Tradition und Glauben

Änderungen, Aktuelles, Apokalyptisches und Historisches

Wie Sie unschwer erkennen können, gibt es wieder ein neues Layout, welches nüchterner und weniger schön ist, dafür aber über Möglichkeiten verfügt, die das alte nicht hatte. So kann man über dem aktuellsten Beitrag, Beiträge zu bestimmten Themenbereichen zusammenstellen, was neuen Lesern den Überblick erleichtert und bisherige Leser an diese Beiträge erinnert. Darunter finden Sie den hervorgehobenen Beitrag und die neueren Beiträge. Diese Layout sieht gut im Rechner oder auf dem Tablet aus, die Handy-Benutzer haben leider das Nachsehen, denn Sie müssen recht weit nach unten scrollen, um das Aktuelle zu entdeckten. Wir sind aber keine Nachrichtenagentur, so hält sich das Zeitgeschehen bei uns in Grenzen.

Layout hin oder her, wir hoffen, dass unsere Leserschaft dadurch steigt und die Einnahmen ebenso. Vielleicht werden wir aber auch nach dem Vorbild von katholisches.info die Seite sperren und um Spenden betteln oder diese Tätigkeit auf Deutsch aufgeben in anderen Sprachen fortführen. Das wäre zwar schade, aber die Entwicklung wird es zeigen. Ein gloria.tv-Leser schrieb heute folgendes:

Die Nachrichten haben fast alle einen vernichtenden Inhalt, betrifft wohl alle Zeitungen, aber dafür zahlt man nicht gerne. Um das deutlicher zu machen, müßte ich ordinäre Worte verwenden und das will ich nicht.

Wessen schuld ist es denn? Der Wirklichkeit. Bei wem sollte man sich darüber beschweren?

  • bei Bergoglio,
  • bei den Kardinälen,
  • bei den Bischöfen,
  • bei den Priestern,
  • bei den Gläubigen,
  • bei Gott selbst.

Wir berichten in der letzten Zeit kaum über Aktuelles, weil man dies auch aus anderen Quellen erfahren kann. Es ist ein wachsendes Siechtum, Apostasie und Verfall. Die gloria.tv-Leser, die wohl repräsentativ für den deutschsprachigen und nicht nur Katholizismus sind, reagieren auf diese Entwicklung mit:

  • Kinder- und Katzenbildern,
  • Privatoffenbarungen,
  • noch mehr Privatoffenbarungen, samt zusätzlichen Privatoffenbarungen, zu den Privatoffenbarungen,
  • Auszügen aus den vor Vat.II-Enzykliken oder Dogmatiken,
  • „Hätten wir doch mehr für sie gebetet“-Aufrufen,
  • Zynismus,
  • Hoffnung auf ein Wunder bzw. „den Triumph des Unbefleckten Herzens“.

Da DSDZ in der letzten Zeit auch andere Blogs, Portale, FB-Gruppen etc. erforscht hat, so stellt er fest, dass er sicherlich nicht der Einzige ist, der Katholisches online verkündet, er es aber auf seine eigene Weise tut, die spirituell und akademisch wirklich unterfüttert ist. Vielleicht schreibt er auch am Leser vorbei? Insbesondere beim zahlenden Leser. Kommentare werden hierzu erwünscht, wenn sich jemand traut. Aber die oben genannten gloria.tv-Reaktionen oder die fehlenden Reaktionen sind doch alle eine Vermeidungsstrategie. Man möchte sich seinen Glauben und die schöne, heile, katholische Welt nicht kaputt machen lassen. Siehe die o.a. Aussage des gloria.tv-Lesers. Aber solch ein Glauben ist nicht katholisch und die Welt ist nunmal nicht heil. Denn es gab:

  • den Engelssturz,
  • den Sündenfall,

Es gibt:

  • die Erbsünde,
  • die persönlichen Sünde,
  • die Dämonen,
  • das Vat. II,
  • die Apostasie der sichtbaren Kirche,
  • und eine wirklich sehr antikatholische Welt da draußen.

Keiner wird uns helfen, keiner wird uns retten. Gott prüft die Seinen wirklich hart und so wie es ohne Muskelkater keinen Muskelzuwachs gibt, so gibt es kein Wachstum in Heiligkeit ohne Kampf und Leiden. Die Erwartung eine „heile, katholische Welt“ irgendwo anzutreffen, ist dämonisch inspiriert, denn es ist der leiblose Spiritualismus, der die Gnosis aller Zeiten auszeichnete.Die gefallenen Engel sind ja körperlos und sie versuchen die Frommen durch das angeblich Fromme. Der Blogger mundabor überlegte in einem seiner Beiträge, wann es besser für ihn gewesen wäre zu leben. Vor Vat. II gab es zwei Weltkriege und ein Teil Europas fiel dem Kommunismus in die Hände. Besser? Das XIX Jahrhundert war durch ständige Revolution, den Niedergang der monarchischen Ordnung, samt Anarchismus, Sozialismu, Kommunismu etc. gekennzeichnet. Das XVIII durch den immer mehr verweltlichten Absolutismus, durch Auswirkungen des Jansenismus, Quietismus und die sich anbahnende Französische Revolution. Das XVII Jahrhundert begann mit den Religionskriegen, hatte die cuius regio eius religio-Regelung zur Folge, Kriege, Jansenismus, den Gnadenstreit, die Schwedenkriege und vieles mehr. Das XVI Jahrhundert stand fast ganz im Zeichen der Reformation und der Gegenreformation, mit Chaos, Krieg, Zerstörung. Wir können immer mehr zurückgehen und Sie fragen:

Wann hätten Sie denn gerne gelebt?

Das Leben war immer ein geistlicher Kampf, die Heiligkeit und Tugend hat immer etwas gekostet. Wahrscheinlich gab es früher mehr gläubige Menschen und Geistliche, aber die große Masse war kaum besser gewesen und wusste das wahrscheinlich nicht zu würdigen, was sie hatte. Gott hat uns alle in diese Zeit gestellt und berufen und er will nicht, dass wir schmachten, schmollen und uns nach einer goldenen Vergangenheit zurücksehnen, die es so wohl gar nicht gab. Das Fegefeuer wird härter sein, falls wir es überhaupt erreichen. Also lesen Sie uns, unterstützen Sie uns, sonst bleibt ihnen nur die DBK und gloria.tv. Und das wollen Sie doch nicht, oder?

PS. Hier nochmals ein Posting vom o.a. gloria.tv-Leser:

Tradition und Glauben ja wenn man froh ist, sich einer Minderheit hinzugeben, während die ganze Kirche zusammenbricht sowie die Moral aller Staaten. Ich brauche ja nichts abonnieren, ich habe meine Wohnung und da habe ich Ruhe von der ganzen Welt, wenn ich nicht ins Internet gehe.

Seufz!

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7 Kommentare

  1. Offen gesagt hätte ich mich sehr gewundert, wenn die „Paywall“-Strategie aufgegangen wäre. Internet-Texte waren von Beginn des Netzes an gratis – dafür etwas bezahlen zu müssen, stößt also generell auf Widerwillen. Der Normal-User hat dann wohl den Eindruck, man betrüge ihn hier um sein (imaginäres) „gutes Recht auf gratislesen“, wenn man von ihm für das Lesen geistigen Eigentums (ein reales Recht) Bezahlung verlangt. Also „ist er doch nicht blöd“ und liest halt woanders – gratis. Dass das dortige Niveau (ggf.) mit TuG nicht mithalten kann, wird dem Normal-User kaum auffallen und – wenn es dies tut – nicht kümmern, da er ja nichts bezahlen mußte, also keine Einbuße hatte.

    Der Teil der dezidiert katholischen User ist (anteilig an der Masse der Internet-User) schon von vornherein gering, da auch hier beileibe – wie von DSDZ dargelegt – nicht jeder bezahlen kann/möchte, sinkt der Anteil der Zahlungsbereiten noch weiter. Das sich vor diesem Hintergrund die „Paywall“-Strategie nicht durchsetzen kann, ist keine Überraschung; der Leserzuspruch dürfte rapide abgenommen haben, ohne dass nennenswerte Beträge generiert werden konnten.

    Fazit: TuG wird entweder ein (zumindest weitgehend) kostenloses Angebot im Rahmen des Medienapostolates sein oder vom Netz verschwinden, tertium non datur.

    1. Danke. Sehr trostreich oder auch nicht. Aber die Großen machen es genauso. Sie haben noch Werbung, aber einen Einbruch nach der Einführung der Bezahlschranke haben alle Einbußen erlitten.

      https://www.spiegel.de/plus/

      https://www.faz.net/aktuell/das-beste-von-fplus/
      https://www.bild.de/faq/seite/bildplus/alles-ueber-bildplus-30427132.bild.html

      Eine Studie aus der amerikanischen Medienforschung belegt zudem, dass Menschen, die für Inhalte im Netz bezahlen, sich tendenziell auf solche Inhalte beschränken, die ihrem Weltbild entsprechen. Anders gesagt: Man zahlt ungern für ein digitales Abo der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wenn man kein Liebhaber der Zeitung ist. Genauso wenig wie man Fisch im Restaurant bestellt, wenn man Fisch nicht mag. Das war früher nicht anders, nur passt die treue, exklusive LeserInnen-Blatt-Bindung von damals immer weniger in die heutige Zeit.

      Quelle: http://www.taz.de/Paywalls-im-Internet/!5518554/

      Na dann mache ich alles richtig.

      https://www.web-spirit.de/e-commerce/paywall-7-tipps-fuer-bezahlschranken-und-mitgliederseiten

      Die New

      York Times verzeichnete in 2010 einen generellen Rückgang des Wachstums der Vertriebserlöse, der in Q3, Q4 2010 und Q1 2011 sogar negativ ausfiel. Im März 2011 führte die New York Times die erwähnte Paywall ein. Zunächst waren 20 Artikel-Zugriffe pro Monat kostenfrei, inzwischen sind es nur noch 10 kostenlose Artikel. Der Abbildung 2 ist zu entnehmen, dass nach Einführung der Paywall das Wachstum der Vertriebserlöse wieder zunahm. Wie die FAZ berichtet, sei in 2012 sogar der Umsatz durch Print- und Online-Abos erstmals höher ausgefallen als der Umsatz durch den Anzeigenverkauf (954 Mio. USD vs. 898 Mio. USD). Somit konnte der Konzern nach einem Verlust von knapp 40 Mio. USD im Jahr 2011 wieder einen Gewinn von ca. 130 Mio. USD in 2012 verbuchen. Der Konzern spricht von einem Anstieg der Online-Abos um 13% in Q4 2012 auf insgesamt 640.000 Abos.

      Das gibt es umsonst:
      https://gloria.tv/
      http://www.xn--mutterdererlsung-xwb.de/A-Start/Start.htm
      http://gloria-patri.de/Gruess-GOTT
      http://www.das-haus-lazarus.ch/allgemeines/allgemeines.html

      Ich drohe nicht. Ich informiere nur 🙂

      Außerdem ist es kein reines Nachrichtenportal. Die gibt es woanders und tatsächlich umsonst. Es sind Anleitungen zum spirituellen Überleben in der Bergoglio-Finsterni ohne sich in die Privatoffenbarungen zu flüchten. Die gibt es auch umsonst.

  2. Ich bin der Meinung, dass ein gemeinnütziger eingetragener Verein mehr Geldmittel generiert. Der Spender kann sich seinen Teil vom Finanzamt zurückholen und muss sich nicht durch irgendwelche (leicht unüberschaubaren) Abos binden. Dadurch wird er großzügiger Geld geben als er für ein Abo bereit ist zu zahlen. So schätze ich zumindest die deutsche Mentalität ein.

    1. Wenn von den Mitteln der Blog/das Apostolat betrieben werden soll, ja. Wenn die Mittel (zumindest auch) für den Lebensunterhalt des Betreibers bestimmt sind (davon ging ich bislang aus), kommt der e.V. nicht in Frage, da private Gewinnerzielung nicht gemeinnützig ist.

      Abgesehen davon, dass Spenden sehr unregelmäßig kommen, ist der Spenden-Freibetrag ohne Einzelnachweis bereits derart hoch, dass nur noch höhere Beträge ins Gewicht fielen. Diese sind von „Normalsterblichen“ in der Regel aber nicht zu erwarten.

  3. Spenden sind m.E. ab dem ersten Euro (teilweise) absetzbar. Auch ein gemeinnütziger Verein darf Mitarbeiter gegen Entgelt beschäftigen. Aber mir ist unbekannt, ob auch ein Vorstands-Mitglied diese entgeltliche Beschäftigung ausüben darf.

  4. @ Tom
    Eine Diskussion um des Kaisers Bart. Alleine der Verwaltungsaufwand für Gründung eines e.V. samt Prüfung durch Registergericht und Finanzamt wäre immens. Welcher Arbeitsaufwand des Vereins müßte vorliegen, um einen Angestellten aus Spendeneinkünften bezahlen zu müssen? Bei Umgehungstatbeständen (Formelle Gründung eines e.V. zum Zwecke der privaten Gewinnerzielung) wird das FA hellhörig.
    Abgesehen davon: Wie sollte nach Abzug der Aufwendungen des e.V. ohne planbares und nennenswertes Spendenaufkommen noch Mittel für einen Angestellten übrig bleiben?

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