus rät uns, den besten Weg zu wählen und ehelos zu bleiben. Das Zölibat ist nicht nur für Priester, sondern für alle (!) der beste Stand. Danken Sie Gott, wenn er Sie dazu berufen hat – und – eine Berufung ist keine eigene Entscheidung (siehe oben). Ehelos und zölibatär zu leben ist der einfachste Weg in den Himmel. Und nach diesem kurzen Zwischenaufenthalt auf dem Planet Erde geht es schließlich um die Ewigkeit, und die ist wirklich sehr, sehr … lang. Ewig eben. Im goldenen Mittelalter wusste man das noch. Und nein, kleiner Irrtum, ehelos leben bedeutet NICHT einsam zu sein. Obwohl ein wenig Einsamkeit manchmal ganz guttut. Aber das wiederum, ist eine persönliche Entscheidung. Warum wollen denn quasi alle an der Zerstörung der Familie mitwirken? Die natürliche Ordnung ist eine Großfamilie. Dazu gehören Eltern, Kinder, Alte, unverheiratete Tanten und Onkels … und wie wollen Sie mit einer Familie aus völlig Fremden (Ehegatte, Kinder) auskommen, wenn Sie es mit ihrer Ursprungsfamilie nicht aushalten? Das wäre schon mal ein gutes Training für ihre Ehetauglichkeit. Auch andere Verwandte und Freunde können die Einsamkeit ausfüllen. Vielleicht teilen Sie ihre Zeit auch unentgeltlich und gemeinnützig mit anderen, um all das zu verwirklichen, was Eltern nicht tun können. Oder kümmern Sie sich um Kinder anderer. Als Beruf oder in ihrer Freizeit. Was tun Sie denn jetzt? Eine christliche Ehe bedeutet auch Kinder zu haben. Und Kinder sind keine Freizeitbeschäftigung, sondern eine Lebensaufgabe und wie beim Thema Berufung (siehe oben) sind Kinder ein Geschenk Gottes, der uns damit die Verantwortung für deren Seelen überträgt. Dieses Geschenk kann man weder einfordern, noch sich gewaltsam selbst verschaffen, noch es zurückweisen. Habe ich schon die Verantwortung erwähnt? Das bedeutet, wenn’s schiefgeht mit der Kindererziehung, dann bist du schuld und verlierst deinen Anspruch auf den Himmel. Ja, und jetzt runter von der rosa Wolke und mal ganz realistisch nachgedacht. Wollen Sie immer noch einen Partner SUCHEN? Was nun? Nun, die Unzufriedenheit (kennen Sie das Märchen vom Fischer und seiner Frau?) bringt kein Glück. Und der Zufriedene braucht nicht mal ein Hemd. Gott erwartet von uns, dass wir ihm vertrauen, mit seinen Gaben zufrieden sind, dass wir jeden Tag aufs Neue, das Beste aus unseren Talenten machen und dass wir offen sind für IHN. Er wird uns zeigen, wo unsere Talente liegen. Er wird uns rufen, ihm nachzufolgen und uns den Weg zeigen, den er für den besten hält. Der andere Weg, der nicht für uns vorgesehen ist, ist wahrscheinlich der breite, bequeme, lustige Weg, der in die Hölle führt. Ist so ein bisschen Sex und Egoismus das wert? Also was tun? Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen. Oder in neudeutscher Übersetzung: mit seinem Stand und seiner Stellung zufrieden sein, seine Pflicht erfüllen, seine Fähigkeiten einsetzen, viel beten, Exerzitien besuchen, Wallfahrten … und alles Gott überlassen und nichts erzwingen. Schade, dass mir das niemand rechtzeitig gesagt hat. Doch ich liebe meinen Mann und meine Kinder und hoffe, dass wir alle zusammen in den Himmel kommen….

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